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Medizin

April 2012

Phase-II-Subanalyse zur 12-wöchigen Therapie mit Telaprevir und PR bei HCV-Genotyp 1

Anlässlich der diesjährigen Jahrestagung der European Association for the Study of the Liver (EASL) 2012 wurden Ende April die Daten aus einer retrospektiven Subanalyse der Phase-II-Studie PROVE 2 zur Therapie von Hepatitis C-Patienten vom Genotyp 1 bekannt gegeben: 100 Prozent (12/12) der nicht vorbehandelten Patienten mit dem IL28B-CC-Genotyp erreichten bei einer insgesamt 12-wöchigen Behandlung mit Telaprevir in Kombination mit pegyliertem Interferon alfa und Ribavirin (PR) ein anhaltendes virologisches Ansprechen (sustained viral response - SVR). (1)

Pneumokokkeninfektionen kurbeln Cholesterinproduktion in der Leber an/Schutzmechanismus gegen die Ausbreitung der Infektion

Bei einer von Pneumokokken verursachten Lungenentzündung wird als Fernwirkung in der Leber die Produktion von Cholesterin erhöht, das die infektionsbedingten Schädigungen des Lungengewebes mindert. Ausgelöst wird dieser Abwehrmechanismus durch das Bakteriengift Pneumolysin. Wie erfolgreich dieser Schutz ist und ob er eine Ausweitung der Infektion zur Sepsis verhindern kann, hängt vom Grad der Infektion und dem Pneumokokkenstamm ab. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Jena und der Medizinischen Hochschule Hannover, die sie jetzt gemeinsam mit...

Dapagliflozin erhält Empfehlung des CHMP zur Therapie des Typ-2-Diabetes in der EU

AstraZeneca und Bristol-Myers Squibb geben bekannt, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel CHMP (Committee for Medicinal Products for Human Use) der Europäischen Arzneimittelagentur EMA die Zulassung von Dapagliflozin zur oralen Therapie des Typ 2 Diabetes empfohlen hat – ergänzend zu Diät und Bewegung, in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln einschließlich Insulin und als Monotherapie bei Metformin-ungeeigneten Patienten.

Frauen mit Herzschwäche profitieren mehr von modernen Schrittmachern als Männer

Frauen mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz profitieren von der Implantation spezieller neuartiger Schrittmacher ("Kardiale Resynchronisationstherapie") mehr als ihre männlichen Leidensgenossen: ihre Gesamtsterblichkeit nach dem Eingriff ist geringer, ebenso wie die Rate neuerlicher Einweisungen ins Krankenhaus aufgrund einer Verschlechterung der Herzschwäche-Symptome. Dazu kommt bei Frauen eine deutlichere Verbesserung der Lebensqualität. Das zeigt eine europäische Studie ("MASCOT"-Studie) unter Beteiligung des Friedrich-Ebert-Krankenhauses Neumünster, und des Klinikums Coburg die auf...

Zulassungserweiterung beantragt: Rituximab bei ANCA-assoziierten Vaskulitiden

Roche hat am 13. April die erweiterte Zulassung von Rituximab (RTX;MabThera®) in Kombination mit Glucocorticoiden für ANCA-assoziierte Vaskulitiden bei Erwachsenen bei der europäischen Arzneimittelagentur EMA beantragt. Im Falle eines positivenVotums stünde für diese schweren Autoimmunerkrankungen nach 40 Jahren erstmals wieder eine neue Therapieoption zur Verfügung. Das Zulassungsgesuch stützt sich auf die positiven Ergebnisse der US-amerikanischen Studie RAVE (1).

Probiotische Bakterien schützen vor Entzündungen im Darm

Einige Milchsäurebakterien können Entzündungen lindern und so Magen- und Darmbeschwerden vorbeugen. Warum das so ist, war bislang unbekannt. Wissenschaftler um Prof. Dirk Haller von der Technischen Universität München haben nun den biochemischen Mechanismus entschlüsselt, der hinter der Schutzwirkung der Bakterien steckt (Cell Host & Microbe). In Versuchen mit Mäusen konnten die Forscher zeigen, dass Lactocepin – ein von bestimmten Milchsäurebakterien produziertes Enzym – gezielt entzündungsfördernde Botenstoffe abbaut. Mit dem Wissen um die Wirkung der Mikroorganismen lassen sich neue...

