Dienstag, 13. April 2021
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Gesundheitspolitik

April 2021

DAK-Sonderanalyse: Pandemie hat massive Auswirkungen auf planbare OPs

Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf planbare Operationen in deutschen Krankenhäusern. So wurden im Januar und Februar 2021 im Vergleich zum Vorjahr rund 40% weniger Knie- und Hüft-Operationen durchgeführt. Das ist das Ergebnis einer Sonderanalyse der DAK-Gesundheit zu den Krankenhausdaten 2019, 2020 und 2021. Schon im Corona-Jahr 2020 wurden weniger Knie-OPs (minus 17%) und Hüft-Operationen (minus 12%) realisiert.

Bundesweit können 87.000 niedergelassene Ärzte die Corona-Impfkampagne unterstützen

Wie steht es um die Impfkapazitäten in den Arztpraxen in Deutschland? Bundesweit wurden 2019 in 55.100 Arztpraxen durch 87.007 Ärzte Impfungen verabreicht. 55.542 der impfenden Ärzte waren Hausärzte, die übrigen 31.465 Fachärzte. Jedoch gehören Impfungen nicht in jeder dieser Arztpraxen zur Kernaufgabe. In 47.734 Praxen sind durch mindestens einen Arzt 10 oder mehr Impfungen verabreicht worden. Von diesen häufiger impfenden Praxen gibt es in der kleinsten Kassenärztlichen Vereinigung (Bremen) 370, in der größten (Bayerns) 7.321.

Hartmannbund kritisiert Kündigung der Rahmenvorgaben durch den SpiBu

Der Hartmannbund hat die einseitige Kündigung der zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband (SpiBu) geschlossenen Rahmenvorgaben gem. § 106b SGB V für die Wirtschaftlichkeitsprüfung ärztlich verordneter Leistungen durch die Kassenseite scharf kritisiert. Die damit defacto verbundene erneute Verschärfung eines unkalkulierbaren Regressrisikos für die Praxen dokumentiere ein Maß an Misstrauen und Missachtung, das die Kolleginnen und Kollegen zu Recht als Affront betrachteten, sagte der Vorsitzende des Hartmannbundes,...

Praxen wollen Astrazeneca-Impfungen für Menschen unter 60 vermeiden

Deutschlands Kassenärzte wollen möglichst vermeiden, Menschen unter 60 Jahren mit dem Impfstoff von AstraZeneca zu impfen. „Der Zeitbedarf für eine Beratung und intensive Aufklärung jüngerer Patienten steht einer schnellen Impfkampagne diametral entgegen“, sagte der Vizechef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Stephan Hofmeister, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Wir wollen schnell und zügig impfen.“ Daher empfehle die Bundesvereinigung, Astrazeneca nur Menschen über 60 zu spritzen.

Krankenhäuser: Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich verfügbare und vernetzte Versorgungsleistungen

Mehr als jeder zweite Patient in Deutschland erwartet, dass Behandlungen in Kliniken verfügbar sind und sich alle Beteiligten stärker vernetzen. Für rund 30% ist es zudem wichtig, dass die Verweildauer in den Kliniken möglichst kurz ist. Das ergibt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Management- und Technologieberatung Sopra Steria. Für die Kliniken kommt es damit verstärkt darauf an, neue Technologien für die Versorgung gezielt zu nutzen. Dazu gehört unter anderem, die Fördermöglichkeiten auszuschöpfen, die im...

März 2021

Erstes Bundeswehr-Impfzentrum ab Sonntag im 24-Stunden-Betrieb

Im saarländischen Lebach geht das Impfzentrum der Bundeswehr als bundesweit erstes ab Ostersonntag (4. April) in den 24-Stunden-Betrieb. Rund 110 Soldaten werden dann rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche in einem Drei-Schicht-Betrieb bis zu 1.000 Impfungen pro Tag vornehmen können. Ein entsprechender Amtshilfe-Antrag der Landesregierung an die Bundeswehr sei genehmigt worden, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch in Saarbrücken mit.

