Freitag, 19. April 2019
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Gesundheitspolitik

April 2019

Barmer will Ausschreibung für digitale Patientenakte starten

Die Barmer-Krankenkasse mit rund neun Millionen Versicherten startet konkrete Schritte für die geplanten digitalen Patientenakten. "Ende April soll die Ausschreibung herausgehen", sagte Vorstandschef Christoph Straub am Dienstag in Berlin. Nach der politischen Klärung der Rahmenbedingungen sei nun die Zeit dafür gekommen. Der Zuschlag ist für Oktober vorgesehen. Den Versicherten soll die E-Akte zum 1. Januar 2021 angeboten werden. Es gehe darum, auch einen Nutzen mit sinnvollen Funktionen zu bieten, sagte Straub.

Felix Burda Award: Ehrung von Projekten gegen Darmkrebs

Am 19. Mai 2019 werden herausragende Projekte gegen Darmkrebs mit dem Felix Burda Award geehrt. Zum dritten Mal wird im Rahmen der Award-Gala im Hotel Adlon Kempinski Berlin auch der „Ehrenfelix“ verliehen. Im Publikums-Voting hat Bernd Zienke die Wahl für sich entschieden und wird nun für sein Engagement gegen Darmkrebs geehrt. Der Ehrenfelix ist eine Hommage an Felix Burda, der selbst an Darmkrebs erkrankte und andere vor dieser Krankheit bewahren wollte.

Münchnerin entwickelt erfolgreich Gesundheits-Apps

Gloria Seibert aus München ist gerade mal 29 Jahre jung und bereits erfolgreiche App-Unternehmerin. Sie leitet das von ihr gegründete Unternehmen Temedica, das digitale Gesundheitslösungen entwickelt. Diese sind so gut, dass sie von Krankenkassen erstattet werden. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn die meisten Gesundheits-Apps muss man aus privater Tasche bezahlen. Nur wenige schaffen die Zertifizierung und Anerkennung durch die Krankenkassen. Zudem ist die Gesundheits-App pelvina sogar in Apotheken erhältlich. Gloria Seibert ist damit eine der wenigen...

Intensivmediziner fordern strenge Indikation und gewissenhafte Ermittlung des Patientenwillens

Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) zu lebensverlängernden Maßnahmen ist die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) besorgt, dass das Urteil missverstanden werden könne. „Wir betonen ausdrücklich, dass eine Behandlung gegen den Patientenwillen bereits heute unzulässig und strafbar ist“, sagt DIVI-Präsident Professor Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler sowie Sprecher der DIVI-Sektion Ethik.

Gesundheitsämtern droht Kollaps wegen Ärztemangels

Mediziner aus ganz Deutschland warnen vor den Folgen eines Ärztemangels in den Gesundheitsbehörden. "Die Gesundheitsämter in Deutschland stehen vor einem Kollaps", sagte Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) am Donnerstag in Kassel. Dort wurden bis zu 800 Mediziner und Mitarbeiter von Gesundheitsbehörden zu einem Kongress erwartet. Vor der Veranstaltung machten die Teilnehmer mit einer Demonstration auf die Entwicklung aufmerksam.

Seltene Erkrankungen: BAH befürchtet Versorgungslücken auf dem Land

Künftig soll der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) niedergelassenen Ärzten oder Krankenhäusern die Verordnung von Arzneimitteln bei der Therapie kleiner oder spezieller Patientengruppen untersagen dürfen, sofern sie nicht an der geforderten anwendungsbegleitenden Datenerhebung teilnehmen. So sieht es das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) vor, das am Donnerstag in erster Lesung im Bundestag behandelt wird. Patienten mit seltenen Erkrankungen müssten dann mit Einschränkungen ihrer Therapie rechnen.

Junge Ärzte rufen zur Teilnahme am Warnstreik auf

Die jungen Ärzte im Marburger Bund rufen ihre Kollegen zur Teilnahme am Warnstreik des Marburger Bundes am 10. April auf. Der Appell richtet sich explizit an die sich weiterbildenden Ärzte in den tarifgebundenen kommunalen Krankenhäusern und im Öffentlichen Gesundheitsdienst der Kommunen. „Die jungen Ärztinnen und Ärzte tragen einen wesentlichen und erheblichen Teil der Arbeitslast im Krankenhausalltag. Eine Entlastung und nachhaltige Verbesserung der ärztlichen Arbeitsbedingungen ist somit vor allem im Sinne der sich weiterbildenden Ärztinnen...

