Freitag, 29. Mai 2020
Navigation öffnen

Medizin

30. März 2020 Coronavirus in Bayern: Söder zieht Bilanz

Heute Mittag zog der bayerische Ministerpräsident in einer Pressekonferenz eine erste Bilanz der seit dem 16. März geltenden Maßnahmen: Aktuell verdoppele sich die Zahl der Infizierten alle 5-6 Tage, vor den Ausgangsbeschränkungen sei eine Verdoppelung alle 2,8 Tage erkennbar gewesen. Da die Lage aber weiterhin „sehr, sehr enrst“ sei, sieht Söder keinen Anlass für einen vorzeitigen Exit und verlängert die bestehenden Ausgangsbeschränkungen bis einschließlich 19. April 2020.
Anzeige:
Verhältnismäßigkeit bewahren

Eine dieser Tage viel diskutierte Exit-Strategie hält Söder derzeit für übereilt. Zwar sei eine leichte Abflachung der Kurve bei den Infizierten erkennbar, eine Lockerung sei aber erst in Sicht, wenn sich der Zeitraum für die Verdoppelung der Infizierten von aktuell 5-6 Tagen auf 10 Tage verlängert habe.
Der Schutz von Leib und Leben habe derzeit oberste Priorität. Trotzdem dürfe man aber die Verhältnismäßigkeit nicht aus den Augen verlieren. Aus diesem Grund sei die Entscheidung gefallen, die Maßnahmen nicht weiter zu verschärfen, sondern nur zu verlängern. Gleichzeitig warnte Söder davor „Sorglosigkeiten walten zu lassen. Ich appelliere an jeden Einzelnen, sich vernünftig zu verhalten“.
Dennoch drängt die Frage nach dem Ende der Maßnahmen täglich mehr.

Fallzahlen für Bayern

Söder stellte die aktuelle Zahl an auf COVID-19 zurückzuführende Todesfälle vor: Bislang sind in Bayern 133 Tote zu verzeichen; 90% von ihnen waren 60 Jahre oder älter; bei jüngeren Menchen bestanden massive Vorerkrankungen.

Erhöhung der intensivmedizinischen Kapazitäten

Zur Versorgung der Corona-Patienten in Bayern will der Freistaat seine Klinik-Kapazitäten mit Hilfskrankenhäusern deutlich erhöhen. Der Plan sehe den Neuaufbau oder die Reaktivierung von bis zu 26 Kliniken vor. Der Transport neu eingekaufter Atemschutzmasken wird polizeilich begleitet. Außerdem werden weitere Vorbereitungen getroffen, die Kapazitäten der Intensivstationen zu erweitern.

Gefährliche Eile bei Impfstoffen

Als besorgniserregend kann die Aussage Söders, dass die üblichen Entwicklungszeiten für Impfstoffe in der aktuellen Situation nicht mehr gelten würden, eingeschätzt werden. Erst vor wenigen Wochen stand das Pharmaunternehmen Moderna in der Kritik, weil es mit einem neuen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 direkt in die klinische Phase eintrat, ohne das Vakzin zuvor im Tiermodell zu testen. Lesen Sie hierzu auch: SARS-CoV-2: Erste Versuchsperson erhält Impfstoff mRNA-1273

SM

Quelle: BR24


Anzeige:
Fachinformation

Das könnte Sie auch interessieren

Mit achtsamer Lebensweise Burn-out vorbeugen

Mit achtsamer Lebensweise Burn-out vorbeugen
© natalialeb - stock.adobe.com

Nach einer Studie des Lebensversicherungskonzerns Swiss Life lag der Personalausfall im Jahr 2018 zu 37 Prozent an Krankheiten bedingt durch psychische Belastung am Arbeitsplatz. Zu den häufigsten Gründen der Krankmeldungen zählten Burn-out und Depressionen. „Menschen leben heute in einer Welt von stetiger Erreichbarkeit. Auch am späten Abend nach der eigentlichen Arbeitszeit, am Wochenende oder sogar im Urlaub erreichen sie E-Mails oder Anrufe, sodass sie nicht zur Ruhe kommen. Deshalb fühlen sich immer mehr Menschen körperlich sowie emotional...

