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Gesundheitspolitik

Mai 2012

Ärzte halten an Privatkassen fest - Eigenes Finanzkonzept geplant

Die Ärzteschaft hat Oppositionsplänen für eine Bürgerversicherung eine klare Absage erteilt und sich zugleich für den Erhalt der privaten Krankenversicherungen ausgesprochen. Umstrittenen Reformplänen einer möglichen künftigen rot-grünen Bundesregierung wollen die Mediziner mit einen Gegenentwurf Paroli bieten, beschloss der Deutsche Ärztetag am Mittwoch in Nürnberg. Das Konzept zur Finanzierung des Krankenkassenversicherungssystems soll auf dem 116. Deutschen Ärztetag 2013 in Hannover - ein knappes halbes Jahr vor der Bundestagswahl - verabschiedet werden.

Ärztetag verfasst «Nürnberger Erklärung»: Bedauern über NS-Medizin

Der Deutsche Ärztetag hat in einer «Nürnberger Erklärung» offiziell sein Bedauern über Menschenrechtsverletzungen von Medizinern in der NS-Zeit geäußert und der Opfer gedacht. «Wir bekunden unser tiefstes Bedauern darüber, dass Ärzte sich entgegen ihrem Heilauftrag durch vielfache Menschenrechtsverletzungen schuldig gemacht haben, gedenken der noch lebenden und der bereits verstorbenen Opfer sowie ihrer Nachkommen und bitten sie um Verzeihung» heißt es in der am Mittwoch verabschiedeten Erklärung. In Nürnberg fanden regelmäßige Reichsparteitage statt. Nach dem Krieg wurde das NS-Unrecht in...

Ärztefehler: Bayern will Entschädigungsfonds erreichen

Beim geplanten Gesetz für mehr Patientenrechte dringt Bayern auf Änderungen. Der bayerische Gesundheitsminister Marcel Huber (CSU) will im Gesetzgebungsverfahren einen Entschädigungsfonds erreichen, aus dem Opfer von Ärztefehlern geholfen werden kann - auch wenn dem Mediziner der Fehler nicht letztgültig nachgewiesen ist. Dies fordert auch die Opposition im Bundestag. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) lehnt so einen Fonds strikt ab.

Westeuropa trägt das weltweit höchste Risiko einer radioaktiven Verseuchung durch schwere Reaktorunfälle

Katastrophale nukleare Unfälle wie die Kernschmelzen in Tschernobyl und Fukushima sind häufiger zu erwarten als bislang angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechnet, dass solche Ereignisse im momentanen Kraftwerksbestand etwa einmal in 10 bis 20 Jahren auftreten können und damit 200 mal häufiger sind als in der Vergangenheit geschätzt. Zudem ermittelten die Forscher, dass die Hälfte des radioaktiven Cäsium-137 bei einem solchen größten...

Chirurgen und Anästhesisten kritisieren Vorgaben zur Aufklärung im Patientenrechtegesetz: Bindung an Beteiligte des Eingriffs unrealistisch und unnötig

Über den von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gemeinsam auf den Weg gebrachten Referentenentwurf zum sogenannten Patientenrechtegesetz (PatRG) berät jetzt das Bundeskabinett. Ziel des Gesetzes ist es, die auf mehrere Gesetzbücher verteilten Patientenrechte zu bündeln und so für die Versicherten mehr Transparenz zu schaffen. Es soll Anfang 2013 in Kraft treten. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) begrüßen grundsätzlich die mit dem...

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