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Gesundheitspolitik

April 2012

BfR zur Risikobewertung von Pflanzen und pflanzlichen Zubereitungen

In den vergangenen Jahren stieg das Interesse, neue Pflanzen in Lebensmitteln, insbesondere in Nahrungsergänzungsmitteln zu verwenden, und alte Kulturpflanzen wurden neu entdeckt. Diesen Pflanzen werden oft Wirkungen zugesprochen, die mit dem Gehalt an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen begründet werden. Abhängig von der Menge und den Begleitstoffen in Extrakten und Zubereitungen können diese Stoffe aber auch toxisch wirken. „In vielen Fällen werden Pflanzen und pflanzliche Zubereitungen in Lebensmitteln vor der Vermarktung behördlicherseits nicht auf gesundheitliche Unbedenklichkeit...

Krebspatienten: Welchen Wert hat die Verlängerung der Überlebenszeit?

Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. bewertet die aktuellen Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) kritisch. Im Rahmen der frühen Nutzenbewertung des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) waren die drei neuen Krebsmedikamente Abirateron, Cabazitaxel und Eribulin begutachtet worden. Die letzte Entscheidung zu Eribulin wurde am 19. April bekannt gegeben. Die Nutzenbewertung ist Grundlage für Preisverhandlungen mit den Herstellern.

Fresenius unterbreitet Angebot zum Erwerb der Rhön-Klinikum AG

Fresenius hat heute bekannt gegeben, den Aktionären der Rhön-Klinikum AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot zu unterbreiten. Fresenius bietet den Aktionären der Rhön-Klinikum AG 22,50 € pro Aktie in bar an. Der Kaufpreis für alle ausstehenden Aktien des Unternehmens beträgt rund 3,1 Mrd €. Das Angebot liegt damit um 52 % über dem Schlusskurs der Rhön-Klinikum-Aktie vom 25. April 2012 sowie um 53 % über dem volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Monate (XETRA). Das Angebot steht unter dem Vorbehalt einer Mindest-Annahmequote von 90% des Grundkapitals der...

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) zu Preismoratorium und erhöhten Herstellerabschlägen

Der Fortbestand von Preismoratorium und erhöhten Zwangsabschlägen ist rechtswidrig und die fehlende Rechtfertigung ihrer Aufrechterhaltung durch die Bundesregierung verstößt gegen geltendes deutsches und europäisches Recht. Zu diesem Ergebnis kommt der BPI nach eingehender rechtlicher Prüfung. Die rechtliche Prüfung war notwendig geworden, da das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auch nach nunmehr fast neun Monaten eine nachvollziehbare Begründung für die Aufrechterhaltung der Zwangsmaßnahmen verweigert. „In einer Demokratie ist es schon ein mehr als zweifelhafter Vorgang, dass ein...

Linagliptin: Boehringer Ingelheim beendet aktuelle Preisverhandlungen mit GKV-Spitzenverband

Boehringer Ingelheim beendet die aktuellen Preisverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband zu Linagliptin. Ein Erstattungspreis auf dem Niveau der generischen Vergleichstherapie der Sulfonylharnstoffe im niedrigen zweistelligen Centbereich (Tagestherapiekosten) ist für das Unternehmen nicht akzeptabel. Boehringer Ingelheim hatte für Linagliptin in Deutschland einen Herstellerabgabepreis in Höhe von 1,20 Euro Tagestherapiekosten nach Abzug des Zwangsrabattes vorgesehen. Der europäische Durchschnittspreis liegt bei 1,27 Euro Tagestherapiekosten. Mit der vorzeitigen Beendigung der...

GenoGyn: "Ärzte in nationale Präventionsstrategie einbeziehen"

Im Koalitionsvertrag war es angekündigt, inzwischen ist es soweit: Union und FDP diskutieren eine nationale Präventionsstrategie. Ob die Ärzteschaft darin eine Rolle spielt, ist offen. Pläne von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), die Ärzte einzubeziehen, wurden von CDU und Krankenkassen heftig kritisiert. Ihr Tenor: Spitzenverdiener bräuchten keine unnötigen Honorare. „Das ist kontraproduktiv. Hier geht es um die langfristige Sicherung unseres sozialen Gesundheitssystems. Dafür brauchen wir eine sachliche Diskussion und keine Debatte um angebliche Spitzenverdienste der Ärzteschaft“,...

