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Juli 2012

Medizin 11. Juli 2012

Patienten mit peri-ampullärem Karzinom profitieren von Chemotherapie nach der OP

Chemotherapie kann die Lebenserwartung von Patienten verbessern, die an einem bösartigen Tumor nahe der Bauchspeicheldrüse, dem sogenannten peri-ampullären Karzinom, leiden. Sie profitieren ebenso wie die Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs von einer zusätzlichen Behandlung mit Krebsmedikamenten nach der Operation, wenn auch in geringerem Umfang. Dies hat eine Studie der "European Study Group for Pancreatic Cancer" gezeigt, die von den Zentren in Heidelberg und Liverpool geleitet wird und in der aktuellen Ausgabe des „Journal of the...

Gesundheitspolitik 11. Juli 2012

EGMR entscheidet über Recht auf Sterbehilfe in Deutschland

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) wird am kommenden Donnerstag (19. Juli) über ein mögliches Recht auf Sterbehilfe in Deutschland entscheiden. Das Urteil soll schriftlich verkündet werden, teilte der Gerichtshof am Mittwoch in Straßburg mit. Das Bundesinstitut für Arzneimittel in Bonn hatte einer querschnittsgelähmten Frau ein tödliches Medikament für einen Suizid in Deutschland verweigert; sie war daraufhin in die Schweiz ausgewichen, wo sie sich 2005 das Leben nahm.

Gesundheitspolitik 11. Juli 2012

Hilfs- und Pflegemittel online einsehbar

Versicherte, Patientenorganisationen und Hersteller können künftig einfacher auf das Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen zugreifen. Der GKV-Spitzenverband in Berlin hat die mehr als 20.000 Hilfsmittel und 39 Produktgruppen abrufbar auf seine Internetseite gestellt. Anders als bisher müssten Nutzer das Verzeichnis nicht erst auf dem eigenen Rechner installieren, sondern könnten die Liste online durchsuchen.

Medizin 11. Juli 2012

Altersmediziner empfehlen Vitamin-D als Nahrungsergänzung

Senioren ab 60 Jahren sollten täglich 800 sogenannte Internationale Einheiten Vitamin-D als Nahrungsergänzung zu sich nehmen. Das empfehlen Wissenschaftler und Ärzte auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) Mitte September in Bonn. Studienergebnisse zeigen, dass Patienten, die 700 bis 1000 Internationale Einheiten Vitamin-D einnehmen, 34 Prozent seltener stürzen (British Medical Journal 2011) und 20 Prozent weniger Knochenbrüche erleiden (Archives of Internal Medicine 2009).

Medizin 11. Juli 2012

Hämophilie A: Prophylaxe ist die beste Schmerztherapie/ Robert-Koch-Award für KOGENATE®

Die Gelenke in ihrer Funktion zu erhalten und Blutungen zu vermeiden, sind die Maßgaben einer prophylaktischen Therapie im Vergleich zur Bedarfstherapie bei Patienten mit Hämophilie, berichtetet Dr. Natascha Marquardt, Bonn. Besonders die hämophile Arthropathie hat akute und chronische Schmerzen zur Folge, die auch die Lebensqualität sowie soziale und berufliche Aktivität des Patienten beeinflussen. Eine Studie hat nun die Vorteile einer prophylaktischen Therapie  gegenüber  der Bedarfstherapie bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit schwerer Hämophilie A gezeigt: Patienten unter...

Medizin 11. Juli 2012

Tricksen und Täuschen: Wie sich Tumorzellen den Weg freimachen

90 Prozent aller Krebspatienten sterben heute nicht mehr am ursprünglichen Tumor, sondern an Metastasen. Diese entstehen, wenn Tumorzellen über die Blutbahn in andere Organe „auswandern“. Nun haben Wissenschaftler des Instituts für Virologie am Klinikum rechts der Isar der TUM, des Helmholtz Zentrums München und der Universität Zürich am Beispiel von Darmkrebs herausgefunden, mit welchem Trick die Tumorzellen aus den Blutgefäßen zurück ins Gewebe gelangen: Sie produzieren Signalproteine, mit denen sie die Arterienwände...

Medizin 11. Juli 2012

Adipositas bei Typ-2-Diabetes: Empfehlungen aus Leitlinien weitgehend deckungsgleich

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 10. Juli 2012 die Ergebnisse einer Recherche evidenzbasierter Leitlinien zur Behandlung von Adipositas bei Diabetes mellitus Typ 2 veröffentlicht. Ziel des Berichts ist es, aus aktuellen, methodisch hochwertigen Leitlinien diejenigen Empfehlungen zu identifizieren, die für ein mögliches neues Modul Adipositas im Disease-Management-Programm (DMP) Diabetes mellitus Typ 2 von Bedeutung sein könnten.

