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Medizin

14. Juni 2019 Mukoviszidose: Zulassung für Dreifachkombination eingereicht

Die Dreifachkombination bestehend aus dem „Next-Generation-Korrektor“ VX-445 (Elexacaftor), Tezacaftor und Ivacaftor wure für eine Zulassungseinreichung zur Behandlung von Mukoviszidose-Patienten ab 12 Jahren ausgewählt. Die beiden CFTR-Modulatoren Tezacaftor und Ivacaftor sind bereits seit Ende 2018 als Zweifachkombination in Deutschland im Einsatz. Beide Substanzen bilden die Basis für die künftige Dreifachkombination.
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Die Daten aus einer 24-wöchigen Phase-III-Studie bei Patienten mit einer F508del-Mutation und einer Minimalfunktions-Mutation sowie aus einer 4-wöchigen Phase-III-Studie bei Patienten mit 2 F508del-Mutationen bilden die Grundlage für die Zulassungsanträge. Vertex hatte bereits bekanntgegeben, dass beide Phase-III-Studien ihre primären Endpunkte erreichten. Nun gab das Unternehmen die finalen Ergebnisse dieser Studien bekannt, einschließlich der Ergebnisse für wichtige sekundäre Endpunkte und Sicherheitsdaten (1).

In allen Studien führte die Behandlung mit dem VX-445 Dreifach-Kombinationsschema zu statistisch signifikanten Verbesserungen bei allen wichtigen
sekundären Endpunkten. Daten der 24-Wochen-Studie bei Patienten mit einer F508del-Mutation und einer Minimalfunktions-Mutation zeigten bei Patienten, die die VX-445 Dreifachkombination erhielten, im Vergleich zu Patienten, die Dreifach-Placebo erhielten, folgende Veränderungen:
 
  • eine durchschnittliche absolute Verbesserung der Einsekundenkapazität (ppFEV1) um 14,3% gegenüber dem Ausgangswert (p<0,0001) (1) und
  • eine Verringerung der jährlichen Rate der Lungenexazerbationen um 63% (p<0,0001) bis Woche 241.
Die VX-445 Dreifachkombination war in den beiden Phase-III-Studien im Allgemeinen gut verträglich.

Keine Behandlungsabbrüche

In der Studie bei Patienten mit einer F508del-Mutation und einer Minimalfunktions-Mutation brachen 2 Patienten unter der Dreifachkombination bzw.
kein Patient unter Placebo aufgrund von Nebenwirkungen die Behandlung ab. Bei Patienten mit 2 F508del-Mutationen gab es in beiden Teilen der Studie keine Abbrüche aufgrund von Nebenwirkungen (1).

Neue Behandlungsoption

„Menschen mit CF, die eine F508del-Mutation und eine Minimalfunktions-Mutation aufweisen, sind die größte verbleibende Gruppe von CF-Patienten, für die noch keine Behandlungsoption zur Verfügung steht, welche an dem der Erkrankung zugrunde liegenden Proteindefekt ansetzt. Die nun vorgestellten Phase-III-Daten sind ein wichtiger Schritt, um diesen Patienten ein krankheitsmodifizierendes Medikament zur Verfügung zu stellen und Patienten mit 2 F508del-Mutationen einen deutlich verbesserten Nutzen zu bieten“, sagte Dr. Reshma Kewalramani, Vertex.

Alle primären Endpunkte erreicht

Um den bestmöglichen Wirkstoffkandidaten zu identifizieren, führte Vertex parallel 2 Phase-III-Programme durch, die 2 verschiedene Dreifachkombinationen untersuchten. In dem einen Studienprogramm wurde VX-659 in Kombination mit Tezacaftor und Ivacaftor untersucht, während im anderen VX-445 in Kombination mit Tezacaftor und Ivacaftor getestet wurde. Jedes Programm bestand aus einer Phase-III-Studie bei Menschen mit einer F508del-Mutation und einer Minimalfunktions-Mutation sowie einer Phase-III-Studie bei Menschen mit 2 F508del-Mutationen. Alle Phase-III-
Studien erreichten ihre primären Endpunkte und zeigten statistisch signifikante Verbesserungen über alle wichtigen sekundären Endpunkte hinweg. Darüber hinaus waren beide Dreifachkombinationen im Allgemeinen gut verträglich. Mehr als 98% der Patienten absolvierten insgesamt die Behandlungszeiträume der Phase-III-Studie und entschieden sich für die Aufnahme in die Open-Label-Verlängerungsstudien (1).

Positive Nutzen-Risiko-Profile

Beide Dreifachkombinationen zeigten sehr ähnliche und positive Nutzen-Risiko-Profile. Vertex stellte schließlich fest, dass die VX-445 Dreifachkombination noch mehr CFPatienten nützen könnte. Diese Entscheidung basierte auf einer detaillierten Bewertung mehrerer Faktoren, wie z B. Sicherheit, Verträglichkeit, Arzneimittel-Wechselwirkungen, Medikamenten-induzierter Photosensitivität sowie der Möglichkeit zur gleichzeitigen Gabe hormoneller Verhütungsmittel (1).

Quelle: Vertex

Literatur:

(1) Vertex Data on file 2019.


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