Sonntag, 31. Mai 2020
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Gesundheitspolitik

April 2012

Hartmannbund: „Mehr als 70 Prozent der Befragten lehnen ein PJ-Pflichttertial in der Allgemeinmedizin ab“

Geht es nach den Medizinstudierenden des Hartmannbundes, dann stößt ein Pflichttertial Allgemeinmedizin im Rahmen des Praktisches Jahr (PJ) auf massiven Widerstand. Mehr als 70 Prozent der rund 4.500 Teilnehmer einer Umfrage unter den Medizinstudierenden des Hartmannbundes haben die Frage nach der Wahl eines PJ-Tertial „Allgemeinmedizin“ mit „Nein“ beantwortet. Nur knapp 30 Prozent der Befragten können sich vorstellen, im PJ-Wahltertial das Fach Allgemeinmedizin zu wählen oder haben dies bereits getan.

DGCH: „Krankenkassen verhindern Abrechnung ohne Streit“

Die Diffamierung von Krankenhausmitarbeitern eskaliert: Auf dem Fachkongress “DRG plus“ Ende März in Berlin verglichen Krankenkassenvertreter die Klinikcontroller mit „Schwarzfahrern“. Plakative Unterstellungen einerseits und andererseits Ignoranz gegenüber längst bekannten Schwächen des Systems der Diagnosis Related Groups (DRGs) prägen diese Kampagnen. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) mit den von ihr vertretenen zehn chirurgischen Fachgesellschaften verwahrt sich gegen diese ungerechtfertigten Pauschalvorwürfe und mahnt dringend Änderungen am System an.

Linagliptin: Boehringer Ingelheim bereitet Preisverhandlung mit dem GKV-Spitzenverband vor

Boehringer Ingelheim bereitet sich auf die erste Preisverhandlung zum DPP-4-Inhibitor Linagliptin mit dem GKV-Spitzenverband am 23. April vor. Die durch das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) neu eingefügte Vorschrift des § 130b Abs. 1 S. 9 SGB V sieht vor, dass der Hersteller vor diesem Termin Angaben zur Höhe seines tatsächlichen Abgabepreises in anderen europäischen Ländern an den Spitzenverband Bund der Krankenkassen übermittelt.

Union: Kassen sollen mehr Geld für Vorsorge ausgeben

Die Krankenkassen sollen nach der Vorstellung von Gesundheitspolitikern der Union künftig mehr Geld als bisher für Vorsorgeleistungen ausgeben. Sie sollten mehr als 400 Millionen Euro pro Jahr für Prävention einplanen können – mehr als doppelt so viel wie ihnen bisher per Gesetz gewährt werde, berichtet die Tageszeitung «Die Welt» (Samstag). Sie beruft sich dabei auf «Eckpunkte für eine nationale Präventionsstrategie», über die Gesundheitspolitiker von CDU und CSU am Freitag bei einer Klausurtagung beraten hätten.

Bericht: Krankenhäuser sollen Tarifausgleich bekommen

In der Regierungskoalition wächst offenbar die Bereitschaft, den gut 2.000 deutschen Krankenhäusern mehr Geld zu geben. Geplant sei ein teilweiser Ausgleich der Mehrkosten, die durch die jüngsten Tarifrunden der Ärzte und des öffentlichen Dienstes entstehen, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn, der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstag). «Wir anerkennen damit, dass die hohen Tarifabschlüsse die Krankenhäuser als personalintensive Dienstleister zu überfordern drohen.»

DGB: Immer mehr Arbeitslose fallen direkt in Hartz IV

Immer mehr Arbeitnehmer, die ihren Job verlieren, fallen nach Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sofort in die Grundsicherung von Hartz IV. Um 18,7 Prozent sei zwischen 2008 und 2011 die Zahl derjenigen gestiegen, die nach einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit direkt in das Hartz-IV-System rutschten. Das berichtet die Tageszeitung «Die Welt» (Montag) unter Berufung auf den DGB. Der Grund: Die Betroffenen waren innerhalb der letzten zwei Jahre nicht zwölf Monate lang beschäftigt gewesen.

Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion zu Schönheitsoperationen: Plastische und Ästhetische Chirurgen begrüßen Patientenschutz

Ein Verbot medizinisch nicht notwendiger ästhetischer Eingriffe („Schönheitsoperationen“) bei Minderjährigen fordern Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion nun in einem Positionspapier. Weitere Eckpunkte sind der Schutz und die Definition des Begriffs „Schönheitschirurgie“, der Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung bei der Ärztekammer sowie ein Entschädigungsfonds für die Opfer ärztlicher Kunstfehler. „Manches davon ist überfällig, anderes geht an der Realität vorbei“, konstatiert Prof. Dr. Peter Vogt, Präsident der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen...

Experten fordern Register für alle Brust-Implantate

Um mögliche Risiken und Nebenwirkungen von Brust-Implantaten frühzeitig aufzuspüren, rufen Experten dazu auf, sämtliche Eingriffe flächendeckend zu registrieren. «Seit kurzem steht ein webbasiertes Implantat- und Netzregister zur Verfügung, das alle nutzen sollten», sagte Prof. Andree Faridi vom Vorstand der Awogyn (Arbeitsgemeinschaft für ästhetische, plastische und rekonstruktive Operationsverfahren in der Gynäkologie) am Freitag in Berlin.

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