Medizin 11. Juli 2012

DOG warnt vor Resistenzen: Bindehautentzündung zunächst ohne Antibiotika behandeln

Bakterien, die eine Bindehautentzündung auslösen, reagieren zunehmend unempfindlich auf Antibiotika. Zu diesem Ergebnis kommt eine Publikation in den Klinischen Monatsblättern für Augenheilkunde. „Diese Entwicklung ist alarmierend“, erklärt Professor Dr. med. Christian Ohrloff, Pressesprecher der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Die DOG rät Ärzten daher zur Zurückhaltung bei der Verordnung von Antibiotika. In vielen Fällen helfen auch Augenreinigungen und Tränenersatzflüssigkeit. Ist die Gabe von ...

Medizin 10. Juli 2012

Gift aus der Vergangenheit: Flüchtiges Quecksilber aus historischen Spiegeln

Es gibt immer noch historische Spiegel, bei denen Quecksilber auf eine dünne Zinnfolie aufgetragen wurde. Deren Produktion wurde zwar 1886 verboten, nicht aber der Besitz. Mit den Jahren korrodiert bei den Quecksilberspiegeln die Verbindung aus Zinn und Quecksilber (das so genannte Zinnamalgam) oder löst sich vom Glas. Die Verspiegelung wird blind, das Quecksilber wird freigesetzt und bildet giftige Dämpfe. Wie man dies verhindert, und alte Spiegel sicher restaurieren kann, hat die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung in einem ...

Gesundheitspolitik 10. Juli 2012

BDU: "Für mehr Patientensicherheit" – Berufsverband installiert Fehlermanagementsystem in der Urologie

In der Luftfahrt sind Berichtssysteme zur Fehlervermeidung seit über 30 Jahren etabliert; das deutsche Gesundheitswesen ist indes noch dabei, eine offene Fehlerkultur zu entwickeln. Der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU e.V.) unterstützt diesen Prozess aktiv und favorisiert ein anonymes internetbasiertes Fehlermanagementsystem in der Urologie. Das sogenannte CIRS-Urologie ist eine fachspezifische Variante des Berichts- und Lernsystems der Deutschen Ärzteschaft für Kritische Ereignisse und Fehler in der Medizin namens Critical Incident Reporting-System...

Medizin 10. Juli 2012

Bayer Hemophilia Awards Program 2012: 2,3 Millionen US-Dollar zur Unterstützung der Hämophilie-Forschung und klinischer Ausbildungsprogramme

Bayer HealthCare hat heute die diesjährigen Preisträger des Bayer Hemophilia Awards Program (BHAP) bekanntgegeben. In diesem Jahr erhalten 15 Preisträger aus neun Ländern insgesamt etwa 2,3 Millionen US-Dollar an finanzieller Förderung. BHAP ist das größte Förderprogramm im Bereich Hämophilie; ausgezeichnet werden innovative Forschungsansätze sowie Ausbildungsinitiativen auf der ganzen Welt. So ist BHAP ein wichtiges Element des übergeordneten Programms "Hemophilia Solutions", mit dem das Unternehmen sich für...

Gesundheitspolitik 10. Juli 2012

Donau-Länder wollen gemeinsames Forschernetzwerk aufbauen

Die Länder entlang der Donau wollen in der Forschung und im Gesundheitswesen enger zusammenarbeiten und so die Wirtschaft in der Region stärken. Regierungsvertreter der Anrainerstaaten einigten sich am Montag in Ulm darauf, einen Wissenschaftsfonds mit zehn Millionen Euro einzurichten. Damit wollen die Länder ein gemeinsames Forschernetzwerk aufbauen und die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern verknüpfen, teilte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) mit.

Medizin 10. Juli 2012

Melanom-förderndes Gen entdeckt

Der schwarze Hautkrebs, auch Melanom genannt, ist besonders aggressiv und kommt in der Schweiz zunehmend häufiger auf. Trotz intensiver Forschung gibt es jedoch bis heute keine Therapie. Forschende der Universität Zürich haben nun ein Gen entdeckt, das eine zentrale Rolle spielt beim schwarzen Hautkrebs: Unterdrückt man dieses Gen, verhindert dies bei Mäusen die Entstehung eines Melanoms und dessen Ausbreitung. Diese Entdeckung könnte den Weg zu neuen Therapieformen ebnen.

Medizin 10. Juli 2012

HIV: G-BA beschließt Zusatznutzen von Edurant® für die gesamte Zielpopulation

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat seinen Beschluss zur Nutzenbewertung für das Arzneimittel Edurant® (Wirkstoff: Rilpivirin) zur HIV-Therapie gefasst. Der G-BA spricht dem Virustatikum einen Beleg für einen geringen Zusatznutzen für die gesamte Zielpopulation nicht vorbehandelter erwachsener HIV-1-Patienten mit einer Viruslast ≤100.000 Kopien/ml aus. Ausschlaggebend war die bessere Verträglichkeit des Wirkstoffs (1).

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