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Medizin

Januar 2013

Diarrhö: Therapie mit hochdosierten Lactobazillen überzeugt Apotheker

Eine große Mehrheit der Apotheker wollen mit Probiotika wie Lacteol® die Krankheitsursachen einer Diarrhö behandeln - und nur rund 12% plädieren für eine rein symptomatische Therapie z. B. mit Motilitätshemmern wie Loperamid. Und die meisten Pharmazeuten sind überzeugt: Lacteol® ist sehr gut verträglich und  bildet einen effektiven Biofilm aus, der die Adhäsion pathogener Keime an der Darm-Mukosa hemmt. Aus diesen Gründen schnitt Lacteol® unter marktüblichen Antidiarrhoika am besten...

Neue Antikoagulantien - DGN und DSG kritisieren Beurteilung durch AkdÄ

Die AkdÄ hat im September 2012 die „Empfehlungen zum Einsatz der neuen Antikoagulantien Dabigatran (Pradaxa®) und Rivaroxaban (Xarelto®)“ zur oralen Antikoagulation bei nicht valvulärem Vorhofflimmern (VHF) herausgegeben. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) sind in Teilen nicht mit den Beurteilungen durch die AkdÄ einverstanden und kommentieren diese Empfehlungen im Folgenden kritisch:

Wissenschaftler entwickeln Test zur Erfassung von alltagspraktischen Fähigkeiten bei Demenz

Einschränkungen bei der geistigen Leistungsfähigkeit, vor allem aber zunehmende Schwierigkeiten, sich im Alltag zurechtzufinden - das sind Leitsymptome der verschiedenen Formen von Demenz. Um zuverlässig festzustellen, ob und in welchem Maße Demenzpatienten im Alltagsleben eingeschränkt sind, arbeiten Forscher der Psychiatrischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen an einem Leistungstest, der vor allem bei Patienten mit leichter Demenz den Status der alltagspraktischen Fähigkeiten messen kann - und zwar direkt am Patienten selbst. Das ...

40 000 Bakterien-Generationen liefern Erklärung für Mutationen

Die Fähigkeit von Bakterien Mutationen zu erzeugen und sich dadurch anzupassen, hängt sowohl von ihrer Umgebung, als auch von ihrer Anpassungsfähigkeit ab. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher des Labors Anpassung und Pathogenese von Mikroorganismen (LAPM, CNRS / Joseph Fourier-Grenoble Universität) (1), in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Genomik Genoscope (CEA/IG-Evry). Mutationen im Bakteriengenom beeinflussen die Anpassungsfähigkeit und sind beispielsweise verantwortlich für die Entstehung von Bakterien mit einer Multiresistenz gegen...

Neues Gen für Alkoholismus entdeckt

Menschen mit einer genetischen Veranlagung zu erhöhtem Alkoholkonsum neigen gerade unter Stress zu einem exzessiven Missbrauch. Die molekularen Ursachen dieser Form von Abhängigkeit sind Gegenstand intensiver Forschung. Betroffenen Personen könnte mit einem einfachen Eingriff in den Proteinstoffwechsel geholfen werden. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Universität Leipzig und des Berliner Leibniz-instituts für Molekulare Pharmakologie in einer Gemeinschaftsarbeit gekommen, die jüngst im Fachjournal PLOS ONE veröffentlicht wurde.

Alzheimer Forschung Initiative e.V. stockt Forschungsetat um 40.000 Euro auf

Der Alzheimer-Forscher Dr. Matthias Schmitz von der Universitätsmedizin Göttingen wird bis 2014 mit 40.000 Euro von der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) gefördert. Damit stockt die AFI ihren Forschungsetat für Projekte der aktuellen Förderungsrunde auf insgesamt 363.024 Euro auf. Bereits im Dezember 2012 hatte die Alzheimer Forschung Initiative e.V. die Finanzierung von sechs Alzheimer-Forschungsprojekten an den Universitäten Göttingen, Aachen, Bonn, Erlangen-Nürnberg und München bekannt gegeben. Die AFI ist...

