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Gesundheitspolitik

23. November 2018

Paket für mehr Pflege-Stellen kommt zum neuen Jahr

Für den Kampf gegen die Personalnot in der Pflege kommt zum neuen Jahr ein Paket für mehr Stellen, attraktivere Arbeitsbedingungen und Hilfen bei der Betreuung zu Hause. Der Bundesrat billigte am Freitag ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz, das am 1. Januar 2019 in Kraft treten soll. Ermöglicht werden damit 13.000 zusätzliche Stellen in der Altenpflege. In Krankenhäusern sollen die Krankenkassen jede aufgestockte Stelle künftig komplett bezahlen. Tarifsteigerungen für Pflegekräfte bekommen die Kliniken bereits ab diesem Jahr ebenfalls voll von den Kassen finanziert.

Krankenkassen signalisieren Dialogbereitschaft trotz Klagewelle

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) haben trotz einer bundesweiten Klagewelle gegen Kliniken wegen möglicher Vergütungsrückforderungen Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die Kassen seien weiterhin bereit, die Fälle im konstruktiven Dialog zu klären, sagte der Vize-Vorstandschef des GKV-Spitzenverbands, Johann-Magnus von Stackelberg, der Deutsche Presse-Agentur. Dies gehe auch, ohne die Gerichte abzuwarten. Der Bundesrat befasst sich in seiner Sitzung am Freitag ebenfalls mit dem Thema.

Nutzbarkeit elektronischer Patientenakten für Forschung und Versorgung sicherstellen

Die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) funktioniert nur gemeinsam: Standardisierungsorganisationen, Vertreter aus Forschung und Wissenschaft sowie Branchenverbände der industriellen Gesundheitswirtschaft fordern in einem gemeinsamen Aufruf einen transparenten, koordinierten und ressortübergreifenden Prozess zur Festlegung der technischen und semantischen Spezifikationen medizinischer Inhalte.

Medizinisches Fach mit vielen Partnern

Als neuer Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie übernimmt Prof. Dr. Florian Daniel Zepf die Leitung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Jena. Der 40-jährige Kinderpsychiater kommt von der westaustralischen Universität in Perth, wo er den Lehrstuhl für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit klinischer Leitungsfunktion innehatte. „In Jena reizt mich die Weiterentwicklung der sehr gut aufgestellten Klinik und das hervorragende wissenschaftliche Umfeld“, erklärt Florian Daniel Zepf seinen Wechsel nach Thüringen.

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