Sonntag, 16. Juni 2019
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Medizin

Juni 2019

Virusinfektion: Mögliche Ursprünge des Immungedächtnisses identifiziert

Virusinfektion: Mögliche Ursprünge des Immungedächtnisses identifiziert
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Natürliche Killerzellen sind Teil des angeborenen Immunsystems. Sie erkennen Virus-infizierte Zellen und zerstören sie. Bei einer Infektion wird ein kleiner Teil der effektivsten Killerzellen ausgewählt und selektiv vermehrt. Das zeigte nun erstmals ein Team der Technischen Universität München (TUM). Es könnte sich dabei um eine einfache und evolutionär alte Form des Immungedächtnisses handeln.

Tiefe Hirnstimulation: Weiterentwicklung bietet Chancen bei der Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen

Tiefe Hirnstimulation: Weiterentwicklung bietet Chancen bei der Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen
© adimas / Fotolia.com

Im Rahmen der 70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) wurden neue Erkenntnisse in der Therapie neurodegenerativer Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Dystonie und Tremor präsentiert. Die Weiterentwicklung der Tiefen Hirnstimulation (THS) erweist sich als eine effiziente Behandlungsmethode – gerade auch, wenn die Wirkung der bewährten, individuell angepassten medikamentösen Therapie nach einigen Jahren nachlässt, was für die Betroffenen eine erhebliche körperliche Beeinträchtigung und große psychische Belastung...

Orale Antikoagulation: Vergleich zwischen DOAK-Therapie und VKA-Behandlung wirft Fragen auf

Orale Antikoagulation: Vergleich zwischen DOAK-Therapie und VKA-Behandlung wirft Fragen auf
© Michael Schtze / Fotolia.com

Die direkten oralen Antikoagulantien (DOAKs) haben inzwischen die Vitamin-K-Antagonisten (VKA) in der Verordnungshäufigkeit überholt (1). Neuere Real-world-Daten zur Wirksamkeit sowie Sicherheit einer DOAK-Therapie bei Patienten mit Vorhofflimmern im Vergleich zur VKA-Behandlung erscheinen beachtenswert (2-4). So geben die Ergebnisse von 3 deutschen Real-Life-Studien keine eindeutigen Antworten auf wichtige Fragen – vielmehr werfen sie weitergehende Fragen auf.

Lipodystrophie: Individueller Therapieplan mit Metreleptin

Lipodystrophie: Individueller Therapieplan mit Metreleptin
© by Dariusz T. Oczkowicz - stock.adobe.com

Mit der Einführung des rekombinanten humanen Leptin-Analogons Myalepta® kam im November 2018 die erste Therapie für Patienten mit generalisierter und partieller Lipodystrophie auf den Markt. Ergänzend zu der bisherigen 11,3 mg Packungsgröße sind seit 15. Mai auch 3 mg und 5,8 mg Dosen zur subkutanen Anwendung verfügbar. Da das Präparat in Proportion zum Körpergewicht des Patienten verabreicht wird, erleichtern weitere Packungsgrößen dem Arzt die Behandlung. Auch Dosisanpassungen, die im Therapieverlauf notwendig werden...

Herz-Kreislauf-System: Sonderforschungsbereich analysiert vielfältige Rollen von RNA-Molekülen

Die Förderung von 2 schlagkräftigen Forschungsverbünden unterstreicht die exzellente Arbeit im Bereich der RNA-Forschung an der Goethe-Universität. Die Goethe-Universität hat gemeinsam mit der TU München einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) eingeworben, der in den kommenden vier Jahren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit circa 11 Millionen Euro gefördert wird. Das Konsortium aus 30 renommierten Forschenden wird im neuen SFB untersuchen, welchen Einfluss sogenannte nicht-kodierende RNAs auf die Entwicklung, Regulation und zelluläre...

