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Medizin

Juni 2012

Ausführliche Informationen im Netz für Tinnitus-Betroffene

Die im Rahmen des Projektes „Tinnitus – na und?“, einem vom Ärztenetzwerk HNOnet NRW und der Deutschen Tinnitus-Liga entwickelten Therapieprogramm, entstandene Website ist nun online. Dort erhalten Tinnitus-Betroffene Informationen rund um die chronischen Ohrgeräusche. Interessierte finden außerdem eine Liste der am Projekt „Tinnitus – na und?“ teilnehmende Ärzte sowie Infomaterial zum Herunterzuladen. Auch über das Projekt selbst informiert die neue Website ausführlich.

Lungenkrebsrisiko: Ein Joint entspricht einer Packung Zigaretten

Experten warnen, dass die Öffentlichkeit die Gesundheitsrisiken des Cannabiskonsums in einem gefährlichen Ausmaß unterschätzt. Die British Lung Foundation (BLF) hat bei einer Umfrage mit 1.000 Erwachsenen ermittelt, dass ein Drittel fälschlich geglaubt hat, Cannabis schädige die Gesundheit nicht. 88 Prozent gingen davon aus, dass das Rauchen von Zigaretten aus Tabak schädlicher ist. Tatsächlich ist das Lungenkrebsrisiko bei Joints 20 Mal höher. Die BLF hält diesen Mangel an Bewusstsein für alarmierend.

Sommerzeit ist Erkältungszeit: Jeder 5. Atemwegsinfekt tritt in den Sommermonaten auf

Entzündete Nasennebenhöhlen sind auch in den Sommermonaten ein Thema in der Apotheke. Leidet Ihr Kunde unter einer behinderten Nasenatmung mit Sekretstau? Klagt er über Schmerzen im Gesicht, die sich beim Bücken verstärken oder über eine Verschlechterung des Riechsinns? Dann ist die Ursache wahrscheinlich eine Sinusitis. Etwa 20% der akuten Infekte der oberen Luftwege ereignen sich im Sommer. Ursachen sind oft Unterkühlungen durch Zugluft oder Klimaanlagen. So lautete das Fazit von  Prof. Dr. Hans Behrbohm, Berlin, auf dem...

Zulassungserweiterung für Vancomycin ENTEROCAPS® 250 mg

Ab sofort steht das bewährte Arzneimittel Vancomycin ENTEROCAPS® 250 mg (Wirkstoff: Vancomycinhydrochlorid) von der Riemser Arzneimittel AG auch zur Therapie leichter und mittlerer Fälle der Clostridium-difficile-assoziierten Diarrhoe (CDAD) zur Verfügung. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat auf Antrag des Herstellers einer Erweiterung der bisher zugelassenen Indikation von der schweren, pseudomembranösen Kolitis auf alle CDAD-Fälle zugestimmt.

Wirkmechanismus neuer Antibiotika gegen Tuberkulose entschlüsselt

Die Tuberkulose gehört zu den weltweit häufigsten Infektionskrankheiten. Zunehmend resistente Bakterien erschweren die Behandlung und Eindämmung der Infektionen. Biotechnologen aus der Universität Birmingham und dem Forschungszentrum Jülich ist es erstmals gelungen, die Struktur des Proteins DprE1 zu entschlüsseln, das für das Überleben von Mycobacterium tuberculosis, dem häufigsten Erreger, essenziell ist. Die in der renommierten Fachzeitschrift PNAS veröffentlichte Arbeit zeigt den Wirkmechanismus neuer, hochpotenter Antibiotika...

Herzinsuffizienz: ESC-Leitlinien empfehlen intravenöse Eisenmangelkorrektur mit Eisencarboxymaltose

Eisenmangel tritt bei chronischer Herzinsuffizienz (CHI) mit hoher Prävalenz auf und ist ein starker Prädiktor für eine ungünstige Prognose.  Der durchschnittliche Eisenbedarf anämischer Patienten liegt bei mind. 1.000 mg Eisen. Die Ergebnisse der FAIR-HF*-Studie belegen, dass eine intravenöse Gabe von Eisencarboxymaltose (ferinject®) bei Patienten mit CHI im NYHA-Stadium II bis III und nachgewiesenem Eisenmangel – unabhängig vom Vorliegen einer Anämie – die Symptomatik, die körperliche Belastbarkeit und...

Vitamin D-Haushalt von APOE4-Trägern

Das Institut Danone Ernährung für Gesundheit e.V. (IDE) verleiht Dr. Patricia Hübbe den mit 5000 € dotierten IDE-Förderpreis 2012 für Nachwuchs-wissenschaftler für ihre Forschungen zur Funktion der Genvariante APOE4. Die ausgezeichnete Arbeit kommt aus dem Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und zeigt eine neue, wichtige Funktion dieser Genvariante: Sie unterstützt den Vitamin-D- und Calciumhaushalt des Menschen und könnte somit positiven Einfluss auf die...

