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Medizin

26. Februar 2020 Ambulante Weiterbildung: Förderprogramm zeigt Wirkung

Ärzte, die Interesse an einer ambulante Weiterbildung zeigen, werden immer jünger. Das ist ein Ergebnis des Evaluationsberichts 2018. Damit ist zu erwarten, dass ärztlicher Nachwuchs perspektivisch früher in die ambulante Versorgung einsteigt. Während das Durchschnittsalter der Ärzte in Weiterbildung (AiW) im allgemeinmedizinischen Bereich 2016 noch 40,3 Jahre betrug, lag es 2018 bei 38,3 Jahren. Die Mediziner in der Weiterbildungsförderung der weiteren Facharztgruppen sind im Durchschnitt 35,2 Jahre alt – ein Jahr jünger als zum Förderstart im Jahr 2016.
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Förderprogramm wirksam

Das vor 4 Jahren im V. Sozialgesetzbuch verankerte erweiterte Förderprogramm Weiterbildung zeigt Wirkung, da die Weiterbildung dadurch umfassender und attraktiver gefördert wurde: Die Zahl der Föderstellen wurde angehoben und der Föderbetrag von 3.500 Euro pro Monat auf 4.800 Euro angehoben.

Kinder- und Jugendmedizin beliebt

In den weiteren Facharztgruppen wurden 2018 insgesamt 1.621 iW (736 Vollzeitstellen) gefördert. Die Verteilung auf die einzelnen Disziplnen schlüsselt sich folgermaßen auf:
 
  • 24% Kinder- und Jugendmedizin,
  • 17% Augenheilkunde,
  • 15% Dermatologie
  • 15% Gynäkologie.
Generell etabliert sich die ambulante Weiterbildung immer mehr, was unter anderem an der hohen Nachfrage nach Förderstellen bei Fachärzten abzulesen ist.

Großteil der AiW weiblich

Rund 72% aller AiW sind weiblich – ein gegenüber den Vorjahren konstanter Wert. Dagegen setzt sich der 2015 einsetzende Trend mit zunehmender Teilzeitbeschäftigung fort: Während 2015 noch 31% in Teilzeit beschäftigt waren, betrug deren Anteil 2018 41%.

Bundesweite Förderung

Sowohl für den ambulanten als auch den stationären Bereich werden bundesweit derzeit mindestens 7.500 allgemeinmedizinische Weiterbildungsstellen gefördert. Weitere 2.000 Stellen stehen jedes Jahr ausschließlich für die ambulante Weiterbildung von Fachärzten anderer Fachgruppen wie Augenheilkunde, Kinder- und Jugendmedizin oder Gynäkologie bereit.

Zuschuss für Ärzte in Weiterbildung

Der monatliche Gehaltszuschuss für Ärzte in Weiterbildung beträgt im ambulanten Bereich je Vollzeitstelle 4.800 Euro und orientiert sich damit an der im Krankenhaus üblichen Vergütung. In der allgemeinmedizinischen Weiterbildung gibt es weitere Zuschüsse, wenn die weiterbildende Praxis in einem unterversorgten Gebiet (500 Euro) oder in einem von Unterversorgung bedrohten Gebiet liegt (250 Euro).

Quelle: KBV


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