Mittwoch, 19. Dezember 2018
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Gesundheitspolitik

23. November 2018

Nutzbarkeit elektronischer Patientenakten für Forschung und Versorgung sicherstellen

Die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) funktioniert nur gemeinsam: Standardisierungsorganisationen, Vertreter aus Forschung und Wissenschaft sowie Branchenverbände der industriellen Gesundheitswirtschaft fordern in einem gemeinsamen Aufruf einen transparenten, koordinierten und ressortübergreifenden Prozess zur Festlegung der technischen und semantischen Spezifikationen medizinischer Inhalte.

Medizinisches Fach mit vielen Partnern

Als neuer Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie übernimmt Prof. Dr. Florian Daniel Zepf die Leitung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Jena. Der 40-jährige Kinderpsychiater kommt von der westaustralischen Universität in Perth, wo er den Lehrstuhl für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit klinischer Leitungsfunktion innehatte. „In Jena reizt mich die Weiterentwicklung der sehr gut aufgestellten Klinik und das hervorragende wissenschaftliche Umfeld“, erklärt Florian Daniel Zepf seinen Wechsel nach Thüringen.

21. November 2018

Kritik an Personalmangel auf Kinderintensivstationen

Auf deutschen Kinderintensivstationen herrscht ein gravierender Mangel an Pflegepersonal. Zuletzt mussten deshalb Betten der Kinderintensivstation an der Medizinischen Hochschule Hannover gesperrt werden. „Das gefährdet die Patientensicherheit und Versorgungsqualität kritisch kranker und verletzter Kinder, insbesondere in den großen Ballungsräumen, wo Sperrungen von Betten aufgrund eines Mangels von Pflegenden an der Tagesordnung sind“, sagt Privatdozent Dr. Florian Hoffmann, Sprecher der Sektion „Pädiatrische Intensiv- und Notfallmedizin“ der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

Mangel an Grippe-Impfstoff in vielen Teilen Deutschlands

Wer wegen einer Grippe-Impfung zum Arzt geht, bekommt derzeit vielerorts keine: In einigen Regionen gibt es keinen Impfstoff mehr. Nun soll versucht werden, Nachschub aus dem Ausland zu holen. Grippe-Impfstoffe werden in vielen Teilen Deutschlands knapp. "Alles, was jetzt kommt, wird nicht mehr geimpft", sagte etwa der Geschäftsführer der Apothekenkammer des Saarlandes, Carsten Wohlfeil. "Bei allen Lieferanten ist momentan nichts zu holen", erklärte Stefan Fink, Vorsitzender des Thüringer Apothekerverbandes. Auch aus anderen Bundesländern wie Sachsen, Niedersachsen und Hessen werden Lieferverzögerungen oder Engpässe gemeldet.

Berufsverband der Deutschen Urologen fordert große Impf-Allianz

Immer neue Masernausbrüche, mehr als 10.000 Keuchhustenfälle im letzten Jahr und Grippe-Impf­quoten, die bei gut einem Drittel der über 60-Jährigen stagnieren: Deutschland steht im Kampf gegen impfpräventable Erkrankungen schlecht da. „Zur Verbesserung des Impfschutzes der Bevölkerung benötigen wir eine gesamtgesellschaftliche Impf-Allianz mit Beteiligung des Gesetzgebers, um neue Strukturen und Rahmenbedingungen einführen zu können“, sagt der Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. (BvDU), Dr. Axel Schroeder.

20. November 2018

Digitaler Stress in Deutschland

25- bis 34-Jährige sind digital gestresster als andere Altersgruppen. Das ist nicht die einzige Überraschung der mit 2.640 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bislang größten und umfassendsten Studie zum Thema „Digitaler Stress in Deutschland“. Von Autorinnen und Autoren der Universität Augsburg unter der Leitung von Prof. Dr. Henner Gimpel und in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer Projektgruppe Wirtschaftsinformatik erarbeitet, steht diese von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie jetzt frei zum Download zur Verfügung.

