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Medizin

April 2012

Blutdruck bei jedem zweiten Diabetiker zu hoch

Laut einer neuen Analyse des National Health Service für England ist die Anzahl der Diabetiker, die ihren Blutdruck regelmäßig kontrollieren, in den vergangenen Jahren bei rund 50 Prozent stehen geblieben. Experten von Diabetes UK riskieren die Patienten damit schädliche Komplikationen. Denn ein hoher Blutdruck erhöht die Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen des Herzens, Nierenversagen oder eines Schlaganfalls. Laut Diabetes UK brauchen die Betroffenen mehr Unterstützung beim Umgang mit ihrer Krankheit.

Vorhofflimmern-Update 2012: Wer profitiert von Dronedaron?

Vorhofflimmern (VHF) ist eine Erkrankung mit einem heterogenen Patientenbild: Dauer und Stadium der Erkrankung, Komorbiditäten und Alter sind zentrale Unterschiede und ausschlaggebend für die Therapiewahl. Im Rahmen der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie 2012 referierten und diskutierten Experten. Konsens der Referenten: Die gründliche Anamnese bildet die Grundlage für die Therapieentscheidung. Für den behandelnden Arzt bleibt die Aufgabe, die Daten aus klinischen Studien in den kardiologischen Alltag zu übersetzen. Dabei zeigt sich, dass der Einsatz von Dronedaron...

Diabetes: Magenbypass-Operation statt Insulin auch bei Normalgewichtigen?

Ein Magenbypass, der bei extremer Fettleibigkeit einen Gewichtsverlust erzwingt, kann Menschen mit Typ-2-Diabetes mellitus in drei Viertel der Fälle von ihrer Stoffwechselstörung befreien. Dieser Effekt hält einer aktuellen Studie zufolge zwei Jahre nach dem Eingriff an. Ob eine Operation auch weniger übergewichtigen Diabetikern hilft, auf Insulingaben zu verzichten, untersuchen derzeit Mediziner am Universitätsklinikum Heidelberg in einer klinischen Studie. Die Forscher interessiert dabei auch, ob die Operation außerdem die schädlichen Folgen des erhöhten Blutzuckers an Gefäßen oder...

Studie: Depressive Herzkranken fehlt das schützende Stresshormon Cortisol

Menschen mit koronarer Herzerkrankung (KHK) empfinden zwar unter Stress die Belastung deutlich, allerdings kommt es bei ihnen zu einer verminderten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, das auch eine entzündungshemmende Wirkung hat. Dieser "Hypocortisolismus" wird durch das Vorliegen einer chronischen Depression noch deutlich verstärkt. Er könnte ein direkter Hinweis auf eine möglicherweise gesteigerte Entzündungs- und Immunantwort bei diesen Patienten sein, die das Fortschreiten einer KHK begünstigen könnte, heißt es in einer deutschen Studie. Die Ergebnisse könnten zu einer Erklärung...

Antibabypille bei Migränepatientinnen ohne Aura – kein gesteigertes Risiko für Schlaganfall oder Herzinfarkt!

Neurologen, Schmerztherapeuten und Kopfschmerzambulanzen berichten in letzter Zeit zunehmend von verunsicherten Patientinnen, denen eine orale Empfängnisverhütung (Kontrazeption) mit dem Hinweis verweigert wurde, sie seien Migränikerinnen. Hintergrund sind die Leitlinien „Medical eligibility criteria for contraceptive use“ der WHO und „Empfängnisverhütung“ der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) (momentan in Überarbeitung). Laut Leitlinien empfiehlt die WHO kombinierte hormonelle Kontrazeptiva in jeder Applikationsform bei Patientinnen mit einer Migräne ohne...

Indikationserweiterung: Etoricoxib kann nun auch gegen Akutschmerz nach Zahnoperationen eingesetzt werden

Als 90-mg-Dosis kann Etoricoxib nun auch in der kurzzeitigen Behandlung (3 Tage) von mäßig starken operationsbedingten Zahnschmerzen eingesetzt werden. Die Zulassung basiert auf den positiven Daten einer klinischen Studie mit Zielparameter TOPAR6, die 90 mg Etoricoxib bei postoperativen Zahnschmerzen mit anderen Therapien verglich. Schmerzmodell war die Extraktion von Backenzähnen mit entsprechenden mittelschweren bis starken Schmerzen. In der analgetischen Gesamtwirkung (primärer Endpunkt) war Etoricoxib nach 6 Stunden wie auch in der Bewertung der Studienmedikation bzgl. der...