800.000 Euro für Lübecker Forschungen zu induzierten pluripotenten Stammzellen

Lübecker Forschungen zur Neurogenetik werden im Rahmen eines europaweiten Forschungsprogramms mit etwa 800.000 Euro gefördert. Insgesamt wurden für das Verbundprojekt der EU zu induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen), an dem 113 Partner beteiligt sind, 52 Millionen Euro für fünf Jahre bewilligt. Die Universität Lübeck ist mit der Sektion Klinische und Molekulare Neurogenetik an der Klinik für Neurologie vertreten (Leiterin Prof. Dr. med. Christine Klein). Leiter der Lübecker iPS-Arbeitsgruppe ist Dr. Philip Seibler.

Wissenschaftler identifizieren Auslöser des Nävus sebaceus

Beim Nävus sebaceus, dem Talgdrüsen-Nävus, handelt es sich um eine vergleichsweise häufige, angeborene Fehlbildung der Haut, die aus überschüssigen Talgdrüsen besteht. Sie tritt bei etwa einem von 1000 Neugeborenen auf. Die Hautveränderung ist meist mehrere Zentimeter groß, weist eine gelbliche Farbe auf und bleibt haarlos. Sie ist vor allem im Bereich des behaarten Kopfes und des Gesichts zu finden. Die Fehlbildung ist in der Regel bereits bei Geburt vorhanden und prinzipiell gutartig. In der Pubertät kommt es jedoch häufig,...

Schlafkrankheit: Kanonenfutter für die Fresszellen

Die tödliche Afrikanische Schlafkrankheit wird von einzelligen Trypanosomen verursacht. Eine neue Studie zeigt, dass sich diese Parasiten opfern, um die Wirtsinfektion zu starten. Im tropischen Afrika werden Trypanosomen von blutsaugenden Tsetsefliegen übertragen und verursachen die Schlafkrankheit. Für diese vernachlässigte Tropenerkrankung gibt es keine Impfung und nur wenige Medikamente mit schweren Nebenwirkungen. Der Körperabwehr sind die einzelligen Erreger immer eine Nasenlänge voraus, weil sie ihre Antigene - eine Art molekulare...

Molekulare Biomarker zur Risikoabschätzung zukünftiger Erkrankungen

Der medizinische Fortschritt ermöglicht die Erfassung von immer mehr und aussagekräftigeren Daten des menschlichen Körpers. Einerseits eröffnen sich damit völlig neue Wege in der Vorsorge, Diagnostik und Therapie, die immer öfter unter dem übergeordneten Begriff der „Individualisierten Medizin“ zusammengefasst werden. Andererseits stellt die individuelle „Informationsflut“ gesundheitsbezogener Daten die Wissenschaftler vor ganz neue Herausforderungen.

Östrogen aus Trinkwasser entfernen

Ein biologischer Filter, der Östrogene aus Abwasser und Trinkwasser entfernt: Das Ziel der 15 Bielefelder Studierenden, die mit diesem Projekt am „international Genetically Engineered Machine competition“ (iGEM) des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, USA, teilnehmen, ist hoch gesteckt. Für den rapide wachsenden internationalen Wettbewerb in synthetischer Biologie werben sie mehrere 10.000 Euro von international tätigen Unternehmen und Verbänden der Biotechnologie und Chemiebranche ein, um die Kosten des Wettbewerbs zu decken. Seit Mai...

Hördefekt: Protein beeinflusst die Frequenzwahrnehmung

Ein neu identifiziertes Protein bringt Schwung ins Gehör. Fehlt das Molekül, entsteht ein Hörschaden, bei dem die wahrnehmbaren Schallfrequenzen gekappt sind. Möglicherweise eröffnet diese Entdeckung neue therapeutische Ansätze. Menschen und Säuger haben ein hoch sensibles Gehör, das sich im Lauf der Evolution zu einem komplexen Organ entwickelte. Insbesondere können verschiedene Frequenzen und Frequenzunterschiede sehr gut erkannt werden – besser als bei allen anderen Wirbeltieren. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei die...

Sanofi gibt die Ergebnisse aus ORIGIN bekannt, der weltweit längsten und größten randomisierten klinischen Studie zu Prädiabetes und Typ-2-Diabetes in frühem Stadium

Sanofi hat die  Ergebnisse der prospektiven Landmark-Studie ORIGIN bekannt gegeben, die keine statistisch signifikante positive oder negative Wirkung auf kardiovaskuläre Ereignisse für Insulin glargin (Lantus®) im Vergleich zur Standard-Therapie über den gesamten Studienzeitraum zeigen. Außerdem zeigte sich, dass Insulin glargin das Fortschreiten der Erkrankung vom Prädiabetes zu Diabetes verlangsamt und es keinen Zusammenhang zwischen der Gabe von Insulin glargin und einer erhöhten Inzidenz auf Krebserkrankungen gibt. Diese Daten...

