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Gesundheitspolitik

April 2012

DGUV: 3.700 ehemalige Wismut-Mitarbeiter an Lungenkrebs erkrankt

Die Zahl der durch Uranerzbergbau an Lungenkrebs erkrankten ehemaligen Wismut-Mitarbeiter ist höher als erwartet. Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) wurden seit 1991 insgesamt 3.700 Lungenkrebs-Fälle als Berufskrankheit bestätigt. Hinzu kämen 120 Menschen mit Kehlkopfkrebs sowie 2.750 Menschen mit einer Quarzstaublungenerkrankung, sagte DGUV-Hauptgeschäftsführer Joachim Breuer am Freitag in Dresden. Mit einer so hohen Zahl an Lungenkrebs-Fällen hätten die Experten nach der Wende nicht gerechnet, hieß es.

Test auf Gendefekt bei Embryo muss Schwangere selbst zahlen

Die gesetzliche Krankenversicherung kommt nicht für einen DNA-Test auf, wenn eine Schwangere herausfinden will, ob ihr Ungeborenes einen Gendefekt geerbt hat. Die Frau muss die Kosten selbst tragen. Das entschied das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (Az.: L 5 KR 720/11 ER), wie die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins erläutert. In dem Fall habe der Gentest allein dazu dienen sollen, um über eine Abtreibung zu entscheiden.

GGMA: „Ärzte sehen Zukunft so positiv wie nie – Rekord-Hoch beim Medizinklimaindex Frühjahr 2012“

So positiv wie noch nie seit Beginn der Erhebung sehen Ärzte, Zahnärzte und Psychologische Psychotherapeuten ihre momentane wirtschaftliche Lage und die Aussichten für die nächsten sechs Monate. Das zeigt der Medizinklimaindex (MKI) Frühjahr 2012 der Stiftung Gesundheit. Mit einem Gesamtwert von -5,1 bleibt der Index zwar weiterhin im negativen Bereich, erreicht jedoch den höchsten Wert seit Beginn der halbjährlichen Erhebungen im Herbst 2006.

BfR zur Risikobewertung von Pflanzen und pflanzlichen Zubereitungen

In den vergangenen Jahren stieg das Interesse, neue Pflanzen in Lebensmitteln, insbesondere in Nahrungsergänzungsmitteln zu verwenden, und alte Kulturpflanzen wurden neu entdeckt. Diesen Pflanzen werden oft Wirkungen zugesprochen, die mit dem Gehalt an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen begründet werden. Abhängig von der Menge und den Begleitstoffen in Extrakten und Zubereitungen können diese Stoffe aber auch toxisch wirken. „In vielen Fällen werden Pflanzen und pflanzliche Zubereitungen in Lebensmitteln vor der Vermarktung behördlicherseits nicht auf gesundheitliche Unbedenklichkeit...

Krebspatienten: Welchen Wert hat die Verlängerung der Überlebenszeit?

Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. bewertet die aktuellen Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) kritisch. Im Rahmen der frühen Nutzenbewertung des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) waren die drei neuen Krebsmedikamente Abirateron, Cabazitaxel und Eribulin begutachtet worden. Die letzte Entscheidung zu Eribulin wurde am 19. April bekannt gegeben. Die Nutzenbewertung ist Grundlage für Preisverhandlungen mit den Herstellern.

Fresenius unterbreitet Angebot zum Erwerb der Rhön-Klinikum AG

Fresenius hat heute bekannt gegeben, den Aktionären der Rhön-Klinikum AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot zu unterbreiten. Fresenius bietet den Aktionären der Rhön-Klinikum AG 22,50 € pro Aktie in bar an. Der Kaufpreis für alle ausstehenden Aktien des Unternehmens beträgt rund 3,1 Mrd €. Das Angebot liegt damit um 52 % über dem Schlusskurs der Rhön-Klinikum-Aktie vom 25. April 2012 sowie um 53 % über dem volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Monate (XETRA). Das Angebot steht unter dem Vorbehalt einer Mindest-Annahmequote von 90% des Grundkapitals der...

