Freitag, 19. Juli 2019
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Gesundheitspolitik

Juni 2012

MB fordert fairen Lastenausgleich für die Krankenhäuser

Der Marburger Bund fordert die Regierungskoalition auf, keine Abstriche bei der finanziellen Entlastung der Krankenhäuser zu machen. „Die Krankenhäuser haben Anspruch auf einen fairen Lastenausgleich, das schließt eine vollständige Refinanzierung von Tariferhöhungen ein. Für eine breite, wohnortnahe Versorgung brauchen die Kliniken eine verlässliche und solide Basisfinanzierung. Die bisherige Budgetierung nach Maßgabe der Grundlohnrate muss durch einen vom Statistischen Bundesamt berechneten Orientierungswert ersetzt werden, der die...

Pflegekräfte unterstützen Aktionsbündnis: „Schmerzfreie Stadt“ stellt Ergebnisse vor

273 Pflegekräfte haben durch ihre Teilnahme zwei Teilprojekte des „Aktionsbündnisses Schmerzfreie Stadt Münster“ ermöglicht. Das Bündnis untersuchte dabei die Schmerzversorgung in Münsteraner Altenheimen sowie ambulanten Pflegediensten und stellte die Ergebnisse jetzt auf dem Bremer Pflegekongress vor. „Durch ihre Mitarbeit haben die Pflegenden einen wesentlichen Beitrag zu unserem einzigartigen Versorgungsforschungsprojekt geleistet“, betont der Leiter des Aktionsbündnisses, Univ.-Professor Dr. Dr. h.c. Jürgen Osterbrink,...

Datenschutzbeauftragter will keine geheimen Medikamentenpreise

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat sich gegen Pläne für geheime Medikamentenpreise gewandt. «Die Rabatte, die die Pharmaindustrie den gesetzlichen Krankenkassen gewährt, müssen nach bisherigem Stand offengelegt werden», sagte Schaar am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Mainz. «Ich befürchte, dass das Mehr an Transparenz gerade in einem Bereich, in den viele Millionen Euro fließen, wieder zurückgenommen wird.»

DRK-Sprecher: «25 Euro für Blutspende sind nicht in Ordnung»

Die warme Jahreszeit sorgt bei den Blutspendediensten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) immer wieder für Durststrecken. Im Sommer gehen Spender lieber an die frische Luft als ins Labor. Sorgen macht dem DRK nicht nur das Wetter, sondern auch die Konkurrenz, die Geld an Spender zahlt. Eigentlich sei dies nicht erlaubt, betonte der Sprecher der DRK Blutspendedienste, Friedrich-Ernst Düppe in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa anlässlich des Weltblutspendetages an diesem Donnerstag.

BPI: „Versorgung gefährdet“

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat auf seiner Jahreshauptversammlung die Bundesregierung dringend zum Handeln im Bereich der Arzneimittelversorgung aufgefordert. Sonst könne es zu Versorgungsproblemen mit innovativen Arzneimitteln und zu wirtschaftlichen Problemen bis hin zum Stellenabbau – gerade für mittelständische und kleine pharmazeutische Unternehmen – kommen. So sei es notwendig, bei der frühen Nutzenbewertung Klarheit und Verlässlichkeit in die Auswahl der zweckmäßigen Vergleichstherapie zu bringen. Die jetzige...

BPI stellt unabhängiges Magazin über die Arzneimittelindustrie vor: „Nichts zu verbergen“

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat heute im Rahmen seiner Hauptversammlung in Berlin ein neues, unabhängiges Magazin über die Pharmaindustrie vorgestellt. Die Publikation mit dem Titel „Hilfe! Zwischen Krankheit, Versorgung und Geschäft“ ist eine Kooperation mit der Redaktion von brand eins Wissen, einem Dienstleister für Corporate Publishing und Schwesterunternehmen des Wirtschaftsmagazins brand eins. Die Idee war, die Branche unvoreingenommen, journalistisch hochwertig und unabhängig unter die Lupe zu nehmen.

Stress loswerden: Richtig abschalten nach der Arbeit

E-Mails nach dem Feierabend abrufen oder ständig über das Handy erreichbar sein: Vielen Berufstätigen fällt es schwer, nach der Arbeit abzuschalten. Das ist aber wichtig, um den Stress aus dem Berufsleben loszuwerden. Nach dem Willen von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sollen Arbeitnehmer künftig besser vor Stress durch Computer und Smartphones geschützt werden. Klare Regeln sollten vorgeben, wie lange Beschäftigte erreichbar sein müssten und wann sie dafür einen Ruheausgleich bekämen.

„European Diabetes Leadership Forum“ fordert umfassende Programme gegen Diabetes

Verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen Diabetes haben Vertreter der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) bei einem hochkarätig besetzten Expertenforum in Kopenhagen gefordert. Die ökonomische Belastung der Gesundheitssysteme durch die stetig steigende Pa-tientenzahl sei bereits jetzt enorm hoch. Sie werde ohne umfassende Strategien zur Prävention sowie zur konsequenteren Früherkennung und Behandlung der Erkrankung weiter ansteigen und das Wirtschaftswachstum in Europa zuneh-mend gefährden, so hieß es beim „European...

DKG: „Krankenhäuser sichern Lebensqualität – Hälfte aller Patienten über 60 Jahre – Auch Ärzte und Pflegekräfte werden älter“

"Die Zukunft ist in den Kliniken längst Wirklichkeit: Rund die Hälfte der Krankenhauspatienten sind 60 Jahre und älter. Die Krankenhausbehandlung wird immer komplexer. Gleichzeitig werden auch die Arbeitskräfte in den Kliniken immer älter. Auch auf ihre Bedürfnisse und Belastungen gilt es verstärkt Rücksicht zu nehmen." Mit diesen Worten beschreibt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, auf der internationalen DKG-Konferenz zum demographischen Wandel in Berlin eine der grundlegenden...

GFB für reformierte Dualität in der Krankenversicherung

Die hohe Versorgungsqualität des deutschen Gesundheitswesens basiert auf der Dualität von gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Sie darf nach Ansicht der GFB nicht durch die Einführung eines staatlich erzwungenen Einheitssystems gefährdet werden. Vielmehr sollten beide Versicherungssysteme gestärkt und den Herausforderungen der Zukunft angepasst werden. Die GFB befürwortet deshalb inhaltlich die von Dr. Thomas Drabinski, Leiter des unabhängigen Instituts für Mikrodaten-Analyse (IfMDA)veröffentlichte Bestandsaufnahme zur...

Hartmannbund Nordrhein: "Krankenhaus-Zuweisungen durch Krankenkassen gehen zu Lasten der Patienten

 Die Vorsitzende des Hartmannbund-Landesverbandes Nordrhein Angelika Haus hält die Idee, dass Krankenkassen die Einweisung in eine Klinik steuern für absurd. Eine finanzielle Entlastung von Patienten begrüsst der Hartmannbund-Landesverband Nordrhein. Eine solche Maßnahme damit zu verknüpfen, dass die Krankenkasse entscheiden soll, in welches Krankenhaus eingewiesen wird , sieht die nordrheinische Hartmannbund-Chefin jedoch als eine nicht akzeptable Form von Einmischung in ärztliche Kompetenzen. 

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