Sonntag, 19. Mai 2019
Navigation öffnen

Gesundheitspolitik

Mai 2012

bvmd: „Medizinstudierende gegen jegliche Form eines Zwangsabschnitts Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr“

Der Entwurf zur Änderung der Approbationsordnung für Ärzte sieht eine Stärkung des Unterrichts im ambulanten Bereich, insbesondere Allgemeinmedizin, vor. Im Zuge dessen wurde vorgeschlagen, das Praktische Jahr (PJ) zu quartalisieren und ein Pflichquartal Allgemeinmedizin einzuführen. Die bvmd lehnt dies mit Verweis auf die schon 2009 und 2011 verabschiedeten Positionspapiere ab (1, 2). Eine Umstrukturierung der Ausbildungsabschnitte mit dem Ziel der Nachwuchsgewinnung ist nicht zielführend.

DGINA unterstützt Chefärzte der Bayerischen Notaufnahmen

Die Chefärzte der bayerischen Notaufnahmen haben sich in einem offenen Brief an das Bayerische Ärzteblatt geschlossen für die Einführung eines Facharztes für Notfallmedizin ausgesprochen. Damit widersprechen die Leiter der Notaufnahmen der Vizepräsidentin der bayerischen Landesärztekammer Dr. Lux, die sich zuvor an gleicher Stelle gegen die Anerkennung eines eigenen Facharztes für die in der Notfallmedizin Tätigen ausgesprochen hatte.

vfa: „Kein deutscher Sonderweg“

Zur Debatte um die Vertraulichkeit von Rabatten auf Arzneimittelpreise erklärt für die forschenden Pharma-Unternehmen vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer: "Geht Deutschland einen Sonderweg ohne Vertraulichkeit von Verhandlungsergebnissen sind Nachteile für Patienten und das Gesundheitswesen die Folge. Die meisten Länder arbeiten mit einem allgemein bekannten Listenpreis, verhandeln Rabatte und denken nicht daran, diese Verhandlungsergebnisse öffentlich auf den Markt zu tragen.

Kauder: Keine Einschränkung bei notwendigen Hüft-Operationen

Angesichts der Kritik an Regierungsplänen für eine Begrenzung des starken Anstiegs von Hüft- und Knie-Operationen hat CDU-Fraktionschef Volker Kauder klargestellt, dass es keine Einschränkung notwendiger Maßnahmen geben soll. «Es kann sich jeder darauf verlassen, dass er auch in Zukunft die notwendigen Leistungen im Krankenhaus bekommt – unabhängig vom Alter und Einkommen. Dazu gehören natürlich auch Hüft- und Knieoperationen», sagte Kauder der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Freitag). Nach seiner Darstellung will die Koalition verhindern, dass unnötige Operationen vorgenommen werden, die nur...

Union will geheime Pharmapreise - Opposition empört

Kurz vor Abschluss der ersten Verhandlungen über Medikamentenpreise empört ein Unions-Vorstoß für Geheimhaltung der Verhandlungsergebnisse die Opposition. Gemäß der schwarz-gelben Pharmareform AMNOG verhandeln Pharmakonzerne und der Verband der Krankenkassen in mittlerweile acht Fällen darüber, wieviel die Kassen für neue Medikamente bezahlen. Die CDU/CSU-Gesundheitspolitiker im Bundestag wollen erreichen, dass die ausgehandelten Erstattungspreise geheim bleiben. Dies hatte auch die Pharmabranche verlangt. SPD und Grüne warfen der Union am Mittwoch in Berlin deshalb Pharmalobbyismus vor.

Kosten- und Nutzenrechnung in der Personalisierten Medizin

Der Begriff der Personalisierten Medizin (PM) suggeriert Patienten eine persönliche und individuelle Behandlung, bei der sich der Arzt viel Zeit nimmt. Tatsächlich aber meint die PM in der wissenschaftlichen Forschung die Einteilung verschiedener Untergruppen von Patienten auf Grund gemeinsamer genetischer Merkmale zur besseren Diagnostik und Behandlung. Mit der begrifflichen, aber auch mit der ethischen, klinischen, rechtlichen und ökonomischen Problematik befasst sich das interdisziplinäre Verbundforschungsprojekt „Personalisierte Medizin in der Onkologie“ unter der Leitung von...

