Donnerstag, 25. April 2019
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April 2019

Medizin 17. April 2019

CKD: Durchbruch in der Therapie mit Canagliflozin

CKD: Durchbruch in der Therapie mit Canagliflozin
© fotomek - stock.adobe.com

Die aktuell publizierte CREDENCE-Studie (1) stellt in vielerlei Hinsicht eine Sensation dar: Sie wurde vorzeitig abgebrochen, weil sich bereits vor dem geplanten Studienende eine signifikante Überlegenheit des Prüfmedikaments abzeichnete. Sie ist somit nicht nur eine der wenigen nephrologischen Studien der letzten Dekaden, die positiv ausfielen, sie gibt darüber hinaus Evidenz dafür, dass SGLT2-Hemmer das Fortschreiten der chronischen Nierenkrankheit (CKD) zusätzlich zur Standardtherapie mit RAAS-Inhibitoren wirksam aufhalten. Seit Jahren wird nach Therapien...

Medizin 17. April 2019

Osteopetrose: Usprung der Osteoklasten im Mausmodell entdeckt

Osteopetrose: Usprung der Osteoklasten im Mausmodell entdeckt
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Die Marmorknochenkrankheit (Osteopetrose) ist eine meist genetisch bedingte Krankheit, die durch das Fehlen oder die Unterfunktion von Osteoklasten verursacht wird. Dadurch kommt es zu erheblichen Störungen der Knochenstruktur und mechanischen Stabilität. Eine Knochenmarktransplantation ist die derzeit einzige Behandlungsmöglichkeit, die aber oft nur partiell erfolgreich ist. Forscher des Leibniz-Instituts für Alternsforschung (FLI) in Jena haben jetzt im Mausmodell entdeckt, dass Osteoklasten einen anderen zellulären Ursprung haben als bisher angenommen. Damit...

Gesundheitspolitik 17. April 2019

Kein Zusatznutzen für Kinderarzneimittel: Ein weiterer Rückschlag für PUMA-Zulassungen

„Dass einem Arzneimittel, das speziell für Kinder entwickelt wurde, wieder einmal kein Zusatznutzen zugeschrieben werden soll, ist ein weiterer Rückschlag für die PUMA-Regelung“, kommentiert Dr. Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft beim Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) die am Montag vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) veröffentlichte Nutzenbewertung des Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) zu der PUMA-Zulassung (Paediatric use marketing authorisation) von...

Gesundheitspolitik 16. April 2019

Bundesärztekammer-Präsident: Verbot organisierter Sterbehilfe richtig

Der Präsident der Bundesärztekammer hat sich dafür ausgesprochen, dass Sterbehilfe in Deutschland als Dienstleistung verboten bleibt. "Wir müssen als Ärzte klar sein, dass wir als Helfende, als Heilende ans Bett treten und nicht als Tötende", sagte Frank Ulrich Montgomery am Dienstag im RBB-Inforadio. "Menschen mit existenziellen Leiden benötigen medizinische Hilfe und menschliche Zuwendung. Palliativmedizin vermag dies zu leisten, geschäftsmäßige Sterbehilfe dagegen nicht", heißt es in einer Mitteilung von...

Gesundheitspolitik 16. April 2019

Experte des Robert-Koch-Instituts skeptisch zu Masern-Impfpflicht

Trotz der weltweit gestiegenen Masern-Ausbrüche spricht sich ein Experte des Robert-Koch-Instituts gegen eine Impflicht aus. "Bevor man mit so einem Instrument wie der Impfpflicht ankommt, muss man genau abwägen, was man damit erreichen kann. Ich persönlich bin nicht ganz so überzeugt, dass wir damit ganz so viel anstellen können", sagte Ole Wichmann, Chef der Impfprävention beimRobert-Koch-Institut, am Dienstag dem Sender Bayern 2. Bei Masern gebe es altersspezifischen Impflücken, vor allem bei Jugendlichen, jungen Erwachsenen und älteren...

Medizin 16. April 2019

Personalisierte Therapien bei CED

Personalisierte Therapien bei CED
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Der Ruf nach einer personalisierten Medizin, der in nahezu allen medizinischen Fachgebieten immer lauter zu hören ist, macht auch vor den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen nicht Halt. Die Gastroenterologen versprechen sich davon eine höchst effektive und gleichzeitig gut verträgliche Therapie für jeden einzelnen Patienten. Der Weg dorthin ist anspruchsvoll, denn er erfordert intensive Grundlagenforschung in den Bereichen Pathophysiologie, Genetik und Immunologie. Denn klar ist: Trotz aller Innovationen in den vergangenen Jahren besteht noch immer ein...

