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Medizin

21. Januar 2019 Malaria vivax: Medikament soll Leberparasiten verhindern

Malaria vivax ist eine schwere Krankheit, die mit mit hohem Fieber einhergeht und unbehandelt Betroffene wochen- oder monatelang bettlägerig machen kann.  Aber auch nach einer erfolgreichen Behandlung bestehen weiterhin Probleme: Obwohl die derzeit verwendeten Medikamente das Blutstadium von Malaria vivax erfolgreich behandeln, können sie nicht verhindern, dass Malaria-Parasiten in die Leber eindringen und die Krankheit über viele Jahre wiederholt auftritt . Eine internationale, multizentrische Forschungsgruppe, mit großer Beteiligung der MedUni Wien, hat nun in einer Phase-III-Studie gezeigt, dass eine einzige Dosis des Medikaments Tafenoquin ausreicht, um zu verhindern, dass sich dieses „trojanische Pferd“ in der Leber festsetzt.
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Die Studie wurde unter anderem im Rahmen einer engen Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Universität Wien und den Krankenhäusern in Gondar und Jimma in Äthiopien durchgeführt, wo kürzlich 2 neue, von der MedUni Wien unterstützte, Forschungszentren eröffnet wurden.

„Es ist wichtig, dass die Behandlung nur eine einzige Dosis umfasst“, betont Harald Nödl, Leiter der Arbeitsgruppe Experimentelle Tropenmedizin und Feldforschung, Wien. „Obwohl wirksame Medikamente zur Verfügung standen, mussten sie 14 Tage nach dem Ende des Malaria-Anfalls täglich eingenommen werden. Bei der Einnahme der Medikamente mangelt es an Therapietreue. Daher tritt die Krankheit in den meisten Fällen viele Jahre lang immer wieder auf.“

Plasmodium vivax gewinnt an Bedeutung

In weiten Teilen Asiens und Südamerikas ist  Malaria vivax bereits die häufigste Form von Malaria. In Afrika dagegen sind ausschließlich die Länder am Horn von Afrika, insbesondere Äthiopien, betroffen. Allein in Äthiopien gibt es jährlich hunderttausende Fälle. Obwohl Malaria vivax selten tödlich endet, spielt sie im Zyklus von Armut und Krankheit eine zunehmend wichtige Rolle. Das Medikament, das jetzt getestet wurde und vermutlich in naher Zukunft für den klinischen Einsatz verfügbar sein wird, bietet die „echte Hoffnung, dass wir eines Tages in vielen Ländern die Vivax-Malaria ausrotten können. Das ist eine riesige Chance“, betont Nödl.

Übersetzung sm

Quelle: Medizinische Universität Wien


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