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17. September 2018 Neues Strahlenschutzgesetz: Physiker übernehmen die Verantwortung für Qualität und Schutz beim Einsatz von Röntgenstrahlen

Experten der Medizinischen Physik präsentieren vom 19.-22. September 2018 die neuesten Forschungsergebnisse und Spitzentechnologien auf dem ständig wachsenden Gebiet und stellen aktuelle Entwicklungen und Forschungsergebnisse in der Radioonkologie, der Bildgebung und z.B. der Audiologie vor.
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Der Fokus des hochkarätigen Fachkongresses in Nürnberg liegt auf 3 übergreifenden Schwerpunktthemen, wie Dr. rer. nat. Michael Wucherer, Nürnberg, einer der 3 Tagungsleiter betont:
  • Das neue Strahlenschutzrecht, das zu Silvester 2018 für den Medizinbereich in Kraft treten wird;
  • die Zukunft der Medizin, der Radiologie und damit auch verbunden der Medizinischen Physik, wenn künstliche Intelligenz eine Hilfe und vielleicht irgendwann einmal eine Alternative für medizinische Entscheidungen sein kann;
  • und die Gelegenheit zu nutzen, aus der Geschichte der Radiologie zu lernen, als Nationalsozialismus und Rassismus auch übergriffig auf die med. Radiologie und die Wissenschaften wurden.

1895 entdeckte W. C. Röntgen, Physiker in Würzburg, die X-Strahlen, die sofort und unmittelbar für die Bildgebung in der Medizin genutzt wurden und heute durch aussagekräftige Diagnostik und wirksame Therapie die Leben vieler Menschen retten. Mit dem neuen Strahlenschutzgesetz und der dazugehörigen neuen Strahlenschutzverordnung, die in diesen Tagen vor der Verabschiedung durch den Bundesrat steht, wird auch in Deutschland festgelegt, dass Physiker für Qualität und Schutz beim Einsatz der Röntgenstrahlen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Medizinern ausdrücklich die Verantwortung übernehmen sollen. Gut 120 Jahre nach der der Entdeckung des Physikers Röntgen sieht es die internationale Fachwelt als erforderlich, dass Medizinphysiker auch strahlenschutzrechtlich verbindlich bei dosisintensiven Anwendungen und Geräten eingebunden sein müssen. Dies hat enorme Auswirkungen auf unsere Berufsgruppe und auf nahezu alle radiologischen Anwendungen in Deutschland.

Die Tagung in der Nürnberger Meistersingerhalle in direkter Nachbarschaft zum Dokumentationszentrum und dem Aufmarschgelände der Nationalsozialisten ist Anlass, sich mit der Vergangenheit von radiologischen Fachbereichen zu beschäftigen und den daraus erarbeiteten Erkenntnissen Lehren zu ziehen. Wir wollen die Rolle des Nationalsozialismus in der Radiologie im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich machen. In diesem Zusammenhang wird am Freitag, 21.9. von 18:30 – 19:30 Uhr in der Meistersingerhalle ein öffentlicher Vortrag von Prof. Fritz Dross, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Erlangen, mit einer Begehung der Ausstellung angeboten.

Aus der Geschichte lernen und für die Zukunft forschen unter Beachtung der Ethik beim Umgang mit technischen Innovationen bietet den Übergang zum dritten Thema auf dem Kongress, der Künstlichen Intelligenz und der Nutzung von Big Data in der Radiologie. Wie kann man den Nutzen und den Schutz von Patienten bei der Nutzung von Big Data gewährleisten und die Qualität von Diagnostik und Therapie bei Einbindung von künstlicher Intelligenz prüfen und ausbauen? Hier können Physiker kompetent mitwirken und Antworten finden.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP)


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