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Medizin

August 2012

Hornhauttransplantationen: Innovationsschub durch hochenergetische Femtosekundenlaser

Forscher des Laser Zentrums Hannover e.V. (LZH) wollen weltweit erstmalig eine 2 μm Femtosekunden-Strahlquelle mit Pulsenergien im μJ-Bereich entwickeln. Seit annähernd 20 Jahren weiß man um die besonderen Vorzüge ultrakurzer Laserstrahlung. Aufgrund der extremen zeitlichen Verkürzung des Pulses erreicht man sehr hohe Spitzenintensitäten selbst bei geringen Pulsenergien. Die Wirkung ist beachtlich: Man kann Material sehr präzise schneiden und abtragen, ohne es durch Erwärmung zu schädigen. Diesen Vorteil macht man sich bereits in...

Optimiertes Hämoglobin von Mensch und Schnabeltier

Für den gesunden menschlichen Organismus sind etwa 37 Grad Celsius ideal, Schnabeltiere kommen dagegen schon bei 33 Grad gut zurecht. Jülicher Neutronenforscher haben zusammen mit französischen und australischen Kollegen herausgefunden, wie sich das Hämoglobin von verschiedenen Arten im Laufe der Evolution an die unterschiedlichen Körpertemperaturen angepasst hat. Es ist so beschaffen, dass es den Sauerstoff bei der jeweiligen Temperatur optimal von der Lunge in die Zellen transportieren kann.

70% weniger Emissionen durch Strom aus Biogas

Auf der Basis der Ergebnisse wurden Szenarien für die Darstellung der durchschnittlichen Biogasanlage in Deutschland erstellt. Das Minderungspotenzial der Stromproduktion aus Biogas unter Annahme von mittleren Emissionen gegenüber dem deutschen Strommix 2010 liegt mit 390 g CO2-Äq. je kWhel somit bei rund 70%. Darüber hinaus wurde anhand von best Practice Szenarien aufgezeigt, welches Reduktionspotenzial in der Technologie steckt. Die Emissionen aus Gärrestlager und Gasaufbereitung stellen hier das größte Optimierungspotenzial dar, beides ist...

Geschulte Schlaganfall-Helfer begleiten Patienten

An der Hochschule für Gesundheit (hsg) startet im Herbst 2012 das Forschungsprojekt „Geschulte Laienhelfer als professionelle Partner bei Schlaganfall“ (LPPS) im Studiengang Logopädie. Anfang Juli 2012 erreichte Studiengangs- und Projektleiterin Prof. Dr. Kerstin Bilda der Bescheid des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, dass das Projekt zur Antragstellung ausgewählt worden ist. Bilda hatte mit dem Verbundpartner Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe im Februar einen Förderantrag im Rahmen des ...

Einfluss von Nahrungsstoffen auf das Immunsystem des Darms: Mit Broccoli gegen Infektionen

Der Mikrobiologe und Immunologe Prof. Dr. Andreas Diefenbach, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene am Universitätsklinikum Freiburg, erhält die bedeutende Förderung „Starting Grant“ des Europäischen Forschungsrats (ERC) in Höhe von 1,5 Millionen Euro für sein Projekt „NutrImmune“. Der Wissenschaftler will den Einfluss von Nahrungsstoffen auf das Immunsystem des Darms untersuchen.

Endokrine Orbitopathie: Schilddrüsenüberfunktion wirkt sich schmerzhaft auf die Augen aus

Gerötete Augen, ungenügender Lidschluss, Doppelbildwahrnehmung und im besonders ausgeprägten Fall auch hervortretende Augäpfel – all diese Symptome gelten als typisch für endokrine Orbitopathie. „Hierbei handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Augenhöhle, die in der Regel zusammen mit einer Schilddrüsenüberfunktion, dem sogenannten Morbus Basedow, auftritt“, erklärt Dr. Dr. med. dent. Matthias Krause, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mit Spezialisierung auf plastische und...

BfArM: Calcitonin - Einschränkung der Indikation

Als Ergebnis der Neubewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses calcitoninhaltiger Arzneimittel empfehlen die Europäische Arzneimittelagentur EMA und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), die Therapie mit Calcitonin auf eine Kurzzeitanwendung mit der minimalen effektiven Dosis zu beschränken und die intranasale Anwendung zur Osteoporosetherapie nicht mehr fortzuführen. Folgende Indikationseinschränkungen und Empfehlungen resultieren aus dem Risikobewertungsverfahren:

Psoriasis und Begleiterkrankungen: Biomarker für Insulinresistenz und kardiovaskuläres Risiko verbessern sich unter Fumarsäureester-Therapie

Warum ist das kardiovaskuläre Risikoprofil von Psoriasis-Patienten so wichtig, und wie lässt es sich in der täglichen Praxis ermitteln? Welches therapeutische Potenzial hat die Beeinflussung der Insulinresistenz bei der Psoriasis? Wie lässt sich eine optimale Versorgung von Psoriasis-Patienten im Praxisalltag umsetzen? Diese im Rahmen der 23. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie diskutierten Fragen verdeutlichen die Vielschichtigkeit der Psoriasis vulgaris als Systemerkrankung.

