Mittwoch, 21. August 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Alzheimer

April 2018

Kampf gegen Alzheimer: Grundlagenforscher geben sich nicht geschlagen

„Es gibt keinen Grund, als Forscher vor Alzheimer-Demenz zu kapitulieren. PET und andere Techniken ermöglichen es mittlerweile, Krankheitsprozesse im Gehirn schon in einem Stadium zu diagnostizieren, in dem sich noch keine oder kaum Symptome zeigen. Damit sind die Chancen gewachsen, Therapien zu entwickeln, die so rechtzeitig eingreifen, dass der Krankheitsprozess wirksam verzögert werden kann.“ Das sagte Prof. Dr. Frank Jessen vom Universitätsklinikum Köln gestern in Berlin. Gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Endres von der Ludwig-Maximilians-Universität...

„Inflamm-Aging“ – Ist das Alter eine Entzündung?

„Inflamm-Aging“ – Ist das Alter eine Entzündung?
© Photographee.eu / Fotolia.com

Rot, geschwollen, schmerzhaft – so stellen wir uns in der Regel eine Entzündung vor. Entzündungsvorgänge können aber auch sehr viel diskreter und ohne erkennbare klinische Symptome ablaufen. Gerade diese unterschwelligen, chronischen Entzündungen sind es, die seit einigen Jahren im Verdacht stehen, wesentlich zum Alterungsprozess und zu alterstypischen Erkrankungen wie Arteriosklerose, Diabetes oder Alzheimer beizutragen.

Beeinflusst körperliche Aktivität die Gesundheit künftiger Nachkommen?

Beeinflusst körperliche Aktivität die Gesundheit künftiger Nachkommen?
© pavel1964 / Fotolia.com

Körperliche und geistige Aktivität sind nicht nur gut für das eigene Gehirn, sie können auch die Lernfähigkeit späterer Nachkommen beeinflussen – zumindest im Mausmodell. Diese besondere Form der Vererbung wird durch bestimmte RNA-Moleküle vermittelt. Sie beeinflussen die Genaktivität und reichern sich nach körperlicher und geistiger Aktivität im Gehirn sowie in den Keimzellen an. Prof. Dr. André Fischer und Fachkollegen vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Göttingen und München und...

Immungedächtnis im Gehirn

Entzündungsreaktionen können die Immunzellen des Gehirns langfristig verändern – die Zellen haben also ein „Immungedächtnis“. Dieses Immungedächtnis beeinflusst möglicherweise den Verlauf später auftretender neurologischer Erkrankungen und stellt somit einen bislang unbekannten Faktor dar, der den Schweregrad dieser Krankheiten beeinflussen könnte. Das berichten Wissenschaftler am DZNE, dem Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) und der Universität Tübingen.

Wie die Chronotherapie helfen kann, die Wirkung von Medikamenten zu verbessern

Der Wechsel von Tag und Nacht bestimmt unseren Lebensrhythmus – und das nicht nur im Hinblick darauf, wann wir müde werden und wann wir aufwachen. Auch die Körpertemperatur, der Energiestoffwechsel, die Ausschüttung verschiedener Hormone und die Aktivität von Immunzellen zählen zu den Körperfunktionen, die sich, orientiert am 24-Stunden-Takt, verändern. Dass gesundheitsrelevante Prozesse so eng mit dem Schlaf-Wach-Rhythmus verzahnt sind, kann auch therapeutisch genutzt werden. Wie die Chronotherapie dabei helfen kann, die Wirkung von Medikamenten zu...

März 2018

Neuer Ansatz für Bluttest-Entwicklung zur Diagnose von Alzheimer

Forschern ist es gelungen, Peptide im Blut zu bestimmen, die für die Alzheimer-Krankheit charakteristisch sind. Aus den Konzentrationsverhältnissen können sie überdies mit hoher Genauigkeit ablesen, ob die Blutproben von gesunden Menschen stammten, von solchen mit leichten kognitiven Störungen (MCI) oder von Alzheimer-Patienten, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Nature (1). „Dies könnte eine frühere und einfachere Diagnose der Alzheimer-Krankheit ermöglichen“, so Prof. Richard Dodel, Demenz-Experte der Deutschen...

Februar 2018

Freie Sauerstoffradikale bei Rückenmarksverletzungen unerlässlich

Zellalterung, Krebs, Parkinson und Alzheimer – mit freien Sauerstoffradikalen werden meist Krankheiten in Verbindung gebracht. Die Moleküle scheinen jedoch auch positive Aufgaben zu besitzen: Bei Rückenmarksverletzungen spielen sie eine unerlässliche Rolle im Heilungsprozess. Das berichtet ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Simone Di Giovanni vom Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung, der Universität Tübingen und dem englischen Imperial College London. In der aktuellen Ausgabe von Nature Cell Biology beschreiben die...

Alzheimer: Gesteigerte Hirnaktivität bei Mäusen erklärbar

Die Alzheimer-Krankheit ist die wichtigste Ursache der Demenz bei älteren Patienten. Die Betroffenen entwickeln Defizite bei Fähigkeiten wie dem Lernen, dem vernunftgesteuerten Denken, der Kommunikation und haben zunehmende Schwierigkeiten, die Herausforderungen des täglichen Lebens zu meistern. Um die Alzheimer-Krankheit besser zu erforschen, setzen Wissenschaftler Mäuse ein, in deren Gehirn sich ähnlich wie bei Alzheimer-Patienten bestimmte Proteine ablagern und die an Gedächtnisverlust leiden. Vor einigen Jahren war es dem Forscherteam um Prof. Olga...

Helfen Malaria-Medikamente gegen Alzheimer?

Die Alzheimer-Krankheit ist bislang unheilbar und neue Wirkstoffe werden frühestens in einigen Jahren verfügbar sein. Forscher wie Prof. Dr. Jochen Kuhse von der Universität Heidelberg testen daher bereits vorhandene Medikamente gegen andere Krankheiten, um herauszufinden, ob diese auch bei der Alzheimer-Krankheit einen positiven Effekt haben könnten. Gefördert wird das zweijährige Forschungsprojekt von der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) mit 85.000 Euro.

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