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Medizin

Beiträge zum Thema: Alzheimer

September 2012

Alzheimer-Protein scheint Neurotransmitter-Produktion zu bremsen

Wie krankhafte Proteinablagerungen im Gehirn von Alzheimer-Patienten die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen stören könnten, berichten Bochumer und Münchener Forscher in der Zeitschrift Molecular and Cellular Proteomics. In Zellkulturen variierten sie die Menge des mit der Alzheimer-Krankheit in Verbindung stehenden Proteins APP sowie verwandter Proteine. Dann analysierten sie, wie sich diese Manipulation auf andere Proteine in der Zelle auswirkte. Das Ergebnis: Die APP-Menge hing mit der Menge eines Enzyms zusammen, das für die Produktion von ...

Alzheimer-"Müllwagen" den Weg abschneiden

Schädliche Eiweiße im Gehirn - das ist das Kardinalproblem bei der Alzheimer-Krankheit. Die Mechanismen der Krankheit zu verstehen und Alzheimer therapierbar zu machen, lautet das erklärte Ziel von Prof. Dr. Thomas Bayer von der Universitätsmedizin Göttingen und seinen Forscherkollegen PD Dr. Oliver Wirths und PD Dr. Anja Schneider. Neueste Erkenntnisse aus ihrer Forschung präsentierte das Trio in einem Pressegespräch der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI), dem größten privaten Förderer öffentlicher...

Französische Alzheimer-Stiftung zeichnet Forscherin für Identifizierung weiterer anormaler Proteine aus

Die französische Stiftung zur Erforschung von Alzheimer („Fondation pour la Recherche sur Alzheimer“) ehrt Prof. Manuela Neumann für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der neurodegenerativen Krankheiten. Sie erhält den „Grand Prix Européen de la Recherche sur la maladie d’Alzheimer“ (Europäischer Preis zur Erforschung der Alzheimer-Erkrankung). Neumann forscht am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und ist Professorin und ärztliche Leiterin der Neuropathologie der medizinischen Fakultät der...

Heilung von Alzheimer – eine Frage der Mitochondrien-Größe?

In einer Forschungsstudie fanden Wisssenschaftler des Queensland Brain Institute der University of Queensland in Australien und der Harvard University in den USA heraus, dass die Größe der Mitochondrien, die für die Energieversorgung der Zellen verantwortlich sind, tatsächlich eine wichtige Rolle spielt. Durch eine Veränderung dieser subzellularen Strukturen im Gehirn könnte Alzheimer behandelt werden. Denn im Rahmen der Studie stellten die Forscher fest, dass ungewöhnlich lange Mitochondrien eine giftige Wirkung aufwiesen, die letztlich zum...

August 2012

PET-Methode zur Früherkennung der Alzheimer-Erkrankung

Wird heute die Diagnose Alzheimer gestellt, erfolgt das meistens aufgrund bereits deutlicher Symptome und nach dem Ausschlussprinzip: Kommen keine anderen Ursachen für die geistigen Ausfallerscheinungen in Frage, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Demenz vom Alzheimer Typ. Erkennbar wird die Erkrankung damit meist erst, wenn die geschädigten Hirnzellen unwiederbringlich verloren sind. Mit einer neuen hochmodernen Diagnosemethode können die Ärzte am Universitätsklinikum Leipzig jetzt Alzheimer bereits im Frühstadium sicher erkennen.

TREND-Studie: Früheste Symptome der Alzheimer-Erkrankung

Die vor drei Jahren gestartete TREND-Studie (Tübinger Erhebung von Risikofaktoren zur Erkennung von Neurodegeneration) der Neurologischen Universitätsklinik Tübingen, der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Tübingen, des Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH) mit 1.100 Teilnehmern legt in zwei Publikationen erste Ergebnisse zu den frühesten Symptomen der Alzheimer-Erkrankung vor.

Juli 2012

Autoantikörper schädigen Blutgefäße im Gehirn - Wichtig für Entstehung von Alzheimer und Demenz

Eine Gruppe bestimmter Abwehrstoffe des Immunssystems kann Blutgefäße im Gehirn schädigen. Das haben Dipl.-Ing. Marion Bimmler vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und Dr. Peter Karczewski von der Biotechfirma E.R.D.E.-AAK-Diagnostik GmbH jetzt in Untersuchungen von Ratten nachgewiesen. Die Erkenntnisse sind vor allem für die Entstehung und das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit von Bedeutung sowie bei Demenzen, die auf Durchblutungsstörungen im Gehirn zurückgehen.

Alzheimer: Neue Wirkstoffe gesucht

Das Design, die Synthese und die pharmakologische und biologische Testung neuartiger Wirkstoffmoleküle zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit: Damit befasst sich Michael Decker, neuer Professor für Pharmazeutische und Medizinische Chemie an der Universität Würzburg. Millionen vor allem älterer Menschen leiden an drastischen Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit, an so genannten Demenz-Erkrankungen. Dazu gehört auch die Alzheimer-Krankheit. Sie beginnt mit der Ablagerung von Protein-Bruchstücken im Gehirn, später sterben...

Neurodegenerative Krankheiten: SERF-Protein-Wirkung als Schlüsselmechanismus

Einen Schlüsselmechanismus bei der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer haben WissenschafterInnen der Karl-Franzens-Universität Graz identifiziert. Sie konnten erstmals im Detail beobachten, wie eine Wechselwirkung mit einem Protein namens SERF zum krankhaften Zusammenklumpen bestimmter Proteine führt, die dadurch ihre Aufgaben in der Zelle nicht mehr korrekt erfüllen können. Damit ist die Forschung der Entwicklung von Therapien einen Schritt näher gekommen.

Erblicher Alzheimer 25 Jahre vor ersten Symptomen im Gehirnscan sichtbar

Alzheimer zeigt sich in Gehirnscans bereits Jahrzehnte vor dem typischen Erinnerungsverlust und der Einbuße kognitiver Fähigkeiten. Bei der seltenen familiären Variante der Alzheimer-Krankheit beginnt der Countdown etwa 25 Jahre vor den Symptomen, berichten Neurologen der Washington University School of Medicine  im "New England Journal of Medicine". "Im Körper findet eine regelrechte Kaskade von Ereignissen statt, die man in einer Zeitleiste abbilden kann", erklärt Studienautor Randall Bateman.

Chronische Hirnentzündungen begünstigen Alzheimer

Chronische Hirnentzündungen können die für Alzheimer charakteristischen Eiweiss-Ablagerungen, so genannte Beta-Amyloid-Plaques, auslösen. Forschende der Universität Zürich beweisen, dass Hirnentzündungen eine Ursache und nicht reine Folge der Neuropathologie sind und möglicherweise auch den Abbau kognitiver Leistungen verursachen. Seit der ersten Fallbeschreibung ist klar: Hirnentzündungen sind ein wichtiger Bestandteil der Alzheimer-Krankheit. Zwar haben mehrere Studien die Wirksamkeit entzündungshemmender Medikamente untersucht und ...

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