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Medizin

15. April 2020
Seite 1/3
COVID-19 und Diabetes: Handlungsempfehlungen für die Praxis

In den letzten 2 Wochen ist die weltweite Mortalitätsrate durch COVID-19 um 2,5% auf 6,3% gestiegen. Auch in Deutschland liegt die zu Beginn der Pandemie sehr niedrige Mortalitätsrate derzeit (Stand 14.04.2020) bei 2,5%. Daher ist es angezeigt, vulnerable Patientengruppen wie Patienten mit diabetologischen Vorerkrankungen besonders in den Blick zu nehmen. Der Diabetologe Dr. Christian Toussaint, Berlin, gab heute Tipps für die Praxis.
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Basistext
Pneumokokken- und Influenza-Impfung bei Diabetes-Patienten

Grundsätzlich empfiehlt Toussaint für Diabetes-Patienten einen aktiven Impfschutz gegen Pneumokokken und Influenza, und das unabhängig von der derzeit grassierenden Pandemie. Außerdem sollten sich behandelnde Ärzte an den Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft orientieren:

Vorgehen bei bestehender Diabetes-Erkrankung

Bei Patienten mit bestehendem Diabetes sollte zur Infektionsprävention grundsätzlich die Notwendigkeit zur Optimierung der Glykämiekontrolle (Plasmaglukose, HbA1c) sowie RR-Monitoring in Betracht gezogen werden. Bei Patienten mit einer Erstmanifestation von Diabetes + COVID-19 und Diabetes-Patienten + COVID-19 hängt das weitere Vorgehen vom Schweregrad der COVID-19-Erkrankung ab. Engmaschig kontrolliert werden sollten auf jeden Fall: Plasmaglukose, Elektrolyte, pH, Anionenlücke, RR-Monitoring und der HbA1c. Bei blandem Verlauf sind orale Antidiabetika (OAD) zu geben, bzw. die bestehende Therapie fortzuführen. Falls eine orale Nahrungsaufnahme nicht möglich ist, sollte eine s.c. Insulintherapie erfolgen. Bei intensivpflichtigen Patienten wird die Insulintherapie i.v. verabreicht.

Cave: Mögliche antidiabetische Effekte von:
 
  • Hydroxychloroquin
  • Camostat
  • rekombinante ACE 2
Cave: Mögliche diabetogene Effekte von:
 
  • Glukokortikoiden
  • antiviraler Medikation
 
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