Sonntag, 16. Februar 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Gesundheitspolitik

Februar 2020

Warnstreiks von Ärzten an Unikliniken – Dritte Tarifrunde

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat für Dienstag rund 20.000 Ärzte an 23 Universitätskliniken zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will sie Druck in den Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) machen, die am frühen Nachmittag (14.00 Uhr) in dritter Runde in Hannover fortgesetzt werden. Der Gewerkschaft sind vor allem die vielen Nacht- und Wochenenddienste der Ärzte ein Dorn im Auge. In Hannover ist auch die zentrale Kundgebung geplant, zu der 2.000 bis 3.000 Ärzte erwartet werden.

Digitalisierung: Risiken sind kalkuliert

Digitale-Versorgung-Gesetz, elektronisches Rezept, digitale Gesundheitsanwendung, elektronische Patientenakte – einiges wurde schon auf den Weg gebracht, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzutreiben. Was sind die nächsten Schritte und wo gibt es Hürden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung, in der Dr. Gottfried Ludewig (CDU), Abteilungsleiter Digitalisierung und Innovation des Gesundheitswesens im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Rede und Antwort stand.

Ignoranz der Arbeitgeber macht Ärzte in Unikliniken wütend

Die Ärztinnen und Ärzte an 23 Universitätskliniken treten am Dienstag (4. Februar) in einen ganztägigen Warnstreik. Dazu aufgerufen hat der Marburger Bund, der mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) seit November über die Arbeits- und Tarifbedingungen der Uni-Ärzte verhandelt. Streikende Ärzte aus dem ganzen Bundesgebiet werden am Dienstag zu einer zentralen Demonstration und Kundgebung in Hannover erwartet, wo sich Marburger Bund und TdL am Nachmittag zu ihrer dritten Verhandlungsrunde treffen.

Januar 2020

Freie Ärzteschaft fordert Aufwertung der Gebührenordnung und Abschaffung der Budgets

Seit Jahren wird um die ärztlichen Vergütungssysteme gerungen. Die Bundesregierung hat eigens eine Kommission dafür eingesetzt, die nun ihr Ergebnis präsentiert hat. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) sieht darin keinen Fortschritt. „Die Vorschläge der Kommission eignen sich nicht dafür, die Gebührenordung für Ärzte (GOÄ) aufzuwerten – das ist aber längst überfällig“, sagte FÄ-Vorsitzender Wieland Dietrich am Donnerstag in Essen. Ebenso wenig ließen sich die gravierenden Honorarprobleme im...

Impfausweis in der App – Pläne für E-Patientenakte nehmen Gestalt an

Ab 2021 soll jeder gesetzlich Versicherte per App Zugriff auf seine persönlichen Patientendaten bekommen, die bisher beim Arzt im Aktenschrank liegen. Die Pläne für diese sogenannte elektronische Patientenakte nehmen nun weiter Gestalt an. Das Bundesgesundheitsministerium hat am Donnerstag den Entwurf für ein "Patientendaten-Schutzgesetz" zur Abstimmung in die Bundesregierung gegeben. Das Gesetz soll sicherstellen, dass die Daten, die Patienten in die neue elektronische Akte eintragen lassen können, sicher sind.

BVMed Digital-Talk zur DiGA-Verordnung

Bis Mitte des Jahres 2020 werden die Prozesse für die Erstattungsfähigkeit von digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) stehen. Das sagte Berater Sebastian Lempfert auf dem zweiten BVMed Digital-Talk zum Thema "Nach dem DVG ist vor der Rechtsverordnung – Was kommt auf die Hersteller nun zu?" am 27. Januar 2020 in Berlin. "Das ist im deutschen Gesundheitssystem dann schon 'Lichtgeschwindigkeit' und zeigt deutlich den politischen Willen, mehr Tempo in die Digitalisierung zu bekommen", so Lempfert. Einzelheiten regelt die aktuell diskutierte...

Brexit am 31. Januar: Übergangsphase jetzt nutzen

Deutsche Arzneimittel-Hersteller fordern, dass die elfmonatige Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2020 dafür genutzt wird, in intensiven Verhandlungen praktikable Regularien für eine sichere Arzneimittelversorgung zu vereinbaren. Das Europaparlament hat in seiner gestrigen Plenarsitzung in Brüssel das Austrittsabkommen Großbritanniens aus der Europäischen Union ratifiziert. Demnach ist das Vereinigte Königreich ab dem 1. Februar 2020 kein EU-Mitglied mehr.