Was soziale Netzwerke im Internet auch über Nicht-Mitglieder wissen: automatische Generierung von Schattenprofilen

Was können soziale Netzwerke im Internet über Menschen wissen, die selbst kein Nutzerprofil besitzen, aber Freunde von Mitgliedern sind? Das haben Forscher des Interdisziplinären Zentrums für Wissenschaftliches Rechnen der Universität Heidelberg untersucht. Ihre Arbeiten zeigen, dass sich Informationen aus der Netzwerkstruktur von Mitgliedern auf Nicht-Mitglieder übertragen und mit Hilfe von netzwerkanalytischen Strukturmerkmalen auswerten lassen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, etwa 40 Prozent der existierenden Freundschaftsbeziehungen...

Hartmannbund: „Politischer Zwang wird scheitern – wer mehr Hausärzte will, muss Strukturprobleme lösen“

Im Vorfeld der Bundesratssitzung am 11. Mai hat der Vorsitzende des Ausschusses der Medizinstudierenden im Hartmannbund, Kristian Otte, die Länder vor einer Fortsetzung ihrer Blockade der vom Bundesgesundheitsministerium geplanten Reform der Approbationsordnung für Ärzte gewarnt. „Damit verhindert die Länderkammer das von uns seit langem eindringlich geforderte Ende des Hammerexamens und die Einführung einer bundesweiten PJ-Mobilität“.

DGU: Approbationsordnung – Urologen für Quartalslösung im Praktischen Jahr

Pflichtquartal statt Pflichttertial? Im Streit um die Reform der Approbationsordnung zeichnet sich ein Kompromiss ab. Nach jüngsten Informationen der Ärzte Zeitung will der Bundesrat am 11. Mai nicht mehr über das Pflichttertial in Allgemeinmedizin abstimmen, sondern sich auf ein Pflichtquartal einigen. Die Studierenden würden danach künftig vier statt drei Fächer im Praktischen Jahr haben: Innere, Chirurgie und Allgemeinmedizin als Pflichtfächer sowie ein weiteres Fach als Wahlfach. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V....

Bahr will Zahl von Operationen in Krankenhäusern begrenzen

Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat die steigende Zahl von Operationen in Krankenhäusern kritisiert und will diese begrenzen. «Deutschland gilt als Weltmeister bei den Endoprothesen für Knie und Hüften. Krankenkassen und Experten bezweifeln, ob die Fallzahlsteigerungen notwendig sind», sagte Bahr der «Rheinischen Post» (Dienstag). Solche Steigerungen belasteten Mitarbeiter und Patienten. Die Regierung prüfe, «wie wir durch weitere ökonomische Anreize die immer weiter steigenden Fallzahlen in den Kliniken reduzieren können».

Die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems nachhaltig sichern

Die demographische Entwicklung bringt es mit sich, dass die in Deutschland lebenden Menschen immer älter werden. Zu verdanken ist dieser aus ontologischer Sicht durchaus erfreuliche Umstand nicht zuletzt dem medizinischen Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte. Die andere Seite der Medaille: Wer älter wird, erkrankt auch häufiger an Leiden, von denen junge Menschen meist verschont bleiben. Bis zum Jahr 2050 wird daher auch hierzulande mit einem weiteren Anstieg der altersbedingten Morbidität zu rechnen sein. Doch dadurch könnte das Gesundheitssystem substanziell überfordert werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Vitamin D-Mangel begünstigt Ausbildung von Osteoporose

Vitamin D-Mangel begünstigt Ausbildung von Osteoporose
© crevis / Fotolia.com

Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der die Knochen an Festigkeit verlieren und leichter brechen. Dann kann es schnell zu einem Knochenbruch kommen. Sehr oft betroffen sind der Oberschenkelhalsknochen oder die Arme. Eine Ursache für ein schwaches Knochengefüge kann Vitamin D-Mangel sein, wie Prof. Andreas Roth, Leiter des Bereichs Endoprothetik der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL, anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages am 20. Oktober erläutert. Doch auch ein Zuviel an Vitamin D kann zu Gefährdungen führen.

Myome – Eine Ursache für unerfüllten Kinderwunsch

Myome – Eine Ursache für unerfüllten Kinderwunsch
© Sandra Thiele / fotolia.com

Myome sind die häufigsten gutartigen Tumore der weiblichen Geschlechtsorgane: Es wird geschätzt, dass zwischen 20 und 40 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter betroffen sind. Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Jörg B. Engel und Dr. med. Eva Velten bietet das Myomzentrum am Krankenhaus Nordwest Betroffenen kompetente Beratung, modernste Diagnostik und zielgerichtete Behandlungsmöglichkeiten. Patientinnen, bei denen ein Myom der Grund für den unerfüllten Kinderwunsch ist, erhalten Unterstützung und Hilfestellungen.