Dienstag, 14. Juli 2020
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Medizin

Mai 2012

Calcineurin-Inhibition neuer Therapieansatz für nierenerkrankte Patienten mit erhöhtem Herzinfarktrisiko?

Frau Dr. Giovana Di Marco (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Marcus Brand) aus der Medizinischen Klinik D am Universitätsklinikum Münster (UKM) erhält den „ERA EDTA Nachwuchspreis 2012“ der Europäischen Gesellschaft für Nephrologie (European Renal Association). Unter den 2371 eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten konnte sich das von Frau Di Marco und Kollegen bearbeitete Forschungsprojekt mit dem Titel „Cardioprotective effect of calcineurin inhibition in an animal model of renal disease“ mit der am höchsten bewerteten Punktzahl durchsetzen.

Wichtige Signale für die gezielte Entwicklung und Regeneration von Betazellen identifiziert

Eine internationale Kooperation von Wissenschaftlern zeigt in ihrer heute beim renommierten Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichten Studie, dass der Notch-Signalweg für die Bildung von Insulin-produzierenden Betazellen essentiell ist. Daraus ergeben sich neue Ansatzpunkte für dieBetazell-Ersatztherapie und die Regeneration der Langerhans’schen Inseln bei der Volkskrankheit Diabetes mellitus.

EASL 2012: Telaprevir-basierte Tripletherapie ist kosteneffektiv

Eine jüngst auf der 47. Jahrestagung der Europäischen Vereinigung zum Studium der Leber (EASL) in Barcelona vorgestellte Kosteneffektivitätsanalyse für Incivo® (Telaprevir) zeigt, dass die Dreifachtherapie von Telaprevir mit Peginterferon alfa und Ribavirin (PR) sowohl für therapienaive als auch für vorbehandelte Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (HCV)-Infektion vom Genotyp-1 (G1) in Relation zur dualen PR-Therapie kosteneffektiv ist. (1)

Abnehmen bremst krebsfördernde Entzündungen

Übergewicht begünstigt Entzündungen, die als krebsfördernd gelten. Gemeinsam mit amerikanischen Kollegen untersuchte Cornelia Ulrich aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem NCT Heidelberg an übergewichtigen Frauen, ob sich die Entzündungswerte durch Sport und/oder Kalorienreduktion reduzieren lassen. Beide Lebensstilveränderungen waren hochwirksam: Kalorienreduktion allein oder in Kombination mit Sport senkte die Entzündungsparameter um mehr als ein Drittel und damit in vergleichbarem Umfang wie entzündungshemmende Medikamente. Gewichtsabnahme kann daher als wirkungsvoller Beitrag...

BfR: E-Zigaretten können auch zu gesundheitlichen Gefahren für Passivraucher führen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat einige typische Inhaltsstoffe von E-Zigaretten-Liquids wie Nikotin, Vernebelungsmittel, Zusatz- und Aromastoffe bewertet: Die Dämpfe dieser Substanzen können die Gesundheit von E-Rauchern beeinträchtigen. Gefahren für Dritte sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht auszuschließen. Angesichts eines großen und wachsenden Produktspektrums an Liquids für E-Zigaretten ist nicht im Detail bekannt, was ein E-Raucher im konkreten Fall tatsächlich inhaliert bzw. ausatmet und mit welchen Schadstoffen die Atemluft belastet wird. Durch den Einsatz von...

Helfen Gentests im Kampf gegen Volkskrankheiten?

Zu den Möglichkeiten und Grenzen von Gentests bei der Vorhersage und Diagnostik weit verbreiteter Volkskrankheiten hat der Deutsche Ethikrat am 3. Mai 2012 Experten in einer öffentlichen Anhörung befragt. Die Ergebnisse werden in die Stellungnahme zur Zukunft der genetischen Diagnostik einfließen, die der Ethikrat derzeit im Auftrag der Bundesregierung erarbeitet. Herz-Kreislauf-Leiden, Krebs, Darmerkrankungen, psychiatrische Erkrankungen und Stoffwechselkrankheiten gehören zu den weitverbreiteten Krankheiten in unserer Gesellschaft. Viele verschiedene genetische und umweltbedingte...

Denosumab festigt trabekuläre und kortikale Knochen

In der dreijährigen Placebo-kontrollierten FREEDOM-Studie senkte der RANK-Ligand-Inhibitor Denosumab (60 mg subkutan, halbjährlich) das Risiko neuer Frakturen signifikant an allen untersuchten Skelettlokalisationen. (4) Die auf der Basis quantitativer Computertomografien an Lendenwirbelsäule und Hüfte vorgenommene FEA zeigt, dass Denosumab die Knochenfestigkeit sowohl im trabekulären als auch im kortikalen Kompartiment deutlich verbesserte. (1)

Gehirnforschung: Warum "sprechen" wir mit der linken Gehirnhälfte?

Den Gehirnforscher Dr. Christian Kell fasziniert das Sprechen als eine der herausragenden motorischen Leistungen des menschlichen Gehirns. Seine Erkenntnisse über die Zusammenarbeit weit voneinander entfernter Hirnregionen haben bereits dazu beigetragen, die Therapie von Stotterern zu verbessern. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat dem 35Jährigen jetzt rund eine Millionen Euro für die Gründung einer Emmy-Noether-Gruppe an der Klinik für Neurologie der Goethe-Universität bewilligt.

