Mittwoch, 20. März 2019
Navigation öffnen

Medizin

14. Februar 2019 Typ-2-Diabetes: Senkung des Hospitalisierungsrisikos aufgrund von Herzinsuffizienz

Die Kohortenstudie EMPRISE (EMPagliflozin compaRative effectIveness and SafEty) analysierte Daten aus dem Versorgungsalltag von etwa 35.000 Menschen mit Typ-2-Diabetes in den USA hinsichtlich der Anwendung von Empagliflozin. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass Empagliflozin im Vergleich zu DPP4-Inhibitoren das relative Risiko von 44% bei Hospitalisierungen aufgrund von Herzinsuffizienz (HHI) im Praxisalltag senken kann (1).
In EMPRISE wurde die Wirkung vom Empagliflozin auf HHI bei einer breiten Patientenpopulation aus dem Versorgungsalltag untersucht. Diese Wirkung war bei Patienten mit Typ-2 Diabetes mit und ohne kardiovaskulärer Vorerkrankung vergleichbar. Für die Subpopulation von Menschen mit Typ-2-Diabetes und kardiovaskulärer Vorerkrankung unterstützen die Daten die Ergebnisse der EMPA-REG OUTCOME® Studie. Deren sekundärer Endpunkt wies bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und bestehender kardiovaskulärer Erkrankung* eine um 35% geringere HHI* mit Empagliflozin im Vergleich zu Placebo auf. Dies zeigte sich zusätzlich zu einer antidiabetischen und kardiovaskulären Standardtherapie (1,2).

Kohortenstudie prüft Wirksamkeit und Sicherheit

Die Kohortenstudie EMPRISE soll nach Auswertung weiterer Daten aus dem Praxisalltag ein umfassendes Bild von Empagliflozin in der klinischen Routineversorgung in den USA im Zeitraum von 2014 bis 2019 liefern, einschließlich der vergleichenden Wirksamkeit, Sicherheit, Kosten und Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen im Vergleich zu DPP4-Inhibitoren. Weitere Erhebungen aus dem Praxisalltag zur Effektivität und Sicherheit laufen derzeit. Ab 2019 werden zusätzliche Erhebungen auch in Europa und Asien durchgeführt, um internationale Daten zur Nutzung von Empagliflozin in der klinischen Routineversorgung zu erhalten.

Um offene Fragen zur optimalen Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz zu klären, haben Boehringer Ingelheim und Lilly zwei zusätzliche große randomisierte klinische Studienprogramme für Patienten mit und ohne Typ-2-Diabetes initiiert. Während die zwei EMPEROR-Outcome-Studien (3,4) auf langfristige Morbiditäts- und Mortalitätsdaten bei Patienten mit Herzinsuffizienz ausgerichtet sind, werden die beiden funktionellen EMPERIAL-Studien die Wirkung von Empagliflozin auf körperliche Belastbarkeit und Symptome bei Menschen mit chronischer Herzinsuffizienz untersuchen (5,6).

* Im Rahmen der Therapie des Typ-2-Diabetes bei erwachsenen Patienten mit Typ-2-Diabetes und koronarer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit, vorangegangenem Myokardinfarkt oder Schlaganfall (Ereignis > 2 Monate) (2).

Quelle: Boehringer Ingelheim / Lilly

Literatur:

(1) Patorno E et al. AHA Scientific Sessions 2018; poster Sa1112/1112.
(2) Zinman B, Wanner C, Lachin JM, et al. EMPA-REG OUTCOME Investigators. Empagliflozin, cardiovascular outcomes, and mortality in type 2 diabetes. N Engl J Med. 2015; 373(22): 2117-28.
(3) EMPagliflozin outcomE tRial in Patients With chrOnic heaRt Failure With Preserved Ejection Fraction (EMPEROR-Preserved).
(4) EMPagliflozin outcomE tRial in Patients With chrOnic heaRt Failure With Reduced Ejection Fraction (EMPEROR-Reduced).
(5) A phase III randomised, double-blind trial to evaluate the effect of 12 weeks treatment of once daily EMPagliflozin 10 mg compared with placebo on ExeRcise ability and heart failure symptoms, In patients with chronic HeArt FaiLure with reduced Ejection Fraction (HFrEF) (EMPERIAL – reduced).
(6) A phase III randomised, double-blind trial to evaluate the effect of 12 weeks treatment of once daily EMPagliflozin 10 mg compared with placebo on ExeRcise ability and heart failure symptoms, In patients with chronic HeArt FaiLure with preserved Ejection Fraction (HFpEF) (EMPERIAL – preserved).


Das könnte Sie auch interessieren

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt
© Darren Baker / Fotolia.com

Naturheilmittel oder neuer Trend der Bio-Welle? 94 Prozent der Deutschen können mit dem Begriff Biopharmazeutika nichts anfangen (1). Oftmals werden hinter dem Begriff Naturheilmittel vermutet. Dabei handelt es sich um Arzneimittel, die biotechnisch hergestellt oder aus gentechnisch veränderten Organismen gewonnen werden und mit dem Ziel der Bekämpfung einer Krankheit in die Vorgänge des Körpers eingreifen. Insulin ist ein bekanntes Beispiel. Wem das erklärt wird, der ist gerne zur Einnahme eines solchen Arzneimittels bereit. Das sind Ergebnisse einer...

Weltnierentag 2017: Übergewicht geht an die Nieren!

Weltnierentag 2017: Übergewicht geht an die Nieren!
© pixologic / Fotolia.com

Am 09. März ist Weltnierentag: Ziel des weltweiten Aktionstags ist es, die Prävention von Nierenerkrankungen in den Vordergrund zu stellen. Derzeit sind über 100.000 Menschen in Deutschland auf ein Nierenersatzverfahren - Dialyse oder Transplantation – angewiesen. Ein Nierenversagen kann grundsätzlich jeden treffen, besonders gefährdet sind allerdings Menschen mit Übergewicht. Die Zahl der durch Übergewicht verursachten Nierengewebsschäden hat sich in den vergangenen 30 Jahren bereits verzehnfacht!

Arzneimittelbehörden rufen weltweit zur verstärkten Meldung von Nebenwirkungen auf

Arzneimittelbehörden rufen weltweit zur verstärkten Meldung von Nebenwirkungen auf
© nmann77 / fotolia.com

In einer gemeinsamen Kampagne fordern derzeit Arzneimittelbehörden weltweit Patientinnen und Patienten dazu auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Appell, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen bei Kindern zu melden. Weitere Zielgruppen sind Schwangere sowie stillende Frauen, die eine sichere Anwendung von Arzneimitteln sowie die Meldung möglicher Nebenwirkungen sensibilisiert werden sollen. In Deutschland werden diese Meldungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Typ-2-Diabetes: Senkung des Hospitalisierungsrisikos aufgrund von Herzinsuffizienz "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.