Masern-Impfschutz auch für Erwachsene sinnvoll

Eine Masern-Erkrankung kann zu schweren Komplikationen wie Bronchitis oder Lungenentzündung führen - auch bei Erwachsenen. Wer nach 1970 geboren und nicht oder nur einmal als Kind gegen Masern geimpft wurde, sollte das daher nachholen. Denn mit rund 1600 gemeldeten Erkrankungen hätten sich die Masern-Fälle im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt, erläutert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln anlässlich der Europäischen Impfwoche (21. bis 27. April).

Bestimmte Probiotika lindern respiratorische Infektionen und gastrointestinale Beschwerden

Der Darm des Menschen beherbergt mehr als 500 verschiedene bakterielle Spezies. Und diese darmassoziierte Mikrobiota erfüllt eine Reihe relevanter Funktionen. Dazu zählen neben der Unterstützung der Verdauung durch die Bereitstellung von enzymatischer Kapazität der Erhalt des darmspezifischen Milieus, die Neutralisation toxischer Stoffe sowie die Verdrängung pathogener Keime. Für die praktische Medizin ist derzeit gesichert, dass bestimmte Probiotika die Dauer von banalen Infektionen vor allem der oberen Atemwege abkürzen können. Darüber hinaus lassen sich gastrointestinale Beschwerden,...

IQWiG legt erste Nutzenbewertung für ein HIV-Therapeutikum vor: Zusatznutzen von Rilpivirin für die gesamte Zielpopulation bestätigt

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat heute die Nutzenbewertung für das Arzneimittel Edurant® (Wirkstoff: Rilpivirin) des Herstellers Janssen veröffentlicht und attestiert einen Zusatznutzen. Bei männlichen Patienten sei innerhalb der ersten 48 Wochen das virologische Ansprechen signifikant höher als unter Vergleichstherapie, und geschlechtsunabhängig zeige sich eine deutlich bessere neurologische Verträglichkeit. Rilpivirin gehört zur Substanzklasse der Nicht-Nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI) und ist zur einmal täglichen...

Myokarditis: MRT zeigt das Sterberisiko

Eine Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) kann rasch und problemlos ausheilen - oder tödlich enden. Derzeit ist die Abschätzung des individuellen Risikos anhand klinischer Parameter alles andere als sicher. Deutsche Forscher haben nun gezeigt, dass spezielle Veränderungen im MRT ("späte Gadolinium-Anreicherung") mit einem massiv erhöhten Sterbe-Risiko einhergehen. Damit kann bei Risiko-Patienten die Behandlung optimiert werden, andere brauchen sich keine Sorgen zu machen.

DGK 2012: Immer mehr Herzkranke – Deutsche Kardiologie macht sich Sorgen um Nachwuchs

Die Nachwuchssituation in der deutschen Herz-Medizin ist angespannt, warnt DGK-Präsident Prof. Georg Ertl, Peripherie-Krankenhäuser klagen bereits über Mangel. Wissenschaftliche Nachwuchsförderung als Basis für qualitätsvolle Versorgung zählt zu den zentralen Aufgaben der DGK. Nicht nur mit Stipendien und Preisen versucht man jungen Kardiologen die Forschung schmackhaft zu machen, eine eigene Arbeitsgruppe widmet sich auch der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Trotz aller Erfolge der modernen Kardiologie wird der Bedarf an herzmedizinischer Versorgung weiter steigen, weil wir immer...

Zu viel Zucker in "gesunden" Getränken

Die meisten Menschen ahnen nicht, wie viel Zucker – und damit auch Kalorien – in gängigen Getränken enthalten sind. Das gilt besonders für jene Durstlöscher, die als "gesund" gelten, berichten Stoffwechselforscher der Universität Glasgow. Wie ihre Befragung unter 2.000 Briten zeigt, werden die meisten Getränke im Zuckergehalt um zwei bis sechs Teelöffel unterschätzt. "Getränke können dem Körper genauso schaden wie Nahrung", warnt Studienleiter Naveed Sattar.

Dresdner Uniklinikum informiert über Methode zur Aufgabe des Rauchens

Das Präventionszentrum des Universitäts KrebsCentrums (UCC) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden lädt am Donnerstag (19. April) zu seiner zweiten Veranstaltung der Reihe „Vorsorge im Blick: Gut informiert – Gesünder leben“ ein. Im Mittelpunkt steht das gruppentherapeutische Rauchfrei Programm der gemeinsam von Uniklinikum und TU Dresden getragenen Raucherambulanz. In sieben Sitzungen sowie einer individuellen Telefonbetreuung werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dauerhaft von der Nikotinsucht loszukommen.

HIV: SPIRAL-Studie – Positiver Einfluss auf Lipidwerte und kardiovaskuläre Biomarker

Die Umstellung von einem geboosterten Proteasehemmer (PI/r) auf den Integrasehemmer Raltegravir erwies sich als genauso wirksam wie die fortgeführte PI/r-Therapie und wirkte sich positiv auf das Lipidprofil aus. Auch kardiovaskuläre Biomarker verbesserten sich nach der Umstellung auf Raltegravir. Dies zeigten die Ergebnisse einer Subanalyse der SPIRAL-Studie, die kürzlich auf der 16. Jahrestagung der Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections (CROI) in Seattle/USA vorgestellt wurde.

Online-Fortbildung zum praktischen Einsatz von Roflumilast bei COPD

Das forschende Pharmaunternehmen Nycomed, ein Unternehmen der Takeda-Gruppe, bietet im Internet ein neues Fortbildungsmodul zum aktuellen Stand der Therapie bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung COPD. Schwerpunkt der Seite www.daxas-fortbildung.de ist die Behandlung mit dem Phosphodiesterase-4-Inhibitor Roflumilast (Daxas®). Hintergrund für die Entwicklung der Fortbildung ist das in den vergangenen Jahren maßgeblich veränderte Bild zum Krankheitsgeschehen, bedingt durch neue Studien und Erkenntnisse. Dieser Entwicklung trägt auch die Überarbeitung der GOLD-Leitlinien Rechnung. Die...

Transfer in der Antibiotikaentwicklung wird intensiviert

Die zunehmende Verbreitung von Infektionskrankheiten, die nicht mehr mit den klassischen Medikamenten behandelt werden können, stellt ein großes medizinisches Problem dar. Forscher in aller Welt suchen daher intensiv nach neuen innovativen Ansätzen, um lebensbedrohende bakterielle Infektionen mit neuen Klassen von Arzneimitteln künftig zu behandeln. Im Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig wurden in langjähriger Forschung zwei Substanzfamilien zur Behandlung von speziellen Bakterieninfektionen entwickelt, ein erster entscheidender Schritt auf dem Weg in...

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In Deutschland haben von den rund 7 Millionen Menschen, die an Diabetes mellitus erkrankt sind, 95 % einen Typ-2-Diabetes. Während Diabetes Typ 1 immer mit Insulin behandelt werden muss, sind die Therapiemöglichkeiten beim Typ-2-Diabetes breiter gefächert. Neben Lebensstilinterventionen wie Ernährungsumstellung und mehr Bewegung kommen verschiedene orale Antidiabetika zum Einsatz. Manche Betroffene sind zu Beginn einer medikamentösen Therapie wegen etwaiger Nebenwirkungen verunsichert, die zum Beispiel in Beipackzetteln oder Internetforen erwähnt werden.  

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Die Patientenverfügung ist wichtig, wenn durch Unfall, Krankheit oder Alter der eigene Wille nicht mehr ausgedrückt werden kann. Denn: Angehörige dürfen im Ernstfall keine medizinischen Entscheidungen treffen. Darauf weist Christian Bredl, Chef der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern, hin. Er rät deshalb dazu, rechtzeitig eine Patientenverfügung schriftlich zu fixieren.  

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