Sonntag, 17. Februar 2019
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Gesundheitspolitik

Januar 2019

Neue Strahlenschutzverordnung: Experten weisen Kritik um Ultraschall in der Schwangerschaft zurück

Die neue Strahlenschutzverordnung ist zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Darin geht es unter anderem um den Einsatz des Ultraschalls in der Schwangerschaft: Er ist demnach ab Ende 2020 in nicht-medizinischen Kontexten – wie zur Durchführung des sogenannten „Baby-TVs“ – untersagt. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) bekräftigt dazu, dass die Sonografie zu diagnostischen Zwecken hierzulande nur von Ärzten durchgeführt wird. Diese sei deutlich von dem sogenannten „Baby-Watching“ abzugrenzen, das...

vfa: Gesetzgebung biegt bei seltenen Erkrankungen in Sackgasse ein

Die Regierung verabschiedet voraussichtlich diesen Mittwoch den Entwurf eines Gesetzes für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV). Dann ist das Parlament am Zug. Dazu sagt vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer: "Das neue Gesetz wird das Vertrauen vieler Menschen in sichere Arzneimittel in Deutschland stärken. Das ist gut. Doch ausgerechnet beim Thema seltene Erkrankungen biegt die Gesetzgebung in eine Sackgasse ein. Das trifft eine Patientengruppe, die die Unterstützung der Politik ganz besonders braucht."

Studie: Ärzte wollen eHealth mit Nutzen für die Praxis

Ärzte sind gegenüber der Digitalisierung offen, haben aber klare Ansprüche: Sie wollen eHealth-Anwendungen nutzen, wenn sie Diagnosen erleichtern und Arbeitsabläufe im Praxisalltag verschlanken. Das zeigt der aktuelle Digitalisierungsreport 2019, den DAK-Gesundheit und Ärzte Zeitung mit der EPatient RSD GmbH und zahlreichen Partnern aus dem Gesundheitswesen erhoben haben. 2.313 Ärztinnen und Ärzte aus ganz Deutschland wurden dafür nach ihren Einstellungen zur Digitalisierung befragt. Kernthema der Studie sind die Möglichkeiten einer...

Pille soll künftig bis zum 22. Lebensjahr bezahlt werden

Nach monatelangem Ringen um das sogenannte Werbeverbot für Abtreibungen hat sich die Bundesregierung auf einen Referentenentwurf verständigt. Vorgesehen ist darin unter anderem eine Neuregelung zur Kostenübernahme bei Verhütungspillen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend: "Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Pille künftig zwei Jahre länger, bis zum 22. Geburtstag. Das hilft jungen Frauen, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden." Er halte dies für eine gute Ergänzung...

Ausschreibung für den Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken

79 Bieter bzw. Bietergemeinschaften haben im Ausschreibungsverfahren des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte für den Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken Angebote abgegeben. Das BfArM wertet die Angebote nun aus. Die Zuschlagserteilung soll im 2. Quartal 2019 erfolgen. Das BfArM erwartet die erste Ernte für das 4. Quartal 2020. Der Anbau in Deutschland soll zur Versorgung schwer kranker Patientinnen und Patienten beitragen. Derzeit wird Cannabis aus dem Ausland nach Deutschland importiert. Der Import wird auch künftig möglich sein.

HPV-Impfung: Abrechnung jetzt deutschlandweit auch für Jungen über Kassenkarte möglich

Seit diesem Monat haben alle Kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland offiziell veröffentlicht, dass die HPV-Impfung für Jungen ab sofort analog zur Impfung für Mädchen verordnet und abgerechnet werden kann. Übernommen werden sowohl die Kosten der Standardimpfung für Jungen im Alter von 9 – 14 Jahren, als auch für die Nachholimpfung bis zum Alter von 17 Jahren. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut hatte im Juni letzten Jahres die Impfempfehlung gegen HPV, die bis dahin lediglich für Mädchen galt, auch...

DKG: Ausbildungsoffensive wichtiges Signal

Die Krankenhäuser begrüßen, dass die Konzertierte Aktion Pflege jetzt mit einer Ausbildungsoffensive im Pflegebereich startet. "Denn das Wichtigste ist es, das Interesse am Pflegeberuf zu wecken und mehr junge Menschen in und durch die Ausbildung zu bekommen. Deshalb unterstützen wir auch die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geplante und finanzierte Kampagne", so DKG-Präsident Dr. Gerald Gaß. Schon seit Jahren sind die Kliniken hier aktiv und haben die Kapazitäten deutlich ausgebaut und die Rahmenbedingungen...

DAK: Weniger Fehltage wegen psychischer Erkrankungen in 2018

Die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen ist nach Angaben der DAK-Gesundheit erstmals seit 2006 gesunken. Die erwerbstätigen Versicherten der Krankenkasse hätten im vergangenen Jahr deutschlandweit 5,6% weniger Fehlzeiten wegen Seelenleiden gehabt als im Jahr 2017, teilte die DAK-Gesundheit am Montag in Hamburg mit. Psychische Erkrankungen seien aber immer noch die dritthäufigste Ursache für Fehltage (15,2%). An erster Stelle stehen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (20,9), an zweiter Atemwegsleiden (16,0).

Bundesregierung will Pflege-Ausbildung ankurbeln

Die Bundesregierung will die Aus- und Weiterbildung dringend benötigter Pflegekräfte ankurbeln. Mit Akteuren in diesem Bereich seien mehr als 100 Maßnahmen vereinbart worden, die bis 2023 umgesetzt werden sollen, sagte Familienministerin Franziska Giffey (SPD) am Freitag bei einem Kongress in Berlin. So solle die Zahl der Auszubildenden und ausbildenden Einrichtungen gemeinsam mit den Ländern im Schnitt um 10% erhöht werden. Pflegeeinrichtungen sollen 5.000 Weiterbildungsplätze bereitstellen. Ein Beraterteam mit 40 Experten soll bundesweit an Schulen...

Krankenkassen übernehmen Kosten der Hyperthermie-Behandlung

Die Oberflächen- und Tiefenhyperthermie an der Radioonkologischen Klinik am Klinikum Chemnitz wird ab sofort bei bestimmten Indikationen von den Krankenkassen des Freistaates Sachsen als etablierte zusätzliche Therapiemaßnahme anerkannt und diese erklären sich prinzipiell zur Kostenübernahme bereit. Die Klinik für Radioonkologie am Klinikum Chemnitz hatte diese spezielle Form der Hyperthermie im vergangenen Jahr eingeführt und zählt damit deutschlandweit zu den Vorreitern.

Auftakt der Tarifverhandlungen für Helios-Ärzte

Finanzielle Verbesserungen bei der Arbeit zu ungünstigen Zeiten, zusätzliche Gehaltsstufen für erfahrene Ärztinnen und Ärzte und eine spürbare Erhöhung der Erschwerniszulage sind die zentralen Forderungen des Marburger Bundes für die ärztlichen Beschäftigten in den tarifgebundenen Kliniken der Helios Kliniken GmbH, die am heutigen Donnerstag in Berlin beginnen. Die Gehaltsforderung der Ärztegewerkschaft beläuft sich auf 6% bei einer einjährigen Laufzeit.

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