Donnerstag, 20. Juni 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

20. März 2019 Finanzierung

Um die Kosten für ein Medizinstudium zu decken, bestehen vielfältige Möglichkeiten: BAfög, Stipendien, Studienkredite und Nebenjobs.
BAfög

Bafög ist die Abkürzung für Bundesausbildungsförderungsgesetz und kann unter bestimmten Voraussetzungen von Studierenden in Anspruch genommen werden. Die Förderung erfolgt vom Staat, um, unabhängig von der wirtschaftlichen und sozialen Situation, ein Studium zu absolvieren. Allerdings gibt es Kriterien, die erfüllt werden müssen: Zum Beispiel besteht eine Altersgrenze, die, abgesehen von Ausnahmefällen, bei 30 Jahren liegt. Die Höhe der monatlichen Förderung wird individuell berechnet, hängt aber zum Großteil vom Einkommen der Eltern ab. Auch persönliches Einkommen und Rücklagen, sofern vorhanden, werden berücksichtigt. Elternunabhängiges BAfög wird in Einzelfällen gewehrt, zum Beispiel, wenn der Aufenthaltsort der Eltern unbekannt ist.

Anhand dieser Kriterien wird eine individuelle Förderhöhe berechnet, die maximal EUR 735 beträgt. Regelmäßige Leistungsnachweise müssen erbracht werden, um eine lückenlose Förderung zu erhalten. Die Dauer der Förderung erstreckt sich auf die Regelstudienzeit.

Nach dem Studium muss das BAfög zurückgezahlt werden, allerdings nur zur Hälfte. Die Rückzahlung erfolgt 5 Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer, Ratenzahlungen sind möglich.

Der Antrag ist beim Studentenwerk der Universität zu stellen. Alle Antragsformulare finden sich auf der Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
 
Stipendien

In Deutschland gibt es zahlreiche Stipendien für Medizinstudenten, zum Beispiel von Kliniken oder kassenärztlichen Vereinigungen. In der Regel werden vom Stipendiengeber ein Lebenslauf, ein Motivationsschreiben und gegebenenfalls bisherige Leistungsnachweise verlangt. Darüber hinaus legen die Stipendiengeber nicht nur Wert auf überdurchschnittliche Leistungen, sondern auch besonderes Engagement – das kann von ehrenamtlicher Tätigkeit im Tierheim, über politische Gestaltung, bis hin zu organisatorischen Tätigkeiten alles umfassen, was unter „sozialem Engagement“ zu subsumieren ist.

Die Höhe der Förderung schwankt sehr stark, kann aber im Einzelfall bis zu EUR 1.000 pro Monat betragen.

Informationen zu den einzelnen Stipendiengebern können bei der Studienberatung der Universität eingeholt werden.
 
Nebenjobs

Der Großteil der Studierenden übt einen Nebenjob aus, um neben dem Studium zusätzliches Geld zu verdienen: Kellnern, Nachhilfe oder Aushilfe in Supermärkten sind beliebte Nebentätigkeiten.

Durch das im Medizinstudium erworbene Fachwissen, stehen den Medizinstudierenden darüber hinaus weitere Optionen zur Verfügung, zum Beispiel:
  • Aushilfe im Krankenhaus: Diese Tätigkeit ermöglicht eine vergleichsweise freie Gestaltung der Arbeitszeiten und zudem den Erwerb von praktischem Wissen. Der Verdienst ist aber relativ gering – in der Regel wird nur der Mindestlohn gezahlt.
     
  • Studentische Hilfskraft: Je nach betreuendem Professor können hier reine Hilfsarbeiten wie Kopieren anfallen, andere fördern ihre Hilfskräfte aber auch fachlich. In jedem Fall aber können am Lehrstuhl wichtige Kontakte geknüpft werden, die bei späteren Praktika oder den ersten Schritten im Berufsleben sehr hilfreich sein können. Der Lohn variiert und hängt vom Bundesland sowie den Qualifikationen der Hilfskraft ab, sodass keine allgemeingültigen Aussagen über den Stundenlohn getroffen werden können.
     