"Legionärskrankheit": Legionellentoxine blockieren Eiweißherstellung

Forscherinnen und Forscher von der Universität Freiburg sowie dem russischen Forschungsinstitut Gamaleya in Moskau haben aufgedeckt, dass Legionellen durch Giftstoffe die Herstellung der Eiweiße in Wirtszellen stören. Hierbei wird der Zucker Glukose an den sogenannten Elongationsfaktor 1A geheftet, der als Hilfsfaktor eine Schlüsselrolle bei der Herstellung von Eiweißen hat. Dadurch gelingt es den Legionellen, für sich selbst einen optimalen Lebensraum zu schaffen. Gleichzeitig vergiften sie die Wirtszelle, wie die Wissenschaftler in der renommierten...

PET-Methode zur Früherkennung der Alzheimer-Erkrankung

Wird heute die Diagnose Alzheimer gestellt, erfolgt das meistens aufgrund bereits deutlicher Symptome und nach dem Ausschlussprinzip: Kommen keine anderen Ursachen für die geistigen Ausfallerscheinungen in Frage, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Demenz vom Alzheimer Typ. Erkennbar wird die Erkrankung damit meist erst, wenn die geschädigten Hirnzellen unwiederbringlich verloren sind. Mit einer neuen hochmodernen Diagnosemethode können die Ärzte am Universitätsklinikum Leipzig jetzt Alzheimer bereits im Frühstadium sicher erkennen.

SLIT-Präparate von Novartis und Stallergenes teilweise nicht mehr verfügbar: Patienten Alternativen aufzeigen

Einige Präparate zur sublingualen Immuntherapie der  Firmen Novartis (TOL SL plus Gräser, Frühblüher, Milben) und Stallergenes  (Staloral Gräser) sind nicht mehr erhältlich. Die Verfügbarkeit in Deutschland von  Staloral Milbe ist nach Herstellerangaben nicht gesichert. Einige Präparate zur sublingualen Immuntherapie der  Firmen Novartis (TOL SL plus Gräser, Frühblüher, Milben) und Stallergenes  (Staloral Gräser) sind nicht mehr erhältlich. Die Verfügbarkeit in Deutschland von ...

HIV-1: Potenzieller Wirkstoff-Kandidat CXCR4-Rezeptor-Inhibitor zeigt erhöhte Aktivität

Im Kampf gegen AIDS haben Wissenschaftler einen neuen viel versprechenden Therapieansatz gefunden – mit denkbar einfachen Mitteln. Obwohl sie die Form eines bereits bekannten synthetischen Anti-HIV-Moleküls nur leicht veränderten, erzielten sie eine große Wirkung: Das neue Mini-Protein dockt besser an CXCR4-Rezeptoren auf der Oberfläche von Immunzellen an, einem bevorzugten Angriffspunkt für häufig vorkommende HIV-Varianten. Damit ist dem Aids-Erreger der Eintritt in die Zellen verwehrt, die Viren können sich nicht weiter im Organismus...

Dopamin - ein Stoff mit vielen Botschaften

Jedes Kind lernt schnell, negative Situationen zu vermeiden und nach positiven zu streben. Doch nicht nur Menschen können sich an positive und negative Sinneseindrücke erinnern; sogar das verhältnismäßig kleine Gehirn von Fruchtfliegen ist dazu in der Lage. Dabei spielen Nervenzellen eine Rolle, die mit den Pilzkörpern im Fruchtfliegengehirn verbunden sind und den Botenstoff Dopamin enthalten. Forscher des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried identifizierten vier verschiedene spezifische Typen solcher Nervenzellen. Drei dieser ...

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Es gibt Bakterien, die Wasserstoff und Naturstoffe produzieren, was sowohl für die Umwelt als auch für die Medizin wichtig ist. In Jena hat ein Forschungsteam nun die Fähigkeit zur Wasserstoff- und Naturstoffproduktion in einer Gruppe von Bakterien nachgewiesen, die bis dahin eher als Krankheitserreger bekannt waren. In Gemeinschaft mit einem methanproduzierenden Bakterium konnten diese Bakterien Milchsäure zu Methan umwandeln.

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Rezeptfreie Schmerzmittel sind wirksam und sicher. „Sie sollten jedoch – wie alle anderen Arzneimittel – strikt nach Packungsbeilage eingenommen werden“, sagt Dr. Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft beim Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH). Er reagiert damit auf den Fernsehbeitrag des ARD-Magazins Plusminus vom 13.09.2017, der rezeptfreie Schmerzmittel als gefährlich darstellt.

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