Deutscher Herzbericht: Sterblichkeit bei Herzkrankheiten nimmt ab, Versorgung immer besser, alte Menschen profitieren am meisten von Innovationen

„Die Sterblichkeit bei Herzerkrankungen geht in Deutschland kontinuierlich zurück, auch alte Menschen profitieren zunehmend von den Fortschritten der modernen Kardiologie. Die kardiologische Versorgung hat bereits ein hervorragendes Niveau erreicht und wird immer besser, allerdings gibt es noch regionale kardiologische Unterschiede, an denen konsequent gearbeitet werden muss.“ So fasst Prof. Dr. Georg Ertl (Würzburg), der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), die Kernaussagen des heute in Berlin vorgestellten Deutschen ...

Forschung: Strukturierte Anordnung von Myosin-Filamenten in Muskelzellen

Die aktuelle Forschungsarbeit von Gazda et al. beschreibt wie das konservierte Protein UNC-45 die präzise Anordnung von Myosin in definierte Muskelstrukturen vermittelt. Die Abbildung illustriert das „Faltungs-Muster“ Prinzip: UNC-45 bildet eine Montageplattform, die die Arbeit weiterer Mechaniker (Hsp70 und Hsp90; hervorgehoben) an Muskel-Myosin in regelmäßigen Abständen entlang entstehender Myofilamente organisiert.

Therapie des Typ-2-Diabetes: Diabetestherapie sollte mit Metformin starten

Das blutzuckersenkende Medikament Metformin schützt Patienten mit Typ-2-Diabetes besser vor Herzinfarkten und Schlaganfällen als Medikamente aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe. Dies ergab eine US-amerikanische Studie, die kürzlich in den Annals of Internal Medicine veröffentlicht wurde. Demnach liegt das Risiko für Herzkreislauferkrankungen unter einer Therapie mit Sulfonylharnstoffen um 21 Prozent höher als bei einer Metformin-Behandlung. Aus Sicht der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) untermauern die Studienergebnisse die Empfehlung, die...

SIKO empfiehlt HPV-Impfung für Jungen und Männer in Sachsen/ Erweiterung der Impfempfehlung ist seit 1. Januar 2013 offiziell

Die SIKO (Sächsische Impfkommission) hat zu Jahresbeginn die HPV-Impfung für Jungen und Männer mit dem tetravalenten Impfstoff in ihre öffentliche Impfempfehlung aufgenommen (1). Analog dem von der STIKO (Ständige Impfkommission Deutschland) empfohlenen Impfalter bei Mädchen und Frauen (2), befürwortet die SIKO auch männliche Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren zu impfen.

Forschung: Wirkung von Antikörpertherapien gegen Organabstoßung

Antikörpertherapien haben in den letzten Jahren die Behandlung vieler Krankheiten - insbesondere Krebserkrankungen – revolutioniert. Dennoch ist es meist nur ein Teil der Patienten, bei denen die zielgerichtet eingesetzten Immunproteine die gewünschte Wirkung erzielen. Denn obwohl sich die Antikörper ganz spezifisch gegen Rezeptoren oder Proteine richten, die im jeweiligen Krankheitsgeschehen eine zentrale Rolle spielen, ist wenig darüber bekannt, wovon das Ansprechen des einzelnen Patienten auf die Therapie beeinflusst wird.

Prognose nach einer schweren Blutung ist besser für Dabigatran- als für Warfarin-Patienten

In der RE-LY®-Studie hatten Dabigatran-Patienten nach einer schweren Blutung eine bessere Überlebenschance und verbrachten weniger Zeit auf der Intensivstation als Warfarin-Patienten Die Daten stützen erneut das positive Sicherheitsprofil von Dabigatran. Die Ergebnisse einer neuen Post-hoc Analyse der Meilensteinstudie RE-LY®a zeigen, dass nach einer schweren Blutung die Sterblichkeit bei Patienten mit Pradaxa® (Dabigatranetexilat)-Therapie geringer war als bei Patienten mit Warfarin-Therapie. Auch verbrachten die...

Immunsystem: Bakterien- und Virendetektor alarmbereit am Einsatzort

„Gefahr!“, signalisiert der molekulare Detektor mit dem Namen TLR9, wenn er bakterielle oder virale Erbinformation, die DNA, erkennt. Dann leitet das Immunsystem die Bekämpfung der Infektion ein. Dieser erste Schutz funktioniert schnell, weil er grundlegende Strukturen der Eindringlinge erkennt - in diesem Fall die DNA der Bakterien oder Viren. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) haben gezeigt, dass TLR9 fremde DNA nicht nur rasch erkennt, sondern bereits einsatzbereit dort wartet, wo er auf sie treffen wird.