SCarlet RoAD Studie: Gantenerumab bei Alzheimer Erkrankung

Gantenerumab (RO4909832) ist ein neues, in der Entwicklung befindliches Medikament, das derzeit in der klinischen Prüfung getestet wird. Der monoklonale Antikörper wurde entwickelt, um Amyloidplaques im Gehirn zu binden und deren Beseitigung zu bewirken. Ziel ist es, das Fortschreiten von Gedächtniseinbußen bei Patienten im Frühstadium (prodromal) der Alzheimer Erkrankung aufzuhalten bzw. zu verzögern. Erste Daten bestätigen diesen Ansatz als sehr vielversprechend. Wie eine abgeschlossene klinische Studie der Phase I belegt, kann die Gabe von ...

Empfehlung des CHMP zur Zulassungserweiterung: Strontiumranelat für Männer mit Osteoporose-bedingtem Frakturrisiko

Auch Männer können bald von der hohen Effektivität und dem langanhaltenden Frakturschutz von Strontiumranelat (PROTELOS®) profitieren. Denn am 24. Mai 2012 hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA eine weitreichende Zulassungserweiterung für PROTELOS® empfohlen (1): Zusätzlich zur Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen kann das Präparat künftig auch zur Osteoporosetherapie von Männern mit erhöhtem Frakturrisiko eingesetzt werden.

Positive Wirkung auf die neurologische Progression – G-BA sieht Zusatznutzen für Tafamidis als belegt an

Der Beschluss des G-BA vom 7. Juni 2012 über das Ausmaß des Zusatznutzens des Orphan Drug Medikaments Vyndaqel® (Tafamidis) sieht einen geringen Zusatznutzen als belegt an. Die Bewertung beruht auf dem in den Zulassungsstudien ermittelten Effekt auf die neurologische Beeinträchtigung bei Transthyretin-assoziierter familiärer Amyloid-Polyneuropathie. Bereits im März dieses Jahres hat der G-BA entschieden, Orphan-Drug-Medikamente künftig unter formaljuristischen Aspekten zu bewerten und die Vergleichstherapie der Zulassungsstudien als...

Erste Head-to-Head-Studie zeigt vergleichbare Wirksamkeit von Abatacept und Adalimumab bei Patienten mit mäßiger bis schwerer rheumatoider Arthritis

Bristol-Myers Squibb gab jetzt die Ergebnisse aus der AMPLE-Studie (Abatacept versus Adalimumab Comparison in Biologic- Naïve rheumatoid arthritis (RA) Subjects With Background Methotrexate) im Rahmen des Europäischen Jahreskongresses für Rheumatologie der European League Against Rheumatism (EULAR) in Berlin bekannt. AMPLE ist eine klinische Head-to-Head-Studie mit 646 Patienten zum Vergleich der subkutan (s. c.) verabreichten Form von Abatacept (Orencia®) mit Adalimumab (Humira®), beide jeweils ergänzend zu einer Methotrexat...

Nicht-invasive Hautkrebs-Diagnostik: Konfokale Laserscanmikroskopie hat festen Stellenwert in Klinik und Praxis

„Nach zahlreichen Studien zur klinischen Eignung ist die konfokale Laserscanmikroskopie (KLSM) im Bereich der Hautkrebs-Diagnostik vom Forschungsgegenstand zur wertvollen Technik in der täglich klinischen Praxis aufgestiegen.“ Zu dieser Einschätzung kommt Dr. Martina Ulrich, Charité Berlin, in einer aktuellen Veröffentlichung (1). Die KLSM ermöglicht in der Diagnostik des malignen Melanoms und nicht-melanotischer Hautkrebsformen eine nicht-invasive Beurteilung der Haut auf zellulärer und subzellulärer Ebene in Echtzeit. So lassen sich...

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„In Deutschland sind etwa 400.000 Menschen von den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen“, sagt der CED-Experte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, PD Dr. Bernd Bokemeyer. „Die Diagnose wird bei etwa einem Viertel der Patienten schon vor dem 18. Lebensjahr gestellt. Ein Viertel dieser erkrankten Jugendlichen hat seine Diagnose sogar schon vor dem zehnten Lebensjahr erhalten.“  

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Neben den oft schweren körperlichen Einschränkungen leiden Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung häufig auch an starken seelischen und psychischen Belastungen. Die Angst vor Atemnot, vor dem Fortschreiten der Krankheit oder vor sozialer Ausgrenzung kann auf Dauer Mutlosigkeit und Depressionen nach sich ziehen. Ein Teil der Therapie kann daher auch die Behandlung psychischer Belastungen sein sowie das Erlernen von Ansätzen, sich in schwierigen Zeiten selbst zu motivieren.