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Medizin

Dezember 2012

Afrikanische Schlafkrankheit schon vor ersten Symptomen nachweisbar

Die afrikanische Schlafkrankheit ist eine südlich der Sahara weit verbreitete Infektionskrankheit. Etwa 60 Millionen Menschen im Tropengürtel Afrikas laufen täglich Gefahr, sich mit der Schlafkrankheit zu infizieren. Doch nur etwa vier Millionen von ihnen werden durch Gesundheitskontrollen überwacht. Darmstädter Biologen haben nun einen Biosensor entwickelt, mit dem die Krankheit schon vor ihrem Ausbruch nachweisbar ist – mit einfachen und kostengünstigen Mitteln.

DDG kritisiert Stellungnahme des IQWiG zur Nutzenbewertung von Linagliptin als wissenschaftlich nicht haltbar und methodisch mangelhaft

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat den Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zum Zusatznutzen für das Diabetes-Medikament Linagliptin als „wissenschaftlich nicht haltbar“ und methodisch mangelhaft kritisiert. Es gebe aus Sicht der DDG derzeit keinen Zweifel am Vorteil der DPP-4 Inhibitoren gegenüber Sulfonylharnstoffen, heißt es in einer aktuellen DDG-Stellungnahme. Es sei zu befürchten, dass in Folge des IQWiG-Berichts Diabetespatienten in Deutschland vom weltweiten...

Neurodegenerative Erkrankungen: Unheilvolles Zusammenspiel zerstört Nervenzellen

Viele neurodegenerative Erkrankungen entstehen durch die vermehrte Ablagerung von Eiweißmolekülen im Gehirn. Das gilt auch für die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), bei der Nervenzellen absterben, die die Muskelbewegung steuern. Zerstört werden sie unter anderem durch Anhäufungen des Proteins SOD1 (Superoxiddismutase 1). Die genauen molekularen Mechanismen, die zu diesen Ablagerungen führen, sind jedoch noch weitgehend unbekannt. Ein portugiesisch-deutsch-schwedisches Team hat nun herausgefunden, dass wahrscheinlich ein weiteres Protein an der Entstehung...

Nikotinpflaster gegen Parkinson?

Parkinson lässt sich bisher nicht heilen und nicht aufhalten. Lediglich die Symptome wie Bewegungsverlangsamung, Zittern und Steifigkeit können gelindert werden. Ein neuer Behandlungsansatz dazu ist jetzt Gegenstand einer klinischen Studie: Medizinforscher, darunter auch Neurologen des UKL, wollen untersuchen, ob sich mit Nikotinpflastern die Nervenerkrankung beeinflussen lässt. Dazu startet jetzt eine vom Kompetenznetz Parkinson getragene transatlantische Studie, für die auch am Universitätsklinikum Leipzig Teilnehmer gesucht werden.

Cocktail verleiht Immunzellen Ausdauer gegen Krebs

Die Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) des Immunsystems können Krebs wirksam bekämpfen, verlieren aber in der Regel zu schnell ihre Angriffslust, um solide Tumoren zurückzudrängen. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum entdeckten nun, dass ein Cocktail aus drei verschiedenen Immunbotenstoffen die NK-Zellen langfristig aktiviert. In Mäusen lassen so angeregte NK-Zellen Tumoren schrumpfen. Auch NK-Zellen des Menschen werden durch den Cocktail anhaltend aktiviert.

Diabetes und Depressionen treten häufig gemeinsam auf

Menschen mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes mellitus sind besonders gefährdet, auch Depressionen zu entwickeln. Jeder achte Mensch mit Diabetes leidet an einer Depression, bei jedem fünften Patienten liegt eine erhöhte Depressivität vor. Umgekehrt haben stoffwechselgesunde Menschen mit einer Depression auch ein erhöhtes Risiko für Diabetes Typ 2. Beide Erkrankungen werden jedoch häufig erst spät erkannt. Dies kann den Erfolg einer Diabetestherapie gefährden. Betroffene sollten daher ihren behandelnden Arzt auf ihr Befinden ...

