Sonntag, 25. August 2019
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Gesundheitspolitik

Juli 2019

Patientenschützer fordert Langfrist-Plan für Krankenhäuser

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert von der Politik ein langfristiges Konzept zur Sicherung der Krankenhausversorgung in Deutschland. Die Kliniken seien nicht fit für die Zukunft, sagte Vorstand Eugen Brysch am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. „n den letzten 25 Jahren wurden fast 500 Krankenhäuser geschlossen und 170.000 Betten abgebaut. Das wird sich auch in Zukunft fortsetzen.“ Aber bisher hätten Bund und Länder eher zugeschaut.

Etablierung von Musiktherapie im Gesundheitswesen erhofft

Musiktherapie hilft bei Krebserkrankungen. Das bestätigt ein am Freitag veröffentlichter Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Das IQWiG stellt fest, dass vor allem psychische Begleitsymptome wie zum Beispiel Abgeschlagenheit, Angst, Stress, Anspannung, Stimmungsschwankungen durch musiktherapeutische Interventionen kurzfristig günstig beeinflusst werden. Die Studie bescheinigt, dass die gesundheitsbezogene Lebensqualität und das subjektive Wohlempfinden durch Musiktherapie verbessert werden.

Ausbau der Personalisierten Medizin in Baden-Württemberg

Als großen Erfolg für den Gesundheitsstandort Deutschland haben Universität und Universitätsklinikum Tübingen die Entscheidung der baden-württembergischen Landesregierung für den landesweiten Ausbau der Personalisierten Medizin gewürdigt. „Mit dem nun beschlossenen Aufbau von Zentren für Personalisierte Medizin schafft Baden-Württemberg eine bundesweit einmalige Struktur und macht das Land zum Vorreiter für Diagnose und Therapie der Zukunft“, sagte der Sprecher des Tübinger Zentrums für Personalisierte Medizin...

DGIIN begrüßt kritische Diskussion um Neuordnung der Krankenhausstruktur

Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) begrüßt in ihrer aktuellen Stellungnahme die kritische Diskussion um eine Neuordnung der Deutschen Krankenhauslandschaft, die durch die aktuelle Bertelsmann-Studie ausgelöst wurde. Nach Ansicht der Fachgesellschaft ist es auch aufgrund des Personalmangels dringend notwendig, insbesondere in Ballungsräumen Krankenhäuser zu zentrieren. Gleichzeitig wird in ländlichen Regionen eine stabile Versorgung mit Krankenhäusern benötigt, die ausreichend ausgestattet...

Bertelsmann weist Vorwürfe zu Klinikstudie zurück

Die Bertelsmann Stiftung hat den Verdacht eines möglichen Interessenskonflikts im Zusammenhang mit ihrer Krankenhausstudie zurückgewiesen. "Wir empfehlen nicht, bestimmte Kliniken zu schließen, sondern wir schlagen eine generelle Neuordnung der Krankenhausstruktur in Deutschland vor", hieß es am Mittwoch in einer Erklärung aus Gütersloh. Die Untersuchungen der Stiftung seien grundsätzlich "unabhängig und evidenzbasiert". Die "Aachener Zeitung" und "Aachener Nachrichten" hatten zuvor über Zweifel an der...

Deutscher Hebammenverband warnt vor weiteren Kreißsaalschließungen

Von den heute knapp 1.400 Krankenhäusern sollen weniger als 600 übrig bleiben – das hat eine aktuelle Bertelsmann-Studie Anfang der Woche gefordert. Lebensbedrohliche Notfälle sollen so besser versorgt werden. Die Schließung von über 50% der Krankenhäuser bedeutet aber auch weniger Grundversorgung für Schwangere und deren Familien in Wohnortnähe. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) warnt vor den Folgen. Im Jahr 1991 gab es 1.186 Krankenhäuser, in denen Geburten durchgeführt wurden. Heute sind es unter 700.

Digitale Versorgung Gesetz: Diabetesbereich Vorreiter mit zertifizierten Apps

Das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn soeben auf den Weg gebrachte „Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation“ (Digitale Versorgung Gesetz (DVG)) besagt unter anderem, dass Ärzte zukünftig Apps auf Rezept verschreiben können. Menschen mit Diabetes sind in 99,8% der Zeit mit ihrer Krankheits- und Therapiebewältigung auf sich allein gestellt. Daher nutzen viele Betroffene in ihrem Alltagsleben digitale Unterstützung durch spezielle Diabetes-Apps, die zum Beispiel ihre Blutzuckerwerte dokumentieren. Das...

DGU stellt sich Herausforderungen durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz

Die digitale Transformation schreitet unaufhaltsam voran, lässt kaum einen Bereich in Wirtschaft und Gesellschaft unberührt, hat längst auch die Medizin durchdrungen. Dort bieten digitale Technologien, die hinter Begriffen wie künstliche Intelligenz und Deep Machine Learning stehen, inzwischen große Chancen, die jedoch bei zu unkritischem Einsatz auch erhebliche Risiken bergen können. Diesem Spannungsfeld stellt sich die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) intensiv.

Krankenhausgesellschaft kritisiert Bertelsmann-Studie scharf

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat eine Bertelsmann-Studie, die eine deutliche Reduzierung der Zahl der Kliniken in Deutschland vorschlägt, heftig kritisiert. "Wer vorschlägt, von ca. 1.600 Akutkrankenhäusern 1.000 platt zu machen und die verbleibenden 600 Kliniken zu Großkliniken auszubauen, propagiert die Zerstörung von sozialer Infrastruktur in einem geradezu abenteuerlichen Ausmaß", sagte DKG-Präsident Gerald Gaß laut einer Mitteilung vom Montag.

Patientenschützer: Schleppende Umsetzung von mehr Pflegestellen

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat eine schleppende Umsetzung des Programms für mehr Stellen in der Altenpflege kritisiert. "Zusätzliches Geld schafft bisher keine zusätzlichen Pflegekräfte", sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies auf eigene Informationen, wonach weniger als eine Million Euro ausgezahlt worden seien. Das sei desaströs. Das Programm habe damit bisher weniger als 100 Stellen extra gebracht.

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