Arzneimitteltherapie bei Kindern und Jugendlichen

„Die Pädiatrie, die lange Zeit vor allem auf die Adaption von ursprünglich für Erwachsene entwickelten Therapien angewiesen war, wird zunehmend zu einem Impulsgeber auch für andere medizinische Gebiete. Das gilt beispielsweise für die Therapie seltener Erkrankungen, die oft angeboren sind.“ Das erklärte Prof. Dr. Jörg Dötsch, Uniklinik Köln, beim Symposium „Arzneimitteltherapie bei Kindern und Jugendlichen“ in Berlin, das er zusammen mit Prof. Dr. Stefan Endres, Klinikum der Universität München, leitete. Veranstalter des Symposiums am 16. und 17. November war die Paul-Martini-Stiftung (PMS) in Verbindung mit der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

19. November 2018

Hartmannbund fordert Deregulierungsinitiative des BMG

Der Dialog mit fachkundigen Exponenten der digitalen Zukunft des Gesundheitssystems und die kritische Auseinandersetzung mit den aktuellen Entwicklungen in der Gesundheitspolitik prägten die Hauptversammlung des Hartmannbundes am vergangenen Wochenende. Klare Botschaft mit Blick auf beide Themenfelder: Die Ärzteschaft kann ihren Einfluss auf das Gesundheitssystem vor allem dann erfolgreich geltend machen, wenn sie sich den Herausforderungen kritisch und konstruktiv stellt und eigene Lösungsvorschläge entwickelt.

Gutachter schlagen neue Bewertungen für "Pflege-TÜV" vor

Die Entscheidung fällt oft nicht leicht – welches Pflegeheim passt am besten? Dabei gibt es Beurteilungen, die aber reihenweise Traumnoten ergeben. Jetzt liegt ein konkretes Alternativ-Konzept auf dem Tisch. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen für die Suche nach einem guten Heim künftig aussagekräftigere Bewertungen bekommen. Das sehen Empfehlungen für einen neuen "Pflege-TÜV" vor, die Wissenschaftler nun vorgelegt haben. Damit soll die tatsächliche Situation in den Einrichtungen realistischer erfasst werden. Abgelöst werden soll auch das bisherige System mit umstrittenen Pflegenoten, die generell so positiv ausfallen, dass kaum Vergleiche möglich sind. Kommen soll die Umstellung voraussichtlich im Herbst nächsten Jahres.

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Neue Version der Patientenleitlinie "Unipolare Depression" veröffentlicht

Depressionen sind weltweit häufige Erkrankungen. Allein in Deutschland sind innerhalb eines Jahres rund 6,2 Millionen Menschen betroffen. Gleichzeitig ist die Dunkelziffer hoch: Oft werden depressive Erkrankungen nicht festgestellt, weil Betroffene keine fachliche Hilfe suchen oder die Krankheit nicht erkannt wird. Dabei stehen heute evidenzbasierte Therapieverfahren zur Verfügung, mit denen sich Depressionen in den meisten Fällen gut behandeln lassen.

Wenn die Eltern trinken: Über 2,6 Millionen Kinder wachsen mit alkoholabhängigem Elternteil auf

Kinder von alkoholkranken Eltern haben keinen normalen Alltag und ihre Sorgen beschränken sich nicht mehr auf Schule oder Freizeit-Aktivitäten. Oftmals müssen sie sich viel zu früh Aufgaben und Sorgen eines Erwachsenen stellen und sind der Situation ausgeliefert. In Deutschland leben mehr als 2,6 Millionen Kinder in einer solchen Situation. Mindestens ein Elternteil dieser Kinder ist alkoholabhängig.

Patientenportal für klinische Studien macht medizinische Forschung für alle transparent und zugänglich

In Deutschland werden jedes Jahr über 500 klinische Forschungsstudien zu neuen Therapien und Medikamenten durchgeführt. Ein Großteil betrifft Volkskrankheiten wie Diabetes, Asthma, COPD, Arthrose oder Schuppenflechte und richtet sich an chronisch kranke Patienten. Leider weiß die Mehrheit dieser Patienten nichts über aktuelle Studien und die Möglichkeiten, die sich daraus für sie ergeben können. Hier setzt das Aufklärungsprinzip von Mondosano an und bietet einfach aufbereitete Informationen zu neuen Therapieformen und Forschungsprojekten. Bei Interesse vermittelt Mondosano den Patienten zusätzlich in eine für ihn geeignete Studie.