Mittwoch, 21. August 2019
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Gesundheitspolitik

Juni 2012

Psychologe plädiert für Verlängerung der Lebensarbeitszeit bis 75

Der Organisations- und Wirtschaftspsychologe der Universität Münster (WWU), Prof. Dr. Guido Hertel, hält für eine Verlängerung der Arbeitszeit auf bis zu 75 Jahre für wünschenswert. Nach Auswertung von fast 40.000 Datensätzen, die auf der Grundlage von Interviews, Fragebögen oder auch Tagebuchstudien entstanden sind, zeigt sich nach seinen Angaben eine eindeutige Tendenz: Ältere Arbeitnehmer sind stressresistenter, erfahrener und teamorientiert, da sie sich nicht mehr auf Karriere konzentrieren und ihr Wissen gerne an jüngere Kollegen...

DKG: Kliniken appellieren an die Bundeskanzlerin – Keine neuen Lasten für die Krankenhäuser

Anlässlich der von den Gesundheitsexperten der Koalition vorgesehenen neuen Kürzungen gegen die Krankenhäuser erklärt der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Alfred Dänzer: "Sollte die Koalition in der nächsten Woche neue Kürzungen zu Lasten der Krankenhäuser beschließen, würden die Krankenhäuser mit ihren 1,1 Millionen Beschäftigten in eine Protestgemeinschaft gegen die Regierung gezwungen werden.

CSU-Politiker Müller: Zukunft der Koalition entscheidet sich 2012

Die Zukunft der schwarz-gelben Koalition entscheidet sich nach Ansicht des CSU-Politikers Stefan Müller nicht erst mit der Bundestagswahl 2013, sondern bereits in diesem Jahr. Dem Treffen der Koalitionsspitzen an diesem Montag maß der CSU-Landesgruppen-Geschäftsführer im Bundestag dafür hohe Bedeutung zu. «Am Montag werden alle noch offenen Fragen angesprochen und Lösungen besprochen», sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Finanzkrise in Griechenland schlägt auf Gesundheitssystem durch

Die schwere Finanzkrise in Griechenland führt zu dramatischen Entwicklungen im Gesundheitswesen des Landes. Seit Tagen beliefern die Großhändler von Medikamenten und medizinischem Material die wichtigsten Krankenhäuser nur noch gegen Barzahlung. Auch hunderttausende Versicherte der größten Krankenkasse EOPYY müssen ihre Medikamente bar bei den Apothekern bezahlen und sich anschließend mit der Quittung an die Krankenkasse wenden. Auch viele Krankenkassenärzte untersuchen seit Wochen Patienten nur noch gegen Barzahlung.

Zahl der Spenderorgane steigt wieder an

Nach einem Rückgang im vergangenen Jahr ist die Zahl der Spenderorgane zu Beginn dieses Jahres wieder leicht angestiegen. Zwischen Januar und April 2012 gab es in Deutschland 368 Organspender und 1.218 (postmortale) Spenderorgane. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatten 366 Verstorbene 1.167 Organe weitergegeben. Das sagte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) in Frankfurt der Nachrichtenagentur dpa am Freitag. Die Zahlen für Mai lagen noch nicht vor.

Krankheitskosten im Ausland durch Versicherung vermeiden

Urlauber müssen mit hohen Kosten bei ungeplanten medizinischen Behandlungen im Reiseland rechnen, wenn sie keine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen haben. Darauf weist die Beratungsstelle Karlsruhe der Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hin. Die deutsche Krankenversicherung erstatte in solchen Fällen nur das, was ein Einheimischer vor Ort beanspruchen kann. Anderswo übliche private Zuzahlungen übernehme die Kasse nicht.

BVKJ und KV Nordrhein: „Pädiater dringend gesucht: Versorgung mit Kinder- und Jugendärzten wird schwieriger“

Die Zahl der Kinder in Deutschland wird bis zum Jahr 2040 in manchen Regionen Deutschlands um fast 20 Prozent sinken. Dennoch warnen der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands (BVKJ) und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein vor einer sich verschlechternden medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen – vor allem durch einen Mangel an niedergelassenen Kinder- und Jugendärzten.

Mai 2012

Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2012 – Rauchen ist die häufigste vermeidbare Todesursache

Derzeit raucht in Deutschland noch immer fast jeder dritte Erwachsene ab 18 Jahre (30 Prozent). Besonders hoch ist die Raucherquote bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren. In dieser Altersgruppe greifen 38 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer regelmäßig zur Zigarette. Darauf macht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai aufmerksam. Zugleich hat die BZgA eine neu gestaltete Internetseite gestartet. Diese richtet sich vor allem an junge Erwachsene, die dort nicht nur hilfreiche Informationen rund um die Risiken des...

DKG: „Koalition verkennt schwierige Lage der Kliniken“

"Es ist empörend: Den höchst belasteten Krankenhäusern angesichts von Milliardenüberschüssen bei Krankenkassen und Fond auch noch neue Kürzungen abzuverlangen. Die maßgeblichen gesundheitspolitischen Entscheider in der Koalition nehmen die Stimmung und harte Arbeitsrealität in den Krankenhäusern offensichtlich nicht wahr." Mit diesen deutlichen Worten reagierte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Alfred Dänzer, auf die bekannt gewordenen Änderungsanträge der Regierungskoalition zur Krankenhausfinanzierung, die vom Bundestag in der kommenden Sitzungswoche beschlossen...

VDBW zum Internationalen Welt-Nichtrauchertag am 31.5.2012: Knapp 10 Jahre Betrieblicher Nichtraucherschutz

Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) nimmt den Internationalen Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai 2012 zum Anlass, nach knapp 10 Jahren Bilanz zu ziehen in Sachen Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz. Mit der Änderung der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) wurden die Arbeitgeber in Deutschland im Oktober 2002 zum ersten Mal ausdrücklich verpflichtet, nicht rauchende Beschäftigte vor den Gesundheitsgefahren des Passivrauchens am Arbeitsplatz zu schützen.

DKG zur Kritik der Krankenkassen an Krankenhausoperationen: „Doppeltes Spiel der Krankenkassen“

Zur Kritik des GKV-Spitzenverbandes an den Operationen in den Krankenhäusern erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: "Es wundert schon sehr, dass die Krankenkassen vor Ort mit den Krankenhäusern die Leistungen vereinbaren und dann der Bundesverband der Kassen hingeht und alles in Frage stellt. Zudem werden die Vergütungen für die stationären Behandlungen jährlich zwischen dem GKV-Spitzenverband und der Deutschen Kranhausgesellschaft neu vereinbart.“

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