Donnerstag, 22. August 2019
Navigation öffnen

Medizin

10. Juli 2019 Digitalisierung: Update zu geplanten Neuerungen im Bereich Praxis und Patientenversorgung

Die Bundesregierung plant einen Durchbruch in der Digitalisierung. www.journalmed.de hat für Sie die wichtigsten Neuerungen im Bereich Praxis und Patientenversorgung zusammengefasst.
Anzeige:
Fachinformation
Gesundheits-Apps

Sofern Sie als Arzt dafür ein Rezept ausstellen, soll Ihr Patient eine App von der Krankenkasse bezahlt bekommen. Beispiele hierfür sind Apps, die den Patienten bei der regelmäßigen Medikamenteneinnahme unterstützen oder ihm ein digitales Tagebuch zum Eintragen der Blutzuckerwerte bieten.
Die Zulassung muss vorab vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf Qualität und Datenschutz geprüft werden.

Telemedizin

Vor etwas mehr als einem Jahr wurde das Berufsrecht für Fernbehandlungen gelockert. Künftig sollen Patienten nun auch leichter Praxen ausfindig machen können, die Videosprechstunden anbieten. Darüber können und sollen Sie als Mediziner auf Ihrer Internetseite informieren. Einwilligungen und eine Aufklärung der Patienten sollen auch im Rahmen der Videosprechstunde möglich werden und nicht mehr nur persönlich vor Ort oder schriftlich.

Datenautobahn 

Ein neuralgischer Punkt ist weiterhin der stockende Aufbau einer Datenautobahn, die einmal alle Gesundheitsakteure mit hohen Sicherheitsvorkehrungen vernetzen soll. Neben den Arztpraxen sollen nun die Apotheken verpflichtet werden, sich bis Ende September 2020 anzuschließen und Krankenhäuser bis Januar 2021. Hebammen und Physiotherapeuten sollen es freiwillig tun können. Weiter erhöht wird demnach auch der Druck auf hartnäckige „Offliner“. In Kürze dürften zwei Drittel der knapp 180.000 Praxen von Ärzten und Zahnärzten angeschlossen sein. Den übrigen stehen bereits Honorarkürzungen von 1% ins Haus – ab März 2020 sollen es 2,5% sein.

Weniger Papier

Damit Ärzte mehr Befunde elektronisch verschicken, soll es eine höhere Vergütung von der Kasse dafür geben – und für den Faxversand deutlich
weniger Geld als die bisher üblichen 55 Cent. Erleichtert werden soll auch der fachliche Austausch unter Arztkollegen auf digitalem Weg.

E-Patientenakte

Digitale Patientenakten sollen nicht nur angeboten, sondern auch mit Inhalten bestückt werden. Ursprünglich geplante Regelungen
werden hierfür in ein eigenes „Datenschutzgesetz“ ausgelagert, das voraussichtlich im Herbst 2019 vorgelegt werden soll. Der Zeitplan für die Akte bis 2021 gilt aber weiterhin.

Quelle: dpa


Das könnte Sie auch interessieren

12. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 34. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG)

12. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)  34. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG)
© Racle Fotodesign / fotolia.com

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, pro Woche mindestens 2,5 Stunden an mäßig anstrengender Ausdaueraktivität sowie an mindestens zwei Tagen in der Woche muskelkräftigende Aktivitäten auszuführen. Laut Daten des Robert Koch-Instituts erreicht nur etwa ein Fünftel der Frauen (20,5%) und ein Viertel der Männer (24,7%) in Deutschland beide Empfehlungen. Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung bewegt sich weniger als 2,5 Stunden pro Woche (1). Doch regelmäßige Bewegung schützt nicht nur vor Übergewicht...

Herzrhythmusstörungen: Wann Herzstolpern gefährlich wird

Herzrhythmusstörungen: Wann Herzstolpern gefährlich wird
© psdesign1 - stock.adobe.com

Schlägt das Herz unregelmäßig und „stolpert“, sprechen Herzmediziner von Palpitationen. Das Stolperherz umfasst verschiedene Herzrhythmusstörungen, die ohne Vorwarnung auftreten können. Schlägt das Herz plötzlich anders als gewohnt, wird das von den meisten als beängstigend empfunden. „Ist mein Herz in Gefahr?“, fragen sich Betroffene, wenn kräftiges Herzklopfen, Herzrasen oder Aussetzer des Herzschlags wie aus dem Nichts kommen. „Herzstolpern beschreibt das unangenehme Wahrnehmen des Herzschlags, der...

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Laut einer aktuellen GfK-Umfrage hat mehr als die Hälfte aller Deutschen mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen. Die von der Medserena AG beauftragte GfK-Umfrage zeigt, dass 34,5 Prozent aller Deutschen an bis zu sieben Tagen im Jahr aufgrund von Rückenschmerzen nicht ihren alltäglichen Aufgaben nachgehen. Betrachtet man die befragten Berufsgruppen genauer, so liegt der höchste Anteil bei den Angestellten (36,7 Prozent). Das verursacht Jahr für Jahr einen hohen wirtschaftlichen Schaden für die Arbeitgeber. Nur durch verbesserte medizinische...

Lymphknoten–Transplantation: Hilfe bei Lymphödemen

Lymphknoten–Transplantation: Hilfe bei Lymphödemen
© pixologic / fotolia.com

Neues Verfahren bietet erstmals Heilungschance bei Lymphstauungen. Vor allem Krebspatienten haben darunter zu leiden: Zwar ist der Krebs erfolgreich behandelt, doch zurück bleiben Folgen wie beispielsweise Lymphstauungen an Armen und Beinen. Meist handelt es sich um geschwollene, schmerzende Extremitäten, in denen die Lymphflüssigkeit nicht mehr abfließen kann, weil das feine System der dafür nötigen Kanäle beschädigt wurde. Bisher konnten nur die Symptome gelindert werden, oft eine unbefriedigende und lebenslang leidvolle Situation für die...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Digitalisierung: Update zu geplanten Neuerungen im Bereich Praxis und Patientenversorgung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.