Forsa-Umfrage belegt: Mediennutzung nimmt durch Schulschließungen zu

Forsa-Umfrage belegt: Mediennutzung nimmt durch Schulschließungen zu
© vege / Fotolia.com

Morgens länger schlafen und nicht zur Schule gehen, Hausaufgaben im Kinderzimmer oder am Küchentisch erledigen, Mama und Papa im Homeoffice, kein Besuch von Oma und Opa: Das Corona-Virus wirbelt in diesen Wochen den Familienalltag gehörig durcheinander. Hinzu kommt, dass Medien auf Kinder derzeit noch mehr als sonst magische Anziehungskräfte ausüben. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse berichten nahezu alle Eltern (95 %), dass ihr Kind zwischen 6 und 18 Jahren PC, Smartphone und Co. während der...

Nur einnehmen, was wirklich benötigt wird: Die erste Untersuchung vor der OP gilt dem Medikationsplan

Nur einnehmen, was wirklich benötigt wird: Die erste Untersuchung vor der OP gilt dem Medikationsplan
© irissca - stock.adobe.com

„Apotheker-Arzneimittelgespräch“ mag ein schwieriges und langes Wort sein – als Instrument, die Sicherheit der Patienten des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) zu erhöhen, ist es jede Silbe wert. Wer als UKL-Patient vor einer geplanten chirurgischen Operation steht oder eine Augen-OP erhält, führt zuvor ein vertrauensvolles Gespräch mit einem Klinikapotheker über seinen Medikationsplan. Die pharmazeutischen Experten des UKL kontrollieren und analysieren die Liste der einzunehmenden Arzneimittel und korrigieren an den nötigen Stellen.

Faktencheck: Welchen Nutzen haben Vitamin-D-, Vitamin-E- und Selen-Präparate?

Faktencheck: Welchen Nutzen haben Vitamin-D-, Vitamin-E- und Selen-Präparate?
© mayakova / Fotolia.com

Jede vierte deutsche Frau und etwa jeder fünfte deutsche Mann nehmen Präparate zur Nahrungsergänzung. Im Zeitraum April 2015 bis März 2016 wurden insgesamt 177 Millionen Verpackungen verkauft.1 Doch schützt die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln tatsächlich vor Krankheiten? Die AOK Hessen hat Fakten zu Nutzen und Risiken von Nahrungsergänzungsmitteln übersichtlich zusammengestellt.

Mittelmeerdiät ist gesund – auch fernab mediterraner Gefilde

Mittelmeerdiät ist gesund – auch fernab mediterraner Gefilde
© Daniel Vincek / fotolia.com

Neue Analysen der EPIC-Potsdam-Studie zeigen, dass eine mediterrane Kost auch außerhalb des Mittelmeerraums das Risiko für Typ-2-Diabetes senken kann. Zudem können Menschen mit Gemüse, Obst, Olivenöl und Co wahrscheinlich zusätzlich ihr Herzinfarkt-Risiko verringern. Die Ergebnisse zum Zusammenhang von regionalen Diäten und chronischen Erkrankungen haben DIfE-Wissenschaftler im Rahmen des Kompetenzclusters NutriAct jetzt im Fachblatt BMC Medicine publiziert.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Coronavirus in Bayern: Söder zieht Bilanz"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Auch Bayern lockert „Corona“-Beschränkungen – Ab dem 15. Juni sollen auch in Bayern unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln Kinos und Theater wieder öffnen (dpa, 26.05.2020).
  • Auch Bayern lockert „Corona“-Beschränkungen – Ab dem 15. Juni sollen auch in Bayern unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln Kinos und Theater wieder öffnen (dpa, 26.05.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden