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Gesundheitspolitik

März 2021

"Wieder mehr Freiheit" - Tübingen Ziel von coronamüden Besuchern

Ein Stück Normalität - danach sehnen sich viele. Deshalb war die Modellstadt Tübingen am Wochenende für viele eine auch weite Reise wert. Tübingen ist bei herrlichen Frühlingswetter am Wochenende Ziel von Menschen gewesen, die shoppen, im Biergarten sitzen oder einfach einen Kaffe auf dem historischen Marktplatz genießen wollten. Wer das Leben ohne gravierende Einschränkungen wieder einmal schnuppern wollte, brauchte dafür ein Tagesticket mit der Bescheinigung eines negativen Corona-Testergebnisses.

DIVI "Brauchen wir erst ein Bergamo, um den Mut für einen harten Lockdown zurückzugewinnen?“

Nein, es liegen nicht die Nerven blank. Intensivmediziner sind Menschen, die in Situationen, in denen es um Leben und Tod geht, ruhig bleiben. Aber so langsam regt sich bei ihnen absolutes Unverständnis. Und die Stimmen werden lauter, um politisch gehört zu werden. "Wir rennen sehenden Auges ins Verderben“, sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Prof. Gernot Marx, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care am Universitätsklinikum Aachen. "Nur...

Covid-19-Impfkampagne: Deutsche Herzstiftung begrüßt Einbindung der Hausärzte

Die Deutsche Herzstiftung begrüßt die Einbindung der Hausarztpraxen in die Corona-Impfkampagne. Insbesondere für Menschen mit schweren chronischen Leiden, darunter auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ist eine Covid-19-Infektion mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf verbunden. Für sie besonders, aber auch für die Bevölkerung insgesamt, ist ein erhöhtes Tempo in der Versorgung mit der Corona-Schutzimpfung von enormer Wichtigkeit.

Bundesrat will Masern-Schutzgesetz verschieben

Der Bundesrat hat vorgeschlagen, die Umsetzung des Masern-Schutzgesetzes in Gemeinschaftseinrichtungen zum 31.7.2021 um 18 Monate zu verschieben. Dies wird damit begründet, dass die Umsetzung Anstrengungen der Gemeinschaftseinrichtungen und Gesundheitsämter erfordere, für die diese nun während der Zeit der Pandemie mit SARS-CoV-2  keine Zeit hätten. Vielmehr kämen durch die Umsetzung des Gesetzes weitere Belastungen auf die Institutionen zu.

Schotten werden ohne Widerspruch automatisch Organspender

Die Schotten gelten künftig automatisch als potenzielle Organspender, sofern sie sich nicht aktiv dagegen entscheiden. Eine entsprechende Gesetzesänderung trat am Freitag in Kraft. Mit einem entsprechenden Formular können die Schotten sich dagegen aussprechen, dass ihre Organe im Todesfall gespendet werden. Damit folgt der britische Landesteil Wales und England, die bereits in den vergangenen Jahren die sogenannte Widerspruchslösung für Organspenden eingeführt haben.

Astrazeneca sichert Großbritannien bevorzugte Behandlung zu

Großbritannien hat sich dem britischen Gesundheitsminister Matt Hancock zufolge beim Impfstoffhersteller Astrazeneca eine bevorzugte Behandlung gesichert. Mit Blick auf den Streit zwischen der EU und Astrazeneca über gekürzte Liefermengen sagte Hancock der "Financial Times" am Donnerstag: "Unser Vertrag übertrumpft deren. Das nennt sich Vertragsrecht und ist eindeutig." Die EU habe einen Vertrag, der lediglich "beste Bemühungen" seitens des Impfstoffherstellers zusichere, London habe sich hingegen Exklusivität ausbedungen.