Gemeinsame Leitlinie gibt Empfehlung für die Bildgebung des Herzens

Deutsche Herz-Mediziner und Radiologen wollen mit ihren neuen „Konsensusempfehlungen zum Einsatz der Herzbildgebung mit Computertomografie und Magnetresonanztomografie“ die Anwendung der CT und der MRT zur Darstellung des Herzens optimieren. Wegen der technischen Entwicklungen, der komplexen Anatomie und vor allem wegen der ständigen und schnellen Bewegung des Herzens sind MRT und CT des Herzens technisch besonders anspruchsvoll. „Für Nicht-Spezialisten ist es deshalb schwierig zu entscheiden, für welche klinischen Fragestellungen die CT oder die MRT ein geeignetes Untersuchungsverfahren...

Zu wenig Operationen bei verengtem Wirbelkanal, zu viele Eingriffe an der Bandscheibe

Die Anzahl an Bandscheibenoperationen in Deutschland ist innerhalb von fünf Jahren um 43 Prozent gestiegen. Doch eine Operation sei oft erst notwendig, wenn etwa die Blasenfunktion gestört ist oder Lähmungen auftreten, so Experten im Rahmen des 129. Chirurgenkongresses. Um überflüssige Eingriffe zu vermeiden empfehlen orthopädische Chirurgen und Neurochirurgen zuvor eine körperliche Untersuchung. Dagegen sei eine Internet-Zweitmeinung nicht aussagekräftig. Zunehmender Handlungsbedarf bestehe dagegen bei einer Wirbelkanalenge. Sie kann zu starken Schmerzen und Gehbehinderungen führen. Wann...

"Neurology" veröffentlicht Langzeitdaten zu Interferon beta-1b in der Behandlung der Multiplen Sklerose

Wie eine in der aktuellen Online-Ausgabe des Fachjournals "Neurology" veröffentlichte 21-Jahres-Langzeitbeobachtungsstudie (1) zeigt, können Patienten mit Multipler Sklerose (MS) von einer frühzeitigen Therapie mit Interferon beta-1b profitieren. Patienten, die im Rahmen der klinischen Studie direkt Interferon beta-1b erhalten hatten, zeigten nach 21 Jahren eine 46,8-prozentige Verringerung des Sterberisikos (p = 0,0173) gegenüber Studienteilnehmern, die in den ersten fünf Jahren Placebo erhalten hatten und erst dann auf Betaferon® umgestellt wurden.

Datenbank hilft bei Entdeckung eines neuen Risikogens für Parkinson

Wie viele andere Krankheiten des Erwachsenenalters wird das Parkinson-Syndrom durch ein Zusammenspiel von Umwelteinflüssen und genetischen Risikofaktoren verursacht. Der eindeutige Nachweis genetischer Risikofaktoren ist allerdings schwierig, wie hunderte von publizierten Studien mit häufig widersprüchlichen Ergebnissen zeigen. Um die Interpretation der großen, beständig wachsenden Datenmenge zum Thema Parkinson zu erleichtern, haben jetzt Wissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Zusammenarbeit mit 44 Kollaborationspartnern aus der ganzen Welt ein...

Reizdarm: Seltener Protozoe könnte Bedeutung bei chronischen Magen-Darm-Problemen haben

Der zu den Protozoen gehörende Einzeller Blastocystis hominis könnte eine Bedeutung bei chronischen Magen-Darm-Problemen bei Kindern und Jugendlichen haben. Für die Präsentation der Forschungsarbeit zu diesem Thema wurde Dr. Antje Voigt aus der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin mit dem Posterpreis der Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin ausgezeichnet. Es handelt sich um die Fachgesellschaft der Kinderärzte in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Rheumatoide Arthritis: Hausärzte und Rheumatologen gemeinsam für schnellere Diagnose und bessere Therapiekontrolle

Schmerzen und Unbeweglichkeit der Gelenke sowie allgemeine Abgeschlagenheit und Erschöpfung: Mit diesen Symptomen wenden sich viele Patienten erstmalig an ihren Hausarzt. Dieser kann anhand einer einfachen Tastuntersuchung und ersten Laborergebnissen schnell feststellen, ob ein Verdacht auf rheumatoide Arthritis vorliegt. Dann sollte der Patient beim Rheumatologen vorstellig werden. Dies ist umso wichtiger, da bei der entzündlich-rheumatischen Erkrankung eine rasche Diagnose und ein früher Therapiebeginn die Inflammation und letztlich die Gelenkzerstörung aufhalten können. Verordnet wird...

