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Medizin

Januar 2013

Lebensstil der Mutter prägt Veranlagung für späteres Gewicht

Die Veranlagung zu Übergewicht wird bereits vor der Geburt geprägt. Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin in einer internationalen Studie nachgewiesen, die im Fachjournal Plos One erschienen ist. Die Studie zeigt: Kinder mit einem Geburtsgewicht von mehr als 4.000 Gramm haben in ihrem späteren Leben ein doppelt so hohes Risiko, übergewichtig zu werden, wie normalgewichtige Neugeborene.

Der Effekt von Psychotherapie auf das Gehirn

In Deutschland erkranken rund ein Drittel der Menschen mindestens einmal im Leben an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung. Psychotherapie ist neben der Pharmakotherapie eine effektive und weit verbreitet eingesetzte Methode zur Behandlung dieser Erkrankungen. Die Panikstörung tritt bei rund 3-5% auf und ist gekennzeichnet durch plötzlich einsetzende panische Angst, Herzrasen, Schwitzen und dem Gedanken, sterben zu müssen oder in Ohnmacht zu fallen.

Cholesterinspiegel: Mit Kern-Magnet-Resonanz-Spektrographie zur preiswerten und schnellen Untersuchungsmethode

Greifswalder Wissenschaftler suchen für eine Studie Probanden, die unter einer Fettstoffwechselstörung leiden. Diese treten häufig bei starkem Übergewicht und Typ 2 Diabetes auf. Die gewonnenen Daten nutzen die Forscher des Metabolic Center am Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin für die seit zwei Jahren laufende Studie zur „Quantifizierung von Lipoprotein-Subklassen mittels Metabolomics“.

Atemwegsinfekte: Neuer Patientenratgeber

Akute Atemwegsinfekte zählen zu den häufigsten Gründen, warum Patienten bei ihrem Arzt oder Apotheker Rat suchen. Der Grund: Als Abwehrreaktion auf Viren schwillt die Schleimhaut der Atemwege an und produziert zähflüssigen Schleim. Dieser setzt sich in den Nebenhöhlen und Bronchien fest - der natürliche Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege ist außer Kraft gesetzt. GeloMyrtol® forte löst das Problem: Das in GeloMyrtol® forte enthaltene pflanzliche Myrtol aktiviert die mukoziliäre Clearance in den...

Brustkrebs: Schonende Brustrekonstruktion mit Eigengewebe

Die Wiederherstellung der weiblichen Brust mit Eigengewebe ist ein wesentlicher Bestandteil der Mammakarzinomtherapie. Prof. Dr. Hisham Fansa, Chefarzt der Klinik für Plastische, Wiederherstellungs- und Ästhetische Chirurgie am Klinikum Bielefeld hat nun neue präoperative Verfahren für die Rekonstruktion mit Eigengewebe entwickelt. Diese sollen im Wesentlichen eine Erleichterung sowohl für die Patientin  als auch für die Operateure bringen.

Tuberkulose: Wirkstoffe im MycPermCheck

Weltweit sterben jedes Jahr rund zwei Millionen Menschen an der Tuberkulose. Neue Medikamente sind dringend nötig, und die Suche danach dürfte künftig einfacher werden - dank des neuen Modells MycPermCheck, das an der Uni Würzburg entwickelt wurde. Ausgelöst wird die Tuberkulose von einem Erreger mit dem Namen Mycobacterium tuberculosis. Er unterscheidet sich von vielen anderen Bakterien dadurch, dass er eine besonders dicke Zellwand besitzt. Sie ist kaum durchlässig für Fremdstoffe und macht den Krankheitserreger dadurch auch relativ ...

Alzheimer: Molekulare Pinzette löst Plaques in Mäusen

Erstmals ist es jetzt gelungen, alzheimererkrankte Mäuse mithilfe einer „molekularen Pinzette“, die Chemiker der Universität Duisburg-Essen (UDE) entwickelt haben, erfolgreich zu behandeln. Dieser Forschungserfolg wurde jetzt in der Fachzeitschrift „Brain“ veröffentlicht. Prof. Dr. Thomas Schrader: „Wir stellten vor einigen Jahren ein neues Molekül her, das die weit verbreite die Aminosäure Lysin wie eine Pinzette greifen kann.“ Für Neurologen an der University of California in Los Angeles (UCLA) war dies...

