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Medizin

Beiträge zum Thema: Alzheimer

Dezember 2018

Ätiologie von Autoimmunkrankheiten: Untersuchung von Autoantikörpern soll Aufschluss geben

Ätiologie von Autoimmunkrankheiten: Untersuchung von Autoantikörpern soll Aufschluss geben
© blindturtle / Fotolia.com

Autoantikörper werden üblicherweise mit Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel Rheuma, in Verbindung gebracht. Tatsächlich sind sie jedoch auch bei gesunden Menschen ein normaler Teil des Immunsystems. Es gibt offenbar ein Netzwerk von Autoantikörpern, das, fein aufeinander abgestimmt, viele Prozesse im Körper reguliert und zum Beispiel Entzündungsvorgänge beeinflussen kann. Bei Krankheiten ist dieses Netzwerk funktioneller Antikörper gestört, wie die Lübecker Professorin Gabriela Riemekasten und ihr Team von der Klinik für...

Schlaganfall und Demenz: Apoplexie erhöht Risiko einer vaskulären Demenz

Schlaganfall und Demenz: Apoplexie erhöht Risiko einer vaskulären Demenz
© freshidea / Fotolia.com

Wer bereits einen Schlaganfall erlitten hat, besitzt gegenüber Gleichaltrigen ohne Vorbelastung ein viel höheres Risiko, erneut daran zu erkranken. Nach mehreren Hirninfarkten steigt auch die Wahrscheinlichkeit an einer vaskulären, also an einer gefäßbedingten Demenz zu erkranken auf bis zu 40% an. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) klärt auf, wie beide Krankheiten zusammenhängen – und wie eine Prävention gelingen kann.

Zirkadiane Rhythmen: Ursachen und Krankheiten

Zirkadiane Rhythmen: Ursachen und Krankheiten
© Antonioguillem Fotolia.com

Zirkadiane Rhythmen spielen in vielen Bereichen unseres Lebens – im Besonderen im Hinblick auf den Schlaf-Wach-Rhythmus – eine wichtige Rolle. Um die verschiedenen Formen und Ursachen von Schlafstörungen besser zu verstehen und schließlich auch wirksam behandeln zu können, ist die Erforschung des zirkadianen Systems und seiner biologischen Grundlagen, wie den Uhrengenen und dem melatoninergen System, von großer Bedeutung. Im Rahmen eines Symposiums diskutierten renommierte Experten die Relevanz zirkadianer Rhythmen in der Schlafmedizin und stellten...

November 2018

Suche nach Therapie gegen Alzheimer geht weiter

Bekanntlich ist die Suche nach Medikamenten gegen die Alzheimer-Erkrankung von herben Rückschlägen geprägt. In Zahlen: In den 10 Jahren zwischen 2002 und 2012 scheiterten 99,6% aller 413 in Studien untersuchten Substanzen – nur das inzwischen alt-bekannte Memantine erhielt eine Zulassung. Auch alle neueren Substanzen konnten die in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen. Viele Unternehmen haben sich deshalb aus dem Feld zurückgezogen. Roche dagegen will weiter forschen und investieren, wie Dr. Colin Wernsdörfer, Medical Director Neuroscience bei Roche,...

Pharma-Unternehmen entwickeln neue Arzneimittel zur Behandlung neurologischer und entzündlicher Erkrankungen

 Pharma-Unternehmen entwickeln neue Arzneimittel zur Behandlung neurologischer und entzündlicher Erkrankungen
© Darren Baker / Fotolia.com

Sanofi plant eine Kooperation mit Denali Therapeutics Inc. zur Entwicklung verschiedener Substanzen, mit denen eine Reihe neurologischer und systemischer entzündlicher Erkrankungen behandelt werden könnte. Die beiden Hauptsubstanzen (DNL747 und DNL758) richten sich gegen ein wichtiges Signalprotein namens Receptor-Interacting Serine/Threonin-Proteinkinase 1 (RIPK1) im TNF-Rezeptorsignalweg, das Entzündungsprozesse und den Zelltod in sämtlichen Körpergeweben steuert. Die beiden Unternehmen haben vor, DNL747 in der Behandlung von Multipler Sklerose, amyotropher...

LipiDiDiet-Studie bei prodromalem Alzheimer

LipiDiDiet-Studie bei prodromalem Alzheimer
© freshidea / fotolia.com

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass die Gabe einer medizinischen Trinknahrung, die den speziellen Fortasyn Connect-Nährstoffkomplex enthält, einen positiven Einfluss auf die Gedächtnisleistung und die Synapsenaktivität bei leichter Alzheimer-Demenz haben kann (1,2). Die Ergebnisse der Vollpublikation der LipiDiDiet-Studie lassen nun die Annahme zu, dass anhand einer möglichst frühen Intervention mit Fortasyn Connect – bereits im prodromalen Stadium der Erkrankung – ein konkreter Nutzen leichter erzielt werden kann, als wenn erst zu...

