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Medizin

26. März 2020 COVID-19: Pilotprojekt zur Diagnostik unentdeckter Fälle

Centogen startet ein Pilotprojekt zur Diagnose von unentdeckten COVID-19-Fällen. Das Pilotprojekt in Rostock soll als Blaupause für ein mögliches deutschlandweites Verfahren dienen. Ziel ist es, 10.000-20.000 Tests pro Tag durchzuführen.
 
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Fachinformation
Centogene hat ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, um lokale und nationale Behörden bei der Diagnose beziehungsweise dem Ausschluss von COVID-19-Fällen zu unterstützen. In diesem Zusammenhang testet CENTOGENE zunächst regional und im weiteren Verlauf auch deutschlandweit infrastrukturrelevante Mitarbeiter von Organisationen wie Rettungsdiensten, Feuerwehren und Polizei sowie Mitarbeiter aus risikohohen Bereichen des Gesundheitswesens. Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit durch einen negativen Test sicherzustellen bzw. die Virusverbreitung von positiv Getesteten zu verhindern. Die Analyse der Infektionszahlen anderer Länder wie etwa Südkorea, Taiwan und Singapur zeigt, dass vor allem das breite Testen auf Covid-19-Infektionen auch bei asymptomatischen Bürgern dazu beigetragen hat, dass diese Länder verhältnismäßig gering betroffen sind.

Breites Testen ermöglicht faktenbasierte Entscheidungen und regional adaptierte Lösungen

„Als in Deutschland angesiedeltes Unternehmen verstehen wir es als unsere gesellschaftspolitische Aufgabe, unsere weltweite Expertise in der Diagnostik genetischer Erkrankungen nun auch in den Dienst der Diagnostik von COVID-19 zu stellen“, sagte Prof. Dr. Arndt Rolfs, Centogene. „Das umfangreiche Testen systemrelevanter Berufsgruppen sowie von Mitarbeitern des Gesundheitswesens ist enorm wichtig, um Infektionsketten wirkungsvoll zu unterbrechen, damit unser Land funktionsfähig bleibt.“
Derzeit werden nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung täglich ca. 12.000-20.000 Tests durchgeführt, der tatsächliche Bedarf ist vermutlich jedoch ca. 30-mal so hoch. Die derzeitigen Testungen reichen nach Ansicht Prof. Rolfs nicht aus, um valide Daten für weitergehende Entscheidungen zu erheben. Er empfiehlt die flächendeckende Testung von Hochrisikopatienten, Menschen im Alter von über 70 Jahren oder mit relevanten Vorerkrankungen sowie von deren Kontaktpersonen wie Pflegepersonal, und deren gezielte Überwachung, um unsere Bevölkerung effektiv gegen die Folgen der Infektion zu schützen.

Pilotprojekt als Blaupause für deutschlandweites Verfahren?

In enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung und dem Führungsstab der Hansestadt Rostock sowie der Universitätsmedizin Rostock bietet Centogene daher zunächst täglich über 1.000 Covid-19-Analysen für Mitarbeiter aus infrastrukturrelevanten Bereichen der öffentlichen Organisationen an. Das Unternehmen strebt an, ab Anfang April 2020 die Testkapazität auf bis zu 5.000-10.000 Tests pro Tag zu erhöhen. So führt Rolfs weiter aus: „Man sollte nicht nur darauf setzen, von Herstellern zugelassene und meist teure Testkits geliefert zu bekommen, denn die sind derzeit weltweit äußerst knapp. Wir sollten akkreditierten und zertifizierten Laboren – in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden – die Möglichkeit geben, selbst aus den Kernkomponenten heraus entwickelte COVID-19-Tests zu validieren und anzubieten. Die notwendigen Schritte müssen direkt im Labor zertifiziert und durch die jeweils zuständigen Behörden überwacht werden.“

Eigenständig durchführbarer Rachenabstrich

Das Testverfahren erfolgt mit Hilfe eines Rachenabstrichs, den die Patienten unter Anleitung selbst vornehmen können. Die Proben werden an Abnahmestellen gesammelt und anschließend an das Labor in Rostock verschickt. Das dortige Testsystem beruht auf einem validierten Verfahren entsprechend des WHO-Charité-Systems und weist die RNA-Erbsubstanz des Virus nach. Ein Befund liegt meist innerhalb von 8-12 Stunden vor, positive Ergebnisse werden durch eine zweite, unabhängige Methode validiert. Anschließend wird gemäß den Vorgaben das zuständige Gesundheitsamt über ein positives Testergebnis informiert.

Quelle: Centogene


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