Diabetes: Aktiviertes Protein C als therapeutischer Ansatz

Der Verlust der Nierenfunktion in Folge eines Diabetes mellitus (diabetische Nephropathie) ist heute die häufigste Ursache eines Nierenversagens. Oft kann das Voranschreiten dieser Nierenerkrankung verzögert werden. Therapien, die die diabetische Nephropathie verhindern oder sogar heilen, fehlen aber bisher. Ein möglicher therapeutischer Ansatz konnte jetzt nachgewiesen werden. Der Gerinnungshemmer aktiviertes Protein C (aPC), ein wahrer Alleskönner, schützt im Mausmodell vor schwerwiegenden diabetischen Nierenschäden und hat einen Einfluss auf den bei...

Phase-IIb-Studie zur interferonfreien HCV-Therapie zeigt Heilungsraten von bis zu 85%, auch bei Patienten mit kompensierter Leberzirrhose

Die finalen Ergebnisse der Phase-IIb-Studie SOUND-C2 zeigen, dass bis zu 85% der Patienten 12 und 24 Wochen (SVR12 und SVR24) nach Beendigung einer Behandlung mit einem interferonfreien Therapieschema geheilt werden (1). Die Studie schloss Patienten mit einer Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) der Genotypen 1a (GT-1a) und 1b (GT-1b), den am häufigsten verbreiteten Genotypen, ein (1). Sie wurden über 16 bis 40 Wochen in 5 Studienarmen mit Faldaprevir*, einem 1x täglich oral verabreichten Protease-Inhibitor der nächsten Generation, in Kombination mit dem...

Herzpatienten leiden häufiger an Hepatitis E - nach Transplantation kann sie chronisch werden

Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) konnten zeigen, dass Herzpatienten ein deutlich erhöhtes Risiko haben, Hepatitis E zu bekommen - besonders Patienten mit einem transplantierten Herzen. Warum das so ist, untersuchen sie derzeit in einer Folgestudie. Zudem wiesen sie nach, dass diese Leberentzündung bei Herztransplantierten - ebenso wie zuvor von ihnen festgestellt auch bei Lebertransplantierten - chronisch verlaufen kann. Dr. Sven Pischke aus der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie und PD Dr. Christoph Bara aus der...

diabetesDE kritisiert IQWIG-Urteil zu Linagliptin: "Von DPP4-Hemmern profitieren hier 650 000 Menschen"

diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe und ihre Mitgliedsorganisationen sehen in der Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 mit Linagliptin klare Vorteile gegenüber vergleichbaren Medikamenten. In einer Stellungnahme widersprechen sie jetzt der erneuten Nutzenbewertung durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG). Dessen Urteil besagt, dass der Wirkstoff Linagliptin keinen Zusatznutzen bietet. Laut diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe ist das Medikament sehr therapiesicher und weise ein geringes Risiko auf, dass Patienten -...

Bundesweiter Patiententag zur rheumatischen Osteitis

Nicht-bakterielle Osteitis, chronisch rezidivierende multifokale Osteomyelitis (CRMO) oder umgangssprachlich auch „Knochenrheuma“ - es gibt viele Bezeichnungen für die Krankheit, die mit einer Entzündung der Knochen einhergeht und zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises zählt. Die Symptome dieser oft langwierig verlaufenden Krankheit sind vielfältig und ihre Abgrenzung zu anderen Erkrankungen schwierig. Viele Betroffene,  Erwachsene wie Kinder, durchlaufen daher einen langen Leidensweg, bis die richtige Diagnose gestellt und die ...

Morbus Parkinson: Patientenwohl und Praxisalltag sind vereinbar

Die individuelle Betreuung und Begleitung von Patienten mit Morbus Parkinson im Praxisalltag stellt eine besondere Herausforderung dar. Ein interdisziplinäres Expertengremium hat nun einen Praxisleitfaden entwickelt, der dem behandelnden Arzt Empfehlungen für eine fallspezifische multimodale Therapie an die Hand gibt. Zentrale Bestandteile dieses Therapiekonzepts sind die empathische Kommunikation mit dem Patienten, eine frühzeitige medikamentöse Therapie und das Einbeziehen geeigneter nicht-medikamentöser Begleitaspekte - dies jeweils für die...