Verbesserte Demenz-Diagnostik mit PET, Liquor und Bluttest

Verbesserte Demenz-Diagnostik mit PET, Liquor und Bluttest
© freshidea / Fotolia.com

Die Alzheimer-Demenz lässt sich heute bereits in frühen Phasen der Erkrankung sicher erkennen – noch bevor die Betroffenen kognitive Einschränkungen erleben. „Es könnte bald sogar ein Bluttest zur Alzheimer-Frühdiagnose zur Verfügung stehen, alternativ zu den kostspieligen MRT-/PET- und invasiven Liquor-Untersuchungen“, sagte Priv.-Doz. Dr. Juraj Kukolja, Wuppertal,  beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Berlin, der vom 30. Oktober bis 3. November 2018 im Rahmen der Neurowoche stattfand.

Zehn Millionen Euro zur Entwicklung neuartiger therapeutischer Hirnstimulation

Zehn Millionen Euro zur Entwicklung neuartiger therapeutischer Hirnstimulation
© Ingo Rappers / Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH)

„Wir wollen die nicht-invasive therapeutische Hirnstimulation revolutionieren“: Das ist das Ziel, das sich Professor Dr. Ulf Ziemann und sein Team am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, dem Universitätsklinikum Tübingen und der Universität Tübingen gesetzt haben. Gemeinsam mit Kollegen an der Aalto University in Finnland und der Universität Chieti-Pescara „Gabriele d’Annunzio“ in Italien entwickelt er aktuell einen Helm, der mittels transkranieller Magnetstimulation (TMS) gezielt jeden Bereich der Großhirnrinde...

Oktober 2018

Neuer ALS-Bluttest: Hilfe bei der Differenzialdiagnose und Hinweise auf Krankheitsverlauf

Neuer ALS-Bluttest: Hilfe bei der Differenzialdiagnose und Hinweise auf Krankheitsverlauf
© Universitätsklinik Ulm für Neurologie Ulm/RKU

Forschende der Universitäten Ulm und Mailand haben einen Bluttest entwickelt, der die Diagnose der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) erleichtert. Der neue Test hilft dabei, die ALS von anderen neurodegenerativen Erkrankungen zu unterscheiden. Weiterhin erlaubt er eine Prognose des Krankheitsverlaufs. Die Blutuntersuchung eignet sich besonders für größere Kohorten, beispielsweise im Zuge von klinischen Studien, sowie für Patienten, bei denen aus medizinischen Gründen keine Liquorpunktion möglich ist.

Alzheimer: Phase-IIa-Studie SAPHIR mit First-in-Class“-QC-Inhibitor publiziert

Probiodrug, ein biopharmazeutisches Unternehmen, das neuartige therapeutische Lösungen zur Behandlung von Alzheimer entwickelt, gab heute bekannt, dass Ergebnisse seiner SAPHIR-Studie in der Alzheimer’s Research & Therapy veröffentlicht wurden. Die Veröffentlichung fasst die Höhepunkte der Ergebnisse der SAPHIR-Studie (Clinicaltrials.gov, NCT 02389413), der ersten klinischen Studie zur Untersuchung des Glutaminylzyklase-(QC)-Inhibitors PQ912  in der Behandlung von frühen AD-Patienten, zusammen.

September 2018

Gentherapie bei mitochondrialen Erkrankungen

Gentherapie bei mitochondrialen Erkrankungen
©Mitochondrial Biology Unit, University of Cambridge

Mitochondriale Erkrankungen zählen heute zu den zweithäufigsten diagnostizierten genetischen Erkrankungen weltweit, und leider gibt es immer noch keine bewährten Behandlungsstrategien. Wissenschaftler haben nun in einer Kooperationsarbeit einen Gentherapieansatz an Mäusen angewandt, der zu einer erfolgreichen Behandlung der Mitochondrienerkrankung in diesen Tieren führte. Damit wurde der Weg für zukünftige therapeutische Strategien am Menschen geebnet.

Chorea Huntington beginnt schon in der Kindheit

Chorea Huntington beginnt schon in der Kindheit
© fotos4people / Fotolia.com

Obwohl die Symptome der tödlichen Huntington-Krankheit oftmals erst im Alter von 30 Jahren oder sogar später auftreten, wirkt das verursachende, mutierte Gen schon in der Kindheit. Diesen Rückschluss lassen neueste Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sowie der Universitäten Cardiff und Lund zu. Außerdem belegen die Forscher in ihren Studien, dass die Krankheit in diesem frühen Lebensabschnitt möglicherweise bereits mit Medikamenten therapiert werden könnte.

Teufelskreis führt zu Verlust von Gehirnzellen im Alter

Teufelskreis führt zu Verlust von Gehirnzellen im Alter
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Der CB1-Rezeptor ist für die berauschende Wirkung von Cannabis verantwortlich. Zusätzlich dient er aber wohl auch als eine Art „Sensor“, mit dem Neuronen die Aktivität bestimmter Immunzellen im Gehirn messen und kontrollieren. In diese Richtung deutet zumindest eine aktuelle Studie der Universität Bonn. Fällt der Sensor aus, können chronische Entzündungen die Folge sein – vermutlich der Auftakt zu einem gefährlichen Teufelskreis. Die Publikation ist online in der Zeitschrift Frontiers in Molecular Neuroscience erschienen (1).

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