Medizin 16. April 2019

Infektiologie: Experten fordern Facharztausbildung und bessere Prävention

Infektiologie: Experten fordern Facharztausbildung und bessere Prävention
© nobeastsofierce - stock.adobe.com

Für gesunde Menschen stellen sie kein Risiko dar, für Abwehrgeschwächte oder frisch Operierte sind sie jedoch sehr gefährlich: Staphylococcus aureus und andere Erreger, die vor allem als Verursacher von Krankenhausinfektionen gefürchtet sind. Eine hohe Sterblichkeitsrate weist etwa die durch Staphylocccus aureus verursachte Blutstrominfektion auf. Schätzungsweise 30.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr allein an dieser Infektion, etwa 25% der Betroffenen versterben. Studien zeigen, dass eine Behandlung durch Infektionsspezialisten viele Patienten...

Gesundheitspolitik 15. April 2019

Seltene Erkrankungen: Nationaler Aktionsplan hat Erfolge erzielt, stockt aber bei zentralen Themen

Um die Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen in Deutschland zu verbessern, wurde 2013 ein Nationaler Aktionsplan verabschiedet. Im Rahmen seiner Umsetzung konnten bereits wichtige Erfolge erzielt werden, bei den Kernthemen "qualitätsgesicherte Versorgung" und "nachhaltige Organisationsform" wurden die Erwartungen aber bislang nicht erfüllt. Zu diesem Fazit kommt das Fraunhofer ISI, das zusammen mit der Universität Bielefeld und der Ostfalia Hochschule die Umsetzung des Aktionsplans wissenschaftlich begleitet hat.

Medizin 15. April 2019

Alzheimer Demenz und Multiple Sklerose: Neue Ansätze in der Forschung

Alzheimer Demenz und Multiple Sklerose: Neue Ansätze in der Forschung
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Sowohl der Alzheimer Demenz (AD) als auch der Multiplen Sklerose (MS) scheint nach neueren Forschungen ein kontinuierlicher neurodegenerativer Prozess zugrundezuliegen, der oftmals, wie bei der AD lange Zeit latent verläuft, wie Prof. Dr. med. Oliver Peters, Berlin, auf einem von Roche unterstützten Symposium während des DGKN-Kongresses in Freiburg, erklärte. Aber auch die bislang als distinkt beschriebenen Verlaufsformen der MS – schubförmige MS, die sekundäre Progredienz und ein primär progredienter Verlauf – müssen wohl überdacht...

Medizin 14. April 2019

Meningokokken: Anwendungsschema für Impfung aktualisiert

Meningokokken: Anwendungsschema für Impfung aktualisiert
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Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat das Anwendungsschema für den Meningokokken-Impfstoff Nimenrix® aktualisiert. Nimenrix® wird zur aktiven Immunisierung von Personen ab einem Alter von 6 Wochen gegen invasive Meningokokken-Erkrankungen (IME), die durch Neisseria meningitidis der Gruppen A, C, W und Y verursacht werden, angewendet (1). Die Grundimmunisierung für Säuglinge im Alter von 6 Wochen bis 6 Monaten setzt sich nun aus 2 Dosen Nimenrix® im Abstand von mindestens 2 Monaten zusammen. Kinder ab einem Alter von 6...

Medizin 13. April 2019

Molekularer Schalter für das X-Chromosom

Molekularer Schalter für das X-Chromosom
© Giovanni Cancemi / Fotolia.com

Im Verlauf der Entwicklung muss eine Vielzahl an Genen zu unterschiedlichen Zeitpunkten an- oder abgeschaltet werden. Eine besondere Herausforderung besteht, wenn in einer Zelle 2 Kopien des gleichen Gens unterschiedliche Aktivierungszustände einnehmen sollen, wie es zum Beispiel bei den X-Chromosomen im weiblichen Organismus der Fall ist. Wissenschaftler am Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik haben diesen Vorgang untersucht und ein grundsätzliches Modell für die Einleitung der X-Inaktivierung durch das RNA-Molekül Xist entwickelt.

Medizin 13. April 2019

PTBS: Chronische psychosoziale Belastungen behindern Knochenheilung

Ein Forscherteam der Universität Ulm hat gemeinsam mit Fachkollegen aus Kalifornien herausgefunden, dass chronischer psychosozialer Stress die Knochenheilung massiv behindert. In der aktuellen Studie konnten sie zudem zeigen, dass sich diese stressbedingten Knochenheilungsstörungen mit Hilfe des Betablockers Propranolol beheben lassen. Dieser blockiert die Kommunikation von Stresshormonen des sympathischen Nervensystems mit verschiedenen Immunzellen und verhindert damit eine stressvermittelte Überreaktion des Immunsystems.

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Viele pflegende Angehörige nehmen ihre eigenen Bedürfnisse kaum mehr wahr. Die Sorge um den Angehörigen oder die Angst, der Aufgabe nicht gerecht zu werden, können den Blick auf sich und eigene Wünsche verstellen, erklärt Daniela Sulmann vom Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). "Als erstes gilt es dann zu versuchen, sich selbst wieder stärker in den Fokus zu nehmen und zu formulieren, was man braucht." Das jedoch sei leichter gesagt als getan. Sulmann empfiehlt Pflegenden daher, ein Tagebuch zu führen.