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Juli 2012

Medizin 19. Juli 2012

Experte Psychosomatischer Medizin: "Genitalbeschneidung bei Jungen stellt Trauma dar"

Die Beschneidung der Vorhaut (Zirkumzision) ist der älteste und am häufigsten durchgeführte operative Eingriff überhaupt. Prof. Dr. Matthias Franz, stellvertretender Direktor des Klinischen Instituts für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, warnt deutlich vor den Gefahren der meist religiös motivierten Operation: „Die Entfernung der Vorhaut im Säuglings- oder Kindesalter stellt ein Trauma dar und kann zu andauernden körperlichen, sexuellen oder psychischen Komplikationen und Leidenszuständen führen. Diese Problematik...

Medizin 19. Juli 2012

EULAR 2012: Neue Daten aus der REALISTIC- und FasT-Studie mit Certolizumab Pegol

Die beim diesjährigen EULAR-Kongress vorgestellten neuen Daten zu Certolizumab Pegol (CZP) bei Rheumatoider Arthritis ergaben: ein schnelles Ansprechen mit guter und frühzeitiger Vorhersagbarkeit des Therapieerfolgs – unter realistischen Bedingungen. So zeigten die Daten der laufenden nichtinterventionellen Studie (NIS) FasT aus dem Praxisalltag, dass der prozentuale Anteil der Patienten, die bereits nach Woche 12 eine Remission*(REM) oder eine niedrige Krankheitsaktivität (LDA) erreichten, mit ca. 60% auch den Ergebnissen nach...

Gesundheitspolitik 19. Juli 2012

Zukunftsfach Arbeitsmedizin: Präventionsexperten immer gefragter

Arbeitsverdichtung, wechselnde Arbeitsbedingungen, neuartige Arbeitsformen, gestiegene Anforderungen an die zeitliche und räumliche Flexibilität und der demografische Wandel sorgen für neue Belastungen und Beanspruchungen der Beschäftigten. Betriebliche Gesundheitsförderung, Prävention, Unfallschutz und Rehabilitation werden daher immer wichtiger. Als Präventionsexperten unter den Medizinern sind Betriebsärzte gefragter denn je.

Medizin 19. Juli 2012

Darmkrebsprävention: Einladungsverfahren wirkt

Die Inanspruchnahme der Früherkennungs-Koloskopie hat sich in Baden-Württemberg nach einem jahrelangen Abwärtstrend im Jahr 2011 erstmals wieder auf dem Vorjahresniveau stabilisiert. Hervorzuheben ist, dass die Zahl in der Altersgruppe der 55- bis 74-Jährigen nicht weiter gesunken ist. Die Akzeptanz der Vorsorgekoloskopie liegt damit in Baden-Württemberg in dieser Altersgruppe sogar geringfügig höher als im Bundesgebiet.

Gesundheitspolitik 18. Juli 2012

DGIM: „Im Krankenhaus Fehlentwicklungen durch falsche Anreize stoppen“

Die Tätigkeit aller Ärzte unterliegt besonderen Ansprüchen, die in Kodices der ärztlichen Berufsethik festgeschrieben sind. Hierzu gehören vier wesentliche Prinzipien:(a) allen Patienten Fürsorge und Hilfe anzubieten (Primat des Patientenwohls), (b) Patienten nicht zu schaden („primum non nocere“), (c) das Selbstbestimmungsrecht der Patienten zu respektieren, sowie (d) Gleichheit und Gerechtigkeit bei der Behandlung zu wahren, was eine faire Ressourcenverteilung einschließt.

Medizin 18. Juli 2012

Vorbeugen, erkennen, behandeln: Patientenbuch zum Herzinfarkt

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind immer noch die häufigste Todesursache in Deutschland. In ihrer Neuerscheinung „Herzinfarkt – das Patientenbuch“ klärt die Stiftung „Bremer Herzen“ über Risikofaktoren, Anzeichen, Notfallmaßnahmen und Rehabilitation bei Herzinfarkten auf. Auf 64 Seiten informieren die Autoren Betroffene, wie sie herzgesünder leben, was bei einem akuten Infarkt zu tun ist, welche Interventionsmöglichkeiten die Kardiologie hat und wie ein Leben auch nach einem kardiovaskulären Ereignis lebenswert ist....

Medizin 18. Juli 2012

Deutsche Krebshilfe fördert Studie zur Therapie beim Blasenkrebs mit 860.000 Euro

Mit 860.000 Euro fördert die Deutsche Krebshilfe eine Studie zur Therapie des oberflächlichen Harnblasenkrebs. Auf deutscher Seite wird diese Studie durch die Klinik für Urologie des Universitätsklinikums Jena geleitet. Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm, Direktor der Klinik für Urologie am UKJ: „Das oberflächliche Harnblasenkarzinom liegt auf Rang fünf der häufigsten Krebsarten in Deutschland. Jährlich erkranken in Deutschland rund 16.000 Personen daran.“

Medizin 18. Juli 2012

Koronare Herzkrankheit erkennen und behandeln

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) zählt weltweit zu den häufigsten Herzerkrankungen. Millionen von Menschen leiden an Verengungen der Herzkranzgefäße. Allein in Deutschland werden jährlich rund 665 000 Patienten wegen einer KHK in Krankenhäuser eingeliefert. Bei dieser Erkrankung kommt es infolge einer Verengung der Herzkranzgefäße zu einer Mangeldurchblutung des Herzens, im schlimmsten Fall führt sie zum Herzinfarkt und zur Herzschwäche. Die KHK zählt zu den bedeutendsten Ursachen für Invalidität und Tod, dies gilt...

