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Medizin

Februar 2013

UDE-Chemiker entwickeln Nano-Paste, die Knochendefekte heilt

Nach Unfällen oder einer Tumor-OP sind oft die Knochen so geschädigt, dass Ärzte dann gesundes Knochengewebe transplantieren oder künstliches Material verwenden müssen. Nicht immer mit dem gewünschten Erfolg. Prof. Dr. Matthias Epple von der Universität Duisburg-Essen (UDE) und sein Team haben nun eine Paste aus Nanopartikeln entwickelt, die in die Defekte gespritzt werden kann und sie dann besser heilen lässt. Der Trick: Die Forscher kombinieren das synthetisch hergestellte Knochenmineral Calciumphosphat mit DNA.

Herzreparatur mit unbefruchteten Eizellen

Schneller, einfacher und zuverlässiger - das ist die Vision von Stammzell-forscher Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann, wenn es um die Herzreparatur mit künstlichen Herzzellen oder künstlichem Herzgewebe geht. Prof. Zimmermann, Direktor der Abteilung Pharmakologie der Universitätsmedizin Göttingen sowie Mitglied im Herzforschungszentrum Göttingen (HRCG), hat mit seinem Team einen neuen Weg gefunden, mit dem sich künstliches Herzreparaturmaterial auf fast natürliche Weise herstellen lässt.

Klinische Leitlinien in einer IT-Struktur abbbilden, um Therapieentscheidungen zu erleichtern

Daniel Kwittung, Absolvent des Bachelor-Studiengangs Medizinische Dokumentation und Informatik an der Hochschule Ulm, hat für die computergerechte wissensbasierte Darstellung einer klinischen Leitlinie den Nachwuchspreis der Friedrich-Wingert-Stiftung erhalten. Am Beispiel von Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat er damit eine wichtige Grundlage für ein künftiges System geschaffen, mit dem sich prüfen lässt, in wie weit ärztliche Entscheidungen den krankheitsspezifischen Leitlinien für die Therapie entsprechen.

Sicherheit in klinischen Studien: Patientenwohlergehen muss an erster Stelle stehen

Seitdem die EU-Kommission den Entwurf eines EU-weiten Genehmigungsverfahrens zu klinischen Arzneimittelprüfungen vorgelegt hat, wird das Thema "Patientensicherheit in klinischen Studien" von deutschsprachigen Feuilletons oft undifferenziert und polemisch aufgegriffen - jüngst erst von der Süddeutschen Zeitung. Mit unzulässigen Vergleichen und pauschalen Statements wird ein Klima geschaffen, das bei Patienten und in der Öffentlichkeit unnötige Ängste schürt und alle Studien durchführenden Institutionen - darunter auch die ...

Bayer Thrombosis Research Award 2013 für Dr. Krystin Krauel zur antibakteriellen Wirtsabwehr

Die erste Preisträgerin des "Bayer Thrombosis-Research-Awards" steht fest: Kuratorium und Stiftungsrat der Bayer Science & Education Foundation haben Dr. Krystin Krauel die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung zuerkannt. Damit werden ihre Arbeiten zur Wechselwirkung von thrombotischen Prozessen mit der antibakteriellen Wirtsabwehr gewürdigt. Dr. Krauel zeigte, dass ein kleines Signalmolekül (Chemokin) aus Thrombozyten sich auch an Bakterien binden kann. Dieses Chemokin ist bislang bekannt für seine Wechselwirkung mit dem Antithrombosemittel ...

Akupunktur lindert Beschwerden bei Heuschnupfen

Akupunktur lindert die Beschwerden, senkt den Gebrauch von Antihistaminika und verbessert die Lebensqualität bei Patienten mit saisonaler allergischer Rhinitis, dem sog. Heuschnupfen. Zu diesem Schluss kommt die am 19. Februar 2013 in der hochrangigen medizinischen Fachzeitschrift „Annals of Internal Medicine“ publizierte Studie ACUSAR (Acupuncture in Seasonal Allergic Rhinitis), die vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité - Universitätsmedizin Berlin (Prof. Dr. Benno Brinkhaus) geleitet bzw....

Spiegelneurone vermindern ihr Antwortverhalten nicht

Tübinger Forscher untersuchten, wie sich Spiegelneurone, die für das Verständnis von Handlungen verantwortlich gemacht werden, verhalten, wenn die gleiche Aktion wiederholt beobachtet wird. Dafür haben sie deren Antworten in der Großhirnrinde von Affen aufgezeichnet. Das überraschende Ergebnis der Studie, die im Fachjournal Nature Communications erschienen ist: Spiegelneurone vermindern ihr Antwortverhalten nicht. Das widerspricht der ursprünglichen Annahme der Forscher, dass Spiegelneurone - so wie andere Nervenzellen auch - auf die häufige...