  • Präparationsassistenz: Wer über gute anatomische Kenntnisse verfügt und keine Berührungsängste gegenüber menschlichen Leichen hat, kann als „Präpassi“ zusätzliches Geld verdienen. Außerdem kann man dabei seine medizinschen Kenntnisse vertiefen und erweitern. Allerdings kommt es oft zu zeitlichen Engpässen und im schlimmsten Fall sogar zu Überschneidungen mit dem eigenen Stundenplan. Eine gute zeitliche Organisation ist also gefragt. Der Stundenlohn liegt an den meisten Universitäten über dem Mindestlohn.
     
  • Bibliotheksaufsicht: Hier sorgt man für Ruhe in der Bibliothek und ist Ansprechpartner bei Fragen. Erfahrungsgemäß bleibt trotzdem viel Zeit, um sich seinen eigenen Recherchen zu widmen und zu lernen. Die Bezahlung orientiert sich am Stundenlohn der Studentischen Hilfskräfte.
Natürlich spricht nichts dagegen, das Einkommen während des Medizinstudiums mit dem Servieren von Getränken aufzubessern; in Hinblick auf die zusätzliche praktische Erfahrung und die brancheninternen Kontakte, die geknüpft werden können, empfiehlt es sich, einen Nebenjob auszuwählen, der einen medizinischen Bezug aufweist.

sm

Quelle: rs media GmbH


Das könnte Sie auch interessieren

Diabetiker sollten regelmäßig ihren Puls messen

Diabetiker sollten regelmäßig ihren Puls messen
© closeupimages / Fotolia.com

Oft werden Menschen von einem Schlaganfall getroffen, weil sie Vorhofflimmern haben, ohne es zu wissen. Vorhofflimmern tritt bei über der Hälfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auf. Unbehandelt und ohne schützende Wirkung gerinnungshemmender Medikamente sind sie schutzlos dem Schlaganfall ausgesetzt. Jedes Jahr verursacht Vorhofflimmern etwa 30.000 Schlaganfälle. Vorhofflimmern ist auch eine häufige Herzrhythmusstörung bei Diabetikern, die Schätzungen zufolge ein um 34% erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern haben.

13 Prozent der Deutschen glauben, Rheuma sei eine Krankheit des Alters

13 Prozent der Deutschen glauben, Rheuma sei eine Krankheit des Alters
© wavebreak3 / fotolia.com

Rheuma ist keine Frage des Alters Rheumatoide Arthritis ist eine von mehr als 200 verschiedenen Rheuma-Erkrankungen Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober   Mehr als jeder Zehnte glaubt, Rheuma sei eine altersbedingte Krankheit, die einfach hingenommen werden müsste (1). Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Deutschen anläßlich des Welt-Rheuma-Tages am 12. Oktober im Auftrag des Biotechnologie-Unternehmens Amgen. Dabei kann die Erkrankung in jedem Lebensalter auftreten. Auch viele junge Menschen erkranken an Rheuma: Rund 20.000 Kinder und...

5 Tipps für ein Leben mit Diabetes

5 Tipps für ein Leben mit Diabetes
© pikselstock / fotolia.com

Laut der Deutschen Diabetes-Hilfe erkranken jeden Tag rund 1.000 Menschen in Deutschland neu an Diabetes. Mediziner unterscheiden dabei je nach Ursache zwischen zwei Typen. Sowohl der Typ 1 als auch der Typ 2 äußern sich in einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel aufgrund von Insulinresistenz oder -mangel. Dadurch staut sich Zucker in den Blutgefäßen an. Bleibt eine Diabeteserkrankung unentdeckt, führt dies zur Schädigung der Blutgefäße und anderer Organe. Damit Betroffene trotz Erkrankung ihr Leben genießen können, gilt es...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Finanzierung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.