S1-Leitlinie zur Behandlung der Rheumatoiden Arthritis soll Biologika-Zugang bei hoher Krankheitsaktivität vereinfachen/ Tocilizumab erstmals Firstline-Biologikum

Seit September gibt für den Rheumatologen eine S1-Leitlinie (1) zur Behandlung der Rheumatoiden Arthritis (RA), so Prof. Klaus Krüger, München, Mitglied der Leitlinien-Expertenkommission. Die darin enthaltenen Empfehlungen sollen eine moderne, evidenzbasierte Therapie mit frühem Zugang zu Biologika für Patienten mit hoher Krankheitsaktivität und schlechter Prognose gewährleisten. Als Firstline-Biologikum empfohlen wird Tocilizumab plus Methotrexat. Dieses wird als einziges Biologikum auch für die Monotherapie empfohlen, wenn MTX nicht zum...

Krebstherapien zeitgleich: Chemotherapie mit Bestrahlung verbessert Ergebnisse und verkürzt Behandlungszeit

Die Krebsgeschwulst abtöten und gestreute, „unsichtbare“ Krebszellen vernichten: Kombinierte Strahlen- und Chemotherapie gegen Krebs erweist sich zunehmend als erfolgreich. Immer häufiger wenden Ärzte deshalb beide Behandlungen gleichzeitig beziehungsweise in engem zeitlichen Zusammenhang an. Diese simultane Radiochemotherapie verbessert nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) nicht nur die Therapieergebnisse, sie verkürzt auch die Behandlungsdauer für die Patienten.

Blutzucker richtig messen: erster Tropfen liefert die genauesten Messergebnisse

Rund sechs Millionen Menschen sind in Deutschland an Diabetes mellitus erkrankt. Viele messen ihren Blutzuckerspiegel selbst mit einem Messgerät, oft mehrfach am Tag. Dafür wird mit einer Stechhilfe durch einen Stich in den Finger ein kleiner Tropfen Blut gewonnen. Einige, vor allem Patienten, bei denen der Diabetes erst kürzlich festgestellt wurde, sind dabei unsicher: Ist der erste Tropfen Blut für die Messung „sauber“ und damit aussagekräftig genug? Was kann ich tun, um Schmerzen zu vermeiden? Muss es immer ein Stich sein oder sind schon...

Phase IIa-Studie mit Anti-Hepcidin Spiegelmer NOX-H94 zur Anämie der chronischen Erkrankung

NOXXON Pharma gab die Behandlung der ersten Patienten, die an einer funktionellen Eisenmangelanämie, der sogenannten Anämie der chronischen Erkrankung, leiden, mit seinem Anti-Hepcidin Spiegelmer NOX-H94 bekannt. Der Start dieser Phase IIa-Studie folgt auf den erfolgreichen Abschluss einer Phase I-Studie, deren Ergebnisse während des kommenden Jahrestreffens der American Society of Hematology (ASH) in Atlanta vom 8. bis 11. Dezember 2012 vorgestellt werden.

Molekularbiologische Wechselwirkungen zwischen Tee-Inhaltsstoffen und der menschlichen DNA?

Menschen, die regelmäßig schwarzen oder grünen Tee trinken, erkranken seltener an Osteoporose, Krebs- oder Herz-Kreislauf-Leiden als solche, die kaum oder nie Tee trinken. Dies haben zahlreiche epidemiologische Studien ergeben. Warum dies so ist, war bislang jedoch ungeklärt. Nikolai Kuhnert, Professor für Chemie an der Jacobs University, und sein Team konnten nun erstmals zeigen, dass es molekularbiologische Wechselwirkungen zwischen bestimmten Tee-Inhaltsstoffen und der menschlichen DNA gibt, die für die positiven Auswirkungen des Tees verantwortlich...

Asthma: INUVAIR Mikrosol für Erhaltungs- und Bedarfstherapie zugelassen

Erleichterung der Asthmatherapie sowohl für Ärzte als auch für Patienten: Erstmals steht nun für das MART-Konzept (Maintenance and Reliever Therapy) ein Dosieraerosol mit extrafeinen Wirkstoffpartikeln zur Verfügung. Ergänzend zu ihrer Erhaltungstherapie können Patienten das Präparat zusätzlich auch in der Bedarfssituation anwenden. Damit ist eine effektive Asthmatherapie mit ein und demselben Device möglich. Experten versprechen sich davon eine verbesserte Therapieadhärenz. Die Fixkombination INUVAIR® Mikrosol...

Magenoperation gegen Diabetes: deutschlandweit erste kontrollierte Studie startet

Kann eine Operation an Magen und Dünndarm die Zuckerkrankheit heilen? Eine Studie mit 400 nur mäßig übergewichtigen Diabetikern unter Federführung der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg untersucht, ob ein „Magenbypass“, bei dem der größte Teil des Magens ausgeschaltet wird, den Blutzuckerspiegel und die Stoffwechselsituation normalisieren und dadurch Spätschäden des Diabetes verhindern kann. Die „DiaSurg-2-Studie“ ist die deutschlandweit erste kontrollierte Studie zu dieser Fragestellung und wird...

Giftige Pflanzenschutzmittel können Parkinson auslösen

Schon länger vermuten Wissenschaftler auch äußere Faktoren als mögliche Ursache für eine Parkinson-Erkrankung. Forscher der Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus und des Instituts für Anatomie an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus in Dresden haben nun den Mechanismus entschlüsselt, mit dem das Insektizid Rotenon Symptome der Parkinson-Krankheit auslöst und verstärkt. Dabei spielen Nervenverbindungen zwischen Darm und Hirn eine wesentliche Rolle. Diese aktuellen...

Weihnachtsspende: Kinderkardiologie des Universitätsklinikums Tübingen erhält Spezialsonde für Säuglinge

Etwa jedes 100. Kind wird mit einem Herzfehler geboren – das sind in Deutschland mehr als 6.000 Kinder pro Jahr. Dank des medizinischen Fortschritts kann den kleinen Patienten schon im frühen Kindesalter geholfen werden. Die Kinderkardiologie des Universitätsklinikums Tübingen erhält dazu eine neue Spezialsonde, welche die Behandlung von herzkranken Kindern erleichtert. Fresenius Kabi Deutschland macht diese Anschaffung möglich: 20.000 Euro spendet das Unternehmen aus Bad Homburg an die Elterninitiative Herzkranker Kinder e.V. (ELHKE) aus...

Dopaminerge Parkinsontherapie: Auf die Resorptionskinetik kommt es an

Um die Lebensqualität von Parkinsonpatienten nach Möglichkeit zu erhalten, erfolgt meist eine sehr feine Dosiseinstellung der dopaminergen Medikation - denn das therapeutische Fenster ist schmal. Im Rahmen einer dreiteiligen Omnia-Med-(ehemals Pri-Med)-Fortbildungsreihe in Berlin, Frankfurt und München referierten Experten darüber, wie sich die erforderlichen Wirkspiegel über den Tag hinweg zuverlässig regulieren lassen. „Dabei spielt insbesondere die zwischen wirkstoffgleichen Präparaten oft sehr unterschiedliche Pharmakokinetik eine...

Herzkranke Diabetespatienten häufig falsch behandelt? Bypass-Operation sichert längere Überlebenszeit als Stent

Diabetespatienten, die unter mehrfach verengten Herzkranzgefäßen leiden, sollten sich eher einer Bypass-Operation unterziehen als sich eine Gefäßstütze, einen sogenannten Stent, legen zu lassen. Dies zeigt eine internationale Studie, die in der Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine“ erschienen ist. Demnach überleben Diabetespatienten nach einer Bypass-OP deutlich länger als Diabetespatienten mit einer Gefäßstütze. „Beratung und Behandlung von herzkranken Menschen mit Diabetes müssen sich...

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Was ist bloß mit der Politik los?! Das fragen sich kopfschüttelnd immer mehr Patienten mit Diabetes, Angehörige und Risikopatienten. Laut einer aktuellen Umfrage von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe mit mehr als 1500 Menschen fühlen sich 86 % der Menschen mit Typ-2-Diabetes nicht angemessen in der Politik vertreten. Das will die neue „Digitale Allianz Diabetes Typ 2“, ein Bündnis aus 16 Diabetesorganisationen und Fachverlagen, ändern! 

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Aktuell sind in Deutschland rund 17 Millionen Menschen älter als 65 Jahre. Die Zahl wird aufgrund der sich verändernden Altersstruktur auf voraussichtlich 22 Millionen im Jahr 2030 anwachsen. Die Anzahl der Hochbetagten (80 Jahre und älter) wird von derzeit vier Millionen auf sechs Millionen im Jahr 2030 ansteigen. Gleichzeitig erkranken immer mehr Menschen an Diabetes Typ 2, so dass Diabetologinnen und Diabetologen sowie Pflegende künftig viele geriatrische Patienten mit Diabetes versorgen werden: Es ist davon auszugehen, dass in Deutschland derzeit rund vier Millionen...