Schädigung von Stütz- und Nahrungszellen im Gehirn kann Parkinson beeinflussen

Astroglia, die zu den Stütz- und Nahrungszellen im Gehirn gehören, können bei Parkinson das Absterben von Nervenzellen verstärken. Auslöser ist eine hohe Konzentration des Proteins „S100b“. Entfernt man dieses Protein, reduzieren sich auch die parkinsonartigen Schädigungen im Gehirn. Bislang galt S100b als schützend für Nervenzellen. Dies hat ein Forscherteam des Tübinger Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH), der Neurologischen Klinik, Universitätsklinikum Tübingen und der Universität Aberdeen...

Frühe HPV-Impfung ist entscheidend für wirksame Primärprävention

Ein kurzer zeitlicher Abstand zwischen Menarche und erstem Geschlechtsverkehr ist ein Risikofaktor für krankhafte Zellveränderungen und hochgradige zervikale Erkrankungen im Genitalbereich (CIN 2-3/AIS)*. Erste Hinweise dafür gibt eine aktuelle Post-hoc-Analyse (1) aus den Zulassungsstudien von Gardasil® (FUTURE I und FUTURE II). Das Ergebnis untermauert die Empfehlung (2), junge Mädchen früh, folglich vor dem ersten Geschlechtsverkehr, gegen krebserregende HPV-Typen zu immunisieren.

Erster Lehrstuhl für Pneumologie in Bayern an der Münchner LMU besetzt

Prof. Dr. Jürgen Behr hat zum 1. Januar 2013 den Lehrstuhl für Innere Medizin/Pneumologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und die Leitung der Medizinischen Klinik und Poliklinik V am Klinikum der LMU übernommen. Gleichzeitig entsteht damit der erste Lehrstuhl für Pneumologie in Bayern. Die kommissarische Leitung der neu gegründeten Medizinischen Klinik V mit dem Schwerpunkt Pneumologie lag davor in den Händen von Prof. Dr. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II. Der...

Mechanismen-orientierte Schmerztherapie mit Pregabalin: Rückenschmerzen sind nicht gleich Rückenschmerzen

Jeder vierte Mann bzw. nahezu jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal im Leben von Rückenschmerzen betroffen (1). Sie sind damit sehr häufig, neigen zur Chronifizierung und haben eine gesundheitsökonomische Tragweite. Bei einem Großteil der Betroffenen finden sich verschiedene pathophysiologische Komponenten und die neuropathische Beteiligung ist häufiger und bedeutsamer als bislang angenommen (1).

Vorhofflimmern: Im Kampf gegen den Schlaganfall hilft ein Schirm

Prof. Dr. Wolfgang Rottbauer, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II, und sein Team haben am Universitätsklinikum Ulm ein in der Region bislang einzigartiges Verfahren zur Senkung des Schlaganfallrisikos etabliert, das vor allem älteren Herzpatienten zugute kommt, die unter Vorhofflimmern leiden und bei denen außerdem eine Unverträglichkeit gegenüber Blutverdünnern festgestellt wurde. Die Lösung: Per Katheter setzen die Ulmer Mediziner einen kleinen Schirm vor das linke so genannte Herzohr. So wird - ganz ohne Medikamente -...

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Aktuell sind in Deutschland rund 17 Millionen Menschen älter als 65 Jahre. Die Zahl wird aufgrund der sich verändernden Altersstruktur auf voraussichtlich 22 Millionen im Jahr 2030 anwachsen. Die Anzahl der Hochbetagten (80 Jahre und älter) wird von derzeit vier Millionen auf sechs Millionen im Jahr 2030 ansteigen. Gleichzeitig erkranken immer mehr Menschen an Diabetes Typ 2, so dass Diabetologinnen und Diabetologen sowie Pflegende künftig viele geriatrische Patienten mit Diabetes versorgen werden: Es ist davon auszugehen, dass in Deutschland derzeit rund vier Millionen...

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