Thromboseprophylaxe und -therapie: Überzeugende Daten für Rivaroxaban

Als die Ergebnisse der RECORD-Studien veröffentlicht wurden (1-5), durfte die Fachwelt auf eine substanzielle Verbesserung in der Thrombose-Prophylaxe nach Knie- und Hüftgelenkersatzoperation hoffen. Denn der erste direkte orale Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban (Xarelto®) war signifikant wirksamer als Enoxaparin und dabei ebenso verträglich. Dennoch stellte sich die Frage, ob sich die Ergebnisse aus den Studien in die Praxis übertragen lassen würden. Sie lässt sich mittlerweile mit einem klaren ‚Ja‘ beantworten.

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft: Frühgeborenen-Retinopathie bestmöglich behandeln

Frühgeborenen-Retinopathie (ROP) ist in Industrieländern eine der häufigsten Ursachen für Erblindung im Kindesalter. Durch die Netzhauterkrankung erleiden bundesweit jährlich rund 500 Frühchen schwere Schäden am Auge. Wann es sinnvoll ist, den zurzeit nur im Off-Label-Use verfügbaren Wirkstoff Bevacizumab einzusetzen, beschreiben die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), die Retinologische Gesellschaft und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) jetzt in einer Stellungnahme.

Mildes Ausdauertraining hat ideale Effekte auf Gesundheit

Regelmäßiges Joggen erhöht die Lebenserwartung bei Männern um 6,2 Jahre und bei Frauen um 5,6 Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt die Langzeitstudie "Copenhagen City Heart Study". Die dänischen Forscher beziehen sich bei Ihrer Analyse auf Daten, die sie seit 1976 in Kopenhagen sammeln. 20.000 Menschen wurden regelmäßig zu ihren Lebensgewohnheiten befragt. "Wir können anhand unserer Daten entgültig sagen, dass Joggen gut für die Gesundheit ist", sagt Studienleiter Peter Schnohr. Schnohr und sein Team verglichen die Sterblichkeit von Joggern und Nicht-Joggern. Die Läufer wurden auch nach ihrem...

Zu viele künstliche Gelenke? Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V.

Klagen über das deutsche Gesundheitswesen gibt es reichlich: Zu teuer und ineffizient. Dabei steigt die Lebenserwartung der deutschen Bevölkerung ständig an. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass der Hüftgelenkverschleiß heute durch eine Endoprothese so erfolgreich behandelt werden kann, dass der künstliche Hüftgelenkersatz als die „Operation des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet wurde: Ältere Menschen mit Hüft- und Kniegelenksverschleiß oder Schenkelhalsbrüchen müssen nicht mehr invalide im Lehnstuhl sitzen, sondern können weiterhin mobil bleiben und ersparen dem Staat die...

Expertenempfehlung zur Schmerztherapie bei Kniegelenk-implantation: Effektive Analgesie verbessert Therapieerfolg

Eine effektive Schmerztherapie vor, während und nach einer Kniegelenkimplantation verbessert den Therapie- und den Rehabilitationserfolg. Das ist das Fazit einer interdisziplinären Expertenempfehlung, die auf einer Pressekonferenz im Rahmen der 60. Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen e.V. in Baden-Baden vorgestellt wurde. Die Analgesie ist Voraussetzung für die schnelle Mobilisierung des Knies nach der Operation und beeinflusst somit das spätere Rehabilitationsergebnis.

Verjüngung adulter Stammzellen gelungen

Die Forscher haben einen Weg gefunden, adulte Stammzellen des blutbildenden Systems zu verjüngen, so dass diese ihre Aufgaben im Körper wieder genauso gut erfüllen können wie junge Zellen. Ihre Erkenntnisse zeigen in bisher einmaliger Form, dass bestimmte Alterungsprozesse in diesen Zellen rückgängig gemacht werden können und geben Hinweise darauf, dass dies auch für andere Zellen gelten könnte. Langfristig könnten ihre Forschungen helfen, altersbedingten Erkrankungen wie Blutarmut oder verminderte Immunabwehr besser zu begegnen.

Biosignaturen zur Unterscheidung von Tuberkulose und Sarkoidose

Bei einer Reihe von Krankheiten benötigen Mediziner für eine zutreffende Diagnose Merkmale, mit denen sie die Erkrankung eines Patienten eindeutig identifizieren können. Wissenschaftler suchen deshalb nach möglichst einfach zu messenden Biomarkern für eine Erkrankung oder Kombinationen mehrerer Biomarker – sogenannter Biosignaturen. Forscher vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin haben nun ein vollständiges Profil der Aktivität von Genen und mikroRNAs zusammen mit wichtigen Entzündungsstoffen im Blut von Tuberkulose- und Sarkoidose-Patienten erstellt.

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EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
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  • England führt Maskenpflicht im Handel ein – Maßnahme gilt ab 24. Juli 2020 (dpa, 14.07.2020).

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