Montag, 10. August 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

23. Dezember 2019 AMD: Mediterrane Ernährung kann Risiko für Altersabhängige Makuladegeneration senken

Eine mediterrane Ernährung kann das Risiko für eine altersabhängige Makuladegeneration (AMD) senken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im März in der US-Fachzeitschrift Ophthalmology erschienen ist. Wer viel Gemüse, Fisch, Olivenöl, aber nur wenig Fleisch, Milchprodukte oder Wein zu sich nimmt, erleidet demnach seltener eineVerschlechterung des zentralen Sehens durch eine AMD. Weitere Studien zeigen, dass eine gesunde Ernährung auch dazu beitragen kann, Augenerkrankungen wie dem Grünen und dem Grauen Star vorzubeugen.
Anzeige:
Fachinformation
In einer Studie haben Wissenschaftler jetzt untersucht, welche Auswirkungen die Art der Ernährung auf die Entwicklung einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) hat. Dabei werteten sie Daten zu den Essgewohnheiten und dem Gesundheitszustand der Augen von fast 5.000 Patienten aus. Sie fanden heraus, dass Menschen, die regelmäßig viel Gemüse, Fisch und Olivenöl zu sich nahmen, seltener an AMD erkrankten als Menschen mit einem hohen Konsum an Fleisch, Milchprodukten und Alkohol. „Das persönliche Risiko, an einer AMD zu erkranken, hängt von vielen Faktoren ab, wie beispielsweise genetischer Veranlagung, Umwelteinflüssen oder dem Lebensstil. Auch die Ernährung spielt dabei eine Rolle,“ sagt Prof. Dr. Frank Holz, Vorsitzender der Stiftung Auge.

Ernährung als Präventionsmaßnahme

Der Experte betont, dass sich um die Wirkung bestimmter Nahrungsmittel auf die Augen viele Mythen ranken. „Allgemein kann man durch den Konsum eines bestimmten Lebensmittels die Sehkraft der Augen nicht direkt beeinflussen. Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung aus natürlichen Zutaten in Kombination mit regelmäßiger Bewegung hilft jedoch dabei, die Funktion der Augen intakt zu halten und gewissen Augenerkrankungen vorzubeugen“, so der Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn.

Mythos Karotte

Ein verbreiteter Mythos ist, dass Karotten gut für die Augen sind. „Direkt verbessern kann man seine Sehkraft mit Karotten nicht. Allerdings hilft der darin enthaltene Farbstoff Beta-Karotin, die normale Funktionsfähigkeit des Auges aufrechtzuerhalten“, sagt Holz. Der Körper wandelt Beta-Karotin in Vitamin A um, welches das menschliche Auge benötigt, um in den Stäbchen und Zapfen der Netzhaut Sehpigmente zu bilden. Ein Mangel an Vitamin A kann sich durch Sehprobleme bei Nacht äußern, kommt jedoch mit der in Industrieländern üblichen Ernährung nur extrem selten vor. Zwei weitere Karotinoide – Lutein und Zeaxanthin – sind für das Auge essenziell. Sie sorgen für die Färbung der Makula lutae mit dem Punkt des schärfsten Sehens. Damit schützen die beiden Stoffe diese wenige Quadratmillimeter große Stelle der Netzhaut vor Schäden durch Lichtstrahlen.

Möglicher positiver Effekt auf Glaukom durch Resveratrol

Eine gesunde Ernährung kann auch anderen Augenerkrankungen vorbeugen. Der antioxidative Stoff Resveratrol etwa hat möglicherweise einen positiven Effekt bei einem Glaukom, da er die krankhaft beschleunigte Zellalterung am Sehnerv hemmt. Resveratrol kommt vor allem in den Schalen von Weintrauben, Himbeeren, Pflaumen sowie in Erdnüssen vor. Auch bei Katarakt spielt die Ernährung eine Rolle. „Mehrere Studien haben in den vergangenen Jahren Hinweise darauf geliefert, dass eine geringe Vitamin-C-Aufnahme das Risiko einer Trübung der Augenlinse erhöht“, sagt der Experte. Er empfiehlt, Nahrungsmittel mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt in den Speiseplan einzubauen.

Quelle: Stiftung Auge der DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft


Anzeige:

Das könnte Sie auch interessieren

Verlässliche Informationen zum Coronavirus auf Patienten-Information.de

Verlässliche Informationen zum Coronavirus auf Patienten-Information.de
© ra2 studio / Fotolia.com

Im Internet gibt es eine Hülle und Fülle von Informationen zum neuartigen Coronavirus und zur Erkrankung Covid-19. Doch nicht alle sind ausgewogen und qualitätsgesichert. Darüber hinaus grassieren viele Falschmeldungen. Daher möchte das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) Bürgerinnen und Bürger unterstützen, verlässliche und verständliche Informationen zum aktuellen Thema zu finden. 

Mit achtsamer Lebensweise Burn-out vorbeugen

Mit achtsamer Lebensweise Burn-out vorbeugen
© natalialeb - stock.adobe.com

Nach einer Studie des Lebensversicherungskonzerns Swiss Life lag der Personalausfall im Jahr 2018 zu 37 Prozent an Krankheiten bedingt durch psychische Belastung am Arbeitsplatz. Zu den häufigsten Gründen der Krankmeldungen zählten Burn-out und Depressionen. „Menschen leben heute in einer Welt von stetiger Erreichbarkeit. Auch am späten Abend nach der eigentlichen Arbeitszeit, am Wochenende oder sogar im Urlaub erreichen sie E-Mails oder Anrufe, sodass sie nicht zur Ruhe kommen. Deshalb fühlen sich immer mehr Menschen körperlich sowie emotional...

Warum alltägliche und seelische Belastungen wichtig werden können

Warum alltägliche und seelische Belastungen wichtig werden können
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Fast jeder kennt Kreuzschmerzen. Sie sind in den meisten Fällen harmlos und gehen nach kurzer Zeit von alleine wieder weg. Halten die Schmerzen jedoch länger an, fragen sich viele Betroffene, woher ihre Beschwerden kommen. Wichtig für Sie zu wissen ist: Auch alltägliche, seelische oder berufliche Probleme können Kreuzschmerzen hervorrufen und deren Verlauf beeinflussen. Deshalb soll Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie vor und während der Behandlung gezielt auf Belastungen im Privatleben und am Arbeitsplatz ansprechen.

Essstörungen bei Diabetes können lebensgefährlich sein

Essstörungen bei Diabetes können lebensgefährlich sein
© weixx - stock.adobe.com

Essstörungen treten bei jungen Patientinnen mit Typ-1-Diabetes zwei- bis dreimal häufiger auf als bei gesunden Frauen. Die Betroffenen hoffen, Gewicht zu verlieren, indem sie zeitweise darauf verzichten, sich Insulin zu spritzen. Damit riskieren sie unumkehrbare Schäden an Nerven und Gefäßen und im schlimmsten Fall sogar ihr Leben. Anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz am 18. Juni in Berlin rufen Diabetes- und Hormonexperten dazu auf, die Kombination dieser beiden Erkrankungen stärker in den Fokus zu rücken. Insbesondere Ärzte und...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"AMD: Mediterrane Ernährung kann Risiko für Altersabhängige Makuladegeneration senken"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden