Sonntag, 17. Februar 2019
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Gesundheitspolitik

Januar 2019

Kliniken liefern erste Informationen zu Pflegepersonaluntergrenzen

Bei der Umsetzung der ersten Schritte für die Pflegepersonaluntergrenzen haben ausnahmslos alle Krankenhäuser fristgerecht ihre Anmeldungen vollzogen und damit die Basis für die zukünftige Erfassung der Pflegepersonaluntergrenzen gelegt. "Damit zeigen die Kliniken, dass sie konstruktiv an diesem für sie schwierigen gesetzlichen Vorhaben mitarbeiten. Es ist natürlich Ziel aller Kliniken, eine möglichst gute personelle Ausstattung zu erreichen und zu sichern. Aber der Arbeitsmarkt ist schwierig, und wir haben heute schon rund 15.000 Stellen, für...

Verbraucherzentralen fordern Schutz vor steigenden Pflegekosten

Die Verbraucherzentralen fordern Änderungen bei der Pflegeversicherung, um Betroffene vor weiter steigenden Zahlungen zu schützen. "Der Pflegefall darf nicht länger zur Kostenfalle werden", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, am Dienstag. Die Leistungen der Pflegeversicherung sollten daher künftig automatisch jährlich erhöht werden – orientiert an der Inflationsrate und an steigenden Personalkosten. Wie bisher schon die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung brauche zudem auch die...

Schnelle Gewissheit bei Auffälligkeiten in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge

Zukünftig haben Frauen ab 35 Jahre im Rahmen der Gebärmutterhalsfrüherkennung Anspruch darauf, regelmäßig eine Co-Testung aus Pap- und HPV-Test zu erhalten, so ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Bei einem auffälligen Befund werden weitere Untersuchungen notwendig. Der Abklärungstest GynTect ist eine der zuverlässigsten, nicht-invasiven Methoden, um eine Gebärmutterhalskrebserkrankung zu erkennen, wie eine aktuelle Studie [1] zeigt.

Apotheker akzeptieren Online-Versandhandel mit Medikamenten

Nach monatelangem Widerstand sind die Apotheker in Deutschland unter Umständen bereit, den Fortbestand des Versandhandels mit verschreibungspflichtiger Arznei zu akzeptieren. Ihre Organisation ABDA will einem Beschluss der Mitgliederversammlung vom Donnerstag zufolge nur an ihrer Forderung nach einem Ausschluss der Medikamente vom Online-Handel festhalten, wenn der Gesetzgeber bestimmten ABDA-Forderungen nicht nachkommt. Die Apotheker verlangen Schritte zur Stärkung der Apotheken und ein Verbot von Boni.

Marburger Bund bekräftigt Forderungen nach besserer Lehre im Praktischen Jahr

Der Marburger Bund unterstützt mit Nachdruck die studentischen Forderungen nach einer besseren Lehre und einer bundesweit einheitlichen, existenzsichernden Aufwandsentschädigung im Praktischen Jahr (PJ). „Der heutige Aktionstag der Fachschaften an den medizinischen Fakultäten sendet das richtige Signal: Die Bedingungen im PJ müssen dringend verbessert werden. Die Medizinstudierenden brauchen mehr Studienzeit, feste Ansprechpartner, klar definierte Aufgaben und feste Anwesenheitszeiten. Einige wenige Krankenhäuser leisten hier Pionierarbeit, sehen die PJler...