Testpflicht für Flug-Reiserückkehrer soll ab Freitag gelten

Die geplante umfassende Testpflicht für Reiserückkehrer auf dem Luftweg soll nach einem Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums bereits an diesem Freitag in Kraft treten. "Sie soll unabhängig davon gelten, ob die Beförderung aus einem Risikogebiet stattfindet", heißt es im Begleitschreiben des Ministeriums an das Kanzleramt und die anderen Ressorts. Dies und der Entwurf selbst liegen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. Der Beschluss soll demnach an diesem Donnerstag im Umlaufverfahren gefasst werden.

Corona: Mehrheit der Deutschen möchte sich beim Haus- oder Facharzt impfen lassen

Corona: Mehrheit der Deutschen möchte sich beim Haus- oder Facharzt impfen lassen
© terovesalainen - stock.adobe.com

Der Haus- bzw. der Facharzt ist mit 87% die bevorzugte Anlaufstelle der Deutschen, wenn es darum geht, von wem sie sich am ehesten gegen Corona impfen lassen würden. 73% würden sich im regionalen Impfzentrum impfen lassen, 68 im Krankenhaus und 42 beim Apotheker. Dies zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung im Rahmen des Gesundheitsmonitors des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH), die vom Marktforschungsinstitut Nielsen im Februar durchgeführt wurde.

Paul-Ehrlich-Institut: Verdacht auf schwere Nebenwirkungen bei 0,3 von 1.000 Impfdosen

Paul-Ehrlich-Institut: Verdacht auf schwere Nebenwirkungen bei 0,3 von 1.000 Impfdosen
© Davizro Photography - stock.adobe.com

Schwerwiegende Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen sind weiterhin die absolute Ausnahme. Nach fast neun Millionen Impfungen in Deutschland nannte das für die Sicherheit zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am Mittwoch eine Quote von 0,3 pro 1.000 Impfdosen. Impfungen seien "eine effektive Maßnahme, die Corona-Pandemie einzudämmen und sich selbst vor Covid-19 zu schützen", heißt es in dem jüngsten Sicherheitsbericht aus Langen.

Mediziner: Wenig Über-80-Jährige wegen Corona auf Intensivstation

Mediziner: Wenig Über-80-Jährige wegen Corona auf Intensivstation
© Photographee.eu / Fotolia.com

Nach den breit angelegten Impfungen von Älteren in Deutschland müssen Medizinern zufolge kaum noch Menschen ab 80 Jahren intensivmedizinisch behandelt werden. "Was wir wirklich deutlich sehen, dass wir jetzt sehr wenig Patienten über 80 in unseren Notfallaufnahmen sehen", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, am Mittwoch dem Deutschlandfunk.

Deutschland will EU-weite Anschaffung von Sputnik-Impfstoff

Deutschland will EU-weite Anschaffung von Sputnik-Impfstoff
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Deutschland dringt bei der Beschaffung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V auf ein europäisches Vorgehen. "Wir sind der Meinung, dass das wieder über das europäische System erfolgen soll", hieß es am Mittwoch aus Regierungskreisen in Berlin. Man habe die EU-Kommission dazu aufgefordert, sich dieser Frage anzunehmen. "Ich glaube, dass wir noch nichts verpasst haben. Aber wir würden es für richtig halten, wenn jetzt zeitnah die Gespräche aufgenommen werden."

DIVI begrüßt Entscheidung der MPK

„Die Politik hat erkannt, dass wir in einer schwierigen Phase der Pandemie sind und die Impferfolge nicht gefährden dürfen. Hier können wir Intensivmediziner der MPK nur beipflichten. So sind die Entscheidungen hin zu verstärkten Notbremsen, einer Ruhephase ohne Versammlungen über Ostern und geschlossene Gastronomien hart, aber wichtig. Nur so können wir das derzeitige exponentielle Wachstum der Inzidenzen wieder verlangsamen – und auch nur so sehen wir Intensivmediziner in einigen Wochen wieder weniger Patienten auf den Intensivstationen. Unsere...

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