Dienstag, 23. Juli 2019
Navigation öffnen

Medizin

18. Juni 2019 Psoriasis-Arthritis: IL-17A-Inhibitors Ixekizumab in Vergleichsstudie mit TNF-α-Inhibitor Adalimumab überlegen

Die kürzlich publizierte SPIRIT-H2H-Studie ist der weltweit erste abgeschlossene Head-to-Head (H2H)-Vergleich zweier Biologika bei der Psoriasis-Arthritis. In dieser direkten Vergleichsstudie konnte die Überlegenheit des IL-17A-Inhibitors Ixekizumab gegenüber dem TNF-α-Inhibitor Adalimumab bei dem Erreichen des primären Studienziels gezeigt werden. Hierbei handelt es sich erstmalig um einen kombinierten Endpunkt, der sich aus dem gleichzeitigen Erreichen eines ACR50-Ansprechens sowie einer vollständig erscheinungsfreien Haut (PASI 100) an Woche 24 zusammensetzt. Auch die gute Verträglichkeit von Ixekizumab wurde mit den aktuellen Daten erneut bestätigt (1).
Anzeige:
Fachinformation
Die Psoriasis-Arthritis (PsA) ist eine chronische entzündlich-rheumatische Erkrankung mit sehr heterogenen Manifestationen. Hierzu gehören neben der Gelenkentzündung, verbunden mit Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen, häufig eine Plaque-Psoriasis der Haut und der Nägel. Die große Herausforderung in der Therapie der PsA liegt demnach in der Heterogenität ihrer Manifestationsformen. Ziel der Behandlung ist es, Patienten zugleich von den Gelenksymptomen und den zusätzlich sehr belastenden weiteren Symptomen wie Schuppenflechte, Enthesitis oder Daktylitis zu befreien.

Überlegene gleichzeitige Wirksamkeit auf Gelenke und Haut

Die aktuell präsentierten Daten der SPIRIT-H2H-Studie zeigen eine signifikante Überlegenheit des IL-17A-Inhibitors Ixekizumab (Taltz®) im direkten Vergleich mit dem TNF-α-Inhibitor Adalimumab bei der Behandlung aktiver Psoriasis-Arthritis nach DMARD. Primärer Endpunkt der Studie war das gleichzeitige Erreichen eines ACR50-Ansprechens und einer vollständig erscheinungsfreien Haut (PASI 100) an Woche 24. Unter Ixekizumab erreichten 36% der Patienten den kombinierten Endpunkt, unter Adalimumab 28% (1).

Auch die beiden sekundären Schlüsselendpunkte wurden in Woche 24 erreicht. Ixekizumab zeigte eine Nicht-Unterlegenheit beim ACR50-Ansprechen im Vergleich zu Adalimumab; 51% der Patienten unter Ixekizumab (vs. 47% unter Adalimumab) erreichten nach 24 Wochen ein ACR50-Ansprechen (1). Deutlich überlegen war Ixekizumab bei dem Erreichen einer vollständig erscheinungsfreien Haut (PASI 100): Nach 24 Wochen zeigten unter Ixekizumab 60% der Patienten eine erscheinungsfreie Haut, gegenüber 47% der Patienten unter Adalimumab. Auch die gute Verträglichkeit von Ixekizumab wurde mit den aktuellen Daten erneut bestätigt (1,2).

Deutlich stärkere Verbesserungen auch bei Enthesitis

Im Rahmen der SPIRIT-H2H-Studie wurde die Wirksamkeit außerdem auf die bei PsA-Patienten häufig auftretende Enthesitis untersucht. Ixekizumab zeigte auch hier eine signifikant stärkere Wirksamkeit als Adalimumab: Über 56% der mit Ixekizumab behandelten Patienten erreichten in Woche 24 eine Remission ihrer Enthesitis, gegenüber 45% der Patienten unter Adalimumab (1). Zudem konnte bei rund 90% der Patienten, die zu Beginn der Studie unter Daktylitis litten, eine vollständige Remission der Daktylitis (LDI-B Score=0) in Woche 24 erzielt werden (88% unter Ixekizumab vs. 93% unter Adalimumab). Bei Patienten mit Nagel-Psoriasis wurde unter Ixekizumab bei 58% der betroffenen Patienten, im Vergleich zu 50% unter Adalimumab, in Woche 24 eine Erscheinungsfreiheit (NAPSI=0) erreicht.

Quelle: Lilly

Literatur:

(1) Mease PJ et al. Ann Rheum Dis 2019; 78 (suppl 2): A261.
(2) Aktuelle Taltz® Fachinformation.


Das könnte Sie auch interessieren

Arzneimittelbehörden rufen weltweit zur verstärkten Meldung von Nebenwirkungen auf

Arzneimittelbehörden rufen weltweit zur verstärkten Meldung von Nebenwirkungen auf
© nmann77 / fotolia.com

In einer gemeinsamen Kampagne fordern derzeit Arzneimittelbehörden weltweit Patientinnen und Patienten dazu auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Appell, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen bei Kindern zu melden. Weitere Zielgruppen sind Schwangere sowie stillende Frauen, die eine sichere Anwendung von Arzneimitteln sowie die Meldung möglicher Nebenwirkungen sensibilisiert werden sollen. In Deutschland werden diese Meldungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte...

Grippewelle beginnt: DAK-Gesundheit schaltet Hotline

Grippewelle beginnt: DAK-Gesundheit schaltet Hotline
© Photographee.eu / Fotolia.com

Die Grippesaison hat begonnen: Laut aktueller Daten des Robert Koch-Instituts gibt es bereits einen leichten bundesweiten Anstieg von Erkrankungen. Bisher wurden 1.122 Fälle labordiagnostisch bestätigt und gemeldet(1) – die Zahl der tatsächlich Betroffenen ist deutlich höher. Influenza ist eine ernste Krankheit: Bei alten und chronisch kranken Menschen kann sie zum Tod führen. Deshalb bietet die DAK-Gesundheit eine Telefon-Hotline rund um die Grippe. Wie kann man vorbeugen? Für wen ist die Impfung sinnvoll? Welche Risiken gibt es? Wie unterscheidet sich...

Jeder vierte Patient erhält die Diagnose bereits als Kind

Jeder vierte Patient erhält die Diagnose bereits als Kind
© magicmine / Fotolia.com

„In Deutschland sind etwa 400.000 Menschen von den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen“, sagt der CED-Experte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, PD Dr. Bernd Bokemeyer. „Die Diagnose wird bei etwa einem Viertel der Patienten schon vor dem 18. Lebensjahr gestellt. Ein Viertel dieser erkrankten Jugendlichen hat seine Diagnose sogar schon vor dem zehnten Lebensjahr erhalten.“  

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Psoriasis-Arthritis: IL-17A-Inhibitors Ixekizumab in Vergleichsstudie mit TNF-α-Inhibitor Adalimumab überlegen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.