Sonntag, 16. Juni 2019
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Gesundheitspolitik

Mai 2019

KV und TK arbeiten bei digitaler Gesundheitsakte TK-Safe eng zusammen

Die gemeinsam von der Techniker Krankenkasse (TK) und IBM entwickelte elektronische Gesundheitsakte "TK-Safe" ist seit 20. Mai 2019 im Live-Betrieb. Nach einem erfolgreichen Betatest mit 160.000 Nutzern können nun alle 10,4 Millionen TK-Versicherte ihren persönlichen digitalen Datentresor auf dem Smartphone nutzen, davon rund 480.000 in Rheinland-Pfalz. Das Besondere bei TK-Safe ist, dass es sich nicht nur um einen sicheren Speicher für alle Informationen rund um die Gesundheit handelt, auf den ausschließlich der Versicherte selbst Zugriff hat.

AMNOG-Report 2019: Kostenanstieg bei neuen Arzneimitteln

Neu zugelassene Medikamente werden immer teurer. Das geht aus dem aktuellen AMNOG-Report der DAK-Gesundheit hervor. Demnach kostete im vergangenen Jahr jedes Vierte neue Arzneimittel mehr als 100.000 Euro. Damit hat sich der Anteil der Hochpreis-Medikamente in den vergangenen vier Jahren verdoppelt. Im Jahr 2017 gaben die gesetzlichen Krankenkassen insgesamt 41,5 Milliarden Euro für Arzneimittel aus – ein Plus von 3,5% im Vergleich zum Vorjahr. Trotz der hohen Preise ist bei der Bewertung eines Zusatznutzens die Datenlage bei Markteintritt oft dünn, kritisieren die Forscher...

Von der Verschreibungs- zur Apothekenpflicht: Deutsches Switch-Verfahren nicht mehr zeitgemäß

Das deutsche Switch-Verfahren ist zu kompliziert, intransparent und unberechenbar. Es ist nicht mehr zeitgemäß und sollte modernisiert werden. Gerade Patienten würden von einem optimierten Switch-Verfahren profitieren. Denn sie hätten damit einen schnelleren Zugang zu neuen OTC-Arzneimitteln. Lösungen für ein rechtssicheres, optimiertes und beschleunigtes Switch-Verfahren bietet ein vom Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) bei der Kanzlei Sträter Rechtsanwälte beauftragtes Rechtsgutachten, das der BAH am Dienstag im Rahmen seiner 3....

AWMF begrüßt Gesetzentwurf zur Finanzierung von Leitlinien

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) e.V. fordert seit vielen Jahren eine nachhaltige, unabhängige Finanzierung für hochwertige interdisziplinäre, evidenzbasierte Leitlinien. Im aktuellen Gesetzentwurf „für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale Versorgungs-Gesetz – DVG)“ hat das Bundesministerium für Gesundheit nun auch die Finanzierung von Leitlinien über den Innovationsfonds vorgesehen. Mit jährlich mindestens fünf Millionen Euro sollen die...

Neues Strahlenschutzgesetz: Maximale Sicherheit in der Nuklearmedizin

Von der Schilddrüse über Herz und Brust bis zur Prostata: In Deutschland finden in der Nuklearmedizin jährlich über drei Millionen Untersuchungen und Therapien statt. Das neue Strahlenschutzgesetz, das zum Beginn des Jahres in Kraft getreten ist, betont nochmals stärker, vor jeder Untersuchung oder Behandlung gewissenhaft zu entscheiden, ob die jeweilige Anwendung gerechtfertigt ist. Zudem ist jetzt auch rechtlich verankert, dass Patienten erst entlassen werden dürfen, wenn die Strahlendosis für Dritte nicht mehr als ein Millisievert beträgt.

Empfehlungen für den Praxistransfer von Forschungsergebnissen

Forschungsergebnisse müssen schneller und konsequenter in das Versorgungssystem des Gesundheitswesens überführt werden. Darin waren sich über 70 Wissenschaftler und Referenten auf dem 7. Forum Versorgungsforschung in Berlin einig. Auf der Veranstaltung, zu der das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung e.V. (DNVF) eingeladen hatte, sprachen sich die Teilnehmer für eine Priorisierung von Forschungsergebnissen, eine hohe methodische Qualität bei der Bewertung medizinischer Innovationen und die Etablierung eines Transferausschusses aus.

Tauchmedizin: Spannende Weiterbildung für Ärzte

Das Universitätsklinikum Halle (Saale) veranstaltet vom 18. bis zum 26. Mai 2019 in Zusammenarbeit mit dem halleschen Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle den 26. Tauchmedizinkurs. Dieser neuntägige Kurs, der seit dem Jahr 2.000 angeboten wird und der einzige dieser Art in Sachsen-Anhalt ist, richtet sich an ärztliche Kolleginnen und Kollegen, die eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung durchführen und gleichzeitig Tauchunfälle weltweit sicher behandeln wollen oder einfach nur Interesse an der Tauchmedizin haben. Den Kurs werden hochrangige Referenten...

Implantateregister: Nur jede vierte Klinik in Bayern macht freiwillig mit

An diesem Freitag beschäftigt sich der Bundesrat mit dem Gesetzesentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium, um ein verpflichtendes Register für eingesetzte Implantate einzurichten. Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern, begrüßt es sehr, dass sich die Bundesländer so zügig mit dem Thema befassen. "Das verpflichtende Register, das wir schon seit Jahren fordern, erhöht die Patientensicherheit und verbessert die Qualität der Gesundheitsversorgung", sagt Bredl.

BZgA: Gesundheit älterer Menschen stärken

Ältere Menschen in Deutschland haben eine positive Einstellung zum Alter und eine starke Widerstandsfähigkeit trotz gesundheitlicher Einschränkungen – zugleich wird das hohe Alter aber auch als Herausforderung für die Psyche betrachtet. Das sind erste Ergebnisse der Hochaltrigkeitsstudie „Altern in Balance: Herausforderungen und Chancen des hohen Alters für das Individuum, die Gesellschaft, die Kultur – eine Vielfalt der Perspektiven auf Gesundheit“, die am Donnerstag im Rahmen der 6. Bundeskonferenz der Bundeszentrale für...

Krankenkassen legen Statistik zu Behandlungsfehler vor

Gutachter der Krankenkassen haben im vergangenen Jahr etwas mehr Behandlungsfehler in Krankenhäusern und Arztpraxen festgestellt. Bei 14.133 Gutachten nach Patientenbeschwerden wurden 3.497 Fehler aufgedeckt. In jedem fünften Fall (2.799) verursachten die Fehler den Schaden beim Patienten, der Anlass für die Überprüfung war, wie der Medizinische Dienst der gesetzlichen Krankenkassen (MDK) am Donnerstag in Berlin mitteilte. In fast jedem dritten Fall davon handelte es sich um einen Dauerschaden. In 107 Fällen führte ein Fehler zum Tod oder trug dazu bei....

BAH-Gesundheitsmonitor: Umfrage zur Gesundheitsversorgung

Stadtbewohner schätzen die Gesundheitsversorgung in der eigenen Region deutlich besser ein als die Bewohner kleinerer Orte. Das ist das Ergebnis des BAH-Gesundheitsmonitors, einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung von 2.000 Personen zur Versorgungssituation in Deutschland, die das Meinungsforschungsinstitut Nielsen im Auftrag des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH) jährlich durchführt. Die Zufriedenheit steigt dabei mit der Größe der Heimatgemeinde: So empfindet nur die Hälfte der Bewohner kleinerer Orte mit bis zu 10.000...

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