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Medizin

Juni 2012

Adipositas-Gene entlarven – Spitzenförderung für Nachwuchsforscher

Die Boehringer Ingelheim Stiftung hat den Pharmazeutiker PD Dr. Peter Kovacs vom Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig (IZKF) und sein Forschungsprojekt "Funktionelle Genetik der Fettverteilung" in ihr Perspektiven-Programm "Plus 3" aufgenommen. Damit verbunden ist ein Förderbetrag in Höhe von insgesamt rund 500.000 Euro verteilt auf die nächsten drei Jahre.

Genregulation: Transkriptionsfaktor P-TEFb reguliert RNA-Polymerase nach einem unerwarteten Muster

Wird genetische Information von der Erbsubstanz DNA abgelesen, übersetzt die RNA-Polymerase II sie in RNA-Moleküle. Ein wichtiger Bereich des Polymerase-Moleküls ist die C-terminale Domäne, kurz CTD. Sie übermittelt der Polymerase Informationen darüber, wie der genetische Code abgeschrieben und weiter verarbeitet werden soll. Dazu heftet das Enzym P-TEFb molekulare Botschaften in Form von Phosphatresten an bestimmte Positionen innerhalb der CTD. Wissenschaftler am Dortmunder Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie haben nun beschrieben, nach welchem Muster P-TEFb dabei vorgeht. Die...

Studie zur frühen Antibiotikatherapie bei Patienten mit schwerer Sepsis: Kombinationstherapie bringt keinen Vorteil

Immer noch versterben weltweit 30-50% der Patienten mit schwerer Sepsis. Obwohl die Therapie mit Breitspektrumantibiotika in den ersten Stunden nach Beginn die wichtigste Behandlungsmaßnahme darstellt, gab es bis jetzt weltweit noch keine prospektive randomisierte, kontrollierte Studie zur frühen Antibiotikatherapie von Patienten mit schwerer Sepsis. Bisher wurden diese Patienten in den Zulassungsstudien neuer Antibiotika seitens der pharmazeutischen Industrie ausgeschlossen. Wichtige Fragen zur Sepsistherapie – ob etwa die Kombination zweier Breitspektrumantibiotika mit unterschiedlichen...

Schleudertrauma: Häufig, aber selten mit schwerwiegenden Folgen

Bis zu einer Million Europäer erleiden jährlich ein sogenanntes Schleudertrauma oder „Peitschenschlag-Syndrom“, doch nur ein Bruchteil dieser Verletzungen hat nachhaltig neurologisch messbare Konsequenzen. Dies zeigt eine neue Studie, die heute auf dem Europäischen Orthopädiekongress (EFORT) in Berlin vorgestellt wurde. Aus Anlass der WHO Dekade zur Reduktion von Verkehrsunfällen sind neue Erkenntnisse zu Prävention und Therapie unfallbedingter Verletzungen eines der Schwerpunktthemen des wissenschaftlichen Großereignisses.

Vor 100 Jahren erschien das erste deutsche Jugendbuch gegen die Weltkriegsgefahr

Keiner der bekannten deutschen Dichter des beginnenden 20. Jahrhunderts hat das erste deutsche Buch gegen die drohende Weltkriegsgefahr geschrieben. Es war der Hamburger Volksschullehrer Wilhelm Lamszus (1881 – 1965). Vor genau einhundert Jahren veröffentlichte er sein künstlerisch intendiertes Jugendbuch „Das Menschenschlachthaus – Bilder vom kommenden Krieg“. Es war eines der sehr wenigen literarisch-künstlerischen Werke dieser Zeit, das eine eindeutige Kampfansage an die damals verbreitete chauvinistische Kriegsdarstellung und deren...

Weiterhin hoher Orientierungsbedarf zur Krankenhaushygiene

Über 180 Vertreter deutscher Kliniken trafen sich gestern in Berlin, um sich mit Experten über die Folgen des novellierten Infektionsschutzgesetzes für ihren Arbeitsalltag auszutauschen. Auf dem von der "Initiative Infektionsschutz" und der "PEG – DIE AKADEMIE" organisierten Berliner Hygienesymposium 2012 wurden Strategien und Maßnahmen zur Eindämmung nosokomialer Infektionen lebhaft diskutiert. Insbesondere Fragen des optimalen Screenings, messbarer Qualitätskriterien aber auch nicht zuletzt der Haftung führten zu einem ...

