Dienstag, 16. Juli 2019
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Gesundheitspolitik

Mai 2012

Gericht: Müllmänner haben gleiche Kniebelastung wie Profisportler

Müllmänner haben nach Auffassung des hessischen Landessozialgerichts die gleiche Kniebelastung wie Profisportler. «Die schnellen und unregelmäßigen Lauf- und Drehbewegungen beim Verbringen der Mülltonnen sind den Bewegungsabläufen der Profiballsportler ähnlich», begründete das Gericht am Dienstag in Darmstadt seine Entscheidung. Eine Meniskuserkrankung sei daher nicht nur bei Sportlern, sondern auch bei Müllmännern eine Berufskrankheit. (Aktenzeichen L 9 U 211/09).

Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie: „Schmerzmedizin wird endlich Pflichtfach im Medizinstudium“

»Für Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen ist es ein Meilenstein, dass die Schmerzmedizin endlich zum Pflichtfach im Medizinstudium wird«, kommentiert Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. die Zustimmung des Bundesrates zu einer Änderung der Approbationsordnung für Ärzte. »Unsere Gesellschaft sieht es mit Genugtuung, dass ihre langjährigen Bemühungen endlich Früchte getragen haben und die Schmerzmedizin zukünftig als Querschnittsfach gelehrt werden wird“, so der Göppinger Schmerzmediziner weiter. Diesem ersten...

Chance vertan: Bundestag lehnt Stärkung der Taxonomie ab

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO e.V.) bedauert, dass sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestages am 10. Mai gegen eine Stärkung der taxonomischen Forschung und Lehre ausgesprochen haben. Damit wurde die Chance vertan, durch die Unterstützung von Ausbildung, Forschung und Infrastrukturen und die Schaffung beruflicher Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs diese für den Erhalt und Erforschung der Biodiversität so wichtige Disziplin zukunftsfähig zu machen.

DGfE: Fahrtauglichkeit und Epilepsie – Auflagen sind zu beachten

Die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) erarbeitete zusammen mit der Bundesanstalt für Straßenwesen Leitsätze und Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung, die laufend aktualisiert und angepasst werden, letztmalig in 2009. Jeder Arzt, der Menschen mit Einschränkung der Fahrtauglichkeit betreut, muss diese Leitlinien kennen und sie den Betroffenen mitteilen. Neurologen, die sich auf die Behandlung von Menschen mit Epilepsien und anderen anfallsartigen Störungen des Bewusstseins verstehen, sind hier besonders in der Pflicht, ihre Patienten...

Beschluss des Bundesrats: Kein Zwang zur Allgemeinmedizin für Medizinstudierende

Große Freude bei den Jungen Neurologen: Der Bundesrat hat heute einen Zwangsabschnitt Allgemeinmedizin im PJ abgelehnt, die Studierenden können im letzten Studienjahr weiterhin für vier Monate ein Wahlfach belegen. „Ein Zwangsabschnitt Allgemeinmedizin hätte für den Nachwuchs in vielen medizinischen Fächern katastrophale Auswirkungen gehabt, wir freuen uns, dass der Bundesrat das nicht zulassen wollte“, erklärte der Sprecher der Jungen Neurologen, Dr. Helge Hellriegel aus Kiel.

Pflegeheim auswählen: Nicht nur auf Prüfsiegel vertrauen

Viele Pflegeheime lassen mittlerweile die Qualität ihrer Arbeit zertifizieren. Ein grüner Haken oder eine gute Note alleine bringen Angehörige bei der Auswahl einer Einrichtung aber nicht weiter. «Der Markt der Siegel und Zertifikate ist sehr unübersichtlich und kann nur ein grober Hinweis sein», sagt Ralf Suhr, Vorsitzender des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP). Als Anhaltspunkt sollten sich Angehörige die Frage vor Augen führen: Welche Bedürfnisse hat beispielsweise meine Mutter oder mein Vater?

Hartmannbund: „Endlich ist der Weg frei für PJ-Mobilität und Abschaffung des Hammerexamens – Pflichtabschnitt Allgemeinmedizin vom Tisch“

Der Vorsitzende des Ausschusses der Medizinstudierenden im Hartmannbund, Kristian Otte, hat die Zustimmung des Bundesrates zur vom Gesundheitsministerium vorgeschlagenen Reform der Approbationsordnung für Ärzte ausdrücklich begrüßt. Damit sei der Weg frei für die vom Hartmannbund seit langem geforderte PJ-Mobilität sowie für die Abschaffung des Hammerexamens.

bvmd: Medizinstudierende begrüßen die Änderung der Approbationsordnung

Der Bundesrat verabschiedete am vergangenen Freitag die Änderung der Approbationsordnung für Ärzte. Im Zuge dessen wurde die Splittung des Hammerexamens, der Querschnittsbereich 14 „Schmerzmedizin“ und eine erhöhte Mobilität im Praktischen Jahr beschlossen. Der Länderantrag, das Praktische Jahr (PJ) zu quartalisieren und einen Pflichtabschnitt Allgemeinmedizin einzuführen, wurde abgelehnt. Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) begrüßt die beschlossenen Änderungen nachdrücklich.

Marbuger Bund: „Approbationsordnung endlich grünes Licht geben“

Der Marburger Bund fordert den Bundesrat auf, der neuen Approbationsordnung für Ärzte heute in der vorgelegten Form zuzustimmen. "Die von der Bundesregierung beschlossenen Änderungen werden von den Studentenvertretern und den Spitzenorganisationen der Ärzteschaft nachdrücklich unterstützt. Die Länder sollten diesen großen Konsens nicht in Frage stellen und die Beschlussfassung der Novelle nicht weiter hinauszögern“, forderte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, vor der heutigen Beratung der Novelle im Plenum des Bundesrates.

Kinderärzte befürchten Versorgungslücken auf dem Land

Kinderärzte haben wegen eines Mangels an Medizinern in ländlichen Gebieten vor Versorgungslücken gewarnt. «Wir werden in Deutschland Verhältnisse (...) bekommen, wo die Patienten zu einer hoch qualifizierten fachlichen Versorgung weitere Wege in Kauf nehmen müssen», sagte der Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Hans-Jürgen Nentwich, am Donnerstag in Berlin. Schon jetzt müssten Eltern mit ihren Kindern vereinzelt 50 bis 70 Kilometer zu einem Arzt fahren.

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