Wahlleistungen für HNO-Heilkunde auf einen Blick

Die aktuelle Debatte um Wahlleistungen in der Medizin erhitzt die Gemüter. Während die Einen der Ärzteschaft „Kasse machen“ vorwerfen, sehen die Anderen solche Aussagen „als Gefahr für das Leben der Patienten“. Doch Klarheit bezüglich dieser Leistungen herrscht kaum irgendwo. Mit dem Ziel, Transparenz zu schaffen, entwickelte das HNOnet-NRW, ein Zusammenschluss niedergelassener Hals-Nasen-Ohren-Fachärzte aus Nordrhein-Westfalen, ein sogenanntes Wahlleistungskompendium, das nun auch außerhalb des Netzwerks bezogen werden kann.

Studie: Höhere Pro-Kopf-Einkommen fördern die Demokratie

Je höher das Pro-Kopf-Einkommen der Bürger, desto ausgeprägter sind die demokratischen Strukturen eines Landes. Diesen Zusammenhang belegt eine neue, in den "Economics Letters" veröffentlichte Studie eines Forscherteams um Prof. Dr. Mario Larch, der an der Universität Bayreuth den Lehrstuhl für Empirische Wirtschaftsforschung innehat. Die Bayreuther Ökonomen haben Daten von 150 Ländern aus allen Kontinenten miteinander verglichen und dabei die Entwicklung von 1950 bis heute berücksichtigt. Das Ergebnis: Höhere Einkommen fördern die Demokratie, niedrigere Einkommen behindern sie.

Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung sind gerichtlich überprüfbar

Gegen die von gesetzlichen Krankenkassen erhobenen Zusatzbeiträge können Versicherte klagen. Die Kontrolle der formellen Voraussetzungen und der Höhe der Zusatzbeiträge sei nicht den Aufsichtsbehörden vorbehalten, befand das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt (Az.: L 10 KR 33/11 BER), wie die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt. Das Gericht könne aber nur eine willkürliche und sachfremde Prognose der Versicherung beanstanden.

Minijobs: Geld zurück bei Krankheit oder Schwangerschaft

Die Zahl der Minijobber in Privathaushalten nimmt weiter zu. «Vielen Privathaushalten als Arbeitgeber ist allerdings nicht bewusst, dass den Minijobbern der Lohn auch zusteht, wenn sie aufgrund von Krankheit oder Beschäftigungsverbot wegen Schwangerschaft nicht arbeiten können», erklärt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler in Berlin. In diesem Fall werden die Minijobber genauso gestellt wie andere Arbeitnehmer auch: Während dieser Zeit wird der Lohn fortgezahlt.

DGKCH fordert präoperativen Tag in der Kinderchirurgie

Krankenkassen vergüten künftig für Kinder keinen präoperativen Krankenhaustag mehr. Stattdessen sollen die kleinen Patienten – auch Säuglinge – erst am Morgen der Operation nüchtern im Krankenhaus anreisen, dort umgehend auf ihren Eingriff vorbereitet und anschließend operiert werden. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) akzeptiert dies nicht: „Hier werden wesentliche Kriterien einer modernen, kindgerechten Medizin ökonomischen Argumenten untergeordnet“, wendet Professor Dr. med. Jörg Fuchs, Präsident der DGKCH aus Tübingen, ein. Kranke Kinder dürften nicht unter den...

Deutscher Hospiz- und PalliativVerband: "Hospizhaltung und Palliativkompetenz müssen in Pflegeeinrichtungen selbstverständlich werden"

„Die Tendenz stimmt: Die Qualität in den Pflegeeinrichtungen hat sich verbessert. Der Bericht macht aber auch deutlich, dass noch viel zu tun ist. Eine hospizliche Haltung und eine gute Palliativkompetenz gehören noch immer nicht zum Selbstverständnis jeder Pflegeeinrichtung. Nur so aber können alle Bewohnerinnen und Bewohner bis zum Lebensende würdevoll begleitet werden. Wir werden uns weiterhin mit unserem Wissen und unseren Möglichkeiten mit allem Nachdruck dafür einsetzen“, so Dr. Birgit Weihrauch, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands anlässlich der...

Merkel stellt weitere Senkung des Rentenbeitragssatzes in Aussicht

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Beitragszahlern eine weitere Senkung des Rentenbeitragssatzes in Aussicht gestellt. «Wenn sich der Arbeitsmarkt weiter so gut entwickelt, werden wir ihn noch einmal senken können», sagte sie dem Bielefelder «Westfalen-Blatt» (Dienstag). «Zwar müssen wir den Pflegeversicherungsbeitrag um 0,1 Prozent anheben, um neue und sehr wichtige Leistungen für Demenzkranke und pflegende Angehörige zu bezahlen, insgesamt aber wird die Belastung der Einkommen durch Sozialversicherungsbeiträge am Ende der Legislaturperiode geringer sein als zu Anfang.»

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