Samstag, 14. Dezember 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

03. Juli 2019 Psoriasis-Arthritis: IL-12/23-Inhibition zeigt langanhaltende Wirksamkeit und gute Verträglichkeit

Auf dem diesjährigen Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR)wurden neue Daten der prospektiven, nicht-interventionellen, multizentrischen Beobachtungsstudie SUSTAIN zu Ustekinumab bei Psoriasis-Arthritis (PsA) vorgestellt. Die Ergebnisse weisen auf eine schnelle und langanhaltende Wirksamkeit von Ustekinumab bei Patienten mit aktiver PsA unter Praxisbedingungen hin. Zudem gibt es Hinweise auf eine gleichzeitig sehr gute Verträglichkeit. Die Gelenksymptomatik verbesserte sich bis Woche 112 deutlich. Des Weiteren bewerteten etwa 90% der Patienten und deren behandelnde Ärzte die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Ustekinumab-Behandlung bis Woche 112 als „gut“ oder „sehr gut“ (1).
Schmerzreduktion

Die dritte Interimsanalyse der SUSTAIN-Studie schloss 336 Patienten ein, von denen 54,4% mindestens einen Tumor-Nekrosefaktor-Inhibitor (TNF-Inhibitor, TNFi) als Vortherapie erhalten hatten. Die Studienteilnehmer waren durchschnittlich 54 Jahre alt, der BMI betrug im Mittel 30 kg/m2. Insgesamt reduzierte sich die mittlere Anzahl druckschmerzhafter Gelenke von 10,0 zur Baseline (95%-KI: 8,6-11,3) auf 1,8 (95%-KI: 1,1-2,5) bis Woche 112 (n=108). Die Anzahl der geschwollenen Gelenke sank von 4,1 zur Baseline (95%-KI: 3,4-4,9) auf 0,7 (95%-KI: 0,3-1,0) bis Woche 112 (n=108). Die Schmerzbeurteilung durch die Patienten mittels visueller Analogskala (VAS‡) ging in diesem Zeitraum von 56,0 auf 34,3 zurück. Knapp 9 von 10 Patienten (89,9%) und über 9 von 10 der behandelnden Ärzte (91,9%) beurteilten die Wirksamkeit von Ustekinumab bis Woche 112 als „gut“ oder „sehr gut“ (1).

Noch besser fiel das Urteil der Patienten und behandelnden Ärzte in puncto Therapiesicherheit aus: Die befragten Ärzte und Patienten bewerteten die Verträglichkeit der Ustekinumab-Therapie bis Woche 112 als „sehr gut“ oder „gut“. Im aktuellen Beobachtungszeitraum traten 105 schwere unerwünschte Ereignisse auf. Von diesen Ereignissen hatten laut der behandelnden Ärzte 14 Bezug zu dem Einsatz des IL-12/23-Inhibitors (1).

Neue Ergebnisse der PsABio-Studie vorgestellt

Auf dem Kongress der EULAR 2019 wurden zudem Ergebnisse der Beobachtungsstudie PsABio aus dem 6-monatigen Follow-up vorgestellt (n=303).
PsABio ist eine europäische, multizentrische, prospektive Beobachtungsstudie mit PsA-Patienten, die in der ersten, zweiten oder dritten Therapielinie auf Ustekinumab oder einen TNF-Inhibitor als erste biologische krankheitsmodifizierende antirheumatische Therapie (DMARD§) eingestellt wurden (2).
Die aktuellen Daten weisen darauf hin, dass Patienten, die unter Ustekinumab (Stelara®) eine geringe Krankheitsaktivität oder Remission gemäß cDAPSA erreichen, von einer klinisch relevanten, höheren, krankheitsspezifischen HRQoL profitieren können. Diese PsA-Patienten, die gut auf Ustekinumab ansprachen, berichteten auch von einer besseren körperlichen Aktivität und weniger krankheitsbezogenen Schmerzen (gemäß HAQ-DI bzw. VAS) (2). Über die Hälfte der Patienten erreichte unter Ustekinumab nach 6 Monaten eine cDAPSA LDA (50,8%). Eine MDA (einschließlich der Patienten mit VLDA) erreichten knapp 3 von 10 Patienten (28,8%) (2).

Die neuen Real-World-Daten zu Ustekinumab bei PsA, die auf dem EULAR 2019 vorgestellt wurden, ergänzen die bestehende Evidenz aus den interventionellen Studien. Sie zeigen, dass Ustekinumab auch unter Praxisbedingungen eine hochwirksame und gleichzeitig sehr verträgliche Therapieoption sein kann, die PsA-Patienten die Chance auf eine hohe krankheitsbezogene Lebensqualität bietet (1,2).

Quelle: Janssen

Literatur:

(1) Wendler J et al., EULAR 2019, Abstract #AB0786.
(2) Gossec L et al, EULAR 2019, Poster #FR0436.


Das könnte Sie auch interessieren

Klinikeinweisung wegen Herzschwäche: Welche Warnsignale müssen Betroffene kennen?

Klinikeinweisung wegen Herzschwäche: Welche Warnsignale müssen Betroffene kennen?
© freshidea / Fotolia.com

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 440.000 Patienten mit Herzschwäche in eine Klinik eingewiesen, weil bei ihnen ihr Herz entgleist ist. Damit zählt die Herzschwäche zu den häufigsten Anlässen für einen Krankenhausaufenthalt. „Ganz konkrete Warnsignale zeigen das Entgleisen des Herzens an. Für diese müssen Betroffene wachsam sein, insbesondere für Wassereinlagerungen im Körper, an den Knöcheln, den Unterschenkeln oder im Bauchraum. Diese sogenannten Ödeme sind leicht zu erkennen, wenn man sich täglich wiegt....

Depression – verstecken ist kein Ausweg

Depression – verstecken ist kein Ausweg
© www.deinwegraus.de

Unter dem Titel „Depression – verstecken ist kein Ausweg“ macht das Freiburger Bündnis gegen Depression mit einer Kampagne auf sein Anliegen aufmerksam. Prof. Berger, Vorsitzender des Freiburger Bündnisses e.V. gegen Depression betont, dass depressive Störungen, obwohl sie zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland gehören, hinsichtlich ihrer Bedeutung noch immer stark unterschätzt werden. Dabei hat gerade erst eine weltweit durchgeführte Studie der WHO („Global burden of disease“) gezeigt: Depressionen sind eine der...

An die Leber denken und Experten befragen: Kostenfreie Telefonaktion zum Deutschen Lebertag am 20. November

An die Leber denken und Experten befragen: Kostenfreie Telefonaktion zum Deutschen Lebertag am 20. November
© ag visuell / Fotolia.com

Bei einer großen Telefonaktion am 18. Deutschen Lebertag, der unter dem Motto „An die Leber denken!“ steht, beantworten sechs erfahrene Ärzte alle Anrufer-Fragen rund um die Themen Leber, Lebergesundheit und Lebererkrankungen. Am Montag, 20. November 2017, sind die Leber-Spezialisten von 14:00 bis 16:00 Uhr unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 666 39 22 für jeden Interessierten und Betroffenen erreichbar. Mit diesem Angebot möchten die Ausrichter des 18. Deutschen Lebertages – Deutsche Leberstiftung, Deutsche Leberhilfe e. V. und Gastro-Liga e....

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Psoriasis-Arthritis: IL-12/23-Inhibition zeigt langanhaltende Wirksamkeit und gute Verträglichkeit "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.