Gescheiterte Brexit-Abstimmung – Mit nationalen Lösungen Arzneimittelversorgung sichern

Die verbleibenden 27 Mitglieder der Europäischen Union (EU) und auch Großbritannien müssen im Falle eines sogenannten „harten“ Brexits dringend Maßnahmen ergreifen, um die Arzneimittelversorgung ihrer Bevölkerung sicherzustellen. Denn ein ungeordneter Austritt Großbritanniens aus der EU kann zu chaotischen Zuständen führen. Der im britischen Unterhaus abgelehnte Brexit-Vertrag erhöht diese Gefahr. Die Folgen für die Arzneimittelversorgung in den verbleibenden EU-Staaten, aber auch in Großbritannien, wären unabsehbar.

vfa: Britische Patienten vertragen kein Brexit-Chaos

Das britische Parlament hat am Dienstag das Brexit-Abkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union abgelehnt. Dazu sagt vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer: "Britische Patienten vertragen kein Brexit-Chaos. Denn jährlich werden 1 Milliarde Arzneimittelpackungen zwischen dem Vereinigten Königreich und den übrigen EU-Staaten gehandelt. Kommt dieser Warenstrom auch nur teilweise zum Erliegen, entstehen nicht nur wirtschaftliche Probleme. Es drohen auch medizinische Engpässe auf der britischen Insel."

VDGH: „Erprobung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden vereinfachen“

Die Erprobung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden muss praktikabel, fair und transparent ausgestaltet werden. Dies fordert der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) in seiner aktuellen Stellungnahme zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Die sogenannte Erprobungsregelung nach § 137e SGB V ermöglicht dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), Methoden probeweise in die Regelversorgung aufzunehmen und währenddessen durch eine wissenschaftliche Begleitung weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Die Erprobungsregelung hat aber bislang kaum Effekte gezeigt, da sie...

Gesetzliche Krankenkassen sollen Gen-Analyse PID bezahlen

Die gesetzlichen Krankenkassen sollen laut einem Medienbericht künftig die umstrittene Präimplantationsdiagnostik für solche Paare bezahlen, eine Veranlagung zu einer schwerwiegenden Erbkrankheit haben. Das sei der Wille von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es berief sich auf einen Änderungsantrag zum Terminservice-Gesetz, das derzeit im Bundestag beraten wird. Die Präimplantationsdiagnostik (PID) hilft, schwere Erbkrankheiten in den Genen künstlich erzeugter Embryonen noch vor Beginn der...

Vorgabe von Untergrenzen keine geeignete Lösung zur Entspannung der Personalbelastung in der Pflege

„Die Unterbesetzung von intensivmedizinischen Abteilungen im Krankenhaus kann fatale Folgen für Patienten haben“, stellte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sehr richtig fest. Und möchte mit dem seit 1. Januar geltenden Gesetz „Personaluntergrenze für pflegesensitive Krankenhausbereiche“ für ausreichend Pflegepersonal sorgen. Einer dieser Bereiche ist die Intensivmedizin. Hier sind ab sofort pro Tagschicht maximal 2,5 Patienten pro Pflegekraft zu versorgen, in der Nachtschicht 3,5 Patienten pro Pflegekraft. Soweit die Theorie.

Patientenschützer für genaue Kontrollen von Praxis-Sprechzeiten

Patientenschützer unterstützen die geplanten Vorgaben zu mehr Praxis-Sprechzeiten für Kassenpatienten – fordern aber auch genaue Kontrollen. Es sei richtig, die Sprechstunden per Gesetz zu erhöhen, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. "Für viele Mediziner wird sich nichts ändern, sie bieten ohnehin mehr Stunden an. Alle anderen sind jetzt in der Pflicht." Entscheidend sei aber, dass Sprechzeiten auch engmaschig kontrolliert werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)...

Wenn Medizin und Informatik sich verbinden

Medizin und Informatik – zwei Fächer, die viele Menschen auf den ersten Blick wohl nicht in direkten Zusammenhang bringen. Für Dr. Robert Seifert sind sie aber „eine ganz natürliche Kombination“ und eng miteinander verzahnt. Er ist Assistenzarzt in der Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Münster und hat täglich mit Bildern aus dem Körperinneren zu tun. Die dort entstehenden Bilddaten sind hochkomplex, weshalb es für Ärzte häufig schwierig ist, rein visuell zu erfassen, wie ausgeprägt eine...

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