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14. Juni 2018 Schlaganfallprophylaxe: Kooperation verzahnt Diagnostik und Therapie

Bristol-Myers Squibb und apoplex medical technologies haben jetzt eine Kooperation vereinbart, um über die von dem Medizintechnikhersteller entwickelte SRA (Schlaganfall-Risiko-Analyse)-Technologie gemeinsam zu informieren. Mit ihr sind Ärzte in der Lage, bei Patienten bisher unerkanntes paroxysmales Vorhofflimmern (pVHF) zu identifizieren bzw. das Risiko für Vorhofflimmern (VHF) besser einzuschätzen. Ziel der in Deutschland startenden Kooperation ist es, durch effizientes Zusammenspiel von Diagnostik und Therapie eine umfassende Primär- und Sekundärprävention von Schlaganfällen in Kliniken und in der Praxis zu ermöglichen.
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Die SRA-Technologie bietet die Möglichkeit, Patienten mit pVHF frühzeitig, schnell und verlässlich zu erkennen, um diese Herzrhythmusstörung adäquat behandeln zu können. Bei Patienten, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben, erleichtert die Technologie, Vorhofflimmern als Ursache zu identifizieren. Sie kann somit helfen, Sekundärereignissen vorzubeugen.

In Deutschland ereignen sich jährlich etwa 200.000 erstmalige und ca. 66.000 wiederholte Schlaganfälle (1), wobei ungefähr jeder fünfte Schlaganfall auf Vorhofflimmern zurückzuführen ist (2). Aktuell werden in Deutschland lediglich 13% der Menschen ab 65 Jahren routinemäßig in Vorsorgeuntersuchungen auf VHF hin untersucht (3). Zudem sind mehr als die Hälfte aller Patienten mit VHF unauffällig oder sie weisen nur minimale Symptome auf (4). Dazu kommt, dass bei einem Großteil der Patienten VHF erst zum Zeitpunkt des Schlaganfalls diagnostiziert wird (5).

„Neben der Entwicklung moderner Medikamente zur Schlaganfallprophylaxe fördern wir die Entwicklung und den Einsatz innovativer Technologien, die das Vorhofflimmern-Screening verbessern, um so Versorgungslücken bei Patienten mit nicht diagnostiziertem und unterbehandeltem Vorhofflimmern zu schließen“, betont Dr. Michael Krekler, Medical Director Cardiovascular Diseases bei Bristol-Myers Squibb, den Stellenwert einer präzisen Diagnostik in der Schlaganfallprävention. „Wir sind überzeugt, in der Kooperation mit Bristol-Myers Squibb unsere Technologie besser in der Routineversorgung verankern zu können, um das Risiko von Schlaganfällen auch über diesen Weg reduzieren zu können“, erklärt Albert Hirtz, Managing Director bei apoplex medical technologies.

Die SRA-Technologie nutzt pseudonymisierte Daten von EKG-Ableitungen, um in einem automatisierten, dreistufigen Verfahren das Risiko für Vorhofflimmern zu berechnen. Der behandelnde Arzt erhält auf diesem Wege innerhalb weniger Minuten – per E-Mail oder über eine eigene Website – das Ergebnis der Risikoberechnung in Form eines Analysereports. Wird VHF diagnostiziert, kommen in der Schlaganfallprophylaxe gemäß nationaler und internationaler Leitlinien u.a. nicht-Vitamin-K-abhängige orale Antikoagulanzien zum Einsatz (2,6).

Quelle: Bristol-Myers Squibb

Literatur:

(1) Heuschmann PU et al. Akt Neurol 2010; 37: 333340.
(2) Kirchhof P et al. Eur Heart J. 2016;37:2893-2962
(3) Economist Intelligence Unit. Preventing Stroke: Uneven Progress Report. 21. September 2017
(4) Huisman MV et al. J Am Coll Cardiol 2017;69:777-785
(5) Blackshear J et al. Ann Thorac Surg 1996;61:755-9
(6) Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (2017) ESC Pocket Guidelines. Management von Vorhofflimmern, Version 2016


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