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Mai 2012

Gesundheitspolitik 14. Mai 2012

Pflegeheim auswählen: Nicht nur auf Prüfsiegel vertrauen

Viele Pflegeheime lassen mittlerweile die Qualität ihrer Arbeit zertifizieren. Ein grüner Haken oder eine gute Note alleine bringen Angehörige bei der Auswahl einer Einrichtung aber nicht weiter. «Der Markt der Siegel und Zertifikate ist sehr unübersichtlich und kann nur ein grober Hinweis sein», sagt Ralf Suhr, Vorsitzender des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP). Als Anhaltspunkt sollten sich Angehörige die Frage vor Augen führen: Welche Bedürfnisse hat beispielsweise meine Mutter oder mein Vater?

Gesundheitspolitik 14. Mai 2012

Hartmannbund: „Endlich ist der Weg frei für PJ-Mobilität und Abschaffung des Hammerexamens – Pflichtabschnitt Allgemeinmedizin vom Tisch“

Der Vorsitzende des Ausschusses der Medizinstudierenden im Hartmannbund, Kristian Otte, hat die Zustimmung des Bundesrates zur vom Gesundheitsministerium vorgeschlagenen Reform der Approbationsordnung für Ärzte ausdrücklich begrüßt. Damit sei der Weg frei für die vom Hartmannbund seit langem geforderte PJ-Mobilität sowie für die Abschaffung des Hammerexamens.

Medizin 14. Mai 2012

Thalassämie, Sichelzellkrankheit: Hämoglobinopathien auch hierzulande zunehmend relevant

Hämoglobinopathien wie die Thalassämie-Syndrome und die Sichelzellkrankheit sind weltweit die beiden häufigsten Krankheiten, die monogen vererbt werden. Traten sie ursprünglich vor allem im mediterranen Raum sowie in weiten Teilen Asiens und in Afrika auf, kommen sie im Zug der Globalisierung mittlerweile auch in westlichen Ländern vor und bedeuten eine Herausforderung für deren Gesundheitssysteme. Was das adäquate Management mit den Hämoglobinopathien anbelangt, existiert auch hierzulande nach Ansicht der Experten ein nicht unerheblicher Nachholbedarf.

Medizin 14. Mai 2012

Patientenbroschüren zu Arthrose, Gelenkschmerzen und Osteoporose jetzt auch in türkischer Sprache kostenlos verfügbar

Türkischsprachige Patienten und deren Angehörige können ab sofort aktuelle, übersichtliche und patientenverständliche Ratgeber zu drei wichtigen Krankheitsbildern kostenfrei als Druckexemplar bestellen oder online als Download beziehen. Im Informationsblatt zur Arthrose werden Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten der Erkrankung erklärt und Hinweise zum richtigen Verhalten gegeben. In der zweiten Broschüre zum Thema Gelenkschmerzen werden verschiedene mögliche Ursachen und die Behandlungsmöglichkeiten dieser Beschwerden erläutert. Der dritte Ratgeber zeigt die drei Grundpfeiler für...

Medizin 14. Mai 2012

Palliativmedizin im Dialog: Interaktive und praxisnahe Fortbildung zu den vorrangigen Problemen der palliativen Patientenversorgung

Multidisziplinäre Therapieansätze sind der Schlüssel zu einer optimalen Versorgung von Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen. Im praktischen Alltag stellen die palliativtherapeutischen Vorgehensweisen die behandelnden Ärzte – Kliniker wie niedergelassene – häufig vor erhebliche Herausforderungen. Wie kann der einzelne Arzt den zahlreichen Anforderungen gerecht werden? Welche Art der Schmerztherapie ist in welcher Situation besonders hilfreich? Welche Fallstricke sind zu beachten? Worauf sollte man sich in Krisensituationen einstellen? Wie bringt man sich erfolgreich in ein...

Gesundheitspolitik 14. Mai 2012

bvmd: Medizinstudierende begrüßen die Änderung der Approbationsordnung

Der Bundesrat verabschiedete am vergangenen Freitag die Änderung der Approbationsordnung für Ärzte. Im Zuge dessen wurde die Splittung des Hammerexamens, der Querschnittsbereich 14 „Schmerzmedizin“ und eine erhöhte Mobilität im Praktischen Jahr beschlossen. Der Länderantrag, das Praktische Jahr (PJ) zu quartalisieren und einen Pflichtabschnitt Allgemeinmedizin einzuführen, wurde abgelehnt. Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) begrüßt die beschlossenen Änderungen nachdrücklich.