Schmerzmanagement bei Senioren und Hochaltrigen: Besonderheiten einer Patientenklientel

Welche Schmerz-Assessment-Instrumente und therapeutischen Interventionen berücksichtigen die altersbedingten Veränderungen bei Senioren? Und: Warum ist es wichtig neben Pharmakokinetik und -dynamik sowie abnehmender renaler Eliminationsleistung auch auf das pharmakokinetische Interaktionspotential des gewählten Schmerzpräparats zu achten? Diesen und weiteren Fragen widmeten sich unter dem Motto „Der verschwiegene Schmerz“ die Vorträge und Workshops auf dem Zukunftsforum Schmerz von Janssen. Dabei zeigte sich, dass bereits durch die Auswahl eines...

Revolution in der Rückenschmerzdiagnostik und -therapie – dynamische Funktionsmessung unter „real-life“ Bedingungen

Wir müssen uns einer Tatsache bewusst sein: Das „Schmerzproblem der Welt“ – aus Sicht der Patienten und der Gesundheitsökonomie - sind Rückenschmerzen. Und immer wieder Rückenschmerzen. 20 Millionen Menschen in Deutschland haben regelmäßig Rückenschmerzen. Doch mehr als ein Drittel davon wird falsch behandelt. Viele Patienten haben eine jahrelange Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich. Sie bekommen Schmerzmittel und oder werden am Rücken operiert – oft ohne Erfolg. Denn Rückenschmerzen sind nicht gleich...

AAN 2012: Wöchentliche MS-Basistherapie mit Interferon beta-1a in der Schwangerschaft unbedenklich

Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 2.500 Menschen mit der Diagnose Multiple Sklerose (MS) konfrontiert. Frauen sind dabei wesentlich häufiger betroffen als Männer. Bei der Mehrheit der MS-Patienten tritt die Erkrankung erstmals zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Gerade für Frauen bedeutet dies: Die Erstdiagnose der MS fällt häufig in eine Lebensphase, in der die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist. In der Langzeitbehandlung schubförmiger MS ist der Einsatz immunmodulierender Basistherapeutika bewährter Standard – bislang...

Multimodales Therapiekonzept wird Patientenbedürfnissen bei Morbus Parkinson besser gerecht

Patienten mit Morbus Parkinson haben je nach Phase ihrer Erkrankung unterschiedliche Bedürfnisse, denen der behandelnde Arzt mit einem integrierten Krankheitsmanagement besser gerecht werden kann. Besonders eine intensive, auf die Anforderungen des Patienten ausgerichtete Kommunikation kann sich positiv auf das Arzt-Patienten-Verhältnis, die Lebensqualität und die Adhärenz auswirken. Dies ergab eine aktuelle, über die unabhängige Ärzteplattform esanum durchgeführte, deutschlandweite Umfrage, an der sich 300 Neurologen beteiligten. Gemeinsam...

TOWER-Studie: Phase-III-Studie mit Teriflunomid bei schubförmiger Multipler Sklerose

Sanofi und sein Tochterunternehmen Genzyme gaben Top-Line-Ergebnisse der Studie TOWER (Teriflunomide Oral in people With relapsing remitting multiplE scleRosis) bekannt, in der die Wirksamkeit und Sicherheit einer Behandlung mit einmal täglich oral einzunehmendem Teriflunomid bei Patienten mit schubartig verlaufender Multipler Sklerose (MS) geprüft wurden. In der Studie zeigte sich bei den Patienten unter Behandlung mit 14 mg Teriflunomid eine statistisch signifikante Reduktion der jährlichen Schubrate sowie eine statistisch signifikante Reduktion des Risikos einer...

Exotische Viren drängen nach Deutschland

Exotische Viren aus den Tropen kommen immer häufiger auch in Europa und sogar in Deutschland vor. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) weist darauf hin, dass in den nächsten Jahren hierzulande bisher unbekannte Krankheitserreger auftreten könnten. Die DGIM empfiehlt, bei Fieber ohne erklärbare Ursache auch eine Infektion durch neue Viren in Betracht zu ziehen, falls möglich zu impfen und zu behandeln. Erreger etwa von Chikungunya-, Pappataci- oder Westnil-Fieber könnten in den kommenden Jahren weiter nach Europa und auch nach...

