Mittwoch, 15. Juli 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Gesundheitspolitik

April 2012

Säumige Versicherte schulden den Krankenkassen Milliarden

Säumige Beitragszahler schulden den gesetzlichen Krankenkassen eine immer größer werdende Milliardensumme. Insgesamt gibt es nach den jüngsten Zahlen einen Rückstand von 1,53 Milliarden Euro, teilte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) der Nachrichtenagentur dpa in Berlin auf Anfrage mit. Diese Ausstände vom Februar waren allein binnen eines Monats spürbar gewachsen. Im Januar waren es laut Verband noch 1,44 Milliarden Euro.

DAK: Hinweise auf Abrechnungsbetrug sprunghaft gestiegen

Gefälschte Rezepte, Scheinbehandlungen, manipulierte Rechnungen: Die Hinweise auf Abrechnungsbetrüger sind bei der DAK-Gesundheit sprunghaft angestiegen. Im vergangenen Jahr gingen beim Ermittlungsteam der Krankenkasse insgesamt 1.562 Tipps ein – fast 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Kasse konnte Gelder in Höhe von 1,7 Millionen Euro zurückholen, nach knapp 2 Millionen Euro im Jahr zuvor. Derzeit geht die Hamburger Zentrale der DAK-Gesundheit rund 1.800 Verdachtsfällen nach.

Hartmannbund: „Mehr als 70 Prozent der Befragten lehnen ein PJ-Pflichttertial in der Allgemeinmedizin ab“

Geht es nach den Medizinstudierenden des Hartmannbundes, dann stößt ein Pflichttertial Allgemeinmedizin im Rahmen des Praktisches Jahr (PJ) auf massiven Widerstand. Mehr als 70 Prozent der rund 4.500 Teilnehmer einer Umfrage unter den Medizinstudierenden des Hartmannbundes haben die Frage nach der Wahl eines PJ-Tertial „Allgemeinmedizin“ mit „Nein“ beantwortet. Nur knapp 30 Prozent der Befragten können sich vorstellen, im PJ-Wahltertial das Fach Allgemeinmedizin zu wählen oder haben dies bereits getan.

DGCH: „Krankenkassen verhindern Abrechnung ohne Streit“

Die Diffamierung von Krankenhausmitarbeitern eskaliert: Auf dem Fachkongress “DRG plus“ Ende März in Berlin verglichen Krankenkassenvertreter die Klinikcontroller mit „Schwarzfahrern“. Plakative Unterstellungen einerseits und andererseits Ignoranz gegenüber längst bekannten Schwächen des Systems der Diagnosis Related Groups (DRGs) prägen diese Kampagnen. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) mit den von ihr vertretenen zehn chirurgischen Fachgesellschaften verwahrt sich gegen diese ungerechtfertigten Pauschalvorwürfe und mahnt dringend Änderungen am System an.

Linagliptin: Boehringer Ingelheim bereitet Preisverhandlung mit dem GKV-Spitzenverband vor

Boehringer Ingelheim bereitet sich auf die erste Preisverhandlung zum DPP-4-Inhibitor Linagliptin mit dem GKV-Spitzenverband am 23. April vor. Die durch das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) neu eingefügte Vorschrift des § 130b Abs. 1 S. 9 SGB V sieht vor, dass der Hersteller vor diesem Termin Angaben zur Höhe seines tatsächlichen Abgabepreises in anderen europäischen Ländern an den Spitzenverband Bund der Krankenkassen übermittelt.

Union: Kassen sollen mehr Geld für Vorsorge ausgeben

Die Krankenkassen sollen nach der Vorstellung von Gesundheitspolitikern der Union künftig mehr Geld als bisher für Vorsorgeleistungen ausgeben. Sie sollten mehr als 400 Millionen Euro pro Jahr für Prävention einplanen können – mehr als doppelt so viel wie ihnen bisher per Gesetz gewährt werde, berichtet die Tageszeitung «Die Welt» (Samstag). Sie beruft sich dabei auf «Eckpunkte für eine nationale Präventionsstrategie», über die Gesundheitspolitiker von CDU und CSU am Freitag bei einer Klausurtagung beraten hätten.

