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Medizin

14. Juni 2020 Typ-2-Diabetes: Therapieintensivierung und flexible Anwendung mit Mahlzeiteninsulin

Bei Typ 2 Diabetes ist im Verlauf oft eine Anpassung der Therapie erforderlich (1). So können auch bei Patienten, die bereits auf ein Basalinsulin eingestellt sind, postprandiale Hyperglykämien (PPH) auftreten. Dr. Markus Menzen, Bonn, erläuterte, wann der Schritt Mahlzeiteninsulin in der Therapiekaskade ansteht und wie der Einsatz des Mahlzeiteninsulins Fiasp® zur glykämischen Kontrolle beitragen kann. Sein Fazit: Das Mahlzeiteninsulin kann durch einen schnellen Wirkeintritt und eine starke, frühe blutzuckersenkende Wirkung dem physiologischen Insulinprofil Gesunder im Vergleich zu konventionellem Insulin aspart (NovoRapid®) noch näher kommen und Patienten mit Typ-2-Diabetes zudem eine flexible Anwendung im Alltag bieten.
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Fachinformation
Dr. Menzen wies darauf hin , dass PPH frühzeitig durch Hinzunahme eines Mahlzeiteninsulins behandelt werden sollten. Dies gelte insbesondere für Patienten mit Typ-2-Diabetes, die bereits ein Basalinsulin erhalten. Bei der Erweiterung der Therapie um ein Mahlzeiteninsulin stellt die neue Insulin aspart-Formulierung in meinen Augen für Patienten mit Typ-2-Diabetes eine sehr gute Behandlungsmöglichkeit dar“, resümierte Menzen die Studiendaten des Mahlzeiteninsulins. So zeigte das Produkt in einer Studie bei Patienten mit Typ-2-Diabetes eine nahezu doppelt so hohe Insulinkonzentration innerhalb der ersten 30 Minuten und eine um 8,9 Minuten früher einsetzende glucosesenkende Wirkung im Vergleich zu konventionellem Insulin aspart (95%-KI: -12,1; -5,7; p < 0,001) (2). Ebenso konnte damit im Vergleich zu konventionellem Insulin aspart eine um 147% höhere Insulinwirkung in den ersten 30 Minuten bei gleicher Gesamtwirkung (AUCgesamt) erzielt werden (2).

Verbesserte Kontrolle der postprandialen Plasmaglucose

Wie weitere Studien zeigten, konnte damit eine verbesserte Kontrolle der postprandialen Plasmaglucose (PPG) eine Stunde nach der Mahlzeit bei vergleichbarer Reduktion des HbA1c-Wertes im Vergleich zu konventionellem Insulin aspartat ermöglicht werden (3, 4). Ergebnisse der Studie onset® 9 weisen darauf hin, dass sich mit der Kombination der weiterentwickelten Insulin aspart-Formulierung und Insulin degludec im Vergleich zur Kombination von konventionellem Insulin aspart mit Insulin degludec eine wirksame glykämische Kontrolle bei einer geringeren Rate schwerer oder bestätigter Hypoglykämien erreichen lässt (4).

Flexibilität in der Anwendung

„Wenn es darum geht, den nächsten Schritt in der Therapie anzutreten, befürchten viele Patienten komplexere Medikamentenregime. Die Insulingabe zur Mahlzeit ist bei Restaurantbesuchen und ähnlichen Anlässen ein großes Thema. Hier kommt das Mahlzeiteninsulin mit seinem schnellen Wirkeintritt und damit der Möglichkeit einer flexiblen Anwendung den Patienten entgegen“, berichtete Menzen von seinen Erfahrungen aus der Praxis. Patienten können das Mahlzeiteninsulin bei Bedarf bis zu 2 Minuten vor und bis zu 20 Minuten nach Beginn einer Mahlzeit injizieren (5). Das kann dazu beitragen, dass spontane oder zeitversetzte Mahlzeiten, wie sie zum Beispiel bei Restaurantbesuchen der Fall sein können, möglichst gut kontrollierbar sind. „Die Insulin aspart-Formulierung hat nach meiner Einschätzung durch die Möglichkeit der flexiblen Gabe das Potenzial, Patienten mit Typ-2-Diabetes bei dem Einstieg auf ein Mahlzeiteninsulin zu unterstützen“, fasste Menzen die möglichen Vorteile des Mahlzeiteninsulins zusammen.

Quelle: Novo Nordisk Pharma GmbH

Literatur:

1. Landgraf R et al. Diabetologie 2019; 14(Suppl 2):S167-S187.
2. Pieber TR et al. Diabetes Obes Metab 2019; 21:2068-75.
3. Bowering K et al. Diabetes Care 2017; 40: 951-57.
4. Lane W et al. Diabetes Care 2020. https://doi.org/10.2337/dc19-2232.
5. Fachinformation Fiasp®, aktueller Stand.


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