Blutviskosität: Plasma beeinflusst Fließeigenschaften des Blutes doch

Einem deutsch-amerikanischen Forscherteam ist der Nachweis gelungen, dass das Blutplasma mehr zu den Fließeigenschaften von Blut als Ganzem beiträgt, als bisher angenommen. Damit widerlegen die Arbeitsgruppen um die Professoren Christian Wagner und Paulo E. Arratia die seit Jahrzehnten vorherrschende Meinung, wonach Plasma sich wie Wasser verhält. Vielmehr ist Plasma elastisch, zähflüssig und verändert wie Ketchup je nach angelegtem Druck sein Fließverhalten, wird also dünn- oder zähflüssiger.

Diabetes Typ 2: RANKL hat wesentlichen Anteil zur Entstehung der Insulinresistenz

Wie es zur Insulinresistenz kommt, konnte nun ein Wissenschaftlerteam um Prof. Dr. Georg Schett, Direktor der Medizinischen Klinik 3 am Universitätsklinikum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), im Rahmen einer Langzeitstudie für die Entstehung von Diabetes Mellitus Typ 2 entschlüsseln. Die in „Nature Medicine“ veröffentlichten Ergebnisse belegen, dass das Eiweiß RANKL einen wesentlichen Anteil zur Entstehung der Insulinresistenz in der Leber beiträgt. Interessanterweise ist RANKL eigentlich für seine...

Die Entstehung von Mikroglia - neue Erkenntnisse über die Abwehrzellen des Gehirns

Mikroglia sind Zellen unseres zentralen Nervensystems, die der Immunabwehr dienen. Die gewebsspezifischen Abwehrzellen entstehen während der embryonalen Entwicklung aus undifferenzierten Stammzellen. Dies konnten Neuropathologen der Universität Freiburg beweisen und damit zeigen, dass Mikroglia eine eigene Zellpopulation bilden, statt - wie bisher angenommen - weiterentwickelte Abwehrzellen darzustellen. Das Institut für Virologie am Helmholtz Zentrum München konnte mittels spezieller molekularbiologischer Verfahren einen wesentlichen Beitrag zu den...

Thrombektomie vs. Thrombolyse: Mehrere neue Studien, aber noch kaum Evidenz

Die Therapie der Wahl bei einem akuten ischämischen Schlaganfall ist die intravenöse Thrombolyse mit rt-PA (rekombinanter Tissue Plasminogen Activator, Alteplase) innerhalb des 4,5h-Zeitfensters. Bei größeren Thromben in der distalen A. carotis interna oder im M1- oder M2-Segment der A. cerebri media kommen verschiedene Katheter-Systeme zum Einsatz, mit denen der Thrombus entfernt wird. Drei aktuelle Studien zeigen zwar, dass die endovaskuläre Behandlung im Vergleich zur intravenösen Thrombolyse keine Vorteile erbrachte. Doch in diesen Studien wurden...

Folge- und Begleiterkrankungen des Diabetes mellitus: Nicht nur auf Herz und Nieren schauen

Nieren, Augen, Nerven, Herz und Gefäße - Erkrankungen an diesen Organen fallen Internisten am häufigsten ein, wenn sie spontan nach Begleit- und Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus gefragt werden. Das bestätigte eine Ärzte-Umfrage im Auftrag der BERLIN-CHEMIE AG auf der 118. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden. Als besonders relevante Komplikationen stuften sie dabei Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen ein. Besondere Aufmerksamkeit sollte jedoch auch weniger beachteten Folgeerkrankungen geschenkt ...

Herzinsuffizienz: Projekt zur Identifizierung von 19 Biomarkern

Die Europäische Union fördert ein großes Forschungsprojekt, bei dem spezifische Biomarker für Herzinsuffizienz identifiziert werden sollen. 19 Forschergruppen aus zehn Ländern erhalten dafür zwölf Millionen Euro, verteilt auf sechs Jahre. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ist über ihr Institut für Molekulare und Translationale Therapiestrategien (IMTTS) an dem Forschungsvorhaben beteiligt und erhält 580.000 Euro der Gesamtsumme. „Unsere Aufgabe ist es, das diagnostische und prognostische Potenzial von sogenannten...

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Es gibt Bakterien, die Wasserstoff und Naturstoffe produzieren, was sowohl für die Umwelt als auch für die Medizin wichtig ist. In Jena hat ein Forschungsteam nun die Fähigkeit zur Wasserstoff- und Naturstoffproduktion in einer Gruppe von Bakterien nachgewiesen, die bis dahin eher als Krankheitserreger bekannt waren. In Gemeinschaft mit einem methanproduzierenden Bakterium konnten diese Bakterien Milchsäure zu Methan umwandeln.

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Blasenentzündungen sind kein Phänomen der kalten Jahreszeit, auch in den Sommermonaten tritt die Infektion häufig auf. Denn wenn nasse Badekleidung nicht rasch genug ausgezogen oder die abendliche Kühle unterschätzt wird, macht man es Bakterien unfreiwillig leicht. Harnwegsinfektionen werden oft sofort mit einem Antibiotikum behandelt. Noch immer zu wenig bekannt ist: Antibiotika sind bei diesem Krankheitsbild in vielen Fällen unnötig. Ihr unkritischer Einsatz trägt zudem zur Entstehung von Antibiotikaresistenzen bei. Darauf weist die Deutsche...

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