Donnerstag, 25. April 2019
Navigation öffnen

Medizin

22. März 2019 Diabetes: Patienten-Schulungen sichern Therapieerfolg

Die Behandlung mit Basalinsulin ist ein etablierter und bewährter Baustein der Diabetes-Therapie. Eine aktuelle Umfrage gibt Einblick, wie diese heute von Hausärzten und Diabetologen in der Praxis eingesetzt und bewertet wird. Ein großen Stellenwert bei der Sicherung des Therapieerfolgs wird der Schulung der Patienten und gutem Schulungsmaterial zugemessen (1).
Anzeige:
Fachinformation
Gerade bei breit eingesetzten Behandlungsformen wie der Diabetes-Therapie mit Basalinsulin ist es für Ärzte oft interessant zu erfahren, wie diese Therapie bei ihren Kollegen in der Praxis gehandhabt wird. Welche Erfahrungen werden mit Basalinsulinen gemacht und wie wird der Therapieerfolg gesichert? Gibt es in dieser Hinsicht Unterschiede zwischen Diabetologen und Hausärzten? Um diese und andere Fragen genauer zu beleuchten, haben Lilly und Boehringer Ingelheim eine Online-Umfrage in Kooperation mit DocCheck durchgeführt. Die beiden Unternehmen bieten mit Insulin glargin (Abasaglar®) ein modernes Basalinsulin an, das einfach anzuwenden ist und mit der 1x täglichen Gabe flexibel in den Alltag integriert werden kann (2).

Applikation in den Abendstunden

An der Umfrage nahmen insgesamt 158 Ärzte teil, davon 86 Diabetologen und 72 Hausärzte mit diabetologischem Schwerpunkt (1). Die Auswertungen zeigen, dass Basalinsulin bei den meisten Ärzten zur Applikation in den Abendstunden empfohlen wird, da sich dies besonders günstig auf die Blutglukosewerte auswirkt und sich auch bei den meisten Patienten am besten in den Tagesrhythmus einfügt.

Gewichtszunahme meist gering

Patienten befürchten häufig durch eine Insulintherapie zuzunehmen. Die praktischen Erfahrungen der Umfrageteilnehmer deuten jedoch darauf hin, dass sich die Gewichtszunahme nach der Umstellung auf ein Basalinsulin in Grenzen hält. 52% der Diabetologen und 44% der Hausärzte haben bei ihren Patienten allenfalls eine geringe Gewichtszunahme beobachtet. Ein Teil (19% der Diabetologen und 32% der Hausärzte) verzeichnete gar keinen Anstieg des Gewichts bei den Patienten. Nur ein Viertel der Ärzte hatte eine moderate Gewichtszunahme bei den Patienten festgestellt.

Adhärenz zufriedenstellend

Wie wird die Therapie von den Patienten angenommen und befolgt? Die Mehrzahl der Umfrage-Teilnehmer war mit der Therapietreue ihrer Patienten im Wesentlichen zufrieden. Hier kommen Diabetologen und Hausärzte zu einer ähnlichen Einschätzung. Insgesamt 63% der Ärzte schätzten die Adhärenz als ausreichend ein, 28% bescheinigten ihren Patienten sogar eine gute Therapietreue. Nur 9% sagten, dass diese ausbaufähig sei, von einer schlechten Adhärenz sprachen weniger als 1%.

Insulin-Schulungen von großer Bedeutung

Was unternehmen Ärzte, um den Erfolg der Therapie mit Basalinsulin zu sichern? Hier sind Schulungen der Patienten zur Insulintherapie von großer Bedeutung. Diese werden von nahezu allen Ärzten angeboten, so dass heute kaum noch ein Patient ohne gründliche Vorbereitung in seine Insulintherapie startet. Als wichtigstes Schulungsthema wurde von den Ärzten der Umgang mit Hypoglykämien genannt, dicht gefolgt von einer korrekten Umsetzung der Insulintherapie und der richtigen Injektionstechnik. Während die Schulung in 73% der diabetologischen Praxen von einer Diabetesberaterin übernommen wird, nehmen 57% der Hausärzte trotz ihres begrenzten Zeitbudgets die Schulung selbst vor. Jeweils ein Drittel der Hausärzte beauftragt damit das Praxispersonal oder eine spezialisierte Fachkraft (hier waren Mehrfachnennungen möglich). So ist es wenig überraschend, dass sich viele Ärzte zur Unterstützung Informationsmaterial wünschen, das sie an ihre Patienten weitergeben können. Als Inhalte wurden hier vor allem Anleitungen zur Spritztechnik, Informationen über die Insulinwirkung und Ernährungstipps gewünscht.

