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Medizin

März 2013

Mit Ultraschall gegen Lebertumoren

Mit Ultraschall lassen sich nicht nur Bilder aus dem Körper aufnehmen. Mittlerweile können ihn Mediziner auch nutzen, um Tumoren zu behandeln. Dazu zielen sie mit starken, gebündelten Ultraschallwellen so in den Körper des Patienten, dass dort die Krebszellen auf über 60 Grad Celsius erhitzt und zerstört werden. Das gesunde Gewebe dagegen bleibt weitgehend ungeschädigt. Bislang ist diese "fokussierte Ultraschalltherapie" nur für wenige Erkrankungen zugelassen, etwa zur Behandlung von Prostatakrebs und bestimmten...

Calciumkanal im Kleinhirn als Auslöser für Bewegungsstörungen und Epilepsien

Ein Defekt im Calciumkanal vom sogenannten P/Q-Typ in den Nervenzellen des Kleinhirns kann eine Reihe von Bewegungsstörungen und eine spezielle Form der Epilepsie auslösen, die Absencen. Das berichtet ein Forscherteam um Dr. Melanie Mark und Prof. Dr. Stefan Herlitze von der Ruhr-Universität Bochum. Sie untersuchten Mäuse, denen der Ionenkanal vom P/Q-Typ in denjenigen Nervenzellen fehlte, die modulierende Signale ins Kleinhirn senden. „Wir hoffen, dass unsere Ergebnisse dazu beitragen werden, neue Behandlungsmethoden zu entwickeln, vor allem für...

Neues Regulationsverfahren bei Zellwandbiosynthese von Darmbakterien entdeckt

Wissenschaftler der Universität Göttingen und der Universität Würzburg konnten in einer Studie den Mechanismus aufklären, wie der Aufbau von Zellwänden bei Darmbakterien reguliert wird. Der neu entdeckte Regulationsmechanismus findet in allen Darmbakterien statt. Zu diesen gehören bedeutsame Krankheitserreger wie pathogene Escherichia coli, zum Beispiel EHEC, und Salmonellen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Genes & Development erschienen.

Speiseröhrenfunktionsstörungen: rein endoskopisches Verfahren bei Achalasie möglich

Funktionsstörungen der Speiseröhre können jetzt am Universitätsklinikum Würzburg mit einem rein endoskopischen Verfahren behoben werden. Für die Einarbeitung in die neue Therapieoption konnten die Würzburger Chirurgen das Know-how eines japanischen Kollegen nutzen. Achalasie ist eine Beweglichkeitsstörung der Muskulatur, die den Mageneingang öffnet und verschließt. Die Betroffenen leiden unter Brustschmerzen, Schluckstörungen sowie dem Zurückdringen des Mageninhalts in die Speise- oder sogar in die Luftröhre. Abhilfe...

Studie beurteilt Lebertoxizität von Pflanzenextrakten

Die gängigen Algorithmen, mit denen leberschädigende pflanzliche Substanzen identifiziert werden, sind nicht zuverlässig. Das belegt eine Studie unter Beteiligung des Frankfurter Universitätsklinikums, die im März im Fachmagazin "Expert Opinion on Drug Safety" publiziert ist. Die Leber wird häufig durch Nahrungsbestandteile, Arzneimittel, Gifte oder Infektionen beschädigt. Allerdings ist die Identifizierung dieser Stoffe nicht immer zuverlässig. Eine Studie hat jetzt überprüft, wie gut die bisherige Beurteilung von...

Wilms-Tumor-Gen WT1 steuert Funktionsfähigkeit der Niere

Unsere Nieren sind für die Reinigung des Blutes und Ausscheidung von Schadstoffen essentiell; schon kleine Schäden beeinträchtigen den gesamten Körper. Die Funktionsfähigkeit der Niere geht mit dem Lebensalter verloren. Alternsbedingte Nierenerkrankungen sind die Folge des Anstiegs der Lebenserwartung. Jenaer Forscher des Leibniz-Instituts für Altersforschung haben mit Kollegen aus Wien entdeckt, dass das Wilms-Tumor-Gen WT1 die Bildung und den Erhalt von Podozyten, hochdifferenzierte Zellen des Nierenfilters, auch in der adulten Niere steuert. WT1 ist...

Cyanobakterium "selektioniert" sich selbst bei Toxin-Antitoxin-Plasmidverlust

Das Cyanobakterium Synechocystis stellt Toxine her, die oftmals zu seinem eigenen Untergang führen. Die Biologen Stefan Kopfmann und Prof. Dr. Wolfgang Hess von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg haben die Logik ergründet, die diesem Mechanismus zugrunde liegt. Ihre Forschungsergebnisse wurden in dem renommierten Fachmagazin "Journal of Biological Chemistry" (JBC) und der Zeitschrift der "Public Library of Science" (PLoS ONE) veröffentlicht.

