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Medizin

14. Februar 2019 Typ-2-Diabetes: Senkung des Hospitalisierungsrisikos aufgrund von Herzinsuffizienz

Die Kohortenstudie EMPRISE (EMPagliflozin compaRative effectIveness and SafEty) analysierte Daten aus dem Versorgungsalltag von etwa 35.000 Menschen mit Typ-2-Diabetes in den USA hinsichtlich der Anwendung von Empagliflozin. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass Empagliflozin im Vergleich zu DPP4-Inhibitoren das relative Risiko von 44% bei Hospitalisierungen aufgrund von Herzinsuffizienz (HHI) im Praxisalltag senken kann (1).
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Fachinformation
In EMPRISE wurde die Wirkung vom Empagliflozin auf HHI bei einer breiten Patientenpopulation aus dem Versorgungsalltag untersucht. Diese Wirkung war bei Patienten mit Typ-2 Diabetes mit und ohne kardiovaskulärer Vorerkrankung vergleichbar. Für die Subpopulation von Menschen mit Typ-2-Diabetes und kardiovaskulärer Vorerkrankung unterstützen die Daten die Ergebnisse der EMPA-REG OUTCOME® Studie. Deren sekundärer Endpunkt wies bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und bestehender kardiovaskulärer Erkrankung* eine um 35% geringere HHI* mit Empagliflozin im Vergleich zu Placebo auf. Dies zeigte sich zusätzlich zu einer antidiabetischen und kardiovaskulären Standardtherapie (1,2).

Kohortenstudie prüft Wirksamkeit und Sicherheit

Die Kohortenstudie EMPRISE soll nach Auswertung weiterer Daten aus dem Praxisalltag ein umfassendes Bild von Empagliflozin in der klinischen Routineversorgung in den USA im Zeitraum von 2014 bis 2019 liefern, einschließlich der vergleichenden Wirksamkeit, Sicherheit, Kosten und Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen im Vergleich zu DPP4-Inhibitoren. Weitere Erhebungen aus dem Praxisalltag zur Effektivität und Sicherheit laufen derzeit. Ab 2019 werden zusätzliche Erhebungen auch in Europa und Asien durchgeführt, um internationale Daten zur Nutzung von Empagliflozin in der klinischen Routineversorgung zu erhalten.

Um offene Fragen zur optimalen Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz zu klären, haben Boehringer Ingelheim und Lilly zwei zusätzliche große randomisierte klinische Studienprogramme für Patienten mit und ohne Typ-2-Diabetes initiiert. Während die zwei EMPEROR-Outcome-Studien (3,4) auf langfristige Morbiditäts- und Mortalitätsdaten bei Patienten mit Herzinsuffizienz ausgerichtet sind, werden die beiden funktionellen EMPERIAL-Studien die Wirkung von Empagliflozin auf körperliche Belastbarkeit und Symptome bei Menschen mit chronischer Herzinsuffizienz untersuchen (5,6).

* Im Rahmen der Therapie des Typ-2-Diabetes bei erwachsenen Patienten mit Typ-2-Diabetes und koronarer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit, vorangegangenem Myokardinfarkt oder Schlaganfall (Ereignis > 2 Monate) (2).

Quelle: Boehringer Ingelheim / Lilly

Literatur:

(1) Patorno E et al. AHA Scientific Sessions 2018; poster Sa1112/1112.
(2) Zinman B, Wanner C, Lachin JM, et al. EMPA-REG OUTCOME Investigators. Empagliflozin, cardiovascular outcomes, and mortality in type 2 diabetes. N Engl J Med. 2015; 373(22): 2117-28.
(3) EMPagliflozin outcomE tRial in Patients With chrOnic heaRt Failure With Preserved Ejection Fraction (EMPEROR-Preserved).
(4) EMPagliflozin outcomE tRial in Patients With chrOnic heaRt Failure With Reduced Ejection Fraction (EMPEROR-Reduced).
(5) A phase III randomised, double-blind trial to evaluate the effect of 12 weeks treatment of once daily EMPagliflozin 10 mg compared with placebo on ExeRcise ability and heart failure symptoms, In patients with chronic HeArt FaiLure with reduced Ejection Fraction (HFrEF) (EMPERIAL – reduced).
(6) A phase III randomised, double-blind trial to evaluate the effect of 12 weeks treatment of once daily EMPagliflozin 10 mg compared with placebo on ExeRcise ability and heart failure symptoms, In patients with chronic HeArt FaiLure with preserved Ejection Fraction (HFpEF) (EMPERIAL – preserved).


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