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Medizin

22. Januar 2020 Psoriasis: Studie untersucht Einfluss von Essgewohnheiten auf Krankheitsverlauf

UKL-Dermatologen untersuchen den Einfluss der Essgewohnheiten auf die Behandlung der Psoriasis. Für Studie mit Spezialdiät werden Patienten gesucht.
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Übergewicht verstärkt die Krankheitsaktivität der Psoriasis. Dies haben Studien in der Vergangenheit bereits darlegen können. 2018 haben Ärzte und Wissenschaftler der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) in einer prämierten Forschungsarbeit gezeigt, dass auch bereits eine Ernährung, die reich an gesättigten Fettsäuren ist (zum Beispiel Gebäck, Fleisch, Fertigprodukte o.ä.), die Schwere der Psoriasis verstärkt.

Leitliniengerechte Ernährung + Spezialdiät

Im August 2019 lief dann eine Interventionsstudie in der Leipziger Hautklinik an, die zeigen soll, ob eine Änderung der Essgewohnheiten oder eine
spezielle Diät Einfluss auf den Behandlungserfolg bei Psoriasis nehmen kann. Dafür werden weiterhin Patienten gesucht. Das Besondere der von Oberärztin Dr. Anna-Theresa Seitz und Dr. Johannes Kohlmann von der UKL-Dermatologie sowie dem Leiter des klinikumseigenen Ernährungsteams Lars Selig durchgeführten Studie: Sie sieht neben einer leitliniengerechten Therapie der Psoriasis zusätzlich eine Spezialdiät mit Ernährungsberatung vor und soll über einen Zeitraum von 6 Monaten laufen.

Vielversprechende erste Ergebnisse

Vorteile für Teilnehmer: Sie erfahren eine intensive Behandlung ihrer Psoriasis, bekommen kostenintensive Diätpräparate gestellt und erhalten eine umfangreiche Ernährungsberatung. „Etliche Patienten konnten bereits rekrutiert werden, und die ersten Ergebnisse sind sehr vielversprechend", erklärt Seitz. Die Psoriasis bei diesen Patienten habe sich verbessert, was die Ausgangsvermutung und das Ziel der Studie bestätigen würde, so die UKL-Dermatologin. Bis Sommer 2020 sollen 40 Patienten rekrutiert sein. „Gerade der Nachweis, an einer solchen Beratung teilgenommen zu haben, ist zudem oftmals die Voraussetzung für weitere Behandlungen zur Gewichtsreduzierung“, zählt Dr. Seitz einen weiteren Vorzug für Studienteilnehmer auf.

Quelle: Universitätsklinikum Leipzig


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