Hypertonie: Update zu Definition und Medikation

Hypertonie: Update zu Definition und Medikation
© Zerbor - stock.adobe.com

Ein Blutdruck von ≤ 130/80 mmHg ist das Therapieziel, das die aktuelle ESC/ESH-Leitlinie für die meisten Hypertonie-Patienten empfiehlt. In der Mehrzahl der Fälle kommt man nur mit einer 2- oder 3-fach Kombination so weit. Ein ACE-Hemmer (oder AT1-Blocker) plus ein Kalziumantagonist und/oder ein Diuretikum sind Substanzen der ersten Wahl. Fixkombinationen, die nur einmal täglich eingenommen werden müssen, unterstützen die Adhärenz der Patienten. Und immer gehört auch eine Lebensstiländerung zum Hypertonie-Management.

Mai 2019

Diabetisches Fußsyndrom: Rauchstopp beugt Amputation vor

Diabetisches Fußsyndrom: Rauchstopp beugt Amputation vor
© svort / Fotolia.com

Jedes Jahr gibt es in Deutschland knapp 39.000 Amputationen aufgrund eines DFS. Zigarettenkonsum steigert das Risiko dafür zusätzlich. Darauf macht die gemeinnützige Gesundheitsorganisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2019 aufmerksam. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 4. Juni in Berlin zum Thema „Diabetes kostet Lebenszeit – Folgeerkrankungen auch Lebensqualität!“ erläutern Experten neueste Zahlen und Fakten rund um Folgeerkrankungen. Zwei Betroffene, darunter Eventmanager Michael...

MS: „Je nachdem, wie lange eine Therapie schon auf dem Markt ist, lässt sich das Nebenwirkungsprofil gut abschätzen“

Heute, am 30. Mai 2019, ist zum 11. Mal Welt-MS-Tag. Das diesjährige Motto lautet: „Keiner sieht’s. Eine(r) spürt’s: Multiple Sklerose – Vieles ist unsichtbar.“ Ziel ist, auf die Hindernisse im Leben mit der für Außenstehende oft unsichtbaren Erkrankung hinzuweisen. Zum Welt-MS-Tag informieren die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) mit einem Experteninterview mit Prof. Dr. Peter Berlit, DGN zur Therapie:

Hämophilie: Präparate mit verlängerter Halbwertszeit ermöglichen längere Injektionsintervalle

Hämophilie: Präparate mit verlängerter Halbwertszeit ermöglichen längere Injektionsintervalle
© blindturtle - stock.adobe.com

Welche neuen Möglichkeiten moderne Faktorpräparate eröffnen, berichteten Experten im Rahmen des 4. Hämostase Updates 2019 auf einem Frühstückssymposium von Sobi. Durch die Umstellung auf Präparate mit verlängerter Halbwertszeit (EHL) ist heute eine individuelle Prophylaxe mit höheren Talspiegeln und längeren Injektionsintervallen möglich (1). Wie Langzeitstudien zeigten, wirkte sich eine individuelle Prophylaxe mit den natürlichen Fc-Fusionsprotein Efmoroctocog alfa bei Hämophilie A darüber hinaus positiv auf die...

Gebärmuttertransplantation: Umstrittenes Vorgehen erfolgreich

Gebärmuttertransplantation: Umstrittenes Vorgehen erfolgreich
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Erstmals haben Mediziner in Deutschland Frauen ihren Kinderwunsch mit Hilfe einer gespendeten Gebärmutter erfüllt. „Wir haben tatsächlich inzwischen 2 gesunde Kinder nach den ersten beiden Gebärmutter-Transplantationen in Deutschland auf die Welt gebracht“, sagte die Gynäkologin Sara Brucker am Donnerstag in Tübingen. Im März und Mai dieses Jahres wurden sie dort am Universitätsklinikum per Kaiserschnitt geboren. Im Oktober 2016 hatten Tübinger Mediziner um Brucker erstmals in Deutschland eine Gebärmutter erfolgreich transplantiert.