Einstellungsmappe

Eine kompakte Mappe mit Infomaterialien für Patienten, die neu auf das Basalinsulin Insulin glargin eingestellt werden, haben die Unternehmen Lilly und Boehringer Ingelheim zusammengestellt. Sie enthält neben einer Informationsbroschüre mit nützlichen Hinweisen auch ein Tagebuch zum Eintragen der Blutzuckerwerte und eine Anleitung zur richtigen Injektionstechnik. Daneben bietet sie Einsteckmöglichkeiten für Pens und Nadeln, so dass Patienten immer alles griffbereit haben.
 

Quelle: Boehringer Ingelheim / Lilly

Literatur:

(1) DocCheck Research, Lilly, Data on File.
(2) Abasaglar® Fachinformation. Stand Februar 2018.


Das könnte Sie auch interessieren

Wissen ist das beste Beruhigungsmittel – Das Blog zur Migräne- und Kopfschmerz-App M-sense

Wissen ist das beste Beruhigungsmittel – Das Blog zur Migräne- und Kopfschmerz-App M-sense
© Newsenselab GmbH

Nur wer die wesentlichen Vorgänge von Migräne- und Kopfschmerz-Attacken in seinem Körper versteht, erlangt genug Orientierung und Kompetenz im Umgang mit seiner Krankheit. Darum haben wir von der Migräne und Kopfschmerz-App M-sense ein Blog gestartet, in dem wir unsere Expertise teilen und diskutieren: von aktuellen Studien bis zur weiterführenden Link-Sammlung, von Erfahrungen, Rückschlägen und Hilfe. Doch vor allem möchten wir hier Wissen, Kompetenz und Verständnis vermitteln. Die M-sense-Nutzer sollen ebenfalls zu Wort kommen,...

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt
© Darren Baker / Fotolia.com

Naturheilmittel oder neuer Trend der Bio-Welle? 94 Prozent der Deutschen können mit dem Begriff Biopharmazeutika nichts anfangen (1). Oftmals werden hinter dem Begriff Naturheilmittel vermutet. Dabei handelt es sich um Arzneimittel, die biotechnisch hergestellt oder aus gentechnisch veränderten Organismen gewonnen werden und mit dem Ziel der Bekämpfung einer Krankheit in die Vorgänge des Körpers eingreifen. Insulin ist ein bekanntes Beispiel. Wem das erklärt wird, der ist gerne zur Einnahme eines solchen Arzneimittels bereit. Das sind Ergebnisse einer...

Diabetes geht auch auf die Knochen: Osteoporose vorbeugen, Brüche vermeiden

Diabetes geht auch auf die Knochen: Osteoporose vorbeugen, Brüche vermeiden
© lev dolgachov / Fotolia.com

Die Osteoporose ist in Deutschland weit verbreitet: Etwa 6,3 Millionen sind davon betroffen. Die Techniker Krankenkasse fand im Jahr 2009 bei nahezu einem Viertel der über 50-jährigen Frauen in Deutschland einen Osteoporose-bedingten Knochenbruch oder knochenstabilisierende Medikamente. Auch Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 haben ein erhöhtes Osteoporoserisiko und dadurch auch für Knochenbrüche. Diese können Folgeerkrankungen wie Immobilität, Lungenentzündungen oder Langzeitbehinderung nach sich ziehen. Folgeerkrankungen sind mit erheblichen...

Die wichtigsten Tipps zur Grippe-Impfung

Die wichtigsten Tipps zur Grippe-Impfung
© Konstantin Yuganov / fotolia.com

Es geht wieder los: Die Grippe-Zeit beginnt! Insbesondere ältere Patienten sind durch Influenza-Viren gefährdet. Aber auch Schwangere, Kinder und Pflegepersonal sind besonders betroffen. Deswegen raten Experten jetzt zur gezielten Grippeschutzimpfung. „Für ältere Menschen eignen sich insbesondere die sogenannten tetravalenten Impfstoffe, die nun auch von den Krankenkassen bezahlt werden“, sagt Dr. Andreas Leischker (Foto), Impfexperte der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie des Alexianer-Krankenhauses...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Diabetes: Patienten-Schulungen sichern Therapieerfolg "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.