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Medizin

13. Februar 2020 Clostridium difficile: Übertragung auch außerhalb von Krankenhäusern

Clostridium difficile wird für die Mehrzahl von Darminfektionen in Krankenhäusern verantwortlich gemacht. Eine durch längerfristige Gabe von Breitband-Antibiotika geschädigte Darmflora gilt dabei als größter Risikofaktor für die Ansteckung mit C. difficile. Aktuelle Ergebnisse deuten allerdings darauf hin, dass C. difficile wesentlich häufiger und nach jeder Darmerkrankung auftreten und zudem über viele Monate hinweg wieder aufflammen kann.
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Einer Studie zufolge ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass Clostridium difficile v.a. auch außerhalb von Spitälern übertragen wird. Ein internationales Forschungsteam um Martin Polz vom Massachusetts Institute of Technology und der Universität Wien nutzte dazu öffentlich verfügbare Sequenzierungsdaten und analysierte das bisherige Vorkommen.

Verbreitung von C. difficile

So konnte Clostridium difficile auch unmittelbar nach der Genesung von einer Lebensmittelvergiftung nachgewiesen werden, und es zeigte sich zudem, dass Träger des Erregers über Jahre hinweg infiziert blieben, wobei Episoden, in denen die Bakterien über mehrere Tage hinweg nicht nachweisbar waren, mit solchen abwechselten, in denen es über wenige Tage zur starken Verbreitung von C. difficile kam. Die Beobachtungen legen nahe, dass Clostridium difficile den Organismus erst in den Tagen unmittelbar nach der Erkrankung besiedelt. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass das Risiko einer Clostridium difficile-Infektion kurz nach akuten Durchfallerkrankungen am höchsten ist. Dies könnte ein wichtiges Zeitfenster sein, um die Übertragung der Infektion zu unterbrechen und die Verbreitung einzudämmen.

Quelle: Universität Wien

Literatur:

VanInsberghe, D., Elsherbini, J., Varian, B., Poutahidis, T., Erdman, S., Polz, M.F., Diarrheal events can trigger long-term Clostridium difficile colonization with recurrent blooms. Nature Microbiology.
DOI: 10.1038/s41564-020-0668-2


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