Bericht: Krankenhäuser sollen Tarifausgleich bekommen

In der Regierungskoalition wächst offenbar die Bereitschaft, den gut 2.000 deutschen Krankenhäusern mehr Geld zu geben. Geplant sei ein teilweiser Ausgleich der Mehrkosten, die durch die jüngsten Tarifrunden der Ärzte und des öffentlichen Dienstes entstehen, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn, der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstag). «Wir anerkennen damit, dass die hohen Tarifabschlüsse die Krankenhäuser als personalintensive Dienstleister zu überfordern drohen.»

DGB: Immer mehr Arbeitslose fallen direkt in Hartz IV

Immer mehr Arbeitnehmer, die ihren Job verlieren, fallen nach Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sofort in die Grundsicherung von Hartz IV. Um 18,7 Prozent sei zwischen 2008 und 2011 die Zahl derjenigen gestiegen, die nach einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit direkt in das Hartz-IV-System rutschten. Das berichtet die Tageszeitung «Die Welt» (Montag) unter Berufung auf den DGB. Der Grund: Die Betroffenen waren innerhalb der letzten zwei Jahre nicht zwölf Monate lang beschäftigt gewesen.

Das könnte Sie auch interessieren

Diabetes in Deutschland: Lücken in Versorgung, Prävention und Aufklärung

Diabetes in Deutschland: Lücken in Versorgung, Prävention und Aufklärung
© pikselstock - stock.adobe.com

Was ist bloß mit der Politik los?! Das fragen sich kopfschüttelnd immer mehr Patienten mit Diabetes, Angehörige und Risikopatienten. Laut einer aktuellen Umfrage von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe mit mehr als 1500 Menschen fühlen sich 86 % der Menschen mit Typ-2-Diabetes nicht angemessen in der Politik vertreten. Das will die neue „Digitale Allianz Diabetes Typ 2“, ein Bündnis aus 16 Diabetesorganisationen und Fachverlagen, ändern! 

Patiententag auf dem DKOU: Was Arthrose-Patienten wissen sollten

Patiententag auf dem DKOU: Was Arthrose-Patienten wissen sollten
© wavebreak3 - stock.adobe.com

Arthrose ist die häufigste Erkrankung der Gelenke. Ihre Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu. Im 6. Lebensjahrzehnt weist nahezu jeder Fünfte im Röntgenbild eine Knie- oder Hüftgelenksarthrose auf. Doch nur 20 bis 30 % dieser Patienten haben zu diesem Zeitpunkt bereits Beschwerden. Die kürzlich aktualisierte Leitlinie Hüftarthrose zeigt auf, wann und wie Patienten mit und ohne Symptome behandelt werden sollten und was sie selbst zu einer gelungenen Therapie beitragen können. Auf dem Patiententag des Deutschen Kongresses für Orthopädie und...

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Laut einer aktuellen GfK-Umfrage hat mehr als die Hälfte aller Deutschen mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen. Die von der Medserena AG beauftragte GfK-Umfrage zeigt, dass 34,5 Prozent aller Deutschen an bis zu sieben Tagen im Jahr aufgrund von Rückenschmerzen nicht ihren alltäglichen Aufgaben nachgehen. Betrachtet man die befragten Berufsgruppen genauer, so liegt der höchste Anteil bei den Angestellten (36,7 Prozent). Das verursacht Jahr für Jahr einen hohen wirtschaftlichen Schaden für die Arbeitgeber. Nur durch verbesserte medizinische...

Mehr allergische Reaktionen nach Wespenstichen

Mehr allergische Reaktionen nach Wespenstichen
© abet - stock.adobe.com

Experten warnen in diesen Tagen in den Medien vor einem extremen Wespen-Sommer 2019. Normalerweise gehen uns die schwarz-gelben Insekten erst im August und September auf die Nerven, doch dank der Saharahitze gehen Fachleute nun von einer verfrühten Saison mit mehr Wespen aus. In den vergangenen beiden Sommern hielt sich die Plage laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse dagegen in Grenzen: Demnach wurde knapp jeder Fünfte von rund 1.000 Befragten mindestens einmal von einer Wespe gestochen. Nur 13 Prozent der Betroffenen sagten, dass...

EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Tönnies darf am Hauptstandort wieder schlachten – Die Stadtverwaltung hat den Produktionsstopp mit sofortiger Wirkung aufgehoben (dpa, 15.07.2020).
  • Tönnies darf am Hauptstandort wieder schlachten – Die Stadtverwaltung hat den Produktionsstopp mit sofortiger Wirkung aufgehoben (dpa, 15.07.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden