Sonntag, 24. Januar 2021
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Medizin

Mai 2012

Hepatitis C: Virale Heilung durch interferonfreie Therapie bei bis zu 82 Prozent der Patienten (GT1a und 1b)

Neue Studienergebnisse der größten interferonfreien Phase-II-Studie zeigen, dass bis zu 82 Prozent der Hepatitis-C (HCV)-Patienten nach nur 28-wöchiger Behandlung eine virale Heilung erreichten. (1) Diese Ergebnisse wurden bei Patienten mit den häufigen Genotypen 1a CC und 1b beobachtet, die mit direkt wirksamen in der klinischen Prüfung befindlichen antiviralen Substanzen von Boehringer Ingelheim behandelt wurden.

Europäische Allergiestudie: Große Unterschiede bei Pollen-Aggressivität

In einer europaweiten Studie untersuchten Wissenschaftler das allergische Potenzial von Birken, Gräsern und Oliven. Die Pollen dieser drei Pflanzen sind in Europa die wesentlichen Auslöser für Heuschnupfen. Die allergische Reaktion gegen eine bestimmte Pollenart kann dabei höchst unterschiedlich ausfallen. Wie die Forscher der Hialine-Studie jetzt feststellten, variiert auch die Schlagkraft der Pollen: Abhängig von Zeit und Region produzieren die Pollen verschieden große Mengen an Eiweißverbindungen, die letztlich für die allergische Immunantwort verantwortlich sind.

Typ-2-Diabetes: Conkunitzin-S1 aus der Kegelschnecke könnte als nebenwirkungsarmes Therapeutikum fungieren

Kegelschnecken sind im Meer lebende Raubtiere. Sie lauern am Grund des Meeres kleinen Fischen auf und injizieren ihrer Beute durch einen Rüssel einen Giftcocktail, der sie lähmt. Die Einzelbestandteile dieser Gifte, die sogenannten Conopeptide, sind bekannt für ihre außergewöhnlichen pharmakologischen Eigenschaften und ihr pharmazeutisches Potenzial. So wird mit Ziconotid (Prialt) bereits ein Conopeptid als Schmerzmittel eingesetzt und stellt eines der ersten Medikamente überhaupt dar, die aus einem marinen Organismus stammen.

Magen-Darm-Erkrankungen als Risikofaktoren für Osteoporose in vielen Richtlinien nicht berücksichtigt

Es gibt immer mehr Belege für einen Zusammenhang zwischen Osteoporose und Störungen des Magen-Darm-Trakts. Gastroenterologen sind daher aufgefordert, sich künftig stärker am Kampf gegen die Osteoporose zu beteiligen. Außerdem ist es an der Zeit, den Risikofaktoren im Zusammenhang mit Magen-Darm-Erkrankungen in den europäischen Richtlinien zur Osteoporose-Prävention einen höheren Stellenwert einzuräumen. Dazu Frau Professor Heidi-Ingrid Maaroos der Universität von Tartu, Estland, im Namen der United European Gastroenterology (UEG): „Es muss noch viel mehr getan werden, um ein Bewusstsein...

Zielgerichtete Therapien für Rheumatoide Arthritis und weitere Autoimmunerkrankungen im Fokus der Forschung

Das in den internationalen EULAREmpfehlungen zur Behandlung der RA festgehaltene „Tight Control“-Konzept schreibt ein engmaschiges Monitoring der Krankheitsaktivität innerhalb von 12 Wochen und im Bedarfsfall eine Anpassung der Therapie vor.(1) Zudem konnte man in Studien zu Biologika feststellen, dass ein Therapieansprechen nach 12 Wochen mit der langfristigen Prognose korreliert – je besser das Ansprechen zu Woche 12, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer niedrigen Krankheitsaktivität nach einem Jahr. (2)

Mädchen und Mütter frühzeitig über die HPV-Impfung aufklären

Impfungen gehören zu den kosteneffektivsten Präventionsmaßnahmen im Gesundheitswesen, dennoch sind hohe Impfraten keine Selbstverständlichkeit. „Trotz des wirksamen und langanhaltenden Impfschutzes vor Humanen Papillomviren (HPV), liegt in Deutschland die Impfrate bei nur ca. 30 Prozent. Und dies, obwohl die Ständige Impfkommission (STIKO) bereits seit 2007 eine Impfempfehlung für alle Mädchen von 12 bis 17 Jahren gegen die HPV-Typen 16 und 18 ausgesprochen hat [1]“, betonte Prof. Dr. Elmar A. Joura auf dem Symposium von Sanofi Pasteur MSD im Rahmen des 30. Jahrestreffens der European...

Schlaganfallbeauftragter soll Kommunikation zwischen Versorgern, Patient und Angehörigen verbessern

Schlaganfallpatienten benötigen auch nach der Akutbehandlung im Krankenhaus und der Rehabilitation eine langfristige, qualifizierte Nachsorge. Leider können viele Betroffene darauf heute nicht bedarfsgerecht zurückgreifen, weil den Betroffenen und Angehörigen oftmals schon ein qualifizierter Ansprechpartner für die vielfältigen, individuell aber sehr unterschiedlichen Versorgungserfordernisse fehlt. Um diesem Problem zu begegnen, ist im Rahmen der Berliner Schlaganfall‐Allianz (BSA) ein Aufgabenprofil für einen solchen Ansprechpartner, der „Schlaganfallbeauftragte“ entwickelt worden.