Impfstoffstreit: Keine Einigung zwischen Brüssel und London in Sicht

Im Streit um Corona-Impfstoff zwischen der Europäischen Union und Großbritannien ist noch keine Einigung in Sicht. Die Diskussion über mehr Zusammenarbeit stehe erst am Anfang, hieß es am Dienstag aus Kreisen der EU-Kommission in Brüssel. Über Lieferungen von Astrazeneca-Impfstoff aus dem niederländischen Halix-Werk an Großbritannien sei noch nicht verhandelt worden. Ein EU-Vertreter widersprach damit britischen Medienberichten über einen nahen Kompromiss.

Globales Abkommen soll künftige Pandemien besser abwehren

Als Lehre aus Corona plädieren Bundeskanzlerin Angela Merkel und mehr als 20 weitere Staats- und Regierungschefs aus aller Welt für ein globales Abkommen zur Abwehr künftiger Pandemien. "Gemeinsam müssen wir mehr Vorsorge treffen, um eng abgestimmt Pandemien besser vorherzusagen, zu vermeiden, zu erkennen und einzuschätzen sowie sie wirksam zu bekämpfen", heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Aufruf. Ziele sind auch eine verlässlichere Produktion und eine gerechtere Verteilung von Impfstoffen.

Öl gegen Corona-Impfstoff – Venezuelas Präsident schlägt Tausch vor

Angesichts rasant steigender Corona-Zahlen sowie Sanktionen der USA gegen den südamerikanischen Krisenstaat hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro einen Tausch von Erdöl gegen Corona-Impfstoff angeboten. "Venezuela hat die Öltanker, es hat die Kunden, die uns das Öl abkaufen, und es würde einen Teil seiner Produktion zur Verfügung stellen, um alle Impfstoffe zu garantieren, die Venezuela braucht", sagte der autoritär regierende Maduro laut einer Mitteilung. Details des Plans führte er nicht aus.

AstraZeneca-Impfstoff: Sicherheitsbedenken in mehreren Bundesländern und Kanada

Wegen Sicherheitsbedenken gegenüber dem Impfstoff von AstraZeneca gegen COVID-19 wird das Vakzin teilweise erneut ausgesetzt. In Kanada empfehlen Experten, den Impfstoff national auszusetzen. Im Kreis Euskirchen, in Berlin, München und Brandenburg wird der Impfstoff bis auf Weiteres nicht mehr an Menschen unter 60 Jahren gegeben. Während die Charité Berlin für diese Patientengruppe das Vakzin als reine Vorsichtsmaßnahme aussetzt, reagiert Euskirchen auf das Versterben einer 47 Jahre alten Frau und eine schwere Erkrankung einer 28-Jährigen kurz nach der...

Schnellteste für Kinder und Jugendliche? Testverfahren sinnvoll einsetzen

Kinder und Jugendliche leiden unter den aktuellen Bedingungen der Pandemie mit Kita-/Schulschließungen neben den Limitationen zum Bildungszugang zusätzlich substanziell unter den massiven Einschränkungen in ihren Sozialkontakten mit teils gravierenden psychosomatischen und psychischen Folgen. Das Recht der nachwachsenden Generation auf eine möglichst geringe Beeinträchtigung ihrer Lebensbedingungen muss in den politischen Entscheidungen berücksichtigt werden.

Seniorenheim will Kantine für Geimpfte öffnen - Verfassungsbeschwerde

Ein Seniorenheim in Südbaden will vor dem Bundesverfassungsgericht erreichen, dass gegen Corona geimpfte Bewohner wieder gemeinsam in der Kantine essen dürfen. Ein entsprechender Eilantrag und eine Verfassungsbeschwerde seien an das Karlsruher Gericht gegangen, teilte Rechtsanwalt Patrick Heinemann am Freitag mit, der das Heim im Landkreis Lörrach sowie einen 79 Jahre alten Bewohner vertritt. Vor den Vorinstanzen war das Heim gescheitert. Ein Sprecher des Bundesverfassungsgerichts bestätigte am Freitag den Eingang der Beschwerde und des Eilantrags (Az.: 1 BvR 609/21).

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