Rund 5.800 ausländische Pflegekräfte angeworben

In den vergangenen Jahren sind 5.797 Pflegekräfte über ein spezielles Programm aus Bosnien und Herzegowina, Serbien, den Philippinen und Tunesien nach Deutschland gekommen. Davon wurden seit 2013 3.577 Menschen direkt an Arbeitgeber vermittelt, 2.220 sind ohne Vermittlung eingereist und haben eine Arbeit als Pflegekraft aufgenommen. Zudem besuchen derzeit in Vietnam 107 Personen einen Deutschsprachkurs, sie sollen ab Mitte 2020 nach Deutschland kommen. Mehr als die Hälfte der eingereisten Pflegekräfte kommen aus den Philippinen.

AWMF begrüßt öffentliche Finanzierung von wissenschaftlich begründeten medizinischen Leitlinien

Durch das im Dezember 2019 in Kraft getretene Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) bestehen jetzt Möglichkeiten, hochwertige medizinische Leitlinien und damit die Leitlinienarbeit der Fachgesellschaften in der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) e.V. unabhängig zu finanzieren. Es wird zwei Unterstützungsbereiche geben: Zum einen die Förderung der Erstellung oder Aktualisierung kompletter Leitlinien über Mittel des Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), zum anderen die Förderung von...

Neue Möglichkeiten zur Einbindung qualitativ hochwertiger Registerdaten in die Arzneimittel-Nutzenbewertung

Das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung e.V. (DNVF) begrüßt außerordentlich, dass das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun Registerdaten bei entsprechender Qualität als geeignet für die erweiterte Nutzenbewertung von Arzneimitteln einstuft. Es wird damit zukünftig möglich, in die Nutzenbewertung versorgungsnahe Daten einzubeziehen, die außerhalb von randomisiert kontrollierten Studien (RCTs) erhoben werden.

Coronavirus: Deutschlands Intensiv- und Notfallmediziner sehen keinen Anlass zur Sorge

Das neuartige Coronavirus (2019-nCoV) hat Deutschland erreicht. Am Dienstag wurde der erste Fall in Bayern bestätigt. Entsprechend sieht sich die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) verpflichtet, die Bevölkerung zu beruhigen: „Deutschland droht keine Epidemie. Wir sind nicht gefährdet!“ sagt DIVI-Präsident Professor Dr. med. Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler. Er spricht stellvertretend für rund 3.000...

  ...  

Das könnte Sie auch interessieren

Jeder 12. Junge süchtig nach Computerspielen

Jeder 12. Junge süchtig nach Computerspielen
© Photographee.eu / Fotolia.com

In Deutschland ist jeder zwölfte Junge oder junge Mann süchtig nach Computerspielen. Nach einer neuen DAK-Studie erfüllen 8,4 Prozent der männlichen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 12 bis 25 Jahren die Kriterien für eine Abhängigkeit nach der sogenannten „Internet Gaming Disorder Scale“. Bei den Betroffenen verursacht die exzessive Nutzung von Computerspielen massive Probleme. Der Anteil der betroffenen Mädchen und jungen Frauen liegt mit 2,9 Prozent deutlich niedriger. Das zeigt der Report „Game over“...

Handhygiene stärken – Krankenhausinfektionen vermeiden

Handhygiene stärken – Krankenhausinfektionen vermeiden
© Picture-Factory / fotolia.com

Es ist die denkbar einfachste Hygienemaßnahme der Welt: das Händewaschen. Vielleicht wird seine Effizienz gerade deshalb oft unterschätzt. Anlässlich des Internationalen Tages der Händehygiene, den die WHO am 5. Mai begeht, erinnert die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) daran, dass eine sorgsame Händehygiene das mit Abstand wichtigste und effektivste Mittel ist, um die Übertragung und Ausbreitung von Infektionen zu begrenzen. Dies gilt nicht nur im Alltag, sondern gerade auch in Kliniken und Gesundheitseinrichtungen. Anstatt ineffiziente...