Nach Infarkt: Körpereigenes Protein schwächt das Herz zusätzlich

Ein körpereigenes Eiweiß schädigt bei chronischer Herzschwäche, z.B. nach einem Herzinfarkt, das angegriffene Herz zusätzlich: Es verringert die Fähigkeit der Herzmuskelzellen, sich zusammenzuziehen, das Herz verliert an Pumpkraft. Die molekularen Zusammenhänge haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg um Dr. Philip Raake erforscht und jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Circulation“ veröffentlicht. Das schwächende Protein GRK2, das im Herzen von Patienten mit Herzinsuffizienz in mehr als doppelt so hoher Konzentration wie bei Gesunden vorkommt, ist ein...

Viele Erwachsene haben keinen ausreichenden Impfschutz gegen Pertussis und Polio

Während die Impfraten bezüglich Pertussis und Polio bei Kindern bis zum Vorschulalter sehr gut sind, weisen Jugendliche und Erwachsene erhebliche Impflücken auf. Aktuelle Umfrage-Ergebnisse zeigen, dass nur etwa 31% einen vollständigen Polio-Impfschutz vorweisen können. Noch düsterer sieht es bei der Pertussis-Impfung aus. Nur 15% der Befragten konnten einen aktuellen Impfschutz nachweisen (1). „Dabei ist Pertussis längst nicht nur eine Kinderkrankheit.

Amyotrophe Lateralsklerose: Mäuse ohne Fibroblast-Growth-Factor-2 haben milderen Verlauf

Ein Forscherteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) fand neue Wege für die Therapie der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Bisher nahm man an, dass ein Protein namens FGF-2 einen positiven Einfluss auf diese tödlich verlaufende Nervenerkrankung hat. Doch das Gegenteil ist der Fall: Ohne dieses Protein verläuft die Krankheit milder. Das fand Professorin Dr. Claudia Grothe, MHH-Institut für Neuroanatomie, gemeinsam mit Professorin Dr. Susanne Petri, MHH-Klinik für Neurologie, und Dipl.-Biol. Nadine Thau, Zentrum für Systemische Neurowissenschaften, heraus. Ihre Ergebnisse...

Schwachstelle eines gefährlichen Krankenhaus-Keims

Wenn es um gefährliche Antibiotika-resistente Erreger im Krankenhaus geht, taucht früher oder später der Name Staphylococcus aureus auf. Ein Angriffspunkt für die Entwicklung neuer Wirkstoffe speziell gegen dieses Bakterium ist das Enzym FabI. Dessen Struktur haben Forscher des Würzburger Rudolf-Virchow-Zentrums eingehend charakterisiert – und Hinweise darauf gefunden, warum Staphylococcus aureus auf eine Hemmung dieses Enzyms anfälliger reagiert als andere Bakterienarten.

Krampfadern: Stripping-Methode bleibt konkurrenzfähig

Prof. Dr. med. Achim Mumme vom Venenzentrum der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat überprüft, ob die Stripping-Methode zur Behandlung von ausgeprägter Varikosis in validen Vergleichsstudien tatsächlich unterlegen ist. Das überraschende Ergebnis: Die neuen Laser- und Radiowellenverfahren sind bislang den Beweis schuldig geblieben, dass sie bei gleicher Nachhaltigkeit der Behandlung tatsächlich schonender sind als die operative Therapie.

Calcineurin-Inhibition neuer Therapieansatz für nierenerkrankte Patienten mit erhöhtem Herzinfarktrisiko?

Frau Dr. Giovana Di Marco (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Marcus Brand) aus der Medizinischen Klinik D am Universitätsklinikum Münster (UKM) erhält den „ERA EDTA Nachwuchspreis 2012“ der Europäischen Gesellschaft für Nephrologie (European Renal Association). Unter den 2371 eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten konnte sich das von Frau Di Marco und Kollegen bearbeitete Forschungsprojekt mit dem Titel „Cardioprotective effect of calcineurin inhibition in an animal model of renal disease“ mit der am höchsten bewerteten Punktzahl durchsetzen.

Wichtige Signale für die gezielte Entwicklung und Regeneration von Betazellen identifiziert

Eine internationale Kooperation von Wissenschaftlern zeigt in ihrer heute beim renommierten Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichten Studie, dass der Notch-Signalweg für die Bildung von Insulin-produzierenden Betazellen essentiell ist. Daraus ergeben sich neue Ansatzpunkte für dieBetazell-Ersatztherapie und die Regeneration der Langerhans’schen Inseln bei der Volkskrankheit Diabetes mellitus.

EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • COVID-19-Impfstoffkandidat JNJ-78436735 zur 1x-Gabe: Interimsdaten der Phase 1/2a
  • COVID-19-Impfstoffkandidat JNJ-78436735 zur 1x-Gabe: Interimsdaten der Phase 1/2a