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Medizin

April 2012

Kein Hinweis auf Schmallenberg-Virus beim Menschen

Um zu klären, ob das Schmallenberg-Virus nicht nur bestimmte Paarhufer, sondern auch Menschen infiziert, hat das Robert Koch-Institut entsprechende Labortests entwickelt und eine Studie bei Schäfern durchgeführt. „Die Ergebnisse der RKI-Studie zeigen, dass das neue Virus bei Menschen mit viel Erregerkontakt nicht zu einer Infektion geführt hat“, sagt Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch-Instituts. Das Robert Koch-Institut ist das nationale Public-Health-Institut Deutschlands, mit Public Health wird die Gesundheit der Bevölkerung bezeichnet. „Im Hinblick auf das Erkennen neuer...

Problematische Medikamentengaben bei Demenz - Workshop zur Versorgungsforschung in Greifswald

Über die Verwendung von Medikamentendaten in der Demenzforschung diskutieren Fachleute am 20. April 2012 an der Universität Greifswald. An dem "Workshop Über-, Unter- und Fehlversorgung bei der Pharmakotherapie von Patienten mit Demenz. Notwendigkeit einer vernetzten Versorgungsforschung" nehmen Wissenschaftler, Mediziner, Apotheker sowie Vertreter von Krankenkassen und des Sozialministeriums Mecklenburg-Vorpommern teil. Die Veranstaltung am DZNE-Standort Greifswald wurde gemeinsam mit dem Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald vorbereitet.

Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern mit Dabigatranetexilat: Effektive Antikoagulation mit gutem Sicherheitsprofil für eine breite Patientenpopulation

Patienten mit Vorhofflimmern weisen unterschiedlichste Charakteristika auf, fast alle haben aber eines gemeinsam: Sie benötigen eine effektive Therapie zur Prävention von Schlaganfällen. Mit dem direkten Thrombininhibitor Dabigatranetexilat (Pradaxa®) steht ein Wirkstoff zur Verfügung, der effektiv vor einem Schlaganfall schützt, über ein gutes Sicherheitsprofil verfügt und bei einer breiten Patientenpopulation einsetzbar ist. Im Rahmen eines Pressegesprächs auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) 2012 sprach Professor Dr. med. Harald Darius,...

Pädiatrische Praxis: Therapie von akuten Diarrhoen problematisch

Akute Gastroenteritiden sind aufgrund der geringen Volumenreserven besonders für kleine Kinder und Säuglinge gefährlich. Treten Symptome wie wässrige Durchfälle, Erbrechen und Fieber auf, sollten Eltern sofort den Pädiater aufsuchen. Herkömmliche Therapieverfahren für Erwachsene, wie beispielsweise Darmmotilitätshemmer, sind bei kleinen Kindern kontraindiziert und können zu zusätzlichen Problemen führen. Wirksame und sichere medikamentöse Therapiekonzepte für Kinder ab dem frühen Säuglingsalter beurteilte PD Dr. med. Burkhard Rodeck, Osnabrück, auf einem Pressegespräch am 4. April 2012 in...

DGIM fordert bessere Erforschung multimorbider Patienten

Mehr als 20 Prozent der deutschen Bevölkerung sind älter als 65 Jahre. Knapp 40 Prozent der über 65-Jährigen haben bis zu vier Erkrankungen gleichzeitig, über 16 Prozent sogar mehr. Sie sind auf ärztliche oder pflegerische Behandlung und oft eine Vielzahl an Medikamenten angewiesen. Bisherige Studien berücksichtigten diese Patienten noch zu wenig, kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Sie fordert daher eine Neuorientierung in der Erforschung von Multimorbidität. Auf dem 118. Internistenkongress diskutieren Experten über einen methodischen Konsens nach dem Studien...

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – Hoher Aufwand für komplizierte Fälle

Moderne Therapien, die auf Antikörper und Immunsuppression setzen, haben die Situation von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa deutlich verbessert. „Davon profitieren vor allem Patienten, denen mit herkömmlichen Medikamenten nicht zufriedenstellend geholfen werden kann“, sagt CED-Experte Dr. Bernd Bokemeyer vom Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen (bng) und Vorsitzender des Kompetenznetzes CED.

DGK 2012: Deutsche Herz-Mediziner und Radiologen wollen Einsatz von CT und MRT optimieren

Deutsche Herz-Mediziner und Radiologen wollen mit ihren neuen "Konsensusempfehlungen zum Einsatz der Herzbildgebung mit Computertomographie und Magnetresonanztomographie" die Anwendung der CT und der MRT zur Darstellung des Herzens optimieren. Wegen der technischen Entwicklungen, der komplexen Anatomie und vor allem wegen der ständigen und schnellen Bewegung des Herzens sind MRT und CT des Herzens technisch besonders anspruchsvoll. "Für Nicht-Spezialisten ist es deshalb schwierig zu entscheiden, für welche klinischen Fragestellungen die CT oder die MRT ein geeignetes Untersuchungsverfahren...

WHO sagt Verdoppelung der Zahl von Demenzkranken bis 2030 voraus

Alzheimer und andere Demenz-Erkrankungen werden nach Überzeugung von Experten immer mehr zu einer Geißel der Menschheit. Allein bis 2030, also in den nächsten 18 Jahren, werde sich die Zahl der Erkrankten auf 66 Millionen beinahe verdoppeln, warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf. Bis 2050 müsse damit gerechnet werden, dass rund 115 Millionen Menschen unter dieser Hirnerkrankung leiden, deren häufigste Form Alzheimer ist. Das wären mehr als dreimal so viele wie heute.