Studie: Kontrastmittel zeigt drohende Hirnblutung bei Aneurysmen an

Eine neue Untersuchung könnte es Ärzten künftig erstmals ermöglichen, zwischen gefährlichen und harmlosen Gefäßaufweitungen im Gehirn, sogenannten Aneurysmen, zu unterscheiden. Die blasen- und schlingenförmigen Aussackungen in den Hirnarterien werden seit einigen Jahren immer häufiger zufällig bei Menschen entdeckt, die sich einer Kernspin- und Computertomographie unterziehen. Jährlich sterben etwa 5 000 Menschen in Deutschland an solchen geplatzten Gefäßfehlbildungen. Hirnaneursymen sind ein Schwerpunkt auf der 64....

Forscher entwickeln Immuntherapie für Darmkrebspatienten

Darmtumoren sondern ein spezielles Eiweiß ab, das sie für das körpereigene Abwehrsystem unangreifbar macht. Dies haben Forscher des Universitätsklinikums Bonn herausgefunden. Nun wollen sie dem Immunsystem seine Kraft zurückgeben: Eine neue Immuntherapie soll den Abwehrmechanismus der Tumoren aushebeln und die Killerzellen des Immunsystems wieder auf sie aufmerksam zu machen. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Forschungsvorhaben der Wissenschaftler um PD Dr. Linda Diehl vom Institut für Molekulare Medizin und Experimentelle Immunologie des...

Immunsystem kann Heilung von Knochenbrüchen verzögern

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben einen Zusammenhang zwischen der verzögerten Heilung von Knochenbrüchen und einer erhöhten Konzentration bestimmter Immunzellen im Blut von Patienten nachweisen können. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass das Immunsystem dieser Patienten auf einen Knochenbruch wie auf eine Infektion reagiert und zu bekämpfen versucht. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science Translational Medicine publiziert.

Algorithmus vergleicht Pflanzen-Genome

Die Suche nach der Mutation hinter einem neuen Merkmal war jahrzehntelag gleichbedeutend mit der Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen. Korbinian Schneeberger, George Coupland und ihre Kollegen vom Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln haben einen Algorithmus entwickelt mit dem sich nahe verwandte Genome vergleichen lassen, egal von welcher Spezies. Der Algorithmus findet Sequenzen, in denen sich die Genome unterscheiden. Dazu gehört auch die Mutation, die der Pflanze ein neues Erscheinungsbild gibt.

Nikotinverzicht reduziert schädliche Stoffwechselprodukte

Wer das Rauchen einstellt, kann die durch Nikotin schädlich veränderten Stoffwechselprodukte deutlich reduzieren. Dadurch verringert sich auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und andere gesundheitliche Folgen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München nach der Auswertung einer bevölkerungsbasierten Kohortenstudie. Ihre Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift ‚BMC Medicine‘ veröffentlicht.

Tatort Schmerztherapie: Wechselwirkungen und Schmerzerfassung im Fokus

Über die Herausforderungen und potentiellen Lösungsansätze einer adäquaten Schmerztherapie diskutierten Teilnehmer und renommierte Schmerzspezialisten unter anderem auf der Fortbildungsveranstaltung - "Schmerztherapeuten im Dialog - NRW 2013. Tatort Schmerztherapie". 60 Schmerztherapeuten aus Nordrhein-Westfalen waren der Einladung von Dr. Johannes Horlemann, Kevelaer, Klaus Längler, Erkelenz, sowie des pharmazeutischen Unternehmens Janssen gefolgt, um sich in zahlreichen Vorträgen und Workshops über praxisrelevante Themen rund um die...

Aktuelle Zahlen zu Krebserkrankungen: Darmkrebs nimmt weiter ab, Lungenkrebs bei Frauen steigt

Der interaktive Atlas der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister e.V. (GEKID) präsentiert ab sofort die aktuellen Zahlen zum Krebsgeschehen aus den epidemiologischen Krebsregistern der Bundesländer. "Erfreulich sind weiter sinkende Neuerkrankungsraten beim Darmkrebs. Verglichen mit dem Jahr 2004 ist die altersbereinigte Erkrankungshäufigkeit im Jahr 2010 um mehr als 10% gesunken", erklärt der Vorsitzende der GEKID, Prof. Dr. Alexander Katalinic, Universität zu Lübeck.

Chronische Schmerzen nach Operationen vermeiden

Nach bestimmten Operationen, etwa am Herzen, bei Brustkrebs, der nicht organerhaltend operiert werden kann, oder Kniegelenk-Ersatz, entwickeln sich bei bis zu zehn Prozent der Patienten chronische Schmerzen. Dr. Reinhard Sittl vom Interdisziplinären Schmerzzentrum des Universitätsklinikums Erlangen, der Träger des Deutschen Schmerzpreises 2013, konnte mit seiner klinischen Forschergruppe Faktoren identifizieren, die das Risiko für postoperative chronische Schmerzen erhöhen und daraus Empfehlungen ableiten, wie diesen Schmerzen vorgebeugt werden kann.

Wissenschaftler bestätigen Theorie zum Mechanismus der Blutgerinnung mithilfe eines künstlichen Blutgefäßsystems

Wissenschaftlern der Sektion Experimentelle Dermatologie an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, die sich mit der Gerinnungsforschung beschäftigen, ist es erstmals gelungen, die gemeinsam mit ihren Forschungspartnern postulierten physikalischen Mechanismen der initialen Blutgerinnung experimentell, mithilfe eines künstlich nachgebildeten Blutgefäßsystems, nachzuvollziehen.

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