Spahn verteidigt Pläne zu regionalen Krankenkassen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seine umstrittenen Pläne für eine bundesweite Öffnung regional begrenzter Krankenkassen verteidigt. "Nicht alle Versicherten können derzeit Krankenkassen mit attraktiven Zusatzleistungen oder mit günstigen Beiträgen wählen", sagte der CDU-Politiker dem "Reutlinger General-Anzeiger" am Mittwoch. In welcher Kasse man versichert sein könne, hänge teils noch vom Wohn- oder Beschäftigungsort der Versicherten ab. "Dieser Anachronismus ist vielleicht historisch, aber nicht sachlich...

Unterschiedliche Arbeitgeber-Signale zu mehr Tarifen in der Pflege

Die Bundesregierung bekommt bei ihrem Drängen nach mehr Tarifverträgen in der Altenpflege unterschiedliche Signale aus dem Arbeitgeberlager. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) warnte vor einer vorsätzlichen Beschädigung der Tarifautonomie durch die von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) geforderte Gründung eines gemeinsamen Pflege-Arbeitgeberverbands. Dies sei ein schwerer Angriff auf die grundgesetzliche Koalitionsfreiheit, erklärte die BDA am Dienstag in Berlin. Ein von Arbeitgebern und den Beschäftigten...

Maßgeschneiderte Online-Lernplattform: Verbundprojekt macht Arbeitnehmer fit für Industrie 4.0

Eine neue Online-Lernplattform macht Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fit für den digitalen Wandel und Industrie 4.0. Forschende der Universität Ulm aus Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften sowie Psychologie entwickeln die mitarbeiter- und unternehmensspezifische Plattform gemeinsam mit Praxispartnern aus der Industrie. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Projekt „Lernen in der digitalisierten Arbeitswelt“ (LidA) für zunächst drei Jahre mit 2,3 Millionen Euro.

Ärzte haften nicht für künstlich verlängertes Leiden am Lebensende

Ein dementer Mann liegt die letzten Jahre bewegungsunfähig im Bett, nur eine Magensonde zögert den Tod hinaus. Der Arzt habe ihn sinnlos leiden lassen, meint der Sohn – und strengt einen beispiellosen Schmerzensgeld-Prozess an. Aber der BGH will nicht Gott spielen. Ärzte müssen kein Schmerzensgeld zahlen, wenn sie den Tod eines Patienten durch lebenserhaltende Maßnahmen hinauszögern und damit dessen Leiden künstlich verlängern. Das haben die obersten Zivilrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) am Dienstag in einem bisher beispiellosen...

Qualitätsoffensive: Klinikum Darmstadt konzentriert medizinische Leistungen an einem Standort

Die Klinikum Darmstadt GmbH wird zur langfristigen Qualitäts- und Standortsicherung Leistungen vom Marienhospital Darmstadt künftig am zentralen Innenstadtcampus konzentrieren und dabei den Standort erhalten und künftig mit einem neuem Nutzungskonzept weiterbetreiben. Dies teilten die Geschäftsführer Clemens Maurer und Prof. Dr. Nawid Khaladj sowie der Aufsichtsratsvorsitzende André Schellenberg nach einem entsprechenden Gesellschafterbeschluss und Aufsichtsratsbeschluss am Montag, 1. April mit. Dazu werden die Geburtshilfe des Marienhospitals sowie dessen...

Krankenhaus-Report 2019: Digitalisierungs-Rückstand in deutschen Krankenhäusern

Die Krankenhäuser in Deutschland haben erheblichen Nachholbedarf bei der Digitalisierung und beim Technologieeinsatz, wie der neue Krankenhaus-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt. So erreichten die deutschen Krankenhäuser 2017 in einem internationalen Vergleich auf einer Digitalisierungs-Skala von Stufe 0 bis 7 im Durchschnitt nur den Wert 2,3 und lagen damit unter dem EU-Durchschnitt von 3,6. Besonders deutlich zeigt sich der mangelnde Wandel bei den kleinen Krankenhäusern unter 200 Betten, die im Mittel nur den Wert 1,3 erreichten.

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