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) zu Preismoratorium und erhöhten Herstellerabschlägen

Der Fortbestand von Preismoratorium und erhöhten Zwangsabschlägen ist rechtswidrig und die fehlende Rechtfertigung ihrer Aufrechterhaltung durch die Bundesregierung verstößt gegen geltendes deutsches und europäisches Recht. Zu diesem Ergebnis kommt der BPI nach eingehender rechtlicher Prüfung. Die rechtliche Prüfung war notwendig geworden, da das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auch nach nunmehr fast neun Monaten eine nachvollziehbare Begründung für die Aufrechterhaltung der Zwangsmaßnahmen verweigert. „In einer Demokratie ist es schon ein mehr als zweifelhafter Vorgang, dass ein...

Linagliptin: Boehringer Ingelheim beendet aktuelle Preisverhandlungen mit GKV-Spitzenverband

Boehringer Ingelheim beendet die aktuellen Preisverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband zu Linagliptin. Ein Erstattungspreis auf dem Niveau der generischen Vergleichstherapie der Sulfonylharnstoffe im niedrigen zweistelligen Centbereich (Tagestherapiekosten) ist für das Unternehmen nicht akzeptabel. Boehringer Ingelheim hatte für Linagliptin in Deutschland einen Herstellerabgabepreis in Höhe von 1,20 Euro Tagestherapiekosten nach Abzug des Zwangsrabattes vorgesehen. Der europäische Durchschnittspreis liegt bei 1,27 Euro Tagestherapiekosten. Mit der vorzeitigen Beendigung der...

GenoGyn: "Ärzte in nationale Präventionsstrategie einbeziehen"

Im Koalitionsvertrag war es angekündigt, inzwischen ist es soweit: Union und FDP diskutieren eine nationale Präventionsstrategie. Ob die Ärzteschaft darin eine Rolle spielt, ist offen. Pläne von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), die Ärzte einzubeziehen, wurden von CDU und Krankenkassen heftig kritisiert. Ihr Tenor: Spitzenverdiener bräuchten keine unnötigen Honorare. „Das ist kontraproduktiv. Hier geht es um die langfristige Sicherung unseres sozialen Gesundheitssystems. Dafür brauchen wir eine sachliche Diskussion und keine Debatte um angebliche Spitzenverdienste der Ärzteschaft“,...

Wahlleistungen für HNO-Heilkunde auf einen Blick

Die aktuelle Debatte um Wahlleistungen in der Medizin erhitzt die Gemüter. Während die Einen der Ärzteschaft „Kasse machen“ vorwerfen, sehen die Anderen solche Aussagen „als Gefahr für das Leben der Patienten“. Doch Klarheit bezüglich dieser Leistungen herrscht kaum irgendwo. Mit dem Ziel, Transparenz zu schaffen, entwickelte das HNOnet-NRW, ein Zusammenschluss niedergelassener Hals-Nasen-Ohren-Fachärzte aus Nordrhein-Westfalen, ein sogenanntes Wahlleistungskompendium, das nun auch außerhalb des Netzwerks bezogen werden kann.

Studie: Höhere Pro-Kopf-Einkommen fördern die Demokratie

Je höher das Pro-Kopf-Einkommen der Bürger, desto ausgeprägter sind die demokratischen Strukturen eines Landes. Diesen Zusammenhang belegt eine neue, in den "Economics Letters" veröffentlichte Studie eines Forscherteams um Prof. Dr. Mario Larch, der an der Universität Bayreuth den Lehrstuhl für Empirische Wirtschaftsforschung innehat. Die Bayreuther Ökonomen haben Daten von 150 Ländern aus allen Kontinenten miteinander verglichen und dabei die Entwicklung von 1950 bis heute berücksichtigt. Das Ergebnis: Höhere Einkommen fördern die Demokratie, niedrigere Einkommen behindern sie.

Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung sind gerichtlich überprüfbar

Gegen die von gesetzlichen Krankenkassen erhobenen Zusatzbeiträge können Versicherte klagen. Die Kontrolle der formellen Voraussetzungen und der Höhe der Zusatzbeiträge sei nicht den Aufsichtsbehörden vorbehalten, befand das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt (Az.: L 10 KR 33/11 BER), wie die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt. Das Gericht könne aber nur eine willkürliche und sachfremde Prognose der Versicherung beanstanden.

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