Medizin 14. Mai 2012

Unimedizin Greifswald beteiligt sich an der ersten großen deutschlandweiten COPD-Studie

In Deutschland existiert bislang keine Datenbasis, die es ermöglicht, den Verlauf der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung im Detail zu untersuchen. Experten vermuten, dass bei Entstehung und Verlauf der COPD sowohl lokale als auch systemische entzündliche Prozesse eine Rolle spielen. Auch die Tatsache, dass COPD häufig zusammen mit anderen Erkrankungen, beispielsweise des Herz-Kreislaufsystems, auftritt, bedarf einer näheren Untersuchung. Es ist nämlich nicht klar, in welcher Weise der Verlauf der COPD von diesen anderen Erkrankungen abhängt oder sogar durch sie bestimmt ist. Die...

Medizin 14. Mai 2012

Rolle der mRNA bei der Entstehung von Herz- und Gefäß-Erkrankungen

Mindestens 30 Prozent der Gene im menschlichen Körper werden durch winzige Stückchen der Ribonukleinsäure reguliert, die ursprünglich als wertlose „junk-RNA“ galten. Die heute als microRNAs bekannten Molekülketten wurden zuerst 1993 beim Fadenwurm C. elegans entdeckt. Inzwischen sind beim Menschen mehr als 1500 microRNAs beschrieben worden. Die Arbeitsgruppe von Prof. Stefanie Dimmeler erforscht die Rolle der RNA-Schnipsel bei der Entstehung von Herz- und Gefäß-Erkrankungen.

Medizin 14. Mai 2012

TGN1412 – wichtiger Kofaktor identifiziert – Potenziale und Risiken superagonistischer Antikörper

Vor sechs Jahren kam es bei einer klinischen Studie mit dem monoklonalen Antikörper TGN1412 bei den Studienteilnehmern zu einer Entgleisung des Immunsystems mit Multiorganversagen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben jetzt die Interaktion des induzierbaren Kostimulators "ICOS" auf der T Zelle mit seinem Liganden "LICOS" auf der Endothelzelle als wichtigen Auslöser der Immunreaktion durch TGN1412 identifiziert. Dass über zwei kostimulatorische Signale eine polyklonale T Zellaktivierung induziert werden kann, zeigt zum einen die Möglichkeiten, zum anderen aber auch die Risiken solcher...

Medizin 14. Mai 2012

Übergewicht als Hauptrisikofaktor für Schlafstörungen

Etwa 840 000 Frauen und über 1,5 Millionen Männer zwischen 30 und 60 Jahren haben gefährliche Atemaussetzer im Schlaf – die so genannte obstruktive Schlafapnoe (OSA). Meist sind Menschen mit starkem Übergewicht betroffen. Sie leiden infolge eines nicht-erholsamen Schlafes unter Tagesschläfrigkeit, sind weniger leistungsfähig und häufig unfallgefährdet. Bei schwerer Schlafapnoe steigt die Gefahr von Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Störungen oder Diabetes Typ 2.

Medizin 11. Mai 2012

Hepatitis C: Virale Heilung durch interferonfreie Therapie bei bis zu 82 Prozent der Patienten (GT1a und 1b)

Neue Studienergebnisse der größten interferonfreien Phase-II-Studie zeigen, dass bis zu 82 Prozent der Hepatitis-C (HCV)-Patienten nach nur 28-wöchiger Behandlung eine virale Heilung erreichten. (1) Diese Ergebnisse wurden bei Patienten mit den häufigen Genotypen 1a CC und 1b beobachtet, die mit direkt wirksamen in der klinischen Prüfung befindlichen antiviralen Substanzen von Boehringer Ingelheim behandelt wurden.

Gesundheitspolitik 11. Mai 2012

Marbuger Bund: „Approbationsordnung endlich grünes Licht geben“

Der Marburger Bund fordert den Bundesrat auf, der neuen Approbationsordnung für Ärzte heute in der vorgelegten Form zuzustimmen. "Die von der Bundesregierung beschlossenen Änderungen werden von den Studentenvertretern und den Spitzenorganisationen der Ärzteschaft nachdrücklich unterstützt. Die Länder sollten diesen großen Konsens nicht in Frage stellen und die Beschlussfassung der Novelle nicht weiter hinauszögern“, forderte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, vor der heutigen Beratung der Novelle im Plenum des Bundesrates.

Medizin 11. Mai 2012

Europäische Allergiestudie: Große Unterschiede bei Pollen-Aggressivität

In einer europaweiten Studie untersuchten Wissenschaftler das allergische Potenzial von Birken, Gräsern und Oliven. Die Pollen dieser drei Pflanzen sind in Europa die wesentlichen Auslöser für Heuschnupfen. Die allergische Reaktion gegen eine bestimmte Pollenart kann dabei höchst unterschiedlich ausfallen. Wie die Forscher der Hialine-Studie jetzt feststellten, variiert auch die Schlagkraft der Pollen: Abhängig von Zeit und Region produzieren die Pollen verschieden große Mengen an Eiweißverbindungen, die letztlich für die allergische Immunantwort verantwortlich sind.

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