Medizin 18. Juli 2012

Aktuelle Praxisstudie zu Rotigotin bei Restless-Legs-Syndrom

Nicht nur nachts ist RLS (Restless-Legs-Syndrom) für Patienten ein Thema. Auch tagsüber können die charakteristischen Symptome auftreten. So beantworteten acht von zehn RLS-Patienten bei der Praxisstudie „RLSPRACTISE“ die Frage, ob sie „während des Tages RLS-typische Symptome haben“ mit „ja“. 68,3% der 526 Patienten mit mittelschwerem bis schwerem RLS wurden bei der Studie aufgrund mangelnder Wirksamkeit der Vormedikation auf das transdermale System Rotigotin umgestellt (1). Das Ergebnis: Der über 24 Stunden konstante...

Gesundheitspolitik 18. Juli 2012

Koalitionsfraktionen fordern Beschneidungsgesetz schon für Herbst

Die Fraktionen von Union und FDP fordern von der Bundesregierung einen Gesetzentwurf zur Beschneidung schon für den Herbst. Diese solle Straffreiheit für die «medizinisch fachgerechte» Beschneidung von Jungen garantieren, heißt es in einem Entschließungsantrag, aus dem die «Neue Osnabrücker Zeitung» (Mittwoch) zitiert. Union und FDP setzen demnach darauf, dass sich SPD und Grüne dem Vorschlag anschließen. Dieser soll an diesem Donnerstag in den Bundestag eingebracht werden.

Medizin 18. Juli 2012

Doping in Freizeit- und Leistungssport: Verbotene Hormonpräparate immer raffinierter

Bei den Olympischen Sommerspielen in London müssen sich die Sportler so vielen Dopingtests unterziehen wie nie zuvor. Denn die Vielfalt und der oft hormonähnliche Aufbau der heutzutage verwendeten Präparate zwingt Doping-Fahnder zu immer komplexeren Verfahren, um die verbotenen Substanzen nachzuweisen. Allerdings beschränke sich Doping nicht auf den Leistungssport, betont die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Verbreitet seien diese Präparate, die oft körpereigenen Stoffen ähneln, auch im Freizeitsport und in Fitnessstudios.

Medizin 18. Juli 2012

Kongress-Highlights zu Insulin degludec

Insulin degludec ist der erste Vertreter einer neuen Generation ultra-langwirksamer Basalinsuline. Es bildet nach der Injektion ein subkutanes Depot aus löslichen Multi-Hexameren. Von den Enden dieser Multi-Hexamere lösen sich im Zeitverlauf einzelne Monomere ab, die langsam und kontinuierlich in die Blutbahn resorbiert werden. Das sorgt für ein flaches, stabiles und gleichmäßiges Wirkprofil. Erreicht werden diese pharmakokinetischen Eigenschaften von Insulin degludec durch die Addition einer Fettsäurekette über einen sogenannten Linker ...

Medizin 18. Juli 2012

Frauenärzte der GenoGyn: Demenzerkrankungen in der Menopause vorbeugen

Mit der Lebenserwartung steigt das Risiko für altersassoziierte Erkrankungen, allen voran das Risiko für neurodegenerative Veränderungen. Aufgrund der längeren Lebensspanne der Frau schätzen Experten, dass heute rund 800 000 der 1,2 Millionen Demenzkranken in Deutschland weiblich sind. Damit rückt die Prävention ins Visier von Gynäkologen, die zunehmend die Rolle eines Facharztes für Frauengesundheit einnehmen. „Frauen in der Menopause stehen im Mittelpunkt der Prävention neurodegenerativer Erkrankungen“, sagt Frauenarzt...

Gesundheitspolitik 17. Juli 2012

Karlsruhe entscheidet über Leistungen für Asylbewerber

Das Bundesverfassungsgericht entscheidet an diesem Mittwoch darüber, ob Flüchtlinge und andere Menschen ohne dauerhaftes Aufenthaltsrecht mehr Geld vom Staat bekommen müssen. Seit 1993 sind die Leistungen für Asylbewerber nicht erhöht worden. Während ein Hartz-IV-Empfänger einen Regelsatz von 364 Euro pro Monat erhält, sind es bei Flüchtlingen etwa 220 Euro. Schon die Hartz-IV-Sätze gelten als Existenzminimum.

Gesundheitspolitik 17. Juli 2012

Alkohol ab 18 Jahre – Berlin erwägt Bundesratsinitiative

Um den Alkoholmissbrauch von Minderjährigen einzudämmen, will Berlins Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) mit einer Bundesratsinitiative das im Jugendschutzgesetz geregelte Abgabealter vereinheitlichen. Demnach sollen auch Bier, Wein, Sekt und Mischgetränke erst an 18-Jährige verkauft werden dürfen, sagte Czaja der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag. Bislang können Jugendliche diese Getränke bereits mit 16 Jahren kaufen.

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