Neues Gel gegen Borrelien in letzter Testphase

Im Rahmen einer multizentrischen Studie testen Ärzte aus Deutschland und Österreich ein neues Medikament, das nach einem Zeckenbiss einfach auf die Haut aufgetragen werden kann, um einer Borreliose vorzubeugen. „Mittlerweile sind, je nach Region, bis zu 35 Prozent der Zecken in Deutschland mit Borrelien-Bakterien infiziert“, warnt Sabine Stauga, Studienärztin am Bernhard-Nocht Zentrum für Klinische Studien (BNCCT). Und jeder, der von einer infizierten Zecke gebissen wird, könne an Borreliose erkranken. „Tatsächlich erkranken nur rund...

Fibromyalgie: Leichtes Ausdauertraining wirksamer als Schmerzmittel

In der Behandlung des Schmerzsyndroms Fibromyalgie - eine chronische Schmerzerkrankung des Bewegungssystems - erweist sich individuell angepasstes Ausdauer- und Krafttraining als besonders wirksam; Schmerzmittel zeigen dagegen wesentlich geringere Wirkung als früher angenommen und sind nur im begrenzten Umfang einzusetzen. Um zu ermitteln, welche Therapieformen sich bisher bewährt haben und von welchen abzuraten ist, haben Wissenschaftler und Ärzte des Universitätsklinikums Heidelberg und aus ganz Deutschland sämtliche verfügbaren Therapiestudien, die...

Sportler halten mehr Schmerzen aus als Nicht-Sportler

Wer auf professionellem Niveau Sport betreibt, kann größere Schmerzen ertragen, als jemand, der nicht sportlich aktiv ist. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg bei der Auswertung von 15 internationalen Studien, die sich mit Schmerzempfindlichkeit bei Sportlern beschäftigen. Sie stellten fest: Sportler fühlen den Schmerz zwar ebenso wie Nicht-Sportler, lassen sich davon aber weniger beeinträchtigen – sie sind schmerztoleranter. Dieses Ergebnis könnte sich in Zukunft in der Therapie von...

Frühdiagnostik bei Rheuma: SPECT zeigt Knochenveränderungen schon im Frühstadium

Bei rheumatischen Erkrankungen erlauben moderne bildgebende Verfahren weit mehr als nur die Darstellung der knöchernen Gelenkstrukturen. Mit funktionellen Untersuchungsmethoden wie der hochauflösenden Einzelphotonen-Emissions-Computertomographie (SPECT) können pathologische Knochenumbauvorgänge bereits sehr früh nachgewiesen werden, mitunter schon zu einem Zeitpunkt, zu dem selbst die MRT-Diagnostik noch unauffällig ist. Eine Studie der Universitätsradiologie Düsseldorf, die jetzt auf dem 93. Deutschen Röntgenkongress vorgestellt wurde.

Aggressionsverhalten aktiviert Belohnungssystem im Gehirn

Wie lässt sich krankhaft erhöhtes Aggressionsverhalten erklären? Diese Frage beschäftigt Neurologen und Neurobiologen nun schon seit vielen Jahren. Einfach zu beantworten ist sie nicht. Verschiedene genetische Einflüsse und zahlreiche Umweltbedingungen beeinflussen unser Sozialverhalten. Ein wichtiger Schritt zur Aufklärung der Ursachen von aggressivem Verhalten ist nun einem Forscherteam des Themenverbundes „Gewalt und Aggression in Natur und Kultur“ an der Universität Regensburg gelungen.

Insulinresistenz: ChREBP-Protein entscheidende Stellschraube zwischen Blutzucker und Zelle

Eine amerikanisch-deutsche Gemeinschaftsstudie hat auf molekularer Ebene klären können, warum eine Insulinresistenz häufig dazu führt, dass Zellen Fett und Zucker verändert ab- oder aufbauen. Als eine entscheidende Stellschraube auf dem Kommunikationsweg zwischen Blutzucker und Zelle wurde das sogenannte ChREBP-Protein identifiziert. Es eröffnet die Möglichkeit für zukünftige Therapien. Wesentliche Studienteile stützen sich auf Datenmaterial aus der Leipziger Biobank für Fettgewebe, die aktuell eine Förderung des...

EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Neue S2k-Leitlinie zur stationären Behandlung von COVID-19 Patienten (23.11., DGIIN, DIVI, DGP)
  • Neue S2k-Leitlinie zur stationären Behandlung von COVID-19 Patienten (23.11., DGIIN, DIVI, DGP)