Wissenschaftler entdecken Ursache für Parodontitis

Forschungsergebnis birgt neue Therapieansätze für die Behandlung von chronisch-entzündlichen Krankheiten wie Parodontitis: Prof. Triantafyllos Chavakis von der Medizinischen Klinik III des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden sowie vom Institut für Physiologie der Medizinischen Fakultät der TU Dresden entdeckte im Verbund mit internationalen Forschern die Ursache für Parodontitis. Demnach ermöglicht die verringerte Bildung eines Proteins den Entzündungsprozess. Die Forschungsergebnisse werden in der Mai-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature Immunology publiziert.

Tuberöse Sklerose: Everolimus ermöglicht erstmals kausale Therapie

Die tuberöse Sklerose (TSC) ist eine genetisch bedingte komplexe Systemerkrankung mit vielen Gesichtern. Nahezu alle Organe werden von Fehlbildungen und gutartigen Tumoren befallen. Dazu zählt auch das subependymale Riesenzellastrozytom (SEGA), an dem bis zu 20% der TSC-Patienten erkranken. Das SEGA manifestiert sich in Form eines Hydrozephalus sowie neurologischer Ausfälle und kann letal enden. TSC-Patienten mit SEGA war bis vor kurzem ausschließlich die chirurgische Resektion anzubieten. Sie kann aber Komplikationen nach sich ziehen, weil die Tumoren tief im Hirn lokalisiert sind. Seit...

Ergebnisse der PREFER-Studie: Eine Einzeldosis Ferinject® verringert Fatiguesymptome bei eisendefizienten, nicht-anämischen Frauen

Die Ergebnisse einer neuen klinischen Studie zeigen, dass eine Einzeldosis von 1.000 mg des intravenös zu verabreichenden Eisenpräparats Ferinject® zu einer raschen Verringerung von Fatigue bei symptomatischen eisendefizienten, nicht-anämischen Frauen führt (1). Die Ergebnisse der PREFER-Studie – der ersten klinischen Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von Ferinject® bei eisendefizienten, nicht-anämischen Frauen im gebärfähigen Alter mit unerklärten Fatiguesymptomen – wurden am 16. April 2012 an einem Symposium des Kongresses der Deutschen...

Pflaster gegen Heuschnupfen: Pollenextrakte lösen in der Haut korrigierende Abwehrreaktionen aus.

Ein Pflaster mit Pollenextrakten kann die Symptome des Heuschnupfens um 70 Prozent lindern. Dies zeigen Forschende am Universitätsspital Zürich in einem vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten klinischen Versuch. Laufende Nase, tränende Augen: Menschen, die an Heuschnupfen leiden, freuen sich nicht auf den Spätfrühling, wenn die Gräser blühen. In der westlichen Welt ist jede dritte Person allergisch auf Graspollen, die sich ungefähr von Anfang Mai bis Mitte Juli mit dem Wind ausbreiten. Die einzige wirksame Behandlung gegen Heuschnupfen besteht darin, die überschiessende...

Alport-Syndrom: Blutdruckmedikament schützt vor frühem Nierenversagen

Bei Menschen mit dem erblichen Alport-Syndrom versagen die Nieren im frühen Erwachsenenalter ihren Dienst, das Blut zu reinigen. Betroffene sind lebenslang auf Blutwäsche angewiesen. Ein Medikament gegen Bluthochdruck kann den Nierenschaden oft um viele Jahre hinauszögern, und auch gesunde Träger des Erbleidens profitieren von einer vorbeugenden Behandlung. Dies zeigte Professor Dr. med. Oliver Gross vom Universitätsklinikum Göttingen in zwei europaweiten Studien. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) zeichnet ihn dafür mit dem Präventionspreis der Deutschen Stiftung...

EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Neue S2k-Leitlinie zur stationären Behandlung von COVID-19 Patienten (23.11., DGIIN, DIVI, DGP)
  • Neue S2k-Leitlinie zur stationären Behandlung von COVID-19 Patienten (23.11., DGIIN, DIVI, DGP)