Symptomlinderung und Sekretolyse - der Königsweg, um Atemwegsinfekte zu behandeln

Atemwegsinfekte sind einer der häufigsten Gründe für einen Besuch beim Allgemeinmediziner oder HNO-Facharzt sowie für eine Arbeitsunfähigkeit. Auf dem Pressegespräch „Update grippale Infekte“ am 14.12.2012 in Hamburg erklärte PD Dr. Thorsten Zehlicke, leitender Oberarzt der HNO-Abteilung am Hamburger Bundeswehrkrankenhaus, die tragenden Säulen bei der Therapie eines Atemwegsinfektes. Fazit: Eine schnelle Symptomlinderung verbessert das Allgemeinbefinden und erhält die Leistungsfähigkeit. Dazu gewährleistet eine...

FGF21-Signalweg essentiell für Fettverbrennung und Cholesterinwert

Das Zusammenspiel der Hormone Glukagon und Fibroblastenwachstumsfaktor 21 (FGF21) reguliert entscheidend den Fettstoffwechsel und das Körpergewicht. Durch ihre gemeinsame Wirkung kommt es zu einer verminderten Nahrungsaufnahme und erhöhten Fettverbrennung, daher gelten die Botenstoffe als vielversprechende Kandidaten für die Behandlung von Übergewicht und Typ-2-Diabetes. Dies fanden Wissenschaftler des Instituts für Diabetes und Adipositas (IDO) am Helmholtz Zentrum München in Kooperation mit dem Metabolic Diseases Institute der Universität ...

Bei Schlaganfallpatienten Aufmerksamkeitsstörungen voraussagen

Aufmerksam sein zu können ist keine automatische Gabe, sondern eine aktive Leistung des Gehirns. Das wird deutlich, wenn Schlaganfälle kritische Orte des Gehirns zerstören und die Betroffenen ihre Umgebung nicht mehr aufmerksam wahrnehmen können. Doch welche Orte sind das? Wissenschaftlern der Neurologischen Universitätsklinik Tübingen und vom Hertie Institut für klinische Hirnforschung (HIH) sowie Forschern aus den USA ist es nun in einer gemeinsamen Untersuchung von Schlaganfallpatienten gelungen, das Hirnnetzwerk sichtbar zu machen, das ...

Daten aus unterschiedlichen Blutzuckermess-Systemen in die Praxissoftware integrieren

An einem Tag entstehen alleine in Deutschland bei Menschen mit Diabetes bis zu 11,6 Millionen Blutglukosemesswerte. Diese Datenflut ist überwältigend, spielt doch die Dokumentation, Analyse und Interpretation der Daten im Rahmen des Diabetes-Managements eine zentrale Rolle. Ärzte, Diabetesberater und Kliniker wünschen sich eine Datenübertragung aus dem Blutzuckermessgerät direkt in die Praxis-EDV bzw. in die Patientenakte, um auf dieser Basis eine optimale Therapieentscheidung treffen zu können. Bis dato gab es keine universelle Möglichkeit,...

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Anlässlich des Darmkrebsmonats März ruft die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) dazu auf, die Vorsorgekoloskopie besser zu nutzen. Das von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlte Angebot gehört zu den effektivsten Früherkennungsmaßnahmen, die in der Medizin zu Verfügung stehen: In den ersten 10 Jahren nach Einführung der gesetzliche Darmkrebsfrüherkennung sank die Darmkrebssterblichkeit bei Männern ab 55 Jahren um fast 21 %, bei Frauen dieser Altersgruppe sogar um mehr als 26 %....

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Etwa jede zehnte Frau in Deutschland leidet unter einem Lipödem, auch als Reiterhosenphänomen bekannt. Hierbei treten symmetrische schwammige Schwellungen an den Beinen und in 30 Prozent der Krankheitsfälle auch an den Armen auf. Die Ursache: eine Fettverteilungsstörung, die mit Wassereinlagerungen einhergeht. Lipödempatienten stehen aus mehreren Gründen unter einem sehr hohen Leidensdruck. Sie haben nicht nur sehr starke Berührungs- und Druckschmerzen, sondern auch Spannungsgefühle, sodass bereits einfache Tätigkeiten wie Haare föhnen oder...

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