Sonntag, 27. September 2020
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Gesundheitspolitik

April 2012

Therapeutische Behandlung: Vergebliche Suche nach Therapeut mit Kassenzulassung dokumentieren

Wer trotz mehrfacher Versuche kurzfristig keinen Termin bei einem Psychotherapeut mit Kassenzulassung bekommt, kann seine Kasse um Kostenübernahme einer Privatbehandlung bitten. Das ist möglich, wenn der Versicherte ansonsten mehr als drei Monate auf einen freien Behandlungsplatz warten müsste, weil das als grundsätzlich unzumutbar gilt. Allerdings sollte er seine vergebliche Suche nachweisen können, erläutert die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) in Berlin in ihrem neuen Ratgeber «Kostenerstattung».

Reisekrankenversicherung muss bei Herzinfarkt zahlen

Ein Herzinfarkt ist grundsätzlich eine unerwartete Krankheit, für deren Behandlung eine Reisekrankenversicherung aufkommen muss. Das berichtet die Fachzeitschrift «recht und schaden» (Heft 3/2012) unter Berufung auf einen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe. Maßgeblich kommt es nach Auffassung der Bundesrichter darauf an, ob der Versicherte mit dem Infarkt rechnen musste. Das Wissen um Vorerkrankungen, wie beispielsweise Herz- und Kreislaufbeschwerden, reiche dafür jedoch nicht aus (Az.: IV ZR 227/09).

KV Nordrhein: "Patientenversorgung in Nordrhein-Westfalen ist unterfinanziert"

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein befürchtet eine weitere Verlagerung der Patientenversorgung in Nordrhein-Westfalen von den Kliniken auf die niedergelassene Ärzteschaft. „Nach aktuellen Meldungen der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, sind durch fehlende Mittel und Kostensteigerungen, darunter die jüngste Tariferhöhung im öffentlichen Dienst, allein in unserem Bundesland 6000 Arbeitsplätze an Krankenhäusern in Gefahr“, sagt Dr. med. Peter Potthoff. Der Vorsitzende des Vorstands der KV Nordrhein äußert Verständnis für die Sorgen der Kliniken und ihrer Beschäftigten,...

Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster startet bundesweit einmalige Qualifizierungsoffensive

Ob Schmerzpumpe, mobiler Katheter oder innovative Schmerzmittel – im Schmerzmanagement ist heute vieles möglich. Häufig behindern aber Wissenslücken und Abstimmungsschwierigkeiten eine optimale Schmerztherapie. Mit einer bundesweit einmaligen Qualifizierungsoffensive nimmt sich das Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster dieser Herausforderung an und ermöglicht insgesamt einhundert Pflegefachkräften eine Weiterbildung im Schmerzmanagement. Die ersten 36 Absolventen wurden bereits zur „Pain Nurse“ ausgezeichnet.

Große Teile der Bevölkerung fühlen sich sozial ausgeschlossen

Große Teile der Bevölkerung in Deutschland haben das Gefühl, dass ihre gesellschaftliche Teilhabe nicht gesichert ist. Der Verlust von Lebenszufriedenheit und Glück, weniger Selbstsorge und weniger bürgerschaftliches Engagement sind die Folge. Darauf haben Wissenschaftler der Universität Kassel bei der Tagung „Inklusion, Teilhabe und Behinderung – Anfragen an die (Human-) Wissenschaften“ am Mittwoch hingewiesen. „60 Prozent der deutschen Bevölkerung erleben ihre finanzielle Situation als ständige Gratwanderung zwischen Meistern und Absturz“, sagte der Sozialpsychologe Prof. Dr....

Fächerübergreifende Ausbildung: Der Hausarzt tritt ins Rampenlicht

Ein neues Institut für Hausarztmedizin am Universitätsklinikum Bonn stärkt die Ausbildung zum Hausarzt. Das Pflichtfach war bisher nur durch einen Lehrbereich abgebildet. Dieser brachte den Studenten jedoch nur Teilaspekte des Berufes näher. Jetzt soll durch das neue Institut den Studenten ein umfassender und lückenloser Überblick vermittelt werden. Ziel ist es, mehr angehende Mediziner für den Beruf Hausarzt zu motivieren. Dabei sind die fächerübergreifende Ausbildung und der ausgeprägte Praxisbezug einmalig in Deutschland.

EuGH-Expertin: Regeln der deutschen Pflegeversicherung sind rechtens

Wer als pflegebedürftiger Deutscher vorübergehend im Ausland lebt, erhält nach einem Gutachten des Europäischen Gerichtshofs zurecht weniger Leistungen aus der Pflegeversicherung. Nach Ansicht der einflussreichen Generalanwältin am Gerichtshof (EuGH) ist die deutsche Regelung mit dem EU-Recht vereinbar. Die Gutachterin schlug am Mittwoch in Luxemburg vor, die Klage der EU-Kommission gegen Deutschland abzuweisen. In der Regel folgen die Richter den Experten. Das Urteil dürfte noch in diesem Jahr fallen (Rechtssache C-562/10)

EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • München führt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ein – Diese Regelung gilt ab kommendem Donnerstag, 24.09.2020 (dpa, 21.09.2020).
  • München führt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ein – Diese Regelung gilt ab kommendem Donnerstag, 24.09.2020 (dpa, 21.09.2020).