Leichtathleten, Radfahrer und Schwerathleten sterben überdurchschnittlich oft an Herzproblemen

Die Lebenserwartung von Leistungssportlern im hohen Alter stieg in den vergangenen beiden Jahrzehnten weniger rasch an als für die Gesamtbevölkerung. Kardiale Probleme sind überdurchschnittlich häufig die Todesursache bei Leistungssportlern aus den Bereichen Leichtathletik, Radfahren und Schwerathletik. Das zeigt eine Studie der Justus-Liebig-Universität Gießen, die auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung (DGK) präsentiert wurde.

DGK 2012: Immer mehr übergewichtige Kinder – Tägliche Sportstunde beugt Herzproblemen vor

Schüler, die täglich eine Stunde Sportunterricht haben, sind nicht nur fitter und körperlich leistungsfähiger als ihre weniger aktiven Altersgenossen. Sie leiden auch weniger häufig an Übergewicht. Damit sind sie auch vor Herz-Kreislauf-Risiken besser geschützt. Die positiven Langzeit-Effekte gezielter Bewegungsförderung in der Schule zeigt eine Leipziger Studie, die auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) präsentiert wurde.

Spannungskopfschmerz: Vorsicht mit Schmerztabletten

Nichts spricht bei gelegentlichen Kopfschmerzen gegen eine Schmerztablette. Treten die Beschwerden jedoch an mehr als zehn Tagen im Monat auf oder halten sie länger als drei Tage an, müssen sie auf jeden Fall ärztlich diagnostiziert werden. Denn Spannungskopfschmerzen können verschiedene Ursachen haben. »Werden muskuläre Ursachen nicht ausreichend berücksichtigt, kann eine Behandlung von Spannungskopfschmerz mit Akutschmerzmitteln sogar kontraproduktiv sein«, warnt Professor Dr. Hartmut Göbel, Ärztlicher Direktor der Neurologisch-Verhaltensmedizinischen Schmerzklinik Kiel auf dem Deutschen...

DGK 2012: Myokardinfarkt – Kein Nutzen für Stammzell-Therapie

Rückschlag für die Hoffnungen, die in den vergangenen Jahren in die Therapie mit Stammzellen zur Regeneration nach einem Herzinfarkt gesetzt worden waren: Ein positiver Effekt für die Stammzelltherapie mit einkernigen („mononukleären“) Zellen aus dem Knochenmark nach einem Herzinfarkt auf die Pumpfunktion oder das Kammervolumen des Herzens lässt sich nicht nachweisen – weder unmittelbar nach der Therapie, noch nach einem Beobachtungszeitraum von drei Jahren. Die Infarktgröße bildete sich bei nicht mit Stammzellen behandelten Herzinfarkt-Patienten in gleichem Umfang zurück wie bei...

DGK 2012: Herzinsuffizienz – Wer zusätzlich entwässernde Medikamente braucht, hat schlechtere Aussichten

Wenn Herzschwäche-Patienten zusätzlich zu anderen Therapien eine Behandlung mit entwässernden Medikamenten (Diuretika), eine höhere Diuretika-Dosis oder eine andere Substanz aus dieser Gruppe brauchen, dann ist das ein Anzeichen für eine Verschlechterung der Krankheit – und somit ein Indikator für einen ungünstigen Krankheitsverlauf. Das zeigt die Auswertung von Patientendaten aus 17 Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) präsentiert wurde. Von Mittwoch bis Samstag...

Behandlung der Hepatitis C bei HIV-Koinfektion: SVR-12-Raten durch Tripletherapie mit Boceprevir verdoppelt

Die Tripletherapie mit dem Proteasehemmer Boceprevir plus pegyliertem Interferon und Ribavirin (pegIFN/RBV) ist auch bei einer HIV/HCV-Koinfektion gut wirksam. Bei mehr als doppelt so vielen HCV-therapienaiven Patienten war im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie mit pegIFN/RBV 12 Wochen nach Behandlungsende keine HCV-Viruslast mehr nachweisbar (sustained virological response 12, SVR-12). Diese Zwischenergebnisse einer Phase-IIb-Studie wurden kürzlich auf der 19. Conference of Retroviruses and Opportunistic Infections (CROI) in Seattle/USA vorgestellt. Die Ergebnisse zur Heilung -...

Möglicher Ansatz zur Bekämpfung der Schlafkrankheit entdeckt

Gegen die tödlich verlaufende Afrikanische Schlafkrankheit gibt es bislang nur veraltete Medikamente mit teilweise schweren Nebenwirkungen. Berner Forscher haben nun herausgefunden, wie der Erreger bekämpft werden kann – indem ein Stoff, den der Parasit selber herstellt, blockiert wird. Dies könnte auch eine Basis für Medikamente gegen andere tropische Krankheiten sein. Sie peinigt Hunderttausende von Menschen im tropischen Afrika und endet tödlich, wenn sie nicht behandelt wird: Die Afrikanische Schlafkrankheit. Verursacht wird sie durch Parasiten, die durch den Stich infizierter...

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Regelmäßiges Blutdruckmessen ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um die schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern oder Nierenschädigung zu verhindern. Besonders problematisch ist es, wenn der Blutdruck plötzlich ansteigt und Werte in Ruhe z. B. von 190-200 mmHg (oberer Wert) oder mehr erreicht. Für Patienten entscheidend für das weitere Vorgehen in dieser beunruhigenden Situation ist, ob der hohe Blutdruck nur mit geringfügigen Missempfindungen wie Gesichtsröte,...