Typ-2-Diabetes mit kardiovaskulärer Erkrankung: Kombinationsbehandlung verbessert Funktionsstörungen

Typ-2-Diabetes mit kardiovaskulärer Erkrankung: Kombinationsbehandlung verbessert Funktionsstörungen
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Beim Typ-2-Diabetes (T2D) und kardiovaskulären Erkrankungen (CVD) handelt es sich um ein gefährliches Duo, weil sich beide Erkrankungen gegenseitig verstärken und zu einer potenziert schlechteren Prognose führen, erläuterte Dr. med. Anselm K. Gitt, Ludwigshafen, auf einem von MSD unterstützten Symposium während des Kardiologenkongresses 2019 in Mannheim. Daher sei, wie andere Fachärzte weiter ausführten, bei dieser Komorbidität eine – auch initiale – Kombinationsbehandlung indiziert.

Morbus Gaucher: Erstlinientherapie mit Eliglustat bietet Vorteile gegenüber der intravenösen Enzymersatztherapie

Morbus Gaucher: Erstlinientherapie mit Eliglustat bietet Vorteile gegenüber der intravenösen Enzymersatztherapie
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„Werden unklare Leberkrankungen effektiv abgeklärt, fallen seltene Erkrankungen auch seltener durchs Raster“, so Prof. Ali Canbay, Magdeburg, auf einer Veranstaltung von Sanofi Genzyme anlässlich des DGIM-Kongresses (1). Niemand könne alle seltene Erkrankungen im Hinterkopf behalten. Daher sei es sinnvoll, die Abklärung stattdessen direkt in die Routinediagnostik zu integrieren. „So muss ich im Alltag nicht jedes Mal daran denken“. Als Beispiel nannte Canbay die lysosomale Speicherkrankheit Morbus Gaucher, die unerkannt und unbehandelt einen...

Spinale Muskelatrophie: Verbesserung des Krankheitsverlaufs bei frühzeitiger Diagnose möglich

Spinale Muskelatrophie: Verbesserung des Krankheitsverlaufs bei frühzeitiger Diagnose möglich
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Die spinale Muskelatrophie (SMA) verläuft insbesondere bei einem frühen Krankheitsbeginn im Säuglings- oder Kleinkindalter oftmals schnell progredient. Aus diesem Grund spielt bei diesen Patienten eine frühzeitige Diagnose und Therapie eine besonders wichtige Rolle, wie auch aktuelle Daten zur präsymptomatischen Behandlung nahelegen (1). Über den hohen Stellenwert der frühen Diagnose und Therapie sprachen Dr. med. Katharina Vill, München, und Dr. med. Ralf Husain, Jena, auf der 45. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und...

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Oft werden Menschen von einem Schlaganfall getroffen, weil sie Vorhofflimmern haben, ohne es zu wissen. Vorhofflimmern tritt bei über der Hälfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auf. Unbehandelt und ohne schützende Wirkung gerinnungshemmender Medikamente sind sie schutzlos dem Schlaganfall ausgesetzt. Jedes Jahr verursacht Vorhofflimmern etwa 30.000 Schlaganfälle. Vorhofflimmern ist auch eine häufige Herzrhythmusstörung bei Diabetikern, die Schätzungen zufolge ein um 34% erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern haben.

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Gute Nachrichten für alle, die das ganze Jahr über in die Sauna gehen: Wer mehrmals wöchentlich sauniert, kann das Schlaganfallrisiko um bis zu 61 Prozent senken. Zu diesem Ergebnis kommen ForscherInnen der Medizin Uni Innsbruck und der Universität Ostfinnland in einer gemeinsamen Studie, die das Sauna-Verhalten von über 1.600 Männern und Frauen unter die Lupe genommen hat. Das renommierte Fachjournal Neurology berichtet.

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Bei der Alzheimer-Krankheit ist bereits in einem frühen Stadium das Kurzzeitgedächtnis betroffen. Deshalb hilft den Patienten das Festhalten an bekannten Handlungsroutinen und Abläufen. Das empfiehlt die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) in ihrem kostenlosen Ratgeber „Leben mit der Diagnose Alzheimer“, der unter der Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0 oder www.alzheimer-forschung.de/diagnose-alzheimer bestellt werden kann.