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Medizin

22. März 2019 Diabetes: Patienten-Schulungen sichern Therapieerfolg

Die Behandlung mit Basalinsulin ist ein etablierter und bewährter Baustein der Diabetes-Therapie. Eine aktuelle Umfrage gibt Einblick, wie diese heute von Hausärzten und Diabetologen in der Praxis eingesetzt und bewertet wird. Ein großen Stellenwert bei der Sicherung des Therapieerfolgs wird der Schulung der Patienten und gutem Schulungsmaterial zugemessen (1).
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Gerade bei breit eingesetzten Behandlungsformen wie der Diabetes-Therapie mit Basalinsulin ist es für Ärzte oft interessant zu erfahren, wie diese Therapie bei ihren Kollegen in der Praxis gehandhabt wird. Welche Erfahrungen werden mit Basalinsulinen gemacht und wie wird der Therapieerfolg gesichert? Gibt es in dieser Hinsicht Unterschiede zwischen Diabetologen und Hausärzten? Um diese und andere Fragen genauer zu beleuchten, haben Lilly und Boehringer Ingelheim eine Online-Umfrage in Kooperation mit DocCheck durchgeführt. Die beiden Unternehmen bieten mit Insulin glargin (Abasaglar®) ein modernes Basalinsulin an, das einfach anzuwenden ist und mit der 1x täglichen Gabe flexibel in den Alltag integriert werden kann (2).

Applikation in den Abendstunden

An der Umfrage nahmen insgesamt 158 Ärzte teil, davon 86 Diabetologen und 72 Hausärzte mit diabetologischem Schwerpunkt (1). Die Auswertungen zeigen, dass Basalinsulin bei den meisten Ärzten zur Applikation in den Abendstunden empfohlen wird, da sich dies besonders günstig auf die Blutglukosewerte auswirkt und sich auch bei den meisten Patienten am besten in den Tagesrhythmus einfügt.

Gewichtszunahme meist gering

Patienten befürchten häufig durch eine Insulintherapie zuzunehmen. Die praktischen Erfahrungen der Umfrageteilnehmer deuten jedoch darauf hin, dass sich die Gewichtszunahme nach der Umstellung auf ein Basalinsulin in Grenzen hält. 52% der Diabetologen und 44% der Hausärzte haben bei ihren Patienten allenfalls eine geringe Gewichtszunahme beobachtet. Ein Teil (19% der Diabetologen und 32% der Hausärzte) verzeichnete gar keinen Anstieg des Gewichts bei den Patienten. Nur ein Viertel der Ärzte hatte eine moderate Gewichtszunahme bei den Patienten festgestellt.

Adhärenz zufriedenstellend

Wie wird die Therapie von den Patienten angenommen und befolgt? Die Mehrzahl der Umfrage-Teilnehmer war mit der Therapietreue ihrer Patienten im Wesentlichen zufrieden. Hier kommen Diabetologen und Hausärzte zu einer ähnlichen Einschätzung. Insgesamt 63% der Ärzte schätzten die Adhärenz als ausreichend ein, 28% bescheinigten ihren Patienten sogar eine gute Therapietreue. Nur 9% sagten, dass diese ausbaufähig sei, von einer schlechten Adhärenz sprachen weniger als 1%.

Insulin-Schulungen von großer Bedeutung

Was unternehmen Ärzte, um den Erfolg der Therapie mit Basalinsulin zu sichern? Hier sind Schulungen der Patienten zur Insulintherapie von großer Bedeutung. Diese werden von nahezu allen Ärzten angeboten, so dass heute kaum noch ein Patient ohne gründliche Vorbereitung in seine Insulintherapie startet. Als wichtigstes Schulungsthema wurde von den Ärzten der Umgang mit Hypoglykämien genannt, dicht gefolgt von einer korrekten Umsetzung der Insulintherapie und der richtigen Injektionstechnik. Während die Schulung in 73% der diabetologischen Praxen von einer Diabetesberaterin übernommen wird, nehmen 57% der Hausärzte trotz ihres begrenzten Zeitbudgets die Schulung selbst vor. Jeweils ein Drittel der Hausärzte beauftragt damit das Praxispersonal oder eine spezialisierte Fachkraft (hier waren Mehrfachnennungen möglich). So ist es wenig überraschend, dass sich viele Ärzte zur Unterstützung Informationsmaterial wünschen, das sie an ihre Patienten weitergeben können. Als Inhalte wurden hier vor allem Anleitungen zur Spritztechnik, Informationen über die Insulinwirkung und Ernährungstipps gewünscht.

Einstellungsmappe

Eine kompakte Mappe mit Infomaterialien für Patienten, die neu auf das Basalinsulin Insulin glargin eingestellt werden, haben die Unternehmen Lilly und Boehringer Ingelheim zusammengestellt. Sie enthält neben einer Informationsbroschüre mit nützlichen Hinweisen auch ein Tagebuch zum Eintragen der Blutzuckerwerte und eine Anleitung zur richtigen Injektionstechnik. Daneben bietet sie Einsteckmöglichkeiten für Pens und Nadeln, so dass Patienten immer alles griffbereit haben.
 

Quelle: Boehringer Ingelheim / Lilly

Literatur:

(1) DocCheck Research, Lilly, Data on File.
(2) Abasaglar® Fachinformation. Stand Februar 2018.


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