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Medizin

April 2012

Leichtathleten, Radfahrer und Schwerathleten sterben überdurchschnittlich oft an Herzproblemen

Die Lebenserwartung von Leistungssportlern im hohen Alter stieg in den vergangenen beiden Jahrzehnten weniger rasch an als für die Gesamtbevölkerung. Kardiale Probleme sind überdurchschnittlich häufig die Todesursache bei Leistungssportlern aus den Bereichen Leichtathletik, Radfahren und Schwerathletik. Das zeigt eine Studie der Justus-Liebig-Universität Gießen, die auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung (DGK) präsentiert wurde.

DGK 2012: Immer mehr übergewichtige Kinder – Tägliche Sportstunde beugt Herzproblemen vor

Schüler, die täglich eine Stunde Sportunterricht haben, sind nicht nur fitter und körperlich leistungsfähiger als ihre weniger aktiven Altersgenossen. Sie leiden auch weniger häufig an Übergewicht. Damit sind sie auch vor Herz-Kreislauf-Risiken besser geschützt. Die positiven Langzeit-Effekte gezielter Bewegungsförderung in der Schule zeigt eine Leipziger Studie, die auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) präsentiert wurde.

Spannungskopfschmerz: Vorsicht mit Schmerztabletten

Nichts spricht bei gelegentlichen Kopfschmerzen gegen eine Schmerztablette. Treten die Beschwerden jedoch an mehr als zehn Tagen im Monat auf oder halten sie länger als drei Tage an, müssen sie auf jeden Fall ärztlich diagnostiziert werden. Denn Spannungskopfschmerzen können verschiedene Ursachen haben. »Werden muskuläre Ursachen nicht ausreichend berücksichtigt, kann eine Behandlung von Spannungskopfschmerz mit Akutschmerzmitteln sogar kontraproduktiv sein«, warnt Professor Dr. Hartmut Göbel, Ärztlicher Direktor der Neurologisch-Verhaltensmedizinischen Schmerzklinik Kiel auf dem Deutschen...

DGK 2012: Myokardinfarkt – Kein Nutzen für Stammzell-Therapie

Rückschlag für die Hoffnungen, die in den vergangenen Jahren in die Therapie mit Stammzellen zur Regeneration nach einem Herzinfarkt gesetzt worden waren: Ein positiver Effekt für die Stammzelltherapie mit einkernigen („mononukleären“) Zellen aus dem Knochenmark nach einem Herzinfarkt auf die Pumpfunktion oder das Kammervolumen des Herzens lässt sich nicht nachweisen – weder unmittelbar nach der Therapie, noch nach einem Beobachtungszeitraum von drei Jahren. Die Infarktgröße bildete sich bei nicht mit Stammzellen behandelten Herzinfarkt-Patienten in gleichem Umfang zurück wie bei...

DGK 2012: Herzinsuffizienz – Wer zusätzlich entwässernde Medikamente braucht, hat schlechtere Aussichten

Wenn Herzschwäche-Patienten zusätzlich zu anderen Therapien eine Behandlung mit entwässernden Medikamenten (Diuretika), eine höhere Diuretika-Dosis oder eine andere Substanz aus dieser Gruppe brauchen, dann ist das ein Anzeichen für eine Verschlechterung der Krankheit – und somit ein Indikator für einen ungünstigen Krankheitsverlauf. Das zeigt die Auswertung von Patientendaten aus 17 Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) präsentiert wurde. Von Mittwoch bis Samstag...

Behandlung der Hepatitis C bei HIV-Koinfektion: SVR-12-Raten durch Tripletherapie mit Boceprevir verdoppelt

Die Tripletherapie mit dem Proteasehemmer Boceprevir plus pegyliertem Interferon und Ribavirin (pegIFN/RBV) ist auch bei einer HIV/HCV-Koinfektion gut wirksam. Bei mehr als doppelt so vielen HCV-therapienaiven Patienten war im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie mit pegIFN/RBV 12 Wochen nach Behandlungsende keine HCV-Viruslast mehr nachweisbar (sustained virological response 12, SVR-12). Diese Zwischenergebnisse einer Phase-IIb-Studie wurden kürzlich auf der 19. Conference of Retroviruses and Opportunistic Infections (CROI) in Seattle/USA vorgestellt. Die Ergebnisse zur Heilung -...

Möglicher Ansatz zur Bekämpfung der Schlafkrankheit entdeckt

Gegen die tödlich verlaufende Afrikanische Schlafkrankheit gibt es bislang nur veraltete Medikamente mit teilweise schweren Nebenwirkungen. Berner Forscher haben nun herausgefunden, wie der Erreger bekämpft werden kann – indem ein Stoff, den der Parasit selber herstellt, blockiert wird. Dies könnte auch eine Basis für Medikamente gegen andere tropische Krankheiten sein. Sie peinigt Hunderttausende von Menschen im tropischen Afrika und endet tödlich, wenn sie nicht behandelt wird: Die Afrikanische Schlafkrankheit. Verursacht wird sie durch Parasiten, die durch den Stich infizierter...

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