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Medizin

21. März 2019 Asthma: Signifikante Verbesserung unter Anti-IL-5-Rezeptor-Antikörper Benralizumab

Analog zum aktuellen Motto des 60. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP), ‘Pneumologie – interdisziplinär und interaktiv’, wurde auch der Anti-IL-5-Rezeptor-Antikörper Benralizumab (Fasenra®) (1) aus verschiedenen Perspektiven betrachtet: Im Rahmen eines Presse-Dialogs (2) boten ein Arzt und eine Patientin eine Retrospektive auf das erste Therapiejahr mit Benralizumab und zogen individuell Bilanz. Insbesondere die gesteigerte Lebensqualität der Patientin durch die Reduktion der Asthma-Symptome stand im Fokus des Interesses.
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Fachinformation
„Mit Benralizumab konnten wir unsere Ambition zur Verbesserung der Therapie des schweren Asthmas in die Tat umsetzen und können Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma seit nunmehr einem Jahr eine nachhaltig wirksame Therapie anbieten“, eröffnete Dr. med. Kai Richter, AstraZeneca Deutschland, die Veranstaltung. „Die ersten Ergebnisse der Langzeitstudie BORA zeigen, dass Therapieeffekte wie beispielsweise die Reduktion der jährlichen Exazerbationsrate längerfristig aufrechterhalten werden können.“

In BORA konnte für Benralizumab-Patienten im zweiten Jahr ihrer Behandlung ein zum ersten Behandlungsjahr vergleichbares Sicherheitsprofil und eine anhaltende Verträglichkeit nachgewiesen werden (3). 74% der Patienten mit einem Ausgangswert der Blut-Eosinophilenzahl von ≥ 300/μL blieben im zweiten Behandlungsjahr mit Benralizumab exazerbationsfrei (3). Auch die zuvor in den Zulassungsstudien SIROCCO4 und CALIMA5 beobachtete Verbesserung der Lungenfunktion konnte erhalten werden (3).

Professor Dr. Marek Lommatzsch vom Universitätsklinikum Rostock betonte ergänzend, dass insbesondere die langfristige Symptombefreiung bei Patienten mit schwerem Asthma wichtig sei. „Wir dürfen nicht vergessen, dass diese Patienten einen extrem hohen Leidensdruck haben und in ihrem Alltag durch die entzündliche Erkrankung sehr eingeschränkt sind“, so der Experte. „Umso wichtiger ist daher der Einsatz von Therapieoptionen wie Benralizumab, da hiermit die Ursache der Entzündung – in diesem Fall die Eosinophilen – adressiert wird.“ Ein positiver Nebeneffekt dieser Biologika-Therapie sei zudem, so Lommatzsch, dass die Gabe oraler Kortikosteroide (OCS), wie in der ZONDA-Studie gezeigt, deutlich gesenkt und in Teilen sogar komplett vermieden werden könne (4). „Nicht unerheblich, wenn man an die schwerwiegenden OCS-Nebenwirkungen denkt“, schloss der Pneumologe.

Sie selbst sei ebenfalls mehrfach mit OCS therapiert worden, erläuterte die aus Halle an der Saale stammende Asthma-Patientin Ramona W. Nach der Diagnose 'schweres unkontrolliertes Asthma' vor einigen Jahren habe sie gemeinsam mit ihrem Arzt mehrere Therapieoptionen wie Inhalativa, OCS und sogar eine Biologika-Therapie mit einem Anti-IgE-Antikörper ausprobiert. Leider immer nur mit mäßigem oder kurzfristigem Erfolg: Die nächtlichen Beschwerden und Hustenanfälle gingen weiterhin einher mit einer schlechten körperlichen Verfassung. Erst unter der neubegonnenen Benralizumab-Therapie seien ihre Symptome abgeklungen und es sei ihr wieder möglich, nachts durchzuschlafen. „Was sich für uns Ärzte in objektiven Zahlen ausdrückt, spiegelt das subjektive Empfinden unserer Patienten wider – das sollte uns immer präsent sein, wenn wir die Entscheidung zur individuellen Therapiewahl treffen“, resümierte Lommatzsch.

Quelle: AstraZeneca

Literatur:

(1) Fachinformation Fasenra®, Stand Januar 2018.
(2) Presse-Dialog „1 Jahr Fasenra®: Therapie des schweren Asthmas in Praxis und Alltag“, 14. März 2019, München.
(3) Busse WW et al. Lancet Respir Med 2019; 7: 46-59.
(4) Nair P